Die SuS erarbeiten in diese Unterrichtsstunde die traditionelle wirtschaftliche Nutzungsform des Wanderfeldbaus (shifting cultivation) im Tropischen Regenwald, indem sie aus einem kontinuierlichen Text einen diskontinuierlichen Text (Fließschema) erstellen und diesen verwenden, um das Prinzip des Wanderfeldbaus abschließend im Plenum zu erklären.
Die Begriffe Wanderfeldbau und shifting cultivation werden in diesem Unterrichtsvorhaben synonym verwendet, weil die Begrifflichkeiten den raumzeitlichen Prozess bei dieser landwirtschaftlichen Nutzungsform am besten treffen. Ziel der Stunde ist es, den traditionellen Wanderfeldbau anhand eines in Gruppenarbeit erstellten Fließschemas erklären zu können. Da dieses Vorhaben durchaus anspruchsvoll ist, habe ich mich entschieden zweigliedrig vorzugehen.
In einem ersten Schritt soll zunächst der zeitliche Prozess, dem ein Feld unterworfen ist, erarbeitet werden und in einem zweiten Schritt soll das erarbeitete Wissen in einen raumzeitlichen Prozess integriert werden. Ziel der Erarbeitung ist es, dass die SuS in der Lage sind, dem Kurs das System des Wanderfeldbaus unter Verwendung des selbst erstellten Fließschemas (zeitlicher Prozess eines Feldes) und der Abbildung "Räumliche Prozesse des traditionellen Wanderfeldbaus" zu erläutern.
Inhaltsverzeichnis
1. Stundenziel
2. Einbindung der Stunde in das Unterrichtsvorhaben und didaktische Schwerpunkte
3. Lernausgangslage
4. Curriculare Legitimation
5. Begründung der didaktisch methodischen Entscheidungen
6. Verlaufsplan
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Unterrichtseinheit ist es, den Schülerinnen und Schülern die traditionelle Nutzungsform des Wanderfeldbaus (shifting cultivation) im tropischen Regenwald näherzubringen, wobei insbesondere die Transformation von kontinuierlichen Informationstexten in diskontinuierliche Fließschemata zur strukturierten Erarbeitung und Darstellung raumzeitlicher Prozesse gefördert wird.
- Analyse der wirtschaftlichen Nutzungsform "Wanderfeldbau" (shifting cultivation)
- Transformation von Sachtexten in diskontinuierliche Darstellungsformen (Fließschema)
- Erkenntnisgewinn über raumzeitliche Prozesse im Ökosystem tropischer Regenwald
- Förderung der Präsentationskompetenz und kooperativer Lernformen
- Methodische Reflexion des Systems der traditionellen Landwirtschaft
Auszug aus dem Buch
5. Begründung der didaktisch methodischen Entscheidungen
Zentrales Anliegen dieser Unterrichtsstunde ist die Erarbeitung der traditionellen Form des Wanderfeldbaus (shifting cultivation) im Tropischen Regenwald anhand eines Fließschemas. Die Begriffe Wanderfeldbau und shifting cultivation werden in diesem Unterrichtsvorhaben synonym verwendet, weil die Begrifflichkeiten den raumzeitlichen Prozess bei dieser landwirtschaftlichen Nutzungsform am besten treffen. Ziel der Stunde ist es, den traditionellen Wanderfeldbau anhand eines in Gruppenarbeit erstellten Fließschemas erklären zu können. Da dieses Vorhaben durchaus anspruchsvoll ist, habe ich mich entschieden zweigliedrig vorzugehen. In einem ersten Schritt soll zunächst der zeitliche Prozess, dem ein Feld unterworfen ist, erarbeitet werden und in einem zweiten Schritt soll das erarbeitete Wissen in einen raumzeitlichen Prozess integriert werden. Ziel der Erarbeitung ist es, dass die SuS in der Lage sind, dem Kurs das System des Wanderfeldbaus unter Verwendung des selbst erstellten Fließschemas (zeitlicher Prozess eines Feldes) und der Abbildung „Räumliche Prozesse des traditionellen Wanderfeldbaus“ zu erläutern.
In der Erarbeitungsphase werden die SuS in Gruppen aufgeteilt. Zu Beginn wird den SuS ein Arbeitsblatt sowie eine, mit einer Abbildung versehenen Folien und Folienstifte ausgeteilt. In einer ersten Arbeitsphase lesen die SuS den Informationstext in Einzelarbeit. In dieser Phase sollen die SuS zunächst eigenständig arbeiten, sich konzentriert mit dem Material auseinandersetzen und das für sie Wesentliche festhalten bzw. im Text markieren. In einer unmittelbar daran anschließenden Phase sollen die Gruppenmitglieder sich über die den Wanderfeldbau (shifting cultivation) bestimmenden wesentlichen Merkmale austauschen und ein Fließschema erstellen. Die Gruppenarbeitsphase dient dazu, die von den einzelnen SuS eventuell unterschiedlich herausgearbeiteten wesentlichen Merkmale zusammenzufassen und zu bündeln.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Stundenziel: Definiert die angestrebten Sach-, Methoden- und Handlungskompetenzen der Stunde im Kontext des Kernlehrplans für die Sekundarstufe II.
2. Einbindung der Stunde in das Unterrichtsvorhaben und didaktische Schwerpunkte: Ordnet das Thema in die Unterrichtsreihe ein und erläutert die didaktischen Schwerpunkte der einzelnen Stunden.
3. Lernausgangslage: Beschreibt die Zusammensetzung, das Leistungsniveau und das Arbeitsverhalten der Lerngruppe.
4. Curriculare Legitimation: Begründet die Wahl des Themas anhand der Vorgaben des Kernlehrplans Geographie für Nordrhein-Westfalen.
5. Begründung der didaktisch methodischen Entscheidungen: Erläutert die methodische Vorgehensweise, insbesondere die Erstellung von Fließschemata zur Darstellung des Wanderfeldbaus.
6. Verlaufsplan: Detaillierte tabellarische Darstellung der geplanten Phasen, Handlungen, Medien und didaktischen Kommentare.
Schlüsselwörter
Wanderfeldbau, shifting cultivation, tropischer Regenwald, Fließschema, Ökosystem, Landwirtschaft, Unterrichtsentwurf, Geographie, Sekundarstufe II, raumzeitlicher Prozess, Nachhaltigkeit, traditionelle Nutzungsform, Didaktik, Kompetenzentwicklung, Unterrichtsplanung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Es handelt sich um einen schriftlichen Unterrichtsentwurf für eine Geographiestunde in der Oberstufe, die sich mit der traditionellen Nutzungsform des Wanderfeldbaus im tropischen Regenwald befasst.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Arbeit konzentriert sich auf die Landschaftszone des tropischen Regenwaldes und das Wirtschaften in diesem komplexen Ökosystem unter Berücksichtigung von Klimafaktoren und traditionellen Methoden.
Was ist das primäre Ziel der Stunde?
Das Ziel ist, dass die Schülerinnen und Schüler das Prinzip des Wanderfeldbaus verstehen und durch die Erstellung eines Fließschemas aus einem Fachtext eigenständig raumzeitlich darstellen können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Unterrichtsstunde setzt auf die Transformation von kontinuierlichen Texten in diskontinuierliche Darstellungsformen (Fließschema) sowie auf kooperative Lernformen wie die Gruppenarbeit.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil umfasst die didaktisch-methodische Begründung der Erarbeitungsphasen, die Analyse der Lernausgangslage der Kursgruppe sowie den detaillierten Verlaufsplan der Unterrichtsstunde.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Wanderfeldbau, shifting cultivation, tropischer Regenwald, Fließschema, Didaktik und Kompetenzentwicklung.
Warum wird die Erstellung eines Fließschemas als Methode gewählt?
Das Fließschema eignet sich besonders gut, um komplexe, zirkuläre Prozesse wie den Wanderfeldbau vereinfacht, grafisch strukturiert und prägnant darzustellen.
Wie wird mit leistungsschwächeren Schülern umgegangen?
Durch die Gruppenarbeit und die Möglichkeit einer Binnendifferenzierung (Zusatzmaterial) wird sichergestellt, dass Schüler voneinander lernen und individuell gefördert werden.
- Arbeit zitieren
- Ann-Christin Fingerhut (Autor:in), 2014, Brennen, roden, anbauen, wandern. Erarbeitung der traditionellen Form des Wanderfeldbaus (shifting cultivation) anhand eines Fließschemas (Geographie Oberstufe Gymnasium), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/907071