Der vorliegende Unterrichtsentwurf beschreibt eine Möglichkeit das zielgenaue Werfen in einer Grundschulklasse zu trainieren. Stationskarten, Gruppen-Symbolkarten und weiteres Material sind beigefügt. Lernziel: Die Schüler festigen ihre Wurffähigkeiten an vielfältigen Wurfstationen. Dabei trainieren sie das präzise und feste Werfen auf feststehende und bewegliche Zielobjekte und vertiefen ihre bisher erprobten, individuellen Wurferfahrungen (durch-, ab-, hineinwerfen). Erkenntnisse bezüglich der Wurfbewegung (Anbahnung Schlagballwurf) werden demonstriert und verbalisiert.
Inhaltsverzeichnis
1 BEZUG ZU DEN MODULINHALTEN
2 VERANKERUNG IM RAHMENPLAN
3 EINBETTUNG DER UNTERRICHTSSEQUENZ IN DIE UNTERRICHTSEINHEIT
4 STRUKTURANALYSE
4.1 WURFGERÄT „BALL“
4.2 WERFEN AUF FESTSTEHENDE ZIELE
4.3 WERFEN AUF BEWEGLICHE ZIELE
5 INSTITUTIONELLE BEDINGUNGEN
5.1 RÄUMLICHE GEGEBENHEITEN
6 LERNVORAUSSETZUNGEN
6.1 ZUSAMMENSETZUNG UND SOZIALES KLIMA DER KLASSE
6.2 INHALTSPEZIFISCHE LERNVORAUSSETZUNGEN
6.3 METHODEN UND RITUALE
7 DIDAKTISCHE BEGRÜNDUNG
7.1 DIFFERENZIERUNGSMAßNAHMEN
8 METHODISCHE ÜBERLEGUNGEN
9 LITERATURVERZEICHNIS
10 ANHANG
10.1 VERLAUFSPLANUNG
10.2 SPIELERKLÄRUNG „SITZ HASE – LAUF HASE“
10.3 SPIELERKLÄRUNG „ABWERFEN / ZOMBIEBALL“
10.4 BESCHREIBUNG DER WURFSTATIONEN
10.5 PLAKAT STUNDENVERLAUF
10.6 SYMBOLAUFKLEBER
10.7 STATIONSKARTEN
10.8 HALLENPLAN / AUFBAU
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit dient als Unterrichtsentwurf für eine Sportstunde in der Grundschule, deren zentrales Ziel die Festigung der Wurffähigkeiten durch einen abwechslungsreichen Stationenbetrieb ist. Dabei wird untersucht, wie durch variierende Wurfmaterialien und zielgenaue Übungsformen die motorische Entwicklung und Freude an der Bewegung bei Kindern gefördert werden kann.
- Motorische Grundlagen des zielgenauen Werfens
- Einsatz von variierenden Wurfmaterialien im Grundschulsport
- Förderung der Koordination und Bewegungssicherheit
- Didaktische Gestaltung von Lernumgebungen in der Sporthalle
Auszug aus dem Buch
4.2 Werfen auf feststehende Ziele
Der zentrale Lerngegenstand dieser Stunde stellt das präzise Werfen auf feststehende und bewegliche Ziele dar. Im Gegensatz zur Ganzkörperbewegung „Weitwerfen“ wird die Kraftübertragung auf den Wurfgegenstand nicht hauptsächlich über Rumpf und Beine gesteuert, sondern die Beschleunigung des Wurfmaterials erfolgt fast ausschließlich aus dem Oberkörper - der Schulter und dem Ellbogengelenk. Dabei wird der Wurfarm angewinkelt und „peitschenartig“ nach vorne geführt.
Das Zielwerfen läuft in drei Phasen ab. Dabei ist die Hand-Auge-Koordination von entscheidender Bedeutung. Das Ziel wird in der ersten Phase über den fast gestreckten Arm mit den Augen fixiert. Dabei sollten Blick, Arm mit Wurfmaterial und Ziel eine Linie bilden. Ist das Ziel fixiert, folgt die Ausholphase. Dabei wird der Arm angewinkelt unten geführt. Das Ziel bleibt während des gesamten Bewegungablauf fixiert. In der Schwungphase oder Beschleunigungsphase wird das Wurfmaterial in Richtung Ziel beschleunigt. Diese Beschleunigung erfolgt mit dem Unterarm durch eine schnelle Streckung des Wurfarms. Die Schüler erhalten in der Stunde keine direkte Bewegungsbeschreibung. Sie sollen selbstständig herausfinden, wie sie am ehesten die Ziele treffen können und darüber reflektieren.
Zusammenfassung der Kapitel
1 BEZUG ZU DEN MODULINHALTEN: Dieses Kapitel verknüpft die Zielsetzung der Sportstunde mit den geforderten Standards der Lehrerausbildung.
2 VERANKERUNG IM RAHMENPLAN: Hier wird der Sportunterricht in die schulischen Vorgaben eingeordnet und die Bedeutung der Bewegungserziehung für Grundschulkinder dargelegt.
3 EINBETTUNG DER UNTERRICHTSSEQUENZ IN DIE UNTERRICHTSEINHEIT: Dieses Kapitel skizziert den Gesamtablauf der Unterrichtsreihe, von ersten Wurfspielen bis zur vertieften Technikschulung.
4 STRUKTURANALYSE: Diese Analyse beleuchtet die physikalischen und motorischen Anforderungen der verwendeten Sportgeräte und Zielvorgaben.
5 INSTITUTIONELLE BEDINGUNGEN: Hier werden die Rahmenbedingungen an der Schule, wie räumliche Kapazitäten und zeitliche Abläufe, beschrieben.
6 LERNVORAUSSETZUNGEN: Dieses Kapitel analysiert das soziale Klima, das Leistungsniveau und die individuellen Bedürfnisse der Lerngruppe.
7 DIDAKTISCHE BEGRÜNDUNG: Hier wird der pädagogische Wert des Ballspiels und die methodische Entscheidung für das zielgenaue Werfen begründet.
8 METHODISCHE ÜBERLEGUNGEN: Dieses Kapitel erläutert den Aufbau der Stunde, die Auswahl der Sozialformen und die Nutzung von Ritualen.
9 LITERATURVERZEICHNIS: Verzeichnis der verwendeten fachwissenschaftlichen Quellen.
10 ANHANG: Enthält ergänzende Materialien wie Verlaufsplanung, Spielerklärungen und grafische Vorlagen für die Stationen.
Schlüsselwörter
Sportunterricht, Grundschule, Werfen, Zielwerfen, Bewegungskoordination, Ballspiel, Stationenbetrieb, Motorik, Unterrichtsentwurf, Wurffähigkeit, Differenzierung, Lehrerausbildung, Sozialverhalten, Sportdidaktik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit stellt einen detaillierten Unterrichtsentwurf für den Sportunterricht einer zweiten Klasse dar, der sich mit dem Thema "Werfen in vielfältigen Variationen" befasst.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Mittelpunkt stehen die motorische Entwicklung, die Schulung der Hand-Auge-Koordination, der Stationenbetrieb als Organisationsform sowie der spielerische Umgang mit verschiedenen Wurfobjekten.
Was ist das primäre Ziel der Stunde?
Die Schüler sollen ihre Wurffähigkeiten durch ein zielgenaues Werfen auf feststehende und bewegliche Ziele festigen und ihre individuellen Wurferfahrungen vertiefen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Unterrichtsentwurf basiert auf didaktisch-methodischen Analysen, die sportwissenschaftliche Erkenntnisse über Bewegungskoordination und motorisches Lernen bei Grundschulkindern integrieren.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil konzentriert sich auf den Stationenbetrieb, in dem die Kinder eigenständig ihre Wurftechniken an unterschiedlichen Stationen wie Dosenwerfen oder Pylonen abwerfen erproben.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Sportunterricht, Zielwerfen, Koordination und Stationenbetrieb sind die Kernbegriffe, die das didaktische Konzept der Arbeit zusammenfassen.
Warum wird im Sportunterricht ein Stationenbetrieb gewählt?
Der Stationenbetrieb ermöglicht eine hohe Bewegungszeit, individuelle Differenzierung bei den Aufgaben und fördert die Kooperation innerhalb der Schülerschaft.
Welche Rolle spielt die Reflexionsphase?
Die Reflexionsphase dient dazu, dass Schüler ihren Bewegungsablauf verbalisieren und durch Demonstrationen ein besseres Verständnis für die korrekte Wurfbewegung entwickeln.
Wie wird mit unterschiedlichen Leistungsniveaus umgegangen?
Durch die Bereitstellung verschiedener Bälle und die Möglichkeit, Distanzen zu den Zielen teilweise frei zu wählen, findet eine „natürliche Differenzierung“ statt.
Warum kommt das Spiel „Zombieball“ zum Einsatz?
Das Abschlussspiel dient dazu, das zuvor isoliert geübte zielgenaue Werfen in eine dynamische, motivierende Spielsituation zu übertragen und das Bewegungskönnen anzuwenden.
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- Stephanie Müller (Author), 2008, Unterrichtsstunde: Werfen an Stationen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/90769