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Einführung in die Wahrnehmungspsychologie

Titel: Einführung in die Wahrnehmungspsychologie

Einsendeaufgabe , 2017 , 6 Seiten

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Psychologie - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit beantwortet Fragen im Rahmen der Wahrnehmungspsychologie. Die visuelle Erkennungsfähigkeit bei Erblindung während der Sehentwicklung wird nicht vollständig erlangt werden. Die kritische Periode der Sehentwicklung ist mit 1 Jahr nicht abgeschlossen. Ohne die Stimulierung (aktivitätsabhängige Reifung) durch frühe visuelle Erfahrungen entwickelt sich die visuelle Wahrnehmung im Cortex nicht normal. Teile der visuellen Wahrnehmung (Figur, Grund, Farben und Helligkeiten) sind angeboren.

Diese Bereiche können vermutlich wieder erlernt werden, aufgrund der Lernfähigkeit des Wahrnehmungssystems. Nicht angeborene Aspekte, wie das Erkennen von Formen (Objekte) also der Gestalt von sich selbst im Spiegel und vertrauter Personen werden nicht wieder erlernbar sein, da die Erblindung während der nicht abgeschlossenen Sehentwicklung stattfand. Ebenso sind Probleme mit dem Erkennen von Gegenständen in Bewegung vermutlich.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Visuelle Wahrnehmung im Kontext mit „erblinden“ und „wieder sehen“

2 Die Transduktion der auditiven Wahrnehmung

3 Retinale Disparität und Konvergenz

4 Herausforderung des Hörsystems bei der Lokalisation von Schallwellen

5 Zusammenarbeit der Sinne anhand eines Beispiels aus dem Alltag

6 Gestaltgesetze

7 Die Sehbahn und ihrer neurologischen Umschaltungen

8 Hörschwelle

9 Bedeutung des Wahrnehmungswissens in Beruf und Alltag

10 Kommunikation zwischen den Neuronen

11 Das Gesetz der Spezifischen Sinnesenergien

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit vermittelt grundlegende Aspekte der Wahrnehmungspsychologie und beleuchtet die komplexen physiologischen sowie neurologischen Prozesse, die unseren Sinnen zugrunde liegen. Ziel ist es, ein Verständnis für die Mechanismen der menschlichen Informationsverarbeitung zu schaffen, von der Reizaufnahme an den Sinnesorganen bis hin zur kognitiven Verarbeitung im Gehirn.

  • Grundlagen der visuellen und auditiven Wahrnehmung
  • Mechanismen der Tiefenwahrnehmung und räumlichen Orientierung
  • Die Rolle der neuronalen Kommunikation bei der Reizverarbeitung
  • Interaktion und Zusammenarbeit der verschiedenen Sinnessysteme im Alltag
  • Bedeutung wahrnehmungspsychologischen Wissens für die zwischenmenschliche Interaktion

Auszug aus dem Buch

2 Die Transduktion der auditiven Wahrnehmung

Auditive Transduktion bedeutet die Umwandlung von Reizen, respektive Schalldruckwellen in bioelektrische Nervenimpulse, welche im Gehirn als Töne entschlüsselt werden. Bei der auditiven Wahrnehmung werden Reize (Schalldruckwellen unterschiedlicher Frequenz und Stärke) mittels Hörorgane aufgenommen und durch das auditive Leitsystem beginnend beim Außenohr über Trommelfellschwingungen in das Mittelohr, weiter mittels der Gehörknöchelchen Hammer, Ambos, Steigbügel durch das ovale Fenster in das Innenohr, welches aus Gängen und Hohlräumen besteht, geführt. Im Innenohr liegt das Gehörorgan (Kochlea), ein knöcherner Gang mit 3 flüssigkeitsgefüllten Räumen.

Im mittleren Raum (Scala media) liegt das Cortische Organ welches aus 2 Membranen, der Tektorial- und der Basilarmembran besteht. Die Flüssigkeit (Endolymphe) der Scala media reagiert auf Druckunterschiede der empfangenen Schallwellen und versetzt die Basilarmembran, auf welcher sich die inneren und äußeren Haarzellen befinden, in wellenartige Bewegung. Die Tektorialmembran lenkt die äußeren Haarzellen aus. Der ständige Abfall und Anstieg des Potenzials der äußeren Haarzellen animiert die inneren Haarzellen (die eigentlichen Rezeptoren) zum Ausschütten von Neurotransmittern, welche die einzelnen Frequenzmerkmale in elektrische Impulse umwandeln (Transduktion). Die Impulse werden zum auditorischen Kortex weitergeleitet, wo der Schall zum Ton wird. (vgl. Wichert, 2009, S. 71 ff., vgl. Myers, 2014, S. 266 ff.)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Visuelle Wahrnehmung im Kontext mit „erblinden“ und „wieder sehen“: Dieses Kapitel erläutert die Bedeutung der frühen Sehentwicklung und die lebenslange Beeinträchtigung der Wahrnehmung bei Ausfällen in kritischen Entwicklungsphasen.

2 Die Transduktion der auditiven Wahrnehmung: Hier wird der Prozess beschrieben, wie Schallwellen durch das auditive System aufgenommen und mittels der Haarzellen in elektrische Nervenimpulse übersetzt werden.

3 Retinale Disparität und Konvergenz: Das Kapitel erklärt, wie die Zusammenarbeit beider Augen durch unterschiedliche Bildinformationen und Augenbewegungen das dreidimensionale Sehen ermöglicht.

4 Herausforderung des Hörsystems bei der Lokalisation von Schallwellen: Es wird analysiert, wie das Gehirn durch Zeit- und Lautstärkedifferenzen zwischen den Ohren die Richtung von Geräuschen im Raum bestimmt.

5 Zusammenarbeit der Sinne anhand eines Beispiels aus dem Alltag: Anhand einer Alltagssituation wird verdeutlicht, wie verschiedene Sinne multisensorisch interagieren, um ein ganzheitliches Bild der Umwelt zu erzeugen.

6 Gestaltgesetze: Dieses Kapitel zeigt auf, wie wir komplexe Sinnesreize ordnen und vereinfachen, um Ordnung und Sinn in unserer Wahrnehmung zu stiften.

7 Die Sehbahn und ihrer neurologischen Umschaltungen: Es wird der Weg der Lichtreize von der Netzhaut über das neuronale Netzwerk bis hin zum primären visuellen Kortex beschrieben.

8 Hörschwelle: Hier werden die physiologischen Grenzen des Gehörs definiert, einschließlich der Hörschwelle und der akustischen Schmerzschwelle.

9 Bedeutung des Wahrnehmungswissens in Beruf und Alltag: Das Kapitel reflektiert, wie die Kenntnis wahrnehmungspsychologischer Prozesse die soziale Kommunikation und das Konfliktmanagement verbessert.

10 Kommunikation zwischen den Neuronen: Dieses Kapitel behandelt die biologischen Grundlagen der neuronalen Erregungsleitung und wie Neurotransmitter die Informationsweiterleitung ermöglichen.

11 Das Gesetz der Spezifischen Sinnesenergien: Es wird erklärt, dass jedes Sinnesorgan eine spezifische Antwort auf bestimmte Reize liefert, die erst im Gehirn zur Gesamtwahrnehmung synthetisiert werden.

Schlüsselwörter

Wahrnehmungspsychologie, auditive Transduktion, visuelle Wahrnehmung, Gestaltgesetze, Tiefenwahrnehmung, neuronale Kommunikation, Sinnesorgane, Hörschwelle, Schmerzschwelle, Reizverarbeitung, Sinnesenergien, Neurotransmitter, Kognition, Informationsverarbeitung, Gehirnfunktion

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesem Buch im Kern?

Das Buch bietet einen Überblick über die psychologischen und physiologischen Grundlagen der menschlichen Wahrnehmung, von der Reizaufnahme in den Sinnesorganen bis zur kognitiven Verarbeitung.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die visuelle und auditive Wahrnehmung, die neuronale Informationsübertragung, die Zusammenarbeit der Sinne sowie die Bedeutung dieser Erkenntnisse für den Alltag.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, ein fundiertes Verständnis für die komplexen Prozesse zu vermitteln, die es dem Menschen ermöglichen, seine Umwelt wahrzunehmen, zu interpretieren und darauf zu reagieren.

Welche wissenschaftlichen Methoden finden Anwendung?

Die Arbeit stützt sich primär auf die Synthese wahrnehmungspsychologischer Theorien und neurologischer Erkenntnisse, basierend auf Fachliteratur wie Wichert (2009) und Myers (2014).

Was behandelt der Hauptteil?

Der Hauptteil analysiert detailliert die verschiedenen Sinnessysteme, deren physiologische Funktionsweise, neuronale Schaltkreise sowie die psychologischen Prinzipien, die unsere Wahrnehmung ordnen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?

Das Werk wird maßgeblich durch Begriffe wie Wahrnehmungspsychologie, Transduktion, Gestaltgesetze und neuronale Kommunikation geprägt.

Wie beeinflusst die Erblindung in der frühen Kindheit die visuelle Wahrnehmung?

Aufgrund der fehlenden Stimulation in der kritischen Entwicklungsphase können sich bestimmte visuelle Areale im Gehirn nicht normal entwickeln, was dazu führt, dass Aspekte wie das Formen-Erkennen auch später oft nicht erlernbar sind.

Warum ist die Unterscheidung zwischen dem „Einzelnen“ und dem „Ganzen“ bei Gestaltgesetzen wichtig?

Sie ist wichtig, weil sie erklärt, wie unser Gehirn komplexe Informationen vereinfacht, um Ordnung zu schaffen, wie es etwa bei der Wahrnehmung einer Melodie anstelle bloßer Einzeltöne geschieht.

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Details

Titel
Einführung in die Wahrnehmungspsychologie
Hochschule
APOLLON Hochschule der Gesundheitswirtschaft in Bremen  (Angewandte Psychologie)
Veranstaltung
Wahrnehmungspsychologie
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
6
Katalognummer
V907715
ISBN (eBook)
9783346246202
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wahrnehmungswissen Neuronenkommunikation Sinnesenergien Gestaltgesetze Disparität Konvergenz Hörsystem Hörschwelle
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2017, Einführung in die Wahrnehmungspsychologie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/907715
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Leseprobe aus  6  Seiten
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