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Didaktische Konzepte von Bewegung, Spiel und Sport in der Ganztagsschule

Title: Didaktische Konzepte von Bewegung, Spiel und Sport in der Ganztagsschule

Bachelor Thesis , 2007 , 25 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Henner Kaatz (Author)

Didactics - Sport, Sport Pedagogy
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Die folgende Hausarbeit gilt als Prüfungsleistung in dem Erweiterungsmodul 1 (E1) und ist Teil des Seminars „Ausgewählte Konzepte von Sport- und Bewegungspädagogik“ im Sommersemester 2007. Aus den verschiedenen Konzepten wurde das Thema „Didaktische Konzepte von Bewegung, Spiel und Sport in der Ganztagsschule“ ausgewählt und im Folgenden vorgestellt, erläutert und bewertet.
Das Thema Ganztagsschule spielt momentan in der öffentlichen Schulreform-Diskussion eine wichtige Rolle. Seitdem Schüler- und Ländervergleiche innerhalb Bildungssystemen publik wurden, wobei PISA wohl das bekannteste Beispiel ist, häufen sich Reformforderungen, Vorschläge und Ideen, die allesamt eine Veränderung des deutschen Schulsystems herbeisehnen. Obwohl das Konzept der Ganztagsschule schon seit über 30 Jahren in Deutschland, in verschiedenen Ausführungen, einen Platz in dem Bildungswesen einnimmt, wird erst seit PISA ausführlich über Veränderung der pädagogischen Konzeptionen diskutiert und eine Erhöhung der Anzahl von Ganztagsschulen gefordert. Dabei ist jedoch zu bemerken, dass das Halbtagsschulwesen generell nicht vollendet in Frage gestellt wird, d.h. eine totale Ablösung ist bisher nicht in Aussicht (vgl. Appel, 2005, S. 14).
Dessen ungeachtet, dass Bewegung, Spiel und Sport im (überwiegend nachmittäglichen) Angebot der meisten schon existierenden Ganztagsschulen quantitativ weit oben stehen, (vgl. Holtappels, in Höhmann, Holtappels, Kamski und Schnetzer, 2005, S. 21f), gibt es bisher nur vereinzelte ausgereifte theoretische Aufzeichnungen, die Sport, Spiel und Bewegung in den Schullalltag und die Schulkultur konzeptionell und pädagogisch integrieren (vgl. Stibbe, 2004, S. 179). Genau diese Thematik wird im Folgenden aufgegriffen, dargestellt und interpretiert. Vorab werden die Begründungen, Formen und Merkmale des allgemeinen Ganztagsschulkonzeptes dargelegt, bevor auf die Bedeutung von Bewegung, Spiel und Sport in der Ganztagschule eingegangen wird. Die didaktischen Konzepte werden detailliert beschrieben und daraufhin erfolgt eine Bewertung.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begründungen für eine ganztägige Schulkonzeption

2.1 Sozial-politische Motive

2.2 Schulreformerisch-pädagogische Motive

3. Formen von Ganztagsschule

3.1 Allgemeine Merkmale

3.2 Offene Ganztagsschule

3.3 Gebundene Ganztagsschule

4. Didaktische Konzepte von Bewegung, Spiel und Sport in der Ganztagsschule

4.1 Kompensatorisches Modell (Additiv-duales Konzept)

4.1.1 Argumentation

4.1.2 Modell

4.2 Kooperatives Modell (Additiv-kooperatives Konzept)

4.2.1 Argumentation

4.2.2 Modell

4.3 Integratives Modell (inklusiv-kooperatives Konzept)

4.3.1 Argumentation

4.3.2 Modell

4.4 Erfahrungsschule, Bewegungsraumschule und Bewegte Schule

4.5 Rhythmisierung des Schultages

4.6 Bewertung der Konzepte

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht, wie Bewegung, Spiel und Sport didaktisch sinnvoll in das Konzept der Ganztagsschule integriert werden können, um eine ganzheitliche Erziehung zu gewährleisten und die motorische sowie kognitive Leistungsfähigkeit der Schüler zu fördern.

  • Begründungsmuster für die Ganztagsschule (sozial-politisch vs. schulreformerisch)
  • Differenzierung der Organisationsformen (offene vs. gebundene Ganztagsschule)
  • Analyse didaktischer Konzepte (Kompensatorisches, Kooperatives und Integratives Modell)
  • Rolle von Bewegung, Spiel und Sport im Schulkultur-Kontext
  • Bedeutung der Rhythmisierung des Schultages

Auszug aus dem Buch

4.1.1 Argumentation

Bei der kompensatorischen Argumentation geht es überwiegend um den Ausgleich von Bewegungsdefiziten, die in der heutigen Gesellschaft vorherrschen. Die Kompensation fehlender Bewegungsmöglichkeiten beispielsweise wurde im Zusammenhang mit der sozial-politischen Begründung schon erwähnt (siehe S. 2 oben). Momentan gehen die Meinungen sehr stark auseinander. Einige sind der Auffassung, dass in den letzten 20 Jahren keine Verschlechterung der allgemeinen motorischen Fähigkeit nachgewiesen werden konnte und das Interesse am Sport sogar steigt (vgl. Laging, Hildebrandt-Stramann, Teubner, 2005, S. 5), andere hingegen attestieren im längsschnittlichen Vergleich eine „zum Teil dramatische Verschlechterung sportmotorischer Leistungsfähigkeit“ und diagnostizieren „gesundheitliche Beeinträchtigungen bei Schülerinnen und Schülern“ (Fessler, 2004, S. 218, sinngemäß zitiert nach Bös, 1999, 2000; Eggert, Brand, Jendritzki & Küppers, 2000; Ketelhut, 2000; Ketelhut & Bittmann, 2001; im Überblick Gaschler, 2000, 2001). Stibbe (2004, 184) bemerkt auch den Faktor des Stillsitzens in der Schule und die dadurch verursachten „unfunktionellen Körperhaltungen“ (sinngemäß zitiert nach Breithecker, 1998a, S. 29).

Entwicklungsförderung und gesundheitspräventive Maßnahmen erscheinen zwar als durchaus sinnig, können aber nicht als Begründung ausreichen, da der Mensch dadurch auf seine Motorik reduziert wird (vgl. Hildebrandt-Stramann, Laging, 2006, S. 5). Folglich kann dieser Ansatz eine dem ganzen Menschen betrachtende Auffassung von Bildung und Erziehung nicht gerecht werden. Eine bloße Fokussierung auf Kompensation würde dem Schulsport und den außerunterrichtlichen Bewegungsaktivitäten nur eine schwache Legitimation vorweisen können, da Schule nicht dafür da ist, die Gesellschaft zu verbessern, oder motorische Spitzenleistungen hervor zu bringen, sondern die Jugend ganzheitlich zu erziehen und auf die Lebenswelt vorzubereiten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Themas und der Forschungsfrage zur ganzheitlichen Etablierung von Sport und Bewegung im ganztägigen Schulwesen.

2. Begründungen für eine ganztägige Schulkonzeption: Darstellung der sozial-politischen sowie der schulreformerisch-pädagogischen Beweggründe für die Einführung der Ganztagsschule.

3. Formen von Ganztagsschule: Erläuterung der allgemeinen Merkmale sowie der Unterschiede zwischen offenen und gebundenen Ganztagsschulformen.

4. Didaktische Konzepte von Bewegung, Spiel und Sport in der Ganztagsschule: Detaillierte Analyse und Bewertung verschiedener Modelle (kompensatorisch, kooperativ, integrativ) sowie Prinzipien wie der Rhythmisierung.

5. Fazit: Persönliche Reflexion des Autors über die Notwendigkeit, Bewegung als integralen Bestandteil der Schulkultur zu begreifen.

Schlüsselwörter

Ganztagsschule, Bewegungspädagogik, Schulsport, Ganzheitliche Erziehung, Rhythmisierung, Kompensatorisches Modell, Kooperatives Modell, Integratives Modell, Bewegte Schule, Schulkultur, Bewegungsdefizite, Bildung, Erziehung, Schulentwicklung, Motorik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht didaktische Konzepte, um Bewegung, Spiel und Sport in den Alltag von Ganztagsschulen zu integrieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Hausarbeit?

Die zentralen Themen sind Begründungen für Ganztagsschulen, die verschiedenen Organisationsformen und die didaktische Einbettung von sportlichen Aktivitäten in das Gesamtkonzept Schule.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Es wird gefragt, welches didaktische Konzept am sinnvollsten ist, um Bewegung und Sport so zu etablieren, dass eine ganzheitliche Erziehung und Leistungssteigerung der Schüler gewährleistet werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und einer kritischen Auseinandersetzung mit aktuellen reformpädagogischen Diskursen und didaktischen Modellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert drei zentrale Modelle: das kompensatorische, das kooperative und das integrative Modell sowie ergänzende Ansätze wie die Bewegte Schule und die Rhythmisierung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Ganztagsschule, ganzheitliche Erziehung, Rhythmisierung, Bewegungskultur und pädagogische Konzepte.

Warum wird das integrative Modell vom Autor bevorzugt?

Es wird als am zweckmäßigsten angesehen, da es Bewegung, Spiel und Sport nicht nur als Zusatz versteht, sondern direkt in den schulischen Alltag und das Lernkonzept integriert.

Welche Kritik äußert der Autor an rein kompensatorischen Ansätzen?

Der Autor bemängelt, dass diese Modelle den Menschen oft nur auf seine Motorik reduzieren und den ganzheitlichen Bildungsauftrag der Schule vernachlässigen.

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Details

Title
Didaktische Konzepte von Bewegung, Spiel und Sport in der Ganztagsschule
College
Technical University of Braunschweig
Grade
1,7
Author
Henner Kaatz (Author)
Publication Year
2007
Pages
25
Catalog Number
V90847
ISBN (eBook)
9783638053426
Language
German
Tags
Didaktische Konzepte Bewegung Spiel Sport Ganztagsschule
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Henner Kaatz (Author), 2007, Didaktische Konzepte von Bewegung, Spiel und Sport in der Ganztagsschule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/90847
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