Der Einfluss des Erziehungsstils auf prosoziales Verhalten


Hausarbeit, 2020

19 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsvrzeichnis

1. Einleitung

2. Prosoziales Verhalten
2.1. Egoistische Motivation
2.2 Altruistische Motivation
2.3 Prosoziales Verhalten als soziale Norm

3. Erziehung und Erziehungsstile
3.1 Einfluss unterschiedlicher Erziehungsstile auf das soziale Verhalten

4. Einfluss der Erziehung auf prosoziales Verhalten

5. Schlussfolgerungen für die Soziale Arbeit

6. Literaturnachweis

Anmerkung 1:

In dieser Hausarbeit wird Wert auf genderneutrale Sprache gelegt. In Ausnahmefällen wird als stilisierter Eingriff in die Schriftsprache die Schreibweise mit Sternchen zur Verdeutlichung der Vielgeschlechtlichkeit verwandt. Die Verwendung des vorangestellten Artikels sowie die Kasusnutzung folgen dem Lesefluss.

Anmerkung 2:

In dieser Hausarbeit werden folgende Begriffe synonym zu prosozialem Verhalten verwandt: Hilfeleistung, Hilfe, Hilfetat, altruistisches Verhalten, Hilfeprozess, Hilfestellung

1. Einleitung

Am 30.01.2020 erklärte der Generaldirektor der WHO1 den Ausbruch des neuartigen Coronavirus zu einer internationalen Gesundheitsnotlage. Am 12.03.2020 stufte die WHO die Lage um die Atemwegserkrankung Covid-19 als weltweite Pandemie ein. Auslöser war der im Dezember 2019 in der chinesischen Millionenstadt Wuhan in der Provinz Hubei aufgetretener Erreger, SARS- CoV-2, der sich bis Januar 2020 in China zur Epidemie entwickelte, dann weltweit verbreitete und global Nationen mit unterschiedlichen Notlagen konfrontierte (vgl. WHO 2020).

Als Konsequenzen zur Eindämmung der Infektionsrate folgten u.a. bis heute gültige Kontakteinschränkungen und -verbote, temporär nicht absehbare Schließungen institutioneller Kinderbetreuung, Geschäftsschließungen, Ausgangssperren und Grenzschließungen (vgl. Bundeszentrale für politische Bildung 2020). Dieser Lockdown des öffentlichen Lebens zieht Folgen nach sich, die aktuell noch nicht absehbar sind. Wie ein Leben nach der Pandemie aussehen kann, vermag aktuell ebenfalls niemand zu sagen.

Als wirtschaftliche Folge dieses Lockdowns in Deutschland sind besonders kleinere Betriebe von Konkursen bedroht.1 Das kulturelle Leben wurde eingefroren, es beginnt die Suche nach anderen Formaten, während die Bundesregierung Hilfspakete zur wirtschaftlichen Stabilisierung beschließt. Kurzarbeit ist in einigen Betrieben bereits bis in den Sommer 2020 angeordnet, die Arbeitslosenzahlen steigen, der einzelne Arbeitnehmer bangt um seine Arbeitsplatzsicherheit.

Die gesellschaftlichen und zwischenmenschlichen Folgen des Lockdown umfassen neben der Frage nach Fortführung der Bildungs- und Betreuungsarbeit in Kindertagesstätten und Schulen auch die Zunahme häuslicher Gewalt und die Isolation der Menschen, die einer Risikogruppe angehören. Vorrangig trifft das ausgesprochene Kontakt- und Betretungsverbot die Gruppe der älteren Menschen. Die zwangsauferlegte Isolation führt zu Vereinsamung derer, die ohnehin einen segregierten Teil der Bevölkerung darstellen.

Während die Suche nach einem Impfstoff und gesundheitlichen Schutzmaßnahmen auf Hochtouren läuft, reagiert die Bevölkerung in Schleswig- Holstein unterschiedlich auf die am 13.03.2020 beschlossenen ministerialen Vorgaben (vgl. Landesregierung Schleswig- Holstein 2020).

Die Kieler Nachrichten vom 16.03.2020 berichteten von Hamsterkäufen und leeren Regalen in Supermärkten. Gleichzeitig organisierten Menschen aus Sorge um Familienmitglieder, Nachbarn und Fremde Unterstützungsangebote wie Einkaufshilfe oder das Herstellen selbstgenähter Schutzmasken aus Baumwolle.

Was bewegt den einen, sich ausschließlich um seine individuelle Versorgung zu kümmern und den anderen, sich selbstlos um Hilfebedürftige zu sorgen und zu bemühen?

Diese Hausarbeit versucht dieser Fragestellung unter Berücksichtigung des Einflusses des Erziehungsstils auf die Ausbildung prosozialen Verhaltens nachzugehen.

Sie beleuchtet die unterschiedlichen Beweggründe, die zu Hilfeleistungen führen und beschreibt begünstigende Voraussetzungen zur Ausbildung von Empathiefähigkeit als Basis für prosoziales Verhalten.

Sie beschreibt in Kürze, unter Berücksichtigung der Begriffe Naturalismus und Technizismus sowie den Theorien Brezinkas, was unter Erziehung verstanden wird. Sie benennt die nach Baumrind erfolgte und von Maccoby und Martin nochmals ausdifferenzierte Einteilung von Erziehungsstilen und betrachtet deren Folgen auf das kindliche Verhalten in Interaktionen.

Anschließend werden beide Themenkomplexe kumuliert und zur Beantwortung der Fragestellung kritisch angeschaut.

Abschließend werden Schlussfolgerungen für die Soziale Arbeit in Betrachtung einzelner, der Thematik der Hausarbeit naher Arbeitsfelder benannt.

2. Prosoziales Verhalten

Notlagen anderer fördern häufig das zu Tage, was als Hilfeleistung prosozial erscheint. Dennoch ist eine allgemeingültige Definition dieses Begriffes schwierig.

Radtke- Yarrow, Zahn- Waxler und Chapman umgehen eine eindeutige Definition, indem sie den Begriff „Konstrukt prosoziales Verhalten“ festlegen (Radke- Yarrow, Zahn- Waxler u. Chapman 1983: 478).

Betrachten wir den Umfang der möglichen Begrifflichkeiten, die synonym verwandt werden, erscheint dies als handhabbare Vorgehensweise.

Prosoziales Verhalten integriert ihrer These nach Begriffe wie hilfreiches Verhalten, Altruismus, empathisches Verhalten, Zivilcourage und moralisches Verhalten.

Gemeinsam ist diesen Begriffen die Intention helfen zu wollen. Prosoziales Verhalten ist somit bewusst gezeigt und der positive Effekt der Handlung kein Zufall (vgl. Werth, Denzler u. Mayer 2020: 401).

Folgende Definition prosozialen Verhaltens ist aktuell und wird als Basis für die Fragestellung dieser Ausarbeitung verwandt:

„Prosoziales Verhalten (=p.V.) […] bez. eine intentionale und freiwillige Handlung, die potenziell bzw. tatsächlich einem Empfänger zugutekommt. Ziel von p.V. kann sein, (1) einer anderen Person Nutzen zu bringen […], (2) selbst Nutzen daraus zu ziehen […] oder (3) beides zu erreichen.“ (Dorsch 2020).

Die Entscheidung, ob eine prosoziale Handlung erfolgt, unterliegt unterschiedlichen Determinanten und erfolgt in z.T. unterbewussten Entscheidungsschritten.

Im Folgenden wird ein Modell aus fünf Stufen skizziert.

1. Stufe:

Um Hilfe leisten zu können, muss die Situation, in der diese erfolgen soll, wahrgenommen werden. Die kognitive Kapazität eines potenziellen Helfers kann durch eine überproportionale Reizdichte, wie sie in Großstädten üblich ist, eingeschränkt sein (Urban- Overload- Hypothese). Auch die persönliche Gefühlslage beeinflusst die Wahrnehmung unserer Umgebung (vgl. Werth, Denzler u. Mayer 2020: 404 ff.).

2. Stufe:

Die betreffende Situation muss als Notlage interpretiert werden. Besonders mehrdeutige Situationen erfordern zusätzliche Informationen, die bei der Entscheidung pro Hilfeleistung unterstützen. Zusätzliche Informationen können vorrangig durch Kommunikation erlangt werden. Entfällt diese, ist eine Einschätzung als Notsituation aufgrund der Untätigkeit Dritter unwahrscheinlich. Dieses Phänomen wird Pluralistische Ignoranz genannt (vgl. Werth, Denzler u. Mayer 2020: 407 ff.).

3. Stufe:

Um Hilfe zu leisten, bedarf es eines Verantwortungsgefühls für die Situation. Mit der Anwesenheit anderer potenzieller Helfer sinkt das empfundene individuelle Verantwortungsgefühl dadurch, dass es sich scheinbar auf mehrere Schultern verteilt. Dieses Phänomen der Verantwortungsdiffusion zieht den Bystander Effekt nach sich (vgl. Werth, Denzler u. Mayer 2020: 411 ff.).

4. Stufe:

In dieser Phase wird das eigene Kompetenzgefühl ob der Hilfefähigkeit eingeschätzt. Ist die subjektive Einschätzung positiv, erfolgt eine Hilfeleistung, obschon Dritte möglicherweise anders bewerteten (vgl. Werth, Denzler u. Mayer 2020: 416 f.).

5. Stufe:

In der letzten Entscheidungsphase wird eine Kosten- Nutzen- Bilanz vorgenommen. Es werden mögliche negative Konsequenzen der Hilfeleistung analysiert; diese können von persönlicher Blamage bis hin zur Gefährdung der eigenen Unversehrtheit reichen. Wird sich pro Hilfe entschieden, ist diese Analyse richtungsweisend für die Art der Hilfeleistung; diese kann direkt, ein Eingreifen in die Situation, oder indirekt, bspw. durch das Herbeirufen der Polizei, erfolgen.

Die Entscheidung pro Hilfeleistung unterliegt, wie skizziert, in jeder Stufe einer Vielzahl bedingender Faktoren. Fällt die Analyse innerhalb einer Entscheidungsstufe negativ aus, erfolgt keine Hilfeleistung. Ist die Bilanz positiv, wird Hilfe geleistet (vgl . Werth, Denzler u. Mayer2020: 417ff.).

2.1. Egoistische Motivation

Unter Egoismus wird „eine Bevorzugung des eigenen Ichs gegenüber den Interessen anderer Menschen“ verstanden (Schmidbauer 1991: 56).

Dies mit einem Hilfeprozess zu verknüpfen, erscheint anfangs fast wie ein Paradoxon. Hat prosoziales Verhalten einen Nutzen für den Helfenden, bspw. in Form sozialer Anerkennung oder dem Erhalt einer Gegenleistung im Sinne einer unmittelbaren oder aufgeschobenen Reziprozität (vgl. Luhmann 1975: 137f.), und ist dieser Nutzen das auslösende Moment, also die Motivation für Hilfeleistung, ist diese egoistisch motiviert.

Insbesondere im Kontext der dargelegten 5. Stufe im Entscheidungsprozess um Hilfeleistung spielt die Wertigkeit des eigenen Nutzens eine große Rolle. Hierbei können positive Konsequenzen ebenso den Ausschlag geben, wie zu befürchtende negative Folgen. Das Arrousal- Cost- Reward- Modell erklärt dies näher:

Das Wahrnehmen einer Notsituation löst einen Erregungszustand aus. Dieser wird als unangenehm empfunden. Die Abwendung dieser negativen Gefühlslage durch praktizierte Hilfeleistung ist in ihrem Kern, trotz positiven Effektes für den Bedürftigen, egoistisch motiviert (vgl. Werth, Denzler u. Mayer 2020: 420).

Ebenso verhält es sich, wenn eine Hilfeleistung erfolgt, weil damit bspw. wirksame Öffentlichkeitsarbeit in Form eines Zeitungsartikels verbunden ist.

Der Buchtitel des 1961 erschienen Buches von Georg-Volkmar Graf Zedtwitz-Arnim bringt die Systematik des egoistisch motivierten prosozialen Verhaltens auf den Punkt. „Tu Gutes und rede darüber“ 2 - prosoziales Verhalten, welches wünschenswerterweise freiwillig oder zumindest sozial normiert indiziert jeder zeigen und jeder erleben sollte, erfährt hier möglicherweise eine fragwürdige Instrumentalisierung, indem es für Public Relations zweckentfremdet wird.

Oberflächlich betrachtet ändert die Motivation nichts an der veranlassten Hilfeleistung. Im Kontext von Eigenregulation und Prestige(v)erlangen ist diese jedoch kritisch zu betrachten und rückt die Frage nach der Wertigkeit der Hilfetat in den Mittelpunkt.

2.2 Altruistische Motivation

Unter Altruismus wird eine Selbstlosigkeit, Uneigennützigkeit und Nächstenliebe verstanden (vgl. Schmidbauer 1991: 16).

Markus A. Wirtz definiert im Lexikon der Psychologie vier Bedingungen für altruistisches Verhalten:

„Das altruistische Verhalten sollte für den Hilfeempfänger eine Wohltat darstellen; […] mit Absicht erfolgen; […]der Handelnde sollte freiwillig handeln, […] die Empfänger der Handlung sollten Individuen sein.“ (Dorsch 2020).

Die Motivation zum prosozialem Verhalten ist die Konsequenz der Empathie gegenüber dem Opfer. In Stufe fünf der Entscheidungsanalyse zur Hilfeleistung treten im Kosten- Nutzen- Verhältnis die Relationen zueinander in den Hintergrund. In den Vordergrund tritt das Bedürfnis, dem Hilfebedürftigen Linderung zu verschaffen.

Eine besondere Form des altruistisch motivierten prosozialen Verhaltens ist die Zivilcourage. Zivilcourage ist ein mutiges prosoziales Verhalten zugunsten schwächerer Dritter, „…bei dem ohne Rücksicht auf neg. Konsequenzen Werteüberzeugungen […] verteidigt werden.“ (Dorsch 2020).

Dass sich eine Vielzahl der Weltbevölkerung, die 2019 7,71 Mrd. umfasste (vgl. Statista 2020), selbst als mutig bezeichnet, bedeutet nicht, dass Zivilcourage eine weit verbreitete Tugend ist, denn „Zivilcourage vollzieht sich allein, wenn man sich vor anderen exponiert und in Gefahr bringt – nicht wissend, ob man dadurch Übles abwenden oder selbst erleiden wird.“ (Patzelt 2016: 11).

2.3 Prosoziales Verhalten als soziale Norm

Wer in eine Notlage gerät, erwartet Hilfe von seinen Mitmenschen.2 Diese Erwartungshaltung hat ihren Ursprung im Sozialisationsprozess. Sozialisation ist der „Vorgang, durch den ein Kind mit den Werten, […] und typischen Verhaltensweisen einer bestimmten Gesellschaft vertraut wird und sie sich zu eigen macht.“ (vgl. Schmidbauer 1991: 177).

Prosoziales Verhalten wird als soziale Norm von Generation zu Generation weitervermittelt. Hilfestellung erfolgt weniger aufgrund einer empathischen Einschätzung, sie erfolgt aufgrund der gesellschaftlichen Erwartungshaltung. In dieser Situation das erwartete Verhalten nicht zu zeigen, kann zu negativen Konsequenzen führen.

Drohende Ächtung oder drohender Ausschluss aus der Gemeinschaft sorgen für die Einhaltung sozialer Normen. En gros vermeiden die Gemeinschaftsmitglieder den Normenübertritt, um den sozialen Rückhalt nicht zu verlieren (vgl. Werth, Denzler u. Mayer 2020: 161 f.). Aufgrund sozialer Normierung prosozial zu handeln entspricht daher einer egoistischen Motivation.

Dies lässt sich auch sozialbiologisch untermauern, da prosoziales Verhalten eher gezeigt wird, wenn wir uns dem Hilfebedürftigen ähnlich fühlen. Besonders im Rahmen familiärer Hilfeleistungen, dem Verwandtenaltruismus, wird dies, aufgrund der genetischen Affinität, augenscheinlich deutlich (vgl. Ostermann 2000: 4).

Besonders in archaischen Gesellschaften finden wir den reziproken Altruismus als gegenseitige Hilfeleistung. Heutzutage findet er vorrangig in auf Vertrauen basierenden Beziehungen statt (vgl. Ostermann 2000: 4; Luhmann 1975: 137f.).

3. Erziehung und Erziehungsstile

Erziehung ist ein Vorgang, durch den eine Person so verändert werden soll, dass sie einer „[…] bestimmten Zielvorstellung näherkommt.“ (Schmidbauer 1991: 69).

Durch diese Definition wird verdeutlicht, dass Erziehung ein interaktiver Prozess zwischen einem Menschen, der erzogen werden soll, und mindestens einem anderen Menschen, der bestimmte Ziele verfolgt, ist. In der Regel handelt es sich um eine Interaktion, in der sich die jüngere Generation auf die Bedürfnisse und Erwartungen der Älteren ausrichtet (vgl. Schröder 2001: 93ff.).

[...]


1 WHO: Weltgesundheitsorganisation, World Health Organization, gegründet 22.07.1946, mit Sitz in Genf; ihre Aufgaben: Verbesserung der Gesundheitsversorgung; Aufbau und Ausbau von Gesundheitsdiensten in Entwicklungsländern; Förderung der medizinischen Forschung und HIV/Aids-Bekämpfung; Erarbeitung internationaler begrifflicher Standards für medizinische Diagnosen, Gesundheitsvorschriften und Behinderungen (vgl. Bundeszentrale für politische Bildung 2018).

2 Erschienen am 01.10.1983 im Heyne Verlag (vgl. amazon.de)

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Der Einfluss des Erziehungsstils auf prosoziales Verhalten
Hochschule
Fachhochschule Kiel
Note
1,0
Autor
Jahr
2020
Seiten
19
Katalognummer
V908598
ISBN (eBook)
9783346215239
ISBN (Buch)
9783346215246
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Erziehung Erziehungsstil prosoziales Verhalten
Arbeit zitieren
Esther Rödel (Autor:in), 2020, Der Einfluss des Erziehungsstils auf prosoziales Verhalten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/908598

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