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Psychodiagnostik bei Sexualstraftätern

Instrumente und Methoden der Kriminaldiagnostik

Titel: Psychodiagnostik bei Sexualstraftätern

Essay , 2018 , 11 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Duc Minh Vu (Autor:in)

Psychologie - Diagnostik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit beschäftigt sich mit Psychodiagnostik bei Sexualstraftätern. Zunächst wird auf verschiedene psychische Störungen und die für die Untersuchung relevanten Symptome dieser eingegangen, die häufig bei Sexualstraftätern diagnostiziert wird. Anschließend werden die Grundlagen der Kriminaldiagnostik, deren diagnostischen Instrumente sowie Methoden behandelt und in Bezug auf die Begutachtung von Sexualstraftätern gesetzt. Zum Schluss werden die relevantesten Punkte in einem Schlussteil festgehalten.

Besonderes Augenmerk auf die Diagnostik, Behandlung und Prognose von Sexualstraftätern wird immer wieder bei außergewöhnlichen Delikten gelegt. Forensisch tätige Psychologen und Psychiater fühlen sich Angesicht dessen auf ihrem Gebiet oft nicht ausreichend ausgebildet. Im Laufe des Gerichtsverfahrens wird heutzutage hinter die Taten geschaut und die Motive des Täters ergründet, seine kritischen Lebensabschnitte näher beleuchtet und eventuelle seelische Störung ausfindig gemacht, um seine Schuldfähigkeit zu klären –mit dem langfristigen Ziel der Resozialisierung, gegebenenfalls mithilfe von Unterstützung in Forme einer Therapie. Dies war nicht immer in unserer Geschichte so, denn früher wurden psychische Erkrankungen bei kriminellen Delikten, wie eben Sexualstraftaten, gar nicht als Ursache in Erwägung gezogen. Erst in den 1960ern Jahren gelangen psychische Erkrankungen mehr in den Fokus bei der Erforschung von Sexualstraftätern.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 PSYCHISCHE STÖRUNGEN BEI SEXUALSTRAFTÄTERN

3 DIAGNOSTIK VON SEXUALSTRAFTÄTERN

4 SCHLUSSTEIL

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit setzt sich kritisch mit der forensischen Psychodiagnostik von Sexualstraftätern auseinander. Ziel ist es, die Zusammenhänge zwischen psychischen Störungen und kriminellem Handeln zu beleuchten sowie die methodischen Herausforderungen und Instrumente zu skizzieren, die notwendig sind, um eine fachgerechte Begutachtung zur Bestimmung der Schuldfähigkeit und Prognose zu ermöglichen.

  • Psychische Störungen und Persönlichkeitsauffälligkeiten bei Sexualstraftätern
  • Klassifizierung sexueller Präferenzstörungen gemäß ICD-10 und DSM-IV
  • Forensische Begutachtung und die Rolle der Kriminaldiagnostik
  • Methoden der psychologischen Exploration und Anamneseerhebung
  • Herausforderungen der Neutralität in der Begutachtungssituation

Auszug aus dem Buch

3 Diagnostik von Sexualstraftätern

Vorab gesagt: Die Kriminalität, somit auch Sexualstraftaten, ist eine aus gesellschaftlichen Anforderungen resultierende Begrifflichkeit, die abweichendes Verhalten des einzelnen Individuums von den sozialen Normen der Gesellschaft. Somit kann ein einzelnes Individuum niemals „kriminell“ sein. Die Kriminalität eines Individuums ergibt sich aus dem Verstoß gegen jene Normen, die eine Gruppe von Menschen gebildet hat, um ein friedliches Zusammenleben zu ermöglichen. Abweichungen von den präsenten Verhaltensnormen sind normal, da alle Lebensphänomene eine Varianz, in der Regel in der Form einer Gauß’schen Normalverteilung, aufzeigen. In dem Sinne liegt Kriminalität innerhalb der Erwartungen, da keine Gesellschaft vorstellbar ist, in der absolut uniformes Verhalten zeitlich stabil existieren kann. Normabweichendes Verhalten wird je nach der Schwere unterschiedlich gewertet und bis zu einem gewissen Grad toleriert. Theoretisch könnte jedes menschliche Verhalten unter diesen Bedingungen als „kriminell“ gelten (vgl. Konrad & Rasch 2004: S. 143 ff.).

Die Psychodiagnostik von straftatbeschuldigtem Sexualstraftäter dient zur Beschreibung der Persönlichkeit und ihrer Merkmale. Darüber hinaus dient sie auch der frühzeitigen Erkennung möglicher Störungen. Daher unterliegen ihr valide Untersuchungsinstrumente und -methoden. Maßgeblich beeinflusst werden diese auch von der Person und den Erfahrungen des Diagnostikers sowie von der Gültigkeit seiner diagnostischen Entscheidungen. In der Untersuchung Tatbeschuldigter erfolgt die forensische Begutachtung psychischer Störungen auf die international gebräuchliche und anerkannte Klassifikation nach ICD und DSM (vgl. Jost 2008: S. 42 ff.).

In der Begutachtungssituation nimmt die Personenwahrnehmung sowie die sie beeinflussenden Emotionen des Gutachters eine zentrale Rolle ein. Die Beziehung zwischen Gutachter und Proband kann sowohl von Sympathie als auch von Antipathie geprägt sein. Die realen Empfindungen und Gefühle von Sachverständiger in Begutachtungssituationen dürfen keinesfalls im Prozess als Faktor gelten. Diese sind nicht kompatibel mit der Rolle des neutralen Gutachters. Dabei sind die Gefühle und Beziehung zwischen Gutachter und Proband real, wird aber aus dem Grund aus dem Gutachten rausgehalten, um die Personenbeurteilung möglichst objektiv zu halten und die Neutralität zu wahren (vgl. Jost 2008: S. 31 ff.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Das Kapitel führt in die Notwendigkeit forensischer Diagnostik ein und betont die Bedeutung der Resozialisierung sowie die rechtliche Relevanz der Rückfallprognose.

2 PSYCHISCHE STÖRUNGEN BEI SEXUALSTRAFTÄTERN: Hier werden häufige psychische Störungen und insbesondere sexuelle Präferenzstörungen (Paraphilien) definiert und in den Kontext kriminologischen Verhaltens eingeordnet.

3 DIAGNOSTIK VON SEXUALSTRAFTÄTERN: Dieser Abschnitt beschreibt die methodischen Grundlagen der forensischen Begutachtung, die Rolle des Gutachters sowie die Instrumente zur Anamneseerhebung.

4 SCHLUSSTEIL: Das Kapitel fasst die Bedeutung einer objektiven und validen Diagnostik zusammen, um eine fachgerechte Therapie und Prognose für Sexualstraftäter zu gewährleisten.

Schlüsselwörter

Psychodiagnostik, Sexualstraftäter, Kriminaldiagnostik, Forensik, Paraphilien, Schuldfähigkeit, Persönlichkeitsstörung, Begutachtung, Rückfallwahrscheinlichkeit, ICD-10, DSM-IV, Sexualanamnese, Resozialisierung, Neutralität, Verhaltensnormen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der psychodiagnostischen Herangehensweise bei Sexualstraftätern, insbesondere im Kontext der forensischen Begutachtung und der Einschätzung psychischer Störungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Definition von abweichendem Sexualverhalten, die Klassifizierung von Paraphilien sowie die methodischen Anforderungen an die forensische Diagnostik.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Erläuterung der diagnostischen Prozesse, die notwendig sind, um fundierte Aussagen über die Persönlichkeit von Straftätern zu treffen und eine valide Prognose zur Rückfallwahrscheinlichkeit zu erstellen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung aktueller kriminologischer und psychologischer Erkenntnisse, die auf standardisierten Klassifikationssystemen wie ICD-10 und DSM-IV aufbauen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden sowohl die psychischen Störungsbilder, die bei Sexualstraftätern gehäuft auftreten, als auch die spezifischen diagnostischen Instrumente wie die Sexualanamnese detailliert besprochen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Forensische Psychodiagnostik, Paraphilien, Schuldfähigkeitsbeurteilung und Kriminaldiagnostik.

Welche Rolle spielt der Gutachter bei der Untersuchung?

Der Gutachter nimmt eine zentrale, aber neutrale Rolle ein; er muss seine eigenen Emotionen aus der Bewertung heraushalten, um eine objektive Begutachtung sicherzustellen.

Warum ist die Sexualanamnese ein wichtiges Instrument?

Die Sexualanamnese ermöglicht eine detaillierte Exploration der Lebensgeschichte und der sexuellen Entwicklung, was für die Diagnose von Störungen und die Einschätzung des Rückfallrisikos essenziell ist.

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Details

Titel
Psychodiagnostik bei Sexualstraftätern
Untertitel
Instrumente und Methoden der Kriminaldiagnostik
Hochschule
Fachhochschule des Mittelstands
Note
1,3
Autor
Duc Minh Vu (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
11
Katalognummer
V908766
ISBN (eBook)
9783346195630
ISBN (Buch)
9783346195647
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Psychologie Diagnostik Psychodiagnostik Kriminalpsychologie Forensische Psychologie Sexualstraftaten Sexualstraftäter
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Duc Minh Vu (Autor:in), 2018, Psychodiagnostik bei Sexualstraftätern, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/908766
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Leseprobe aus  11  Seiten
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