Alternative Leistungskennzahlen in IFRS-Abschlüssen


Seminararbeit, 2020

29 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Problemstellung

2 Grundlagen
2.1 Alternative Performance Measures
2.2 Grundlagen und Zielsetzung der IFRS
2.3 Standardentwurf General Presentation and Disclosures

3 Kritische Analyse des Standardentwurfs vor den Zielsetzungen der IFRS
3.1 Analysevorgehen und Eingrenzung
3.2 Festgelegte Zwischensummen und Umstrukturierung der GuV
3.3 Ausweis und Erläuterung von APM
3.3.1 Management Performance Measures
3.3.2 Definition ungewöhnlicher Aufwendungen und Erträge
3.3.3 Unterlassene Definition des EBIT/DA

4 Zusammenfassung

Anhang

Literaturverzeichnis

Verzeichnis der Rechtsquellenverodnungen und- standards

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1 Neue GuV gemaB Standardentwurf ED/2019/7

1 Problemstellung

Mit einem Jahresfehlbetrag nach Steuern gemaB International Financial Reporting Standards (IFRS) von -1,361 Mrd. € verzeichnete die Volkswagen AG im Jahr 2015 aufgrund des Abgasskandals das schlechteste Konzernergebnis in der jünge- ren Vergangenheit.1 Dennoch wird im Konzernlagebericht ein solides operatives Geschaft beschrieben, welches mit Kennzahlen wie operatives Ergebnis vor Son- dereinflüssen oder EBITDAbelegtwird.2 Diese sog. Alternative Performance Mea­sures (APM) unterliegen nicht den Vorgaben der IFRS, sondern der Gestaltungs- freiheit der Abschlussersteller.3 Ihre Veröffentlichung stellt keinen Sonderfall dar, Empirische Studien belegen ihre starke internationale Akzeptanz und Verbreitung.4 Als Grund für die zunehmende Bereitstellung von APM wird oft eine erhöhte Prog- nosefahigkeit sowie Nahe zum operativen Geschaft aufgeführt.5 Die APM werden von den Kapitalmarktteilnehmern zum Teil sogar als informativer eingestuft, als die IFRS Kennzahlen.6 Dies erscheint bedenklich, da es ohne angemessene Be- schreibungs- und Offenlegungspflichten hinsichtlich der APM zu Fehleinschatzun- gen bei den Adressaten kommen kann.7

Der IASB hat sich daher als Ziel gesetzt, die Berichterstattung von APM vergleich- barer und transparenter zu gestalten.8 Der kürzlich veröffentlichte Standardentwurf General Presentation and Disclosures ermöglicht einen Einblick, wie Darstellung und Ausweis von APM in den IFRS künftig geregelt werden sollen.9 Fraglich ist, ob die geplanten Neuanderungen wirklich zu einer Verbesserung des Informations- gehalts führen werden. Ziel dieser Arbeit ist es, die Anpassungsvorschlage hinsicht- lich APM gemaB des Standardentwurfs vor den Zielsetzungen der IFRS kritisch zu analysieren und mögliche Problemfelder der Neuregelungen für eine weiterfüh- rende, wissenschaftliche Diskussion offenzulegen. Erganzend gibt eine deskriptive Auswertung der IFRS Abschlüsse der DAX30 Unternehmen einen ersten Einblick in die zu erwartenden Implikationen für die Praxis.

2 Grundlagen

2.1 Alternative Performance Measures

APM bezeichnen freiwillig publizierte Kennzahlen der Ertrags- oder Finanzlage, die nicht durch den anwendbaren Rechnungslegungsrahmen definiert sind.10 Diese werden üblicherweise aus Kennzahlen, welche in Übereinstimmung mit den IFRS erstellt worden sind, abgeleitet.11 Der Ausweis erfolgt entweder direkt in den Ab- schlussbestandteilen oder gesondert im Lagebericht, in Pressemitteilungen oder der Umschlagklappe des Jahresabschlusses.12 APM werden oft in Medienberichten ver- wendet und stellen etwa in der Unternehmensbewertung oder bei der Bestimmung von Vorstandsvergütungen wichtige AusgangsgröBen dar.13

Die APM können in zwei Kategorien unterschieden werden.14 Zum einen gibt es APM im engeren Sinne, die nicht ohne zusatzliche Angaben aus der Pflichtbericht- erstattung berechnet werden können.15 Diese entstehen durch eine nach Einschat- zung der Geschaftsführung vorgenommene Bereinigung von IFRS-GröBen um in- dividuell definierte Einzelpositionen (Etwa Jahresüberschuss vor Sondereinflüssen/ Restrukturierungskosten, operatives Ergebnis vor Einmalaufwendungen oder be- reinigtes Ergebnis).16 Die Bereinigungen lassen sich in einmalige (non-recurring), ungewöhnliche (unusual) oder auBerbetriebliche (non-operating) Aufwendungen und Ertrage kategorisieren.17 Diese Bereinigungen machen Zusatzinformationen, wie eine Überleitungsrechnung und Beschreibung im Anhang notwendig, um nach- vollzogen werden zu können.18

Zum anderen gibt es APM im weiteren Sinne, welche die sogenannten Earnings- before -Kennzahlen umfassen (EBIT, EBITDA).19 Diese berechnen sich durch die Eliminierungen von Ergebniskomponenten wie Steuern (T), Zinsen (I) sowie Ab- schreibungen auf materielle (D) und immaterielle Vermögensgegenstande (A) aus dem IFRS-Gewinn.20 Unter diese Kategorie fallen sogenannte Zwischensummen, welche bei Verwendung des Gesamtkostenverfahrens in die Struktur der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) eingebaut werden können.21 APM im weiteren Sinne werden generell eine gröBere Nachvollziehbarkeit als jenen im engeren Sinne be- scheinigt, da diese ausschlieBlich nach IFRS ausgewiesenen Positionen berechnet werden.22 Allerdings verursachen auch diese Kennzahlen oft Unklarheiten bei den Adressaten, da die Berechnungssystematik oftmals nicht eindeutig nachvollziehbar und/oder im zwischenbetrieblichen Vergleich verschieden ist.23 Möglich ist auch eine Kombination aus beiden Kategorien wie etwa bei einem EBITDA vor Son- dereinflüssen, die aufgrund der Notwendigkeit von Zusatzinformationen zu den APM im engeren Sinne gezahlt werden.24

Hinsichtlich der Beweggründe der Abschlussersteller zur Veröffentlichung von APM gibt es zwei kontrare Motive.25 Zum einen wird von zusatzlichen entschei- dungsnützlichen Informationen durch die Bereitstellung von APM ausgegangen.26 Die APM sollen die Hauptgeschaftstatigkeit, also das fortlaufende operative Ge­schaft eines Unternehmens, besser darstellen als der Jahresüberschuss nach IFRS.27 Dabei wird angenommen, dass das Management aufgrund seines Informationsvor- sprungs besser über die Nachhaltigkeit bestimmter Ergebniskomponenten infor- miert ist und dies in Form der APM an die Abschlussadressaten kommunizieren möchte.28 Daraus lasst sich schlussfolgern, dass die IFRS-ErgebnisgröBen allein in vielen Fallen als unzureichend zur Darstellung der tatsachlichen wirtschaftlichen Lage des Unternehmens betrachtet werden.29

Das zweite mögliche Motiv stellt die gezielte Anlegerbeeinflussung durch Ausweis von APM dar.30 Aufgrund der fehlenden Regulierung von APM kann das Manage­ment Bereinigungen mit Verweis auf ein spezielles Geschaftsmodell oder Bran- chenumfeld vornehmen und so eine geschönte Unternehmenslage kommunizie- ren.31 Das Ergebnis dieser Ermessenspielraume sind eine unzureichende Klarheit über die Ermittlung, sowie eine eingeschrankte Vergleichbarkeit bei den publizier- ten APM verschiedener Unternehmen.32 Die empirischen Ergebnisse belegen, dass bei der Berechnung von APM regelmaBig eherAufwande als Ertrage bereinigt wer­den, was für eine gezielte Ergebnisaufbesserung und gegen eine neutrale Bericht- erstattung spricht.33

2.2 Grundlagen und Zielsetzung der IFRS

Die grundlegende Zielsetzung der IFRS lasst sich aus dem vom International Ac­counting Standards Board (IASB) veröffentlichten Conceptual Framework (CF) ableiten. Dieses Rahmenwerk stellt keinen verbindlichen Standard dar, sondern soll Grundsatze zur Festlegung neuer Standards definieren und im Einzelfall mögliche Regelungslücken schlieBen.34 GemaB CF 1.2 ist das Ziel der IFRS die Bereitstel- lung entscheidungsnützlicher Informationen. Diese sollen den Adressaten ein mög- lichst genaues Bild von der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der berichtenden Unternehmen ermöglichen.35 Aufgrund der divergierenden Interessen verschiede- ner Abschlussadressaten legt das CF zukünftige und gegenwartige Kapitalgeber als primaren Adressatenkreis der IFRS fest.36 Damit Informationen als entscheidungs- nützlich eingestuft werden, müssen qualitative Anforderungen erfüllt sein.37 Diese umfassen zwei Fundamentalgrundsatze und vier Erweiterungsgrundsatze.38

Der erste Fundamentalgrundsatz Relevanz zielt auf die Fahigkeit der Informationen ab, einen Unterschied in der Entscheidungsfindung der Adressaten auszumachen.39 Als relevant werden dabei insbesondere Informationen mit prognostizierendem Charakter eingestuft.40 Weiterhin müssen die Informationen wesentlich sein. Dies ist der Fall, wenn eine Falschdarstellung oder das Weglassen der Informationen die Entscheidungen des Adressaten maBgeblich beeinflussen kann.41 Der zweite Fun- damentalgrundsatz der glaubwürdigen Darstellung fordert, dass berichtete Sachver- halte gemaB ihren tatsachlichen Verhaltnissen dargestellt sind.42 Dies ist gewahr- leistet, wenn die Informationen vollstandig, neutral und fehlerfrei sind.43 Der erste Erweiterungsgrundsatz umfasst zum einendie Konsistenz bei der Darstellung glei- cher Sachverhalte im Zeitverlauf und zum anderen die zwischenbetriebliche Ver- gleichbarkeit.44 GemaB zweitem Grundsatz sollen die Informationen nachprüfbar sein.45 Weiterhin sollen die Informationen verstandlich sein, sodass ein fachkundi- ger Leser diese verarbeiten kann.46 Der letzte Erweiterungsgrundsatz fordert eine zeitnahe Darstellung der Informationen ohne unangemessene Verzögerungen.47

2.3 Standardentwurf General Presentation and Disclosures

Der IASB setzt sich mit APM im Rahmen der Initiative Better communication aus- einander.48 Erklartes Ziel der Initiative stellt die Verbesserung der Kommunikation von Finanzinformationen dar.49 Die Erarbeitung der MaBnahmen hinsichtlich APM erfolgt dabei im Projekt Primary Financial Statements.50 Der im Rahmen dieses Projektes erarbeitete Standardentwurf (ED/2019/7) General Presentation and Disclosures befindet sich noch bis zum 30.06.2020 in der Kommentierungsphase.51 Die Umsetzung des Standards soll bei den berichtenden Unternehmen innerhalb der nachsten 2 Jahre erfolgen.52 Der Standardentwurf beinhaltet Vorschlage zur Ablö- sung des IAS 1 Presentation of Financial Statements durch einen neuen Standard, welcher die Darstellung der Hauptabschlussbestandteile regeln soll.53 Der Schwer- punkt liegt auf Kennzahlen der GuV.54 An den bestehenden Standards IAS 7, IAS 8, IAS 33, IAS 34, IFRS 7, sowie IFRS 12 sind kleinere Anderungen vorgesehen.55 Die Neuregelungen werden bei Inkrafttreten alle nach IFRS bilanzierenden Unter- nehmen betreffen.56 Die drei zentralen Neuregelungen des Standardentwurfes sind:

- Einführung von festgelegten Zwischensummen und Kategorien in der GuV.
- Leitlinie zur Erlauterung und Angabe von Management Performance Mea­sures (APM) und auBergewöhnlichen Aufwendungen/ Ertragen im Anhang.
- Vorschriften zur Verbesserung der Aggregation und Disaggregation von Abschlussposten.57

3 Kritische Analyse des Standardentwurfs vor den Zielsetzungen der IFRS

3.1 Analysevorgehen und Eingrenzung

Die folgende Analyse soll zeigen, inwieweit die Entscheidungsnützlichkeit der IFRS Abschlüsse durch die neuen Regelungen des Standardentwurfs verbessert wird und wo Spannungsverhaltnisse entstehen können. DieAggregation und Disag- regation von Abschlusspositionen sowie andere kleinere Neuerungen des Stan­dards, die keinen Bezug zu APM haben, werden im Folgenden nicht naher behan­delt. Neben der konzeptionellen Würdigung der Neuregelungen vor den Zielsetzun- gen der IFRS erfolgt eine deskriptive empirische Auswertung der englischsprachi- gen IFRS Abschlüsse der im DAX-30 gelisteten Nicht-Finanzdienstleister (Stichtag 31.03.2020).58 Zentrale Fragestellungen der Untersuchung sind, wo APM im IFRS Abschluss berichtet werden und ob es sich eher um APM im engeren oder im wei- teren Sinne handelt. Zudem soll das aktuelle Vorgehen der Unternehmen bzgl. Überleitungsrechnungen sowie zusatzlichen Beschreibungen bei Veröffentlichung von APM untersucht werden.59 Die Untersuchung basiert auf einer Inhaltanalyse, bei der die Geschaftsberichte anhand festgelegter Stichworte untersucht werden.60 Die Methode ist angelehnt an eine empirische Studie der Europaischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA), bei welcher 123 IFRS Abschlüsse aus ganz Europa untersucht wurden.61 Sowohl in der Studie der ESMA,als auch in der durch- geführten Auswertung der DAX 30 Abschlüsse wird deutlich, dass APM vorwie- gend in der GuV der Unternehmen Anwendung finden.62 Die folgende Analyse fo- kussiert sich daher analog zum Standardentwurf besonders auf APM, die die Er- tragslage beschreiben.

3.2 Festgelegte Zwischensummen und Umstrukturierung der GuV

Zum heutigen Stand gibt es in den IFRS noch keine konkreten verpflichtenden Vor- schriften bezüglich Definition, Ausweis und Erlauterung von APM oder hinsicht- lich etwaiger Zwischensummen in der GuV.63 Die in IAS 1: Darstellung des Ab- schlusses geregelte Mindestberichterstattung umfasst lediglich die Performance- Kennzahlen Umsatz, Jahresüberschuss vor und nach Steuern sowie Gewinn aus fortgeführter Geschaftstatigkeit.64 Zusatzliche individuelle Zwischensummen kön- nen in der GuV unter Beachtung von IAS 1.83 ff. zusatzlich gezeigt werden.65 Diese Flexibilitat bei der Darstellung wurde vom IASB bewusst gewahlt, um den Unter- nehmen die Veröffentlichung zusatzlicher, relevanter Informationen zu ermögli- chen.66 Allerdings lasst sich aufgrund der fehlenden Regulierung eine heterogene Berichterstattung hinsichtlich APM beobachten, wodurch die Vergleichbarkeit der Abschlüsse eingeschrankt wird.67 Von den 25 untersuchten Unternehmen haben 22 mindestens eine APM direkt in ihrer GuV ausgewiesen. Der Ausweis in der GuV beschrankte sich ausschlieBlich auf APM im weiteren Sinne. Im Schnitt wurden 1,9 Kennzahlen, mit teilweise recht unterschiedlichen Bezeichnungen berichtet.68 Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, sieht der Standardentwurf eine starker strukturierte GuV vor. Die Gliederung erfolgt nun in vier neue, verpflichtende Ka- tegorien, mit jeweils eigenen Zwischensummen.69

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1 Neue GuV gemaB Standardentwurf ED/2019/770

Die Kategorie Operating umfasst dabei alle Ertrage und Aufwendungen, die aus der Hauptgeschaftstatigkeit des Unternehmens resultieren.71 Sie stellt die Standard- kategorie dar, erfasst also alle Ertrage und Aufwendungen, die nicht einer der an­deren drei Kategorien zuzuordnen ist.72 In der Kategorie Integral associates and joint ventures muss nun verpflichtend eine Abgrenzung der Ergebnisbestandteile von wesentlichen und nicht-integralen assoziierten Unternehmen und Gemein- schaftsunternehmen auf Grundlage von IFRS 12 vorgenommen werden.73 Integral ist eine Beteiligung, sobald sie in einer signifikanten wechselseitigen Abhangigkeit mit dem Bilanzierenden steht (ua. bei Vorliegen einer engen Liefer- und Leistungs- beziehung).74 Das Kalkül hinter der Aufteilung muss im Anhang erlautert werden.75 Unter die Investing Kategorie werden alle Ertrage und zugehörigen Aufwendungen zusammengefasst, die durch Investments in gröBtenteils vom Rest des Unterneh- mens unabhangige Vermögensgegenstanden erwirtschaftet wurden.76 Die Finan­cing Kategorie beinhaltet alle Ergebnisbestandteile, welche aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmittelaquivalenten oder aus Finanzierungsverbindlichkeiten resultie- ren. Hierunter fallen Zinsaufwande und -ertrage welche aus sonstigen Verbindlich- keiten (Aufzinsung von Pensionen, sonstige Rückstellungen) entstehen.77 Bei Un- ternehmen, deren Hauptgeschaftstatigkeit aus der Finanzierungs- bzw. Investitions- tatigkeit besteht, werden diese Aufwendungen und Ertrage unter Beachtung be- stimmter Vorgaben der operating Kategorie zugeordnet.78 Die neu eingeführten Kategorien sind trotz der gleichen Bezeichnung nicht deckungsgleich mit jenen in der Kapitalflussrechnung.79

Trotz der starkeren Regulierung der GuV dürfen zusatzliche, individuelle Zwi- schensummen in der GuV von den Unternehmen weiterhin berichtet werden, sofern sie für die Darstellung der Ertragslage des Unternehmens relevant sind.80 Sie müs- sen allerdings in die vorgegebene Struktur der GuV passen und sollen nicht promi­nenter dargestellt werden, als die IFRS Zwischensummen.81 Zudem dürfen solche APM nicht in zusatzlichen Spalten veröffentlicht werden, um sie klar von der Pflichtberichterstattung abzugrenzen.82 Es ist daher von einem Rückgang der Ver- öffentlichung zusatzlicher APM als Zwischensummen in der GuV auszugehen.

[...]


1 Vgl. Zeit Online (2015).

2 Vgl. Volkswagen AG (2015), S. 120, 125. Der Begriff Sondereinflüsse wird im genannten Ab- schluss 41-mal verwendet, ohne dass dieser Begriff in den IFRS definiert ist.

3 In der deutschsprachigen Literatur werden die Begriffe Alternative Leistungskennzahlen sowie Pro-Forma-Ergebnisse synonym verwendet. In der englischsprachigen Literatur finden sich zu- dem die Begriffe non-GAAP measures sowie Management Performance Measures. Im Folgen- den wird die Abkürzung APM zur einheitlichen Bezeichnung verwendet. Vgl. dazu Hitz (2010), S.130 f.; Hebestreit/Teitler-Feinberg (2017), S. 169.

4 Vgl. GroBmann (2007), S. 323; Ruhwedel et al. (2017), S. 21-24; Deloitte (2019), S. 34-36; Solsma/Wilder (2015), S.383-403; IASB (2019c), S. 12; ESMA (2019), S. 10.

5 Vgl. Ruhwedel/Thale (2013), S. 387; Ruhwedel et al. (2017), S. 20.

6 Vgl. Hitz (2010), S. 153; Vgl. GroBmann (2007), S. 323.

7 Vgl. Bhattacharya et al. (2007), S. 583; Ruhwedel/Thale (2013), S. 388.

8 Vgl. Hoogervorst (2016).

9 Vgl. IASB (2019b).

10 Vgl. ESMA (2015), S. 7; GroBmann (2007), S. 1; EY (2018), S. 58. Im Folgenden wird von den IFRS als anwendbarem Rechnungslegungsstandard ausgegangen.

11 Vgl. ESMA (2015), S. 7; Johnson et al. (2005), S. 922.

12 Vgl. Hebestreit/Teitler-Feinberg (2017), S. 169; Deloitte (2019), S. 34-36; EY (2018), S. 59.

13 Vgl. GroBmann (2007), S. 323.

14 Vgl. Hitz (2010), S. 131.

15 Vgl. Ruhwedel/Thale (2013), S. 387.

16 Vgl. Johnson et al. (2005); Hitz (2010), S. 131; Ruhwedel/Thale (2013), S. 387.

17 Vgl. Ruhwedel/Thale (2013), S. 387; Thale (2013), S. 6; Bhattacharya et al. (2003), S. 286.

18 Vgl. Ruhwedel et al. (2017), S. 20; Thale (2013), S. 6.

19 Vgl. Hitz (2010), S. 131; Ruhwedel/Thale (2013), S. 387.

20 Vgl. Hitz (2010), S. 132.

21 Vgl. Hitz/Jenniges (2008), S. 243; EY (2018), S. 67.

22 Vgl. Hitz/Jenniges (2008), 243-244; Ruhwedel/Thale (2013), S. 387 f.

23 Vgl. Hitz/Jenniges (2008), S. 244; Ruhwedel et al. (2017), S. 20.

24 Vgl. Ruhwedel/Thale (2013), S. 387.

25 Vgl. Bhattacharya et al. (2007), S. 584 f.; Johnson et al. (2005), 919, 923-924.

26 Vgl. Bhattacharya et al. (2007), S. 584 f.; EY (2018), S. 4.

27 Vgl. Bhattacharya et al. (2003), S. 286.

28 Vgl. Johnson et al. (2005), S. 919; Abad et al. (2020), S. 13.

29 Vgl. Bhattacharya et al. (2003), S. 286; Hitz/Jenniges (2008), S. 238; Hitz (2010), 128, 133.

30 Vgl. Bhattacharya et al. (2007), S. 584 f.; Hitz (2010), S. 134; Abad et al. (2020), S. 16.

31 Vgl. GroBmann (2007), S. 103; Johnson et al. (2005), S. 919; Hitz (2010), S. 135.

32 Vgl. Bhattacharya et al. (2003), S. 286 f.; Ruhwedel/Thale (2013), S. 388; EY (2018), S. 4.

33 Vgl. Hitz/Jenniges (2008), S. 238 f.; GroBmann (2007), S. 1; Bhattacharya et al. (2003), S. 287; Solsma/Wilder (2015), S. 397-400; ESMA (2019), S. 23 f.

34 Vgl. Linder (2015), 1-2, 4.

35 Vgl. IASB (2018), CF 1.2; Linder (2015), S. 7; Baksaas/Stenheim (2019), S. 4.

36 Vgl. Linder (2015), S. 5 f.

37 Vgl. Linder (2015), S. 8 f.

38 Vgl. IASB (2018), CF 2.4, 2.23; Linder (2015), S. 8.

39 Vgl. IASB (2018), CF 2.6; Baetge et al. (2019), S. 147.

40 Vgl. IASB (2018), CF 2.7.

41 Vgl. IASB (2018), CF 2.11.

42 Vgl. IASB (2018), CF 2.12.

43 Vgl. IASB (2018), CF 2.13.

44 Vgl. Baetge et al. (2019), S. 149.

45 Vgl. IASB (2018), CF 2.30.

46 Vgl. Baetge et al. (2019), S. 149 f.

47 Vgl. IASB (2018), CF 2.33.

48 Vgl. Hoogervorst (2016); IASB (2019a), S. 5.

49 Vgl. Baksaas/Stenheim (2019), S. 5.

50 Vgl. IASB (2019b), S. 5; Abad et al. (2020), S. 2; IASB (2019a), S. 5.

51 Vgl. IASB (2019b), S. 9.Im Folgenden wird ED/2019/7 nur als Standardentwurf bezeichnet.

52 Vgl. IASB (2019b), S. 40; Abad et al. (2020), S. 8 f.

53 Vgl. IASB (2019b), 5, 40; Abad et al. (2020), S. 2. Die IFRS- Hauptabschlussbestandteile sind Bilanz, GuV, Kapitalfluss- sowie Eigenkapitalveranderungsrechnung.

54 Vgl. IASB (2019a), S. 5.

55 Vgl. IASB (2019b), S. 5; IASB (2019a), S. 5.

56 Vgl. IASB (2019b), S. 6.

57 Vgl. IASB (2020); Hebestreit/Teitler-Feinberg (2017), S. 172 f.

58 In vorherigen Studien konnten wesentliche Unterschiede bei der Berichtspraxis von APM zwi- schen Finanz- und Nicht-Finanzdienstleistern festgestellt werden, weshalb diese zur besseren Vergleichbarkeit in dieser Studie ausgeklammert werden. Vgl. ESMA (2019), S. 13.

59 Die Überleitungsrechungen/ Erlauterungen wurden nur dann als vollstandig gewertet, wenn Sie für alle veröffentlichten APM vorgenommen wurden. Wurde z.B. ein EBIT ausgewiesen und nicht extra definiert, so wird die gesamte Kategorie für das berichtende Unternehmen als unvoll- standig kategorisiert.Vgl. Anhang 1für die Ergebnisse der empirischen Studie.

60 Die Stichworte wurden aus den Ergebnissen vorheriger Studien zusammengetragen und decken den GroBteil der gangigen APM der Ertragslage ab. Vgl. ESMA (2019); GroBmann (2007); Hitz (2010); Hitz/Jenniges (2008); Thale (2013); Ruhwedel et al. (2017) Eine Übersicht der verwen- deten Stichworte findet sich imAnhang II.

61 Vgl. ESMA (2019), S. 5-8.

62 Vgl. ESMA (2019), S. 13. In den IFRS-Bilanzen wurden bei allen 25 untersuchten Unternehmen im Geschaftsjahr 2019 keine APM veröffentlicht, weshalb diese Kategorie in den Ergebnissen nicht gezeigt wird. In der Kapitalflussrechnung wurden im Schnitt 1,6 APM im weiteren Sinne in Form von Zwischensummen veröffentlicht. Das other comprehensive income (OCI) wurde nicht untersucht, da hier gemaB Ergebnissen der ESMA Studie keine APM zu vermuten sind.

63 Vgl. Hebestreit/Teitler-Feinberg (2017), S. 170.

64 Vgl. IAS 1.81A für die Gesamtergebnisse in der GuV inklusive dem OCI sowie IAS 1.82 und IAS 1.82A fürdie Bilanzposten in denselben.

65 Vgl. IAS 1.83, 1.85, 1.86.

66 Vgl. Hebestreit/Teitler-Feinberg (2017), S. 170.

67 Vgl. GroBmann (2007), S. 103; EY (2018), S. 4; ESMA (2019), S. 27; IASB (2019a), S. 6.

68 Die Ergebnisse decken sich weitgehend mit der Studie der ESMA bei der im Schnitt 3 APM in den Hauptabschlussbestandteilen veröffentlicht wurden, welche zu 83% APM im weiteren Sinne waren. Vgl. ESMA (2019), S. 22.

69 Vgl. IASB (2019b), S. 7.

70 Quelle: angelehnt an IASB (2019b), S. 7.

71 Vgl. IASB (2019b), 7, 25; IASB (2019a), S. 16.

72 Vgl. IASB (2019a), S. 16.

73 Vgl. IASB (2019b), S. 74 f.

74 Vgl. EY (2020), S. 9.

75 Vgl. IASB (2019b), 10, 74-75.

76 Vgl. IASB (2019b), 25, 52; IASB (2019a), S. 15.

77 Vgl. IASB (2019b), S. 25; EY (2020), S. 8.

78 Vgl. IASB (2019b), S. 52 f.; IASB (2019a), S. 17-20.

79 Vgl. IASB (2019b), S. 8.

80 Vgl. IASB (2019c), S. 3; Baksaas/Stenheim (2019), S. 2.

81 Vgl. IASB (2019b), S. 23 f.; IASB (2019a), S. 11.

82 Vgl. IASB (2019b), S. 38; EY (2020), S. 12

Ende der Leseprobe aus 29 Seiten

Details

Titel
Alternative Leistungskennzahlen in IFRS-Abschlüssen
Hochschule
Westfälische Wilhelms-Universität Münster  (Lehrstuhl für BWL, insb. Internationale Unternehmensrechnung)
Note
2,0
Autor
Jahr
2020
Seiten
29
Katalognummer
V909004
ISBN (eBook)
9783346230584
ISBN (Buch)
9783346230591
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Alternative Leistungskennzahlen, Alternative Performance Measures, IFRS, General Presentation and Disclosures, Pro-Forma Earnings, Management Performance Measures
Arbeit zitieren
Florian Dick (Autor), 2020, Alternative Leistungskennzahlen in IFRS-Abschlüssen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/909004

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