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Nutzen und Grenzen wertorientierter Kennzahlen im Portfoliomanagment

Title: Nutzen und Grenzen wertorientierter Kennzahlen im Portfoliomanagment

Seminar Paper , 2020 , 25 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Florian Dick (Author)

Business economics - Controlling
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Summary Excerpt Details

Ziel dieser Arbeit ist es, Nutzen sowie Limitationen von wertorientierten Kennzahlen im Hinblick auf das Portfoliomanagement eines Konzerns zu analysieren. Im Grundlagenteil wird das Portfoliomanagement aus zwei Sichtweisen aufgezeigt, bevor der Grundaufbau sowie eine konkrete wertorientierte Kennzahl vorgestellt werden. Der Hauptteil dieser Arbeit wird sich auf die Portfoliosichtweise eines diversifizierten Konzerns mit nicht-börsennotierten Tochterunternehmen beschränken. Diese sehen sich der besonderen Schwierigkeit ausgesetzt, dass zur Bewertung dieser Konzernbestandteile keine Börsenkurse als Marktwerte herangezogen werden können. Das Ergebnis soll eine praxisorientierte Entscheidungshilfe in Form einer Portfoliomatrix sein, mit deren Hilfe das Portfoliomanagement wertorientiert gestaltet werden kann.

Als Indikatoren für den Erfolg von Unternehmen sowie für die zukünftige Performance werden Rechnungslegungsgrößen (Gewinn, operativer Cashflow) oder traditionelle Kennzahlen (EPS, ROE, ROI) von Managern, Investoren und anderen Anspruchsgruppen (Stakeholdern) untersucht.Traditionelle Kennzahlen stehen allerdings in der Kritik, kein sinnvoller Indikator für die Steigerung des Shareholder Values zu sein, da diese lediglich buchhalterische Gewinne ausweisen, welche von realen Zahlungsflüssen und Wertbeiträgen stark abweichen können. Solche bilanzorientierten Kennzahlen können durch die Nutzung von Wahlrechten beeinflusst werden und verfügen damit über eine eingeschränkte Aussagekraft sowie eine geringe zwischenbetriebliche Vergleichbarkeit.

Zudem wird bei traditionellen Kennzahlen der Einfluss der Kapitalstruktur und die damit verbundenen Eigenkapitalkosten eines Unternehmens vernachlässigt. Aufgrund dieser Nachteile wird in der Praxis zunehmend auf wertorientierte Kennzahlen zurückgegriffen. Diese berechnen die nachhaltigen Veränderungen des Shareholder Values, indem der Überschuss von Vermögensrendite abzüglich der Kapitalkosten gemessen wird. Während die wertorientierten Kennzahlen bereits in vielen Unternehmen zur Performancesteuerung herangezogen werden, wird die Verwendung im Bereich des Portfoliomanagements bisher noch kaum untersucht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Problemstellung

2 Grundlagen

2.1 Portfoliomanagement aus Konzernsicht

2.2 Wertorientierte Kennzahlen

3 Wertorientierte Kennzahlen im Portfoliomanagement eines Konzerns

3.1 Nutzenpotenziale für das Portfoliomanagement

3.2 Wertorientierte Portfoliomatrix

3.2.1 Herleitung und Modellaufbau

3.2.2 Handlungsstrategien nach Quadranten

3.3 Abschließende Würdigung und Limitationen

4 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert den Nutzen sowie die Limitationen wertorientierter Kennzahlen im Portfoliomanagement eines Konzerns. Ziel ist es, eine praxisorientierte Portfoliomatrix als Entscheidungshilfe für die strategische Steuerung von nicht-börsennotierten Tochterunternehmen zu entwickeln, um eine wertorientierte Kapitalallokation zu ermöglichen.

  • Analyse traditioneller versus wertorientierter Kennzahlen
  • Grundlagen des Portfoliomanagements in Konzernstrukturen
  • Konzeption einer wertorientierten Portfoliomatrix
  • Herleitung von Normstrategien für unterschiedliche Unternehmensbereiche
  • Würdigung der Limitationen der wertorientierten Steuerung

Auszug aus dem Buch

3.2.2 Handlungsstrategien nach Quadranten

Die im Folgenden vorgestellte wertorientierte Portfoliomatrix soll Portfoliomanagern eine standardisierte, auf wertorientierten Daten beruhende Entscheidungshilfe hinsichtlich der Portfoliogewichtung, Kapitalallokation sowie einer ersten Risikoeinschätzung bieten. Die Abszisse der Matrix bildet den bereits beschriebenen EVA Spread (Periodenperformance) ab. Der korrespondierende Y-Achsenabschnitt liegt bei exakt 0%, um die Unterteilung in Wertschaffung (EVA Spread > 0) und Wertvernichtung (EVA Spread < 0) umzusetzen. Die Ordinate (Zukunftsbewertung) der Matrix gibt den Anteil des Unternehmenswertes an, der auf zukünftiger Wertveränderung (FGV/Unternehmenswert) beruht. Die Größe der Blasen gibt den relativen Anteil der Investition am Gesamtportfolio an. Diese Relation wird gemessen durch den Anteil des investierten Nettokapitals eines Portfoliounternehmens an der Summe des Nettokapitals des gesamten Portfolios. Anhand der Blasengröße können sowohl Portfolioschwerpunkte abgeschätzt werden als auch inwieweit das bisher investierte Kapital im Konzern wertorientiert allokiert wurde.

Die vier Quadranten der wertorientierten Portfoliomatrix helfen dabei, die Bestandteile eines Portfolios vor den Aspekten momentaner Performance und zukünftiger Wertsteigerungspotenziale einzuordnen. Daraus lassen sich konkrete Normstrategien für einen Portfoliomanager anhand der Quadranten herleiten.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Problemstellung: Dieses Kapitel erläutert die zunehmende Bedeutung der wertorientierten Unternehmenssteuerung in global agierenden Konzernen und stellt die Kritik an traditionellen, bilanzorientierten Kennzahlen dar.

2 Grundlagen: Hier werden die theoretischen Ansätze des Portfoliomanagements sowohl aus der Perspektive von Kapitalmarktinvestoren als auch aus der Sicht eines diversifizierten Konzerns definiert.

3 Wertorientierte Kennzahlen im Portfoliomanagement eines Konzerns: Das Hauptkapitel untersucht das Potenzial von EVA-basierten Kennzahlen für die Steuerung von Geschäftseinheiten und führt die wertorientierte Portfoliomatrix zur strategischen Entscheidungsunterstützung ein.

4 Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel resümiert die gewonnenen Erkenntnisse über den Nutzen und die Grenzen der wertorientierten Matrix im Portfoliomanagement.

Schlüsselwörter

Portfoliomanagement, Wertorientierte Kennzahlen, Shareholder Value, Economic Value Added, EVA, Future Growth Value, FGV, Kapitalallokation, Unternehmenswert, Portfoliomatrix, Konzernsteuerung, Residualgewinn, Strategische Planung, Wertschaffung, Performancemessung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Einsatz und die Grenzen wertorientierter Kennzahlen im Portfoliomanagement von Konzernen, um eine fundierte strategische Steuerung von Tochtergesellschaften zu ermöglichen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Kritik an traditionellen Kennzahlen, die theoretischen Grundlagen des Portfoliomanagements und die Entwicklung einer speziellen Portfoliomatrix zur wertorientierten Unternehmensbewertung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Erstellung einer praxisorientierten Entscheidungshilfe in Form einer Portfoliomatrix, die Portfoliomanagern hilft, Kapitalallokationsentscheidungen bei nicht-börsennotierten Unternehmen wertorientiert zu treffen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verwendet eine methodische Herleitung einer zweidimensionalen Portfoliomatrix auf Basis von EVA (Economic Value Added) und FGV (Future Growth Value), gestützt durch eine fundierte Literaturanalyse.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Entwicklung der wertorientierten Portfoliomatrix, der Herleitung der Modellparameter sowie der Definition von Normstrategien für die vier Quadranten der Matrix.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Portfoliomanagement, Shareholder Value, Economic Value Added (EVA), Future Growth Value (FGV) und wertorientierte Kennzahlen.

Wie unterscheidet sich diese Matrix von der BCG-Matrix?

Im Gegensatz zur klassischen BCG-Matrix, die oft auf Wachstumsraten und Marktanteilen basiert, fundiert diese Matrix auf wertorientierten Daten und dem Unternehmenswert, was eine direktere Steuerung auf Basis ökonomischer Wertbeiträge ermöglicht.

Warum ist die Bewertung von nicht-börsennotierten Unternehmen schwierig?

Da für diese Unternehmen keine Börsenkurse existieren, müssen alternative wertorientierte Bewertungsverfahren wie der Economic Value Added oder der Future Growth Value herangezogen werden, um den internen Wertbeitrag zu bestimmen.

Was zeigt ein negativer Future Growth Value (FGV) an?

Ein negativer FGV signalisiert, dass der Unternehmenswert in der Zukunft im Vergleich zum aktuell laufenden Geschäft (Current Operation Value) voraussichtlich vernichtet wird.

Warum ist ein Risikomanagement begleitend zur Matrix notwendig?

Die Matrix kann komplexe Synergieeffekte und spezifische Risiken nur begrenzt abbilden, weshalb sie durch ein aggregiertes Risikomanagement auf Konzernebene ergänzt werden sollte.

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Details

Title
Nutzen und Grenzen wertorientierter Kennzahlen im Portfoliomanagment
College
University of Münster  (Lehrstuhl für BWL, insb. Controlling)
Course
Führen und Steuern im Konzern
Grade
1,3
Author
Florian Dick (Author)
Publication Year
2020
Pages
25
Catalog Number
V909005
ISBN (eBook)
9783346231390
ISBN (Book)
9783346231406
Language
German
Tags
Wertorientierte Kennzahlen EVA Portfoliomanagement Value-based management
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Florian Dick (Author), 2020, Nutzen und Grenzen wertorientierter Kennzahlen im Portfoliomanagment, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/909005
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