Welche Auswirkungen hat Influencer-Marketing auf Heranwachsende und welche Gefahren ergeben sich daraus? In der Arbeit beschäftigt sich die Autorin mit der neuen Form des Werbens – dem sogenannten Influencer-Marketing. Influencer-Marketing stellt derzeit einen der präsentesten Trends in der digitalen Geschäftswelt dar.
Es folgt eine Definition des Phänomens Influencer-Marketings. Des Weiteren werden die verschiedenen Kategorien und Formen, die sich mittlerweile herausgebildet haben, betrachtet. Im darauffolgenden Abschnitt geht der Autor auf Heranwachsende ein und erarbeitet, warum sich diese so leicht durch Influencer-Marketing beeinflussen lassen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Influencer*innen Marketing
2.1 Einordnung und Definition „Influencer*in“
2.2 Entstehung und Definition „Influencer*innen“ Marketing
2.2.1 Abgrenzung „Influencer*innen“ Marketing
2.3 Prinzipien des Influencer*innen Marketings
3 Influencer*innen Marketing und Heranwachsende
3.1 Warum sind besonders Heranwachsende so gefährdet?
3.2 Welche Auswirkungen und Gefahren ergeben sich daraus?
3.3 Wie kann medienpädagogisch damit umgegangen werden?
4 Schlussteil
4.1 Zusammenfassung
4.2 Fazit & Reflexion
4.3 Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des Themas
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht das Phänomen des Influencer*innen Marketings und analysiert dessen spezifische Auswirkungen auf Heranwachsende. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, welche Gefahren sich durch die gezielte Beeinflussung dieser jungen Zielgruppe in den sozialen Medien ergeben und welche medienpädagogischen Lösungsansätze für einen verantwortungsbewussten Umgang existieren.
- Grundlagen und Entstehung des Influencer*innen Marketings
- Psychologische Wirkmechanismen der sozialen Beeinflussung nach Cialdini
- Identitätsfindung von Heranwachsenden und das Rollenbild von Influencern
- Gefahren wie FOMO, Kaufsucht und manipulative Werbepraktiken
- Medienpädagogische Strategien zur Förderung von Werbekompetenz
Auszug aus dem Buch
3.1 Warum lassen sich besonders Heranwachsende so stark von „Influencer*innen Marketing“ beeinflussen?
Die Prinzipien der Beeinflussbarkeit nach Cialdini aus dem Abschnitt 2.3 sind zunächst auf nahezu alle Menschen übertragbar. Sei es auf Erwachsende oder auf Heranwachsende. Influencer*innen Marketing betrifft mit 2,77 Milliarden Nutzer*innen (vgl. eMarketer 2017) über 35% der Weltbevölkerung. Doch gerade Heranwachsende sind besonders leicht zu beeinflussen und von Influencer*innen zu beeindrucken.
Influencer*innen sind für die Jugendlichen heutzutage Idole und Vorbilder, sowie es früher vielleicht eher Sportler, Musiker oder Schauspieler für die Jugendlichen waren. Die Wahl der eigenen Vorbilder ist für die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen essentiell. Dabei stehen vor allem die Begriffe Rollenbilder und Identitätsentwicklung im Fokus. Kinder und Jugendliche benötigen eine Art Orientierung während des Erwachsenwerdens. Diese bieten beispielsweise die Eltern und Freund*innen, aber auch Idole.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz des Influencer*innen Marketings als moderne Form der Markenkommunikation ein und erläutert die Forschungsfrage sowie den Aufbau der Arbeit.
2 Influencer*innen Marketing: In diesem Kapitel werden der Begriff sowie die theoretischen Grundlagen und die sechs Prinzipien der Beeinflussung nach Cialdini erläutert, die den Erfolg von Influencern erklären.
3 Influencer*innen Marketing und Heranwachsende: Dieser Abschnitt analysiert die besondere Anfälligkeit von Jugendlichen gegenüber Influencer-Content, beleuchtet resultierende Gefahren wie FOMO und diskutiert medienpädagogische Lösungsansätze.
4 Schlussteil: Der Schlussteil fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen, reflektiert die Ergebnisse kritisch und bietet einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung hin zu Mikro-Influencern.
Schlüsselwörter
Influencer*innen Marketing, Soziale Medien, Heranwachsende, Markenkommunikation, Identitätsentwicklung, Werbekompetenz, Beeinflussung, FOMO, Kaufverhalten, Medienpädagogik, Authentizität, Empfehlungsmarketing, Vorbilder, digitale Identität, Zielgruppenanalyse
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit behandelt die Dynamiken des Influencer*innen Marketings und untersucht, wie dieses Werbemodell Jugendliche in ihrer sensiblen Identitätsfindungsphase beeinflusst.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die Schwerpunkte liegen auf der theoretischen Einordnung von Influencer-Marketing, der Analyse psychologischer Beeinflussungsfaktoren und den daraus resultierenden medienpädagogischen Herausforderungen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die Forschungsfrage lautet: Welche Auswirkungen hat Influencer*innen Marketing auf Heranwachsende und welche Gefahren ergeben sich daraus?
Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?
Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die bestehende Theorien zur Beeinflussung (z.B. nach Cialdini) mit aktuellen Studien zur Mediennutzung von Heranwachsenden verknüpft.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Marketings sowie eine spezifische Untersuchung der Wechselwirkung zwischen den Werbeprinzipien und der psychologischen Entwicklung Jugendlicher.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Influencer-Marketing, Medienkompetenz, Identitätsentwicklung, FOMO und soziale Beeinflussung.
Warum spielt das Prinzip der „Knappheit“ bei Influencern eine so große Rolle?
Die künstliche Verknappung von Produkten oder Angeboten wird genutzt, um bei der Zielgruppe eine sofortige Kaufentscheidung zu provozieren, bevor ein kritischer Reflexionsprozess einsetzen kann.
Inwiefern hat das Phänomen „FOMO“ Auswirkungen auf das Kaufverhalten?
Die „Fear of missing out“ führt zu einer dauerhaften Kontrolle sozialer Netzwerke, was die ständige Konfrontation mit Werbeposts erhöht und somit den Kaufdruck auf Jugendliche verstärkt.
- Citar trabajo
- Alina Ohrem (Autor), 2019, Influencer-Marketing. Die Revolution der Markenkommunikation?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/909276