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Soziale Arbeit in der Weimarer Republik und der Bezug zu Alice Salomon

Title: Soziale Arbeit in der Weimarer Republik und der Bezug zu Alice Salomon

Term Paper , 2007 , 15 Pages , Grade: 1.7

Autor:in: Christian Ochota (Author)

Social Work
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Im Folgenden werde ich den Zeitabschnitt der sozialen Arbeit zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts erörtern. Der Inhalt beruft sich auf die Begebenheiten der Staatlichen, sowie Bürgerlichen Perspektiven. Die staatliche Sichtweise ist im Schwerpunkt auf die Weimarer Republik gerichtet, und beschreibt drei bedeutsame Reformen für die Soziale Arbeit. 1. die Einführung der Familienfürsorge, 2. die Schaffung des selbständigen Jugendamtes und 3. die Entwicklung einer fürsorglichen Methodenlehre, auf die ich noch ausführlich eingehen werde. Es ist deutlich zu erkennen wie nah die Gesellschaft mit der politischen Ebene und der Sozialen Arbeit zusammenhängt.
Der weitere Inhalt befasst sich mit Alice Salomon da sie eine der bedeutungsreichsten Wegbereiterinnen der modernen Sozialarbeit ist. Sie ist Begründerin des sozialen Frauenberufes in Deutschland und eine Vorreiterin der Ausbildung zur Sozialarbeit. Sie war zudem ein führendes Glied der Frauenbewegung ihrer Zeit und genoss internationales Ansehen. Sie war eine der ersten deutschen Frauen die promovierten, jedoch wie viele andere wichtige Soziologinnen kennt sie heute kaum noch einer. Erst 1993 bekam die Berliner Fachhochschule für Sozialarbeit und Sozialpädagogik den Namen „Alice Salomon Fachhochschule Berlin“.

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Inhaltsverzeichnis

0 Einleitung

1 Soziale Arbeit vor und während der Weimarer Republik

1.1 Einführung der Familienfürsorge

1.2 Schaffung des selbständigen Jugendamtes

1.3 Entwicklung einer fürsorgerischen Methodenlehre

2 Alice Salomons Biographie

2.1 Schulische Bildung

2.2 Weiterer Werdegang

3 Erste Schritte zur Profession

3.1 Praktische Erfahrungen

3.2 Theoretische Verwirklichung

4 Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung der Sozialen Arbeit zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit einem besonderen Fokus auf die Weimarer Republik und die Rolle von Alice Salomon als Pionierin der Profession. Die zentrale Fragestellung beleuchtet, wie gesellschaftspolitische Reformen und die Professionalisierung der sozialen Frauenarbeit maßgeblich zur heutigen Struktur sozialer Dienstleistungen beigetragen haben.

  • Soziale Reformen in der Weimarer Republik
  • Die Institutionalisierung der Jugendfürsorge
  • Entwicklung und Etablierung methodischen Handelns
  • Biographische Einflüsse und das Lebenswerk von Alice Salomon
  • Der Übergang von der ehrenamtlichen zur beruflichen Sozialarbeit

Auszug aus dem Buch

3.2 Theoretische Verwirklichung

„Durch die theoretischen Arbeiten, die Alice Salomon in diesem Zusammenhang beginnt, kommt sie in Kontakt zu Professoren, die damals zur Elite dr Nationalökonomie gehören: zu Gustav Schmoller und Max Weber. Beide eröffnen ihr 1902 den Zugang zur Berliner Universität“ (M. Eggemann, S. Hering, S. 161). Hier promovierte sie 1906 als eine der ersten deutschen Frauen zum Doktor der Philosophie und behandelte das Thema: Die Ursache der ungleichen Entlohnung von Männer- und Frauenarbeit. Bei ihren Recherchen kommt sie zu fünf entscheidenden Merkmalen:

„1. Die Löhne von Männern und Frauen sind immer verschieden hoch, weil verschiedenartige und verschiedenwertige Leistungen vorliegen.

2. Frauenarbeit hat weniger qualifizierten Charakter, weil Frauen eine schlechtere Ausbildung haben und von einer kürzeren Berufsdauer ausgehen.

3. Frauen werden schlechter entlohnt, weil sie keinen Familienbedarf geltend machen können und einen geringeren Individualbedarf haben.

4. Frauen sind ortsgebundener und somit nicht beweglich in Bezug auf den Arbeitsplatz.

5. Frauen sind weniger organisiert in Gewerkschaften und Verbänden“ (M. Eggemann, S. Hering, S. 161).

Ihr Resümee hierzu ist, dass eine ungleiche Bezahlung eine Gesetzmäßigkeit zeigt, diese jedoch keine Naturgesetze darstellen und deshalb auch behoben werden könnten. Dazu war in erster Linie wichtig den Frauen das Klischee zu nehmen, dass sie mit einem dilettantischen, provisorischen und zufälligen Charakter besetzt sind (vgl. M. Eggemann, S. Hering, S. 161). „ Die Konsequenz aus dieser Untersuchung schlägt sich nachhaltig im Lebenswerk von Alice Salomon nieder. Sie sagt dem Dilettantismus und dem provisorischen Charakter der sozialen Hilfsarbeit der Frauen und Mädchen den Kampf an“ (M. Eggemann, S. Hering, S. 161). Dies verwirklicht sie, indem sie 1908 die erste konfessionsunabhängige Frauenschule in Berlin gründet, und somit den Weg zu einer qualifizierten, entlohnungsunabhängig ausgebildeten Frauenarbeit, ebnet.

Zusammenfassung der Kapitel

0 Einleitung: Die Einleitung gibt einen Überblick über den Fokus auf die staatlichen und bürgerlichen Perspektiven der Sozialen Arbeit in der Weimarer Republik und stellt Alice Salomon als zentrale Wegbereiterin vor.

1 Soziale Arbeit vor und während der Weimarer Republik: Dieses Kapitel behandelt die sozioökonomischen Rahmenbedingungen sowie drei zentrale Reformen: Familienfürsorge, Jugendamt und die methodische Professionalisierung.

1.1 Einführung der Familienfürsorge: Dieser Abschnitt beschreibt die Bemühungen, die zersplitterten Zuständigkeiten der Armenpflege durch ein integriertes Konzept der Familienfürsorge zu ersetzen.

1.2 Schaffung des selbständigen Jugendamtes: Hier wird der Prozess der gesetzlichen Verankerung des Jugendamtes sowie dessen Zielsetzung, Erziehung statt rein materieller Versorgung zu priorisieren, erläutert.

1.3 Entwicklung einer fürsorgerischen Methodenlehre: Dieser Teil beleuchtet die wissenschaftliche Fundierung durch Ansätze wie die soziale Diagnose nach Mary Richmond und deren Adaptation durch deutsche Akteurinnen.

2 Alice Salomons Biographie: Dieser Abschnitt bietet einen biographischen Abriss von Salomons Herkunft, ihrer Bildung und ihrem Engagement in der Frauenbewegung.

2.1 Schulische Bildung: Hier wird der akademische Werdegang von Alice Salomon nachgezeichnet, insbesondere ihr Studium als Gasthörerin und ihre frühe Promotion.

2.2 Weiterer Werdegang: Dieser Teil fokussiert auf die Gründung bedeutender sozialpädagogischer Ausbildungsinstitutionen durch Salomon und ihr Wirken bis zur erzwungenen Emigration.

3 Erste Schritte zur Profession: Dieser Abschnitt analysiert den Übergang von der ehrenamtlichen zur beruflichen sozialen Tätigkeit unter dem Einfluss der Frauenbewegung.

3.1 Praktische Erfahrungen: Hier werden die ersten praktischen Schritte Salomons in Berliner Mädchengruppen und ihr mentorales Verhältnis zu Jeanette Schwerin beschrieben.

3.2 Theoretische Verwirklichung: Dieser Teil verdeutlicht, wie Salomon ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse über ungleiche Entlohnung in die Gründung professioneller Ausbildungswege umsetzte.

4 Resümee: Das Resümee zieht ein Fazit über die Entwicklung der Sozialen Arbeit als moderne Erfolgsgeschichte und unverzichtbare Infrastruktur des Sozialstaates.

Schlüsselwörter

Soziale Arbeit, Weimarer Republik, Alice Salomon, Familienfürsorge, Jugendamt, Methodenlehre, Frauenbewegung, Professionalisierung, Soziale Diagnose, Wohlfahrtspflege, Reformpädagogik, Sozialgesetzgebung, Sozialtherapie, Geschichte der Sozialen Arbeit, Mädchenbildung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beleuchtet die historische Entwicklung der Sozialen Arbeit zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Deutschland, wobei der Fokus auf den strukturellen Reformen der Weimarer Republik und dem Wirken von Alice Salomon liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den Kernpunkten zählen die Einführung der Familienfürsorge, die Etablierung des selbständigen Jugendamtes, die Entwicklung wissenschaftlicher Methoden für die Fürsorge sowie die Professionalisierung der sozialen Frauenarbeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen gesellschaftspolitischen Veränderungen, dem Kampf um professionelle Standards und dem Lebenswerk von Alice Salomon aufzuzeigen, um das Fundament heutiger Sozialer Arbeit besser zu verstehen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die sich primär auf Literaturquellen, Fachzeitschriften der damaligen Zeit und historische Dokumente stützt, um den Prozess der Professionalisierung nachzuzeichnen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die politische und soziale Situation der Weimarer Zeit, die spezifischen organisatorischen Reformen im Sozialwesen sowie eine ausführliche biographische Einordnung von Alice Salomon.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie "Soziale Arbeit", "Weimarer Republik", "Alice Salomon", "Professionalisierung" und "Methodenlehre" definiert.

Welche Rolle spielte Alice Salomon konkret bei der Gründung der Frauenschulen?

Salomon erkannte die Notwendigkeit, den "Dilettantismus" in der sozialen Hilfsarbeit zu beenden und gründete 1908 die erste konfessionsunabhängige Frauenschule, um eine fachlich qualifizierte, entlohnungsunabhängige Ausbildung zu ermöglichen.

Wie unterschied sich die "Einheitsfürsorge" von der bisherigen Armenpflege?

Die Einheitsfürsorge zielte darauf ab, Hilfesuchenden eine zentrale Anlaufstelle zu bieten, anstatt diese durch diverse, unkoordinierte Ämter und caritative Vereine zu schicken, was Familien in eine schwächere Stellung brachte.

Warum war die "Soziale Diagnose" nach Mary Richmond für Salomon bedeutsam?

Die Arbeit von Richmond lieferte ein wissenschaftliches Gerüst für Einzelfallhilfe, das Salomon für deutsche Verhältnisse modifizierte, um die soziale Arbeit von einer rein ehrenamtlichen Tätigkeit zu einer methodengeleiteten Profession zu führen.

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Details

Title
Soziale Arbeit in der Weimarer Republik und der Bezug zu Alice Salomon
College
University of Applied Sciences North Rhine-Westphalia Paderborn
Grade
1.7
Author
Christian Ochota (Author)
Publication Year
2007
Pages
15
Catalog Number
V91023
ISBN (eBook)
9783638042802
Language
German
Tags
Soziale Arbeit Weimarer Republik Bezug Alice Salomon
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Ochota (Author), 2007, Soziale Arbeit in der Weimarer Republik und der Bezug zu Alice Salomon, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/91023
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