Richtig zu entspannen ist eine Fähigkeit, die Menschen leistungsfähiger und zufriedener machen kann. Anerkannte Verfahren wie das Autogene Training zeigen lernwilligen Menschen einen geeigneten Weg zu einer tiefen Entspannung, aber auch zu mehr Wissen über sich selbst und ihre eigenen Bedürfnisse.
Der Anteil der älteren Menschen an der Bevölkerung in Deutschland nimmt zu. Ziel dieses speziellen Entspannungsseminars für ältere Menschen ist es deshalb, den Teilnehmern einfach zu erlernende Entspannungstechniken zu vermitteln, die sie bei Bedarf täglich in ihrem Wohnumfeld selbständig anwenden und vertiefen können. Im Vordergrund stehen dabei die Grundstufe des Autogenen Trainings und einführende Übungen in die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson.
Das Seminar soll eine praktische Hinführung zur tiefen Entspannung sein und den Teilnehmern die Möglichkeit geben bereits während des Seminars von ihrem Alltag abzuschalten. Das vorliegende Seminarkonzept kann durch den Seminarleiter je nach Teilnehmerstruktur angepasst werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Die Idee
1.1 Die Ziele
1.2 Die Dauer
1.3 Die Rahmenbedingungen
1.3.1 Der Seminarraum
1.3.2 Das Beiwerk
1.3.3 Der Seminarleiter
2. Die Zielgruppe
2.1 Die Teilnehmerzahl
2.2 Die Bedürfnisse
2.3 Die Wirtschaftskraft
2.4 Die zeitlichen Abhängigkeiten
2.5 Die Konfession
3. Die Öffentlichkeitsarbeit
3.1 Der Träger
3.2 Die Argumente
3.3 Die Information
4. Die Wirtschaftlichkeit
4.1 Die Kosten
4.2 Die Gewinne
4.3 Die Steuern
4.4 Die Teilnahmegebühr
4.5 Die Zuschüsse
4.6 Der Anfang
5. Das Seminar
5.1 Die Techniken
5.1.1 Das Autogene Training
5.1.2 Die Progressive Muskelentspannung
5.1.3 Die Phantasiereise
5.2 Die Störungen
5.3 Der Ablauf
5.3.1 Der erste Teil
5.3.2 Der zweite Teil
5.3.3 Der dritte Teil
5.3.4 Der vierte Teil
5.3.5 Der fünfte Teil
5.3.6 Der sechste Teil
5.3.7 Der siebte Teil
5.3.8 Der achte Teil
6. Das Fazit
Zielsetzung & Themen
Das Seminarkonzept hat zum Ziel, Menschen mit Lebenserfahrung durch die Vermittlung einfacher Entspannungstechniken eine Methode an die Hand zu geben, mit der sie ihr Wohlbefinden im Alltag eigenständig steigern und tiefe Entspannung finden können.
- Einführung in das Autogene Training (Grundstufe)
- Vermittlung der Progressiven Muskelentspannung nach Jacobson
- Integration christlicher Besinnungselemente
- Schaffung eines entspannungsfördernden Gruppensettings
- Barrierefreie und altersgerechte Gestaltung der Übungen
Auszug aus dem Buch
Die Zitronenübung
Machen Sie es sich auf Ihrem Stuhl so bequem wie möglich.
Sitzen Sie bequem?
Dann schließen Sie jetzt bitte die Augen.
Stellen Sie sich vor, vor Ihnen auf einem Tisch liegt eine wunderschöne, saftige, gelbe Zitrone.
Sehen Sie die saftige, gelbe Zitrone?
In Ihren Gedanken zerschneiden Sie die Zitrone nun mit einem Messer in zwei Hälften.
Die Zitronenhälfte, die Ihnen besonders gut gefällt, nehmen Sie nun in die Hand.
Sie führen die Zitronenhälfte nun ganz langsam und genüsslich an Ihr Gesicht.
Betrachten Sie die Zitrone.
Riechen Sie an der Zitrone
Berühren Sie nun das Stück Zitrone zuerst mit Ihren Lippen und dann mit Ihrer Zunge.
Ganz vorsichtig.
Und jetzt: Beißen Sie feste in die Zitrone hinein!
Diese Visualisierung kann zeigen, dass man in der Lage ist, alleine durch die eigene Vorstellungskraft unwillkürliche Körperreaktionen, wie beispielsweise den Speichelfluss, auszulösen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Die Idee: Es wird die Notwendigkeit spezieller Entspannungsangebote für verschiedene Zielgruppen, insbesondere ältere Menschen, dargelegt.
2. Die Zielgruppe: Die Definition der Zielgruppe umfasst Menschen mit Lebenserfahrung, wobei körperliche Eignung und eine gewisse Aufgeschlossenheit für Entspannungstechniken vorausgesetzt werden.
3. Die Öffentlichkeitsarbeit: Hier werden Strategien zur Gewinnung von Teilnehmern in Kooperation mit einem Träger wie der Katholischen Familienbildungsstätte erläutert.
4. Die Wirtschaftlichkeit: Dieses Kapitel betrachtet die Kostenstruktur, Honorierungsmöglichkeiten und die Relevanz der Zertifizierung durch Krankenkassen für den wirtschaftlichen Erfolg.
5. Das Seminar: Detaillierte Darstellung des didaktischen Aufbaus, der Entspannungstechniken, der Rolle der christlichen Besinnung und der wöchentlichen Ablaufpläne für acht Termine.
6. Das Fazit: Die Arbeit resümiert, dass das vorgestellte Modell einen wertvollen Einstieg in die Entspannungspädagogik bietet und flexibel an die Bedürfnisse älterer Menschen angepasst werden kann.
Schlüsselwörter
Entspannungspädagogik, Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung, Menschen mit Lebenserfahrung, Seminarkonzept, Phantasiereisen, Schöpfungsgeschichte, Stressbewältigung, Primärprävention, Krankenkassenzuschüsse, Gruppensetting, Senioren, Gesundheitsförderung, Psychohygiene, Lebensqualität.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Seminarkonzept grundsätzlich?
Die Arbeit entwirft ein detailliertes Konzept für Entspannungsseminare, die speziell auf die Bedürfnisse älterer Menschen („Menschen mit Lebenserfahrung“) zugeschnitten sind.
Welche zentralen Themenfelder behandelt die Autorin?
Die Schwerpunkte liegen auf der methodischen Vermittlung von Autogenem Training und Progressiver Muskelentspannung, kombiniert mit christlichen Besinnungselementen.
Was ist das primäre Ziel des Seminars?
Teilnehmer sollen einfach zu erlernende Entspannungstechniken erwerben, um diese bei Bedarf selbständig und dauerhaft in ihrem Alltag anzuwenden.
Welche wissenschaftlichen Entspannungsmethoden kommen zum Einsatz?
Das Konzept nutzt die Grundstufe des Autogenen Trainings nach J.H. Schultz und die Progressive Muskelentspannung nach Edmund Jacobson.
Welche Aspekte umfasst der Hauptteil?
Neben den technischen Anleitungen deckt der Hauptteil die Rahmenbedingungen, die Organisation, die Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen und die praktische Umsetzung in acht Seminarterminen ab.
Welche Schlagworte charakterisieren das Dokument?
Kernbegriffe sind Entspannungspädagogik, Altersgerechtigkeit, Prävention und methodische Integration von Körperübungen und Phantasiereisen.
Warum wird im Seminar explizit auf die christliche Schöpfungsgeschichte eingegangen?
Dies dient der inhaltlichen Anreicherung der Phantasiereisen und schafft einen inhaltlichen roten Faden, der der Zielgruppe Sinnhaftigkeit und religiöse Impulse bietet.
Welche Rolle spielt die Zusammenarbeit mit einem Träger wie der Familienbildungsstätte?
Die Kooperation bietet Vorteile bei der Raumgestellung, der Öffentlichkeitsarbeit, dem Versicherungsschutz und der Zertifizierungsmöglichkeit durch die Krankenkassen.
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- Caroline Stollmeier (Author), 2006, Entspannung für Menschen mit Lebenserfahrung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/91025