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Untersuchung des Paktes / der Wette zwischen Mephisto und Faust

Title: Untersuchung des Paktes / der Wette zwischen Mephisto und Faust

Seminar Paper , 2007 , 17 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Tobias Bunse (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Die Tragödie „Faust. Der Tragödie erster Teil“, kurz „Faust I“ von Johann Wolfgang von Goethe wurde 1808 veröffentlicht und gehört nach wie vor zu den bedeutendsten Werken der deutschen Literatur.
Grund zur Diskussion bot vor allem der Pakt bzw. die Wette zwischen Mephisto und Faust, die seither von vielen Rezensenten und Kritikern zu den verschiedensten Deutungsmustern geführt hat. So stritten sich die Experten über die Jahre, ob die beiden Protagonisten nun einen Pakt geschlossen haben oder eine Wette und ob Faust die Wette (oder den Pakt?) gewonnen oder doch verloren hat. Das Hauptanliegen der vorliegenden Hausarbeit wird darin bestehen, Probleme und eben jene Ungereimtheiten des gewählten Themenschwerpunktes zu benennen und mit Hilfe einiger ausgewählter Literatur zu deuten. Daraus ergibt sich in der Folge das Thema der Hausarbeit, welche den Titel „Untersuchung des Paktes/der Wette zwischen Mephisto und Faust“ tragen wird.
Einleitend zur benannten Thematik wird das Kapitel „Prolog im Himmel“ dienen, welches aufgrund einer weiteren Wette zwischen dem Herrn und Mephisto als maßgebliche Grundlage der besagten zweiten Wette zu werten ist und daher eine ebenso bedeutende Rolle bei der Untersuchung spielen wird.
Des Weiteren lässt sich zum „Prolog im Himmel“ ein Vergleich zur Wette im Buch Hiob aus dem alten Testament anstellen, die starke Parallelen zur Wette zwischen dem Herrn und Mephisto im „Faust I“ aufweist.
Im weiteren Verlauf der Arbeit wird der Akt „Studierzimmer II“ zur Untersuchung herangezogen werden. Als die wohl bedeutendste Grundlage im „Faust I“, um die Wette zwischen Faust und Mephisto analysieren zu können, nimmt dieser Akt die bedeutendste Rolle der vorliegenden Hausarbeit ein.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Aktanalyse

2.1 Der Akt „Prolog im Himmel“ in Goethes „Faust I“

2.1.1 Der Vergleich zur Wette im Buch Hiob

2.2 Einleitung zum Akt „Das Studierzimmer“ in Goethes „Faust I“

2.2.1 Der Akt „Studierzimmer II“ in Goethes „Faust I“

3. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Natur und die Auswirkungen der Wette sowie des Paktes zwischen Mephisto und Faust in Goethes „Faust I“. Das primäre Ziel besteht darin, die in der Literatur debattierten Ungereimtheiten dieser Vereinbarungen zu analysieren, sie mit dem biblischen Kontext des Buches Hiob in Beziehung zu setzen und zu ergründen, welche Rolle Mephisto als notwendiger Gegenpol für das menschliche Streben spielt.

  • Analyse der Wette zwischen dem Herrn und Mephisto im „Prolog im Himmel“.
  • Vergleich der Wette im „Faust I“ mit dem biblischen Buch Hiob.
  • Untersuchung von Fausts Motivationslage und seiner inneren Zerrissenheit im „Studierzimmer“.
  • Deutung der Wette zwischen Faust und Mephisto als zentrales Element der menschlichen Existenz.

Auszug aus dem Buch

2.1 Der Akt „Prolog im Himmel“ in Goethes „Faust I“

Der Akt „Prolog im Himmel“ ist der Vorläufer der nachfolgenden Geschehnisse, die im weiteren Verlauf um den Protagonisten Heinrich Faust gestrickt werden. Die Unterredung zwischen Gott, der im Text durchgehend als „Der Herr“ auftritt und Mephisto bilden die überirdische Umrahmung der Tragödie, von der letztendlich alle folgenden Ereignisse ausgehen.

Zu Beginn des Aktes preisen die drei Erzengel Raphael, Gabriel und Michael die Schöpfung des Herrn.

„Und alle deine hohen Werke

Sind herrlich wie am ersten Tag“

Doch Mephisto, der, wie auch der Herr, zugegen ist, gibt auf der Stelle seine Meinung kund, indem er den Engeln eine relativ lange Rede entgegnet, die den Lobhuldigungen der Drei überaus konträr gegenüber steht. Dass dem Menschen ein ständiges innerliches Streben dazu veranlasst, nach Zufriedenheit und Vollkommenheit zu suchen, scheint er nicht erkennen zu können, er weiß von „Sonn’ und Welten…nichts zu sagen“, spricht dem Herrn deren Ordnung aber zumindest nicht ab. Sein Hauptanliegen ist das menschliche Geschlecht, welches seiner Meinung nach einen Fehlschlag der Schöpfung darstellt. So will er erkennen können, dass „sich die Menschen plagen“. Das Grundübel macht Mephisto in der Vernunft des Menschen aus, die ihn eigentlich vom Tier unterscheidet. Doch auf eben diese Lebewesen beschränkt sich der Teufel, wenn er die Menschheit mit den Tieren gleichsetzt. Genauer gesagt vergleicht er den Menschen mit einer Zikade.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Paktes und der Wette in Goethes „Faust I“ ein und umreißt die methodische Vorgehensweise sowie die Zielsetzung der Untersuchung.

2. Aktanalyse: Dieses Kapitel analysiert die zentralen Schlüsselszenen wie den „Prolog im Himmel“ und das „Studierzimmer“, um die Dynamik zwischen den Handelnden zu ergründen.

2.1 Der Akt „Prolog im Himmel“ in Goethes „Faust I“: Hier wird die überirdische Rahmenhandlung untersucht, in der Gott und Mephisto über die Natur des Menschen und dessen Bestimmung streiten.

2.1.1 Der Vergleich zur Wette im Buch Hiob: Dieser Unterpunkt arbeitet die signifikanten Parallelen zwischen der göttlichen Wette im „Faust“ und dem alttestamentarischen Schicksal Hiobs heraus.

2.2 Einleitung zum Akt „Das Studierzimmer“ in Goethes „Faust I“: Der Fokus liegt hier auf dem verzweifelten Zustand Fausts, der ihn für das Angebot des Teufels empfänglich macht.

2.2.1 Der Akt „Studierzimmer II“ in Goethes „Faust I“: In diesem Abschnitt wird die konkrete Ausformulierung der Wette zwischen Faust und Mephisto sowie die Intention dahinter detailliert betrachtet.

3. Schluss: Der Schluss fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Ergebnis, dass die Frage nach dem Sieger der Wette innerhalb des ersten Teils nicht eindeutig zu klären ist, während Mephisto als notwendiger Impulsgeber für Fausts Entwicklung fungiert.

Schlüsselwörter

Goethe, Faust I, Mephisto, Wette, Pakt, Buch Hiob, menschliches Streben, Prolog im Himmel, Studierzimmer, Theodizee, Erkenntnis, Jenseits, Diesseits, Literaturwissenschaft, Tragödie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Hausarbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung des Paktes beziehungsweise der Wette zwischen Mephisto und Faust in Johann Wolfgang von Goethes Werk „Faust I“.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die Analyse der überirdischen Rahmenwette im Prolog, der Vergleich zum biblischen Buch Hiob sowie die psychologische Verfassung Fausts im Studierzimmer.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die kritische Deutung der Ungereimtheiten dieser Wetten und die Klärung, ob und inwiefern Faust als Repräsentant des strebenden Menschen gesehen werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine textanalytische Untersuchung, die sich auf zentrale Passagen des Werkes und die Hinzuziehung existierender Sekundärliteratur stützt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Aktanalyse, beginnend beim „Prolog im Himmel“ über den Vergleich mit Hiob bis hin zur detaillierten Betrachtung der „Studierzimmer“-Szenen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Pakt, Wette, Teufel, Menschheitsbild, Theodizee und inneres Streben gekennzeichnet.

Warum spielt der Vergleich zum Buch Hiob eine so wichtige Rolle?

Der Vergleich dient dazu, die göttliche Billigung der Wette und die Rolle der „Prüfung“ eines Menschen als Gottes Knecht besser einordnen zu können.

Wie bewertet der Autor die Rolle von Mephisto?

Der Autor sieht Mephisto primär als „Geist der Verneinung“ und als notwendigen Gegenpol, der durch seine Existenz das menschliche Streben nach Vollkommenheit erst provoziert.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor bezüglich des Wettausgangs?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass ein eindeutiger Sieger anhand des ersten Teils nicht zu bestimmen ist, betont aber, dass Faust durch die Einbettung in das göttliche Werk letztlich nicht als Verlierer gesehen werden kann.

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Details

Title
Untersuchung des Paktes / der Wette zwischen Mephisto und Faust
College
University of Paderborn
Grade
1,0
Author
Tobias Bunse (Author)
Publication Year
2007
Pages
17
Catalog Number
V91081
ISBN (eBook)
9783638048750
ISBN (Book)
9783638942683
Language
German
Tags
Untersuchung Paktes Wette Mephisto Faust Goethe Pudels Kern Pakt Teufel Johann Wolfgang Goethe Literatur Tragödie Analyse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tobias Bunse (Author), 2007, Untersuchung des Paktes / der Wette zwischen Mephisto und Faust, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/91081
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