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Das Privacy Paradox. Eine qualitative Studie zur Selbstauskunft im Internet trotz wahrgenommener Risiken

Titre: Das Privacy Paradox. Eine qualitative Studie zur Selbstauskunft im Internet trotz wahrgenommener Risiken

Thèse de Bachelor , 2018 , 63 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Anna Simon (Auteur)

Gestion d'entreprise - Étude de marché
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Résumé Extrait Résumé des informations

"Do people really care about their privacy?" ist eine Frage, die sich aus der Diskrepanz zwischen den Bedenken über die Privatsphäre, die daraus resultierende Absicht Informationen über sich preiszugeben und dem tatsächlichen Verhalten, ergibt. Somit besteht die Notwendigkeit genauer zu erforschen wie sich die Risiken und Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes in Bezug auf verschiedene Arten von personenbezogenen Informationen unterscheiden. Warum trotz dieser Risiken das Privacy Paradox in Erscheinung tritt, ist aus Konsumentenperspektive zu untersuchen. Diese Arbeit bestrebt dabei nicht das Privacy Paradox zu lösen, sondern einen Teilaspekt davon näher zu durchleuchten, wodurch ein Beitrag zur Vervollständigung des Puzzles beigetragen wird.

Trotz ihres originären und derivativen Nutzens erhöhen mobile Endgeräte wie Smartphones die Privatheitsbedenken vieler Nutzer. Die Verbreitung von Ubiquitous Computing und die durch den digitalen Fortschritt vermeintlich unbegrenzten Möglichkeiten für das Sammeln, Analysieren, Verbreiten und Verwenden von personenbezogenen Daten tragen hierzu einen großen Teil bei.

So können beispielsweise Gesundheits- und Fitness-Apps ernsthafte Risiken für Smartphone-Nutzer darstellen, da solche Anwendungen unter anderem kritische Gesundheitsdaten, Bewegungsmuster und in gewisser Weise auch Informationen über den Lebensstil sammeln. Angesichts dessen hat sich der Begriff der Privatheit weiterentwickelt. Darunter ist nun auch der Schutz personenbezogener Daten sowie die Kontrolle über den Datenaustausch, der zunehmend online stattfindet, mitinbegriffen.

Wer das Internet nutzt, hinterlässt jedoch nicht nur unweigerlich Spuren, sondern gibt oft freiwillig viele persönliche Informationen über sich preis und nimmt dadurch teilweise risikoreiche Verhaltensweisen an. Dass Menschen bereit sind, personenbezogene Informationen für wahrgenommene Vorteile zu offenbaren, ist wenig überraschend. Diese Erklärung scheint jedoch weniger angebracht, wenn die Risiken betrachtet werden, die Individuen mit der Preisgabe solcher Daten verbinden und diese sogar äußern.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretischer Hintergrund

2.1 Privatheit im Kontext der fortschreitenden Digitalisierung

2.2 Das Privacy Paradox

2.3 Wahrgenommene Risiken im Zusammenhang mit verschiedenen Informationsarten

3 Methodik

3.1 Forschungsstrategie

3.2 Erhebungsverfahren

3.3 Datenauswertung

4 Ergebnisse

4.1 Selbstreflexion

4.2 Informationsarten und die damit verbundenen Risiken

4.3 Selbstauskunft trotz Risiken

5 Diskussion

5.1 Theoretische Implikationen

5.2 Praktische Implikationen

5.3 Limitationen

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das sogenannte "Privacy Paradox", bei dem Nutzer trotz geäußerter Bedenken bezüglich ihrer Privatsphäre persönliche Daten im Internet preisgeben. Ziel der qualitativen Studie ist es, zu verstehen, warum Nutzer entgegen ihrer Intention handeln und welche spezifischen Risikoarten sie mit verschiedenen Datentypen assoziieren.

  • Analyse des Privacy Paradoxes aus Konsumentenperspektive
  • Identifikation wahrgenommener Risiken bei zwölf spezifischen Informationsarten
  • Untersuchung der Diskrepanz zwischen Datenschutzbedenken und tatsächlichem Verhalten
  • Einsatz problemzentrierter Interviews zur Erhebung tieferer Erkenntnisse
  • Diskussion von Erklärungsansätzen wie dem Privatheitskalkül und kognitiven Heuristiken

Auszug aus dem Buch

Forschungsfrage 1: Welche Risikoarten verbinden Verbraucher mit der Herausgabe spezifischer personenbezogener Informationen im Internet?

Im Jahr 2014 führten Milne und Kollegen (2017) eine Online-Umfrage durch, in der die Befragten mit Ja oder Nein angeben konnten, ob sie mit den unterschiedlichen Informationsarten die zuvor genannten Risiken verbinden oder nicht. Ebenso wurden sämtliche Informationsarten hinsichtlich ihrer Sensitivität bewertet und die Bereitschaft die jeweilige Information preiszugeben, abgefragt (Milne et al. 2017, S.141-142). Eine Erkenntnis der Studie ist, dass Informationen, die die Kommunikation und Interaktion betreffen (wie z.B. Kontaktdaten und Profilbilder), relativ ähnliche Bewertungen hinsichtlich der wahrgenommenen Risiken erhalten wie Informationen, die den finanziellen Sektor betreffen. Zudem werden alle Informationen von den Teilnehmenden als mehrdimensional in ihrem Risiko angesehen, auch wenn vorwiegend eine Risikoart dominiert (S. 147).

Ein soziales Risiko besteht, wenn die eigene Reputation oder Glaubwürdigkeit z.B. in Online-Communities oder sozialen Netzwerken beschädigt wird. Dies kann durch den Kontrollverlust über Postings und in gewisser Weise auch durch die Langlebigkeit von online gespeicherten Informationen entstehen. Beispiele für ein Risiko finanzieller Verluste stellen ein Identitätsdiebstahl, Kreditkartenbetrug, der Verkauf und die Weitergabe von persönlichen Daten an Dritte und Hackerangriffe auf Konten dar (Milne et al. 2017, S.139-140).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Privacy Paradox ein und erläutert die Relevanz des Themas angesichts der zunehmenden digitalen Datennutzung, woraus sich die Forschungsfragen ableiten.

2 Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel verortet den Begriff der informationellen Privatheit im digitalen Zeitalter und stellt die wichtigsten wissenschaftlichen Erklärungsansätze für das Privacy Paradox vor.

3 Methodik: Hier wird der Forschungsprozess dargelegt, wobei der Fokus auf dem Einsatz von problemzentrierten Interviews und der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring liegt.

4 Ergebnisse: Das Kapitel präsentiert die zentralen Resultate zu den Themen Selbstreflexion, Risikoarten bei unterschiedlichen Informationen und die Gründe für die Selbstauskunft trotz Bedenken.

5 Diskussion: Die Ergebnisse werden hier kritisch reflektiert, wobei theoretische sowie praktische Implikationen abgeleitet und die Limitationen der Untersuchung benannt werden.

6 Fazit: Das Fazit fasst die Beantwortung der Forschungsfragen zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit weiterer Forschung aufgrund der Dynamik des Phänomens.

Schlüsselwörter

Privacy Paradox, informationelle Privatheit, Datenschutz, Selbstauskunft, Online-Risiken, qualitative Studie, problemzentrierte Interviews, Privatheitskalkül, kognitive Heuristiken, Internetnutzer, Datenmissbrauch, Sensitivitätseinschätzung, soziale Medien, Digitalisierung, Risikowahrnehmung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Bachelorarbeit befasst sich mit der Diskrepanz zwischen dem Wunsch nach Datenschutz bei Internetnutzern und deren tatsächlichem Verhalten, Daten im Netz preiszugeben.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind das Privacy Paradox, der Einfluss wahrgenommener Risiken auf die Selbstauskunft und die verschiedenen Strategien, die Nutzer zur Bewältigung dieses Konflikts anwenden.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, welche Risikoarten Nutzer mit bestimmten Daten verknüpfen und warum sie dennoch persönliche Daten entgegen ihrer Intention preisgeben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wurde ein qualitativer Forschungsansatz gewählt, der auf problemzentrierten Interviews mit 20 aktiven Internetnutzern und einer anschließenden qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Selbstreflexion der Nutzer, kategorisiert zwölf verschiedene Informationsarten nach ihrer Sensitivität und diskutiert, warum trotz erkannter Risiken keine Verhaltensänderung eintritt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Privacy Paradox, informationelle Privatheit, Selbstauskunft, Datenschutz, qualitative Analyse und Risikowahrnehmung.

Warum spielt die Unterscheidung der "Informationsart" eine so große Rolle für die Ergebnisse?

Die Studie zeigt, dass Nutzer Risiken nicht pauschal bewerten; Daten wie Bankkontonummern werden als finanzielles Risiko eingestuft, während Kontaktlisten primär soziale Bedenken auslösen.

Welche Rolle spielt die Kategorie "Strategie" bei den Ergebnissen?

Die Studie identifiziert, dass viele Nutzer aktiv Strategien einsetzen, etwa das Geben von Falschangaben oder die Nutzung von Privacy Enhancing Technologies, um ihr persönliches Risiko zu minimieren, ohne auf die Vorteile der Dienste zu verzichten.

Wie beeinflusst das "Privatheitskalkül" das Verhalten der Probanden?

Nutzer wägen den persönlichen Mehrwert (z.B. Rabatte, Bequemlichkeit, soziale Teilhabe) gegen die Risiken ab; überwiegt der Nutzen, wird die Preisgabe von Daten trotz Sicherheitsbedenken akzeptiert.

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Résumé des informations

Titre
Das Privacy Paradox. Eine qualitative Studie zur Selbstauskunft im Internet trotz wahrgenommener Risiken
Université
LMU Munich
Note
1,3
Auteur
Anna Simon (Auteur)
Année de publication
2018
Pages
63
N° de catalogue
V911123
ISBN (ebook)
9783346234414
ISBN (Livre)
9783346234421
Langue
allemand
mots-clé
Privacy Paradox Risiken Selbstauskunft Internet Social Media
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anna Simon (Auteur), 2018, Das Privacy Paradox. Eine qualitative Studie zur Selbstauskunft im Internet trotz wahrgenommener Risiken, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/911123
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Extrait de  63  pages
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