Die Facharbeit befasst sich mit der Anleitungsplanung zur Thematik des offenen endotrachealen Absaugens beim intubierten, beatmeten Patienten im Setting der kardiochirurgischen Intensivstation. Zunächst erfolgt eine Auseinandersetzung mit dem theoretischen Hintergrund zur Thematik. Den Ausführungen folgend wird die didaktische Analyse der geplanten Anleitung beschrieben und es werden unter anderem die Lernziele, das geplante methodische Vorgehen sowie die einzelnen Medien beleuchtet.
Patienten, die länger auf einer Intensivstation behandelt werden, sind häufig mit einem Endotrachealtubus oder einer Trachealkanüle versorgt. Das endotracheale Absaugen beim beatmeten Patient ist eine invasive Tätigkeit, die von Pflegekräften sicher beherrscht werden sollte. Dabei ist ein grundlegendes Wissen über Indikation, Durchführung und mögliche Gefahren der endotrachealen Absaugung obligat.
Die Pflegekräfte tragen bei Übernahme dieser Maßnahme die Durchführungsverantwortung. Im Notfall zum Beispiel bei Atemwegsverlegung durch Aspiration, müssen Pflegende in der Lage sein, diese lebensrettende Maßnahme sicher und kompetent auch ohne ärztliche Anordnung durchzuführen. Des Weiteren stellt der Absaugvorgang für den Patienten eine sehr unangenehme Maßnahme dar. Pflegende müssen durch professionelles Vorgehen Bedürfnisse des Patienten erkennen und für Sicherheit und Wohlbefinden während des Absaugvorgangs sorgen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2. Bedingungsanalyse
2.1 Sozialstruktur
3. Sachanalyse
3.1 Anatomie und Physiologie der Atemwege
3.1.1 Die oberen Atemwege
3.1.2 Die unteren Atemwege
3.2 Der intubierte Patient auf der Intensivstation
3.2.1 Die Umgebung Intensivstation
3.2.2 Begriffsklärung „Endotracheale Intubation“
3.2.3 Auswirkungen der Intubation
3.3 Das Absaugen von Atemwegssekret
3.3.1 Formen der Absaugung
3.3.2 Begriffsklärung „Endotracheales Absaugen“
3.3.3 Indikationen der endotrachealen Absaugung
3.3.4 Mögliche Komplikationen und Gefahren
3.3.5 Methoden der endotrachealen Absaugung
3.3.6 Art und Größe der Absaugkatheter
3.4 Praktische Durchführung - Vorgehen beim „offenen endotrachealen Absaugen“
3.4.1 Vorbereitung
3.4.2 Durchführung
3.4.3 Nachbereitung
4. Didaktische Analyse
4.1 Formulierung der Lernziele
4.2 Lernzielkontrolle
Zielsetzung & Themen
Die Facharbeit zielt darauf ab, eine strukturierte Anleitungsplanung für das offene endotracheale Absaugen bei intubierten, beatmeten Patienten auf einer kardiochirurgischen Intensivstation zu entwickeln. Dabei steht die Handlungskompetenz der anzuleitenden Pflegekraft im Fokus, um die Sicherheit und den Patientenkomfort bei dieser invasiven Maßnahme zu gewährleisten.
- Theoretische Grundlagen der Anatomie und Physiologie der Atemwege
- Risiken, Komplikationen und hygienische Anforderungen bei der Absaugung
- Methoden und Materialien für eine fachgerechte endotracheale Absaugung
- Didaktische Konzepte zur Anleitung (z. B. Strukturlegetechnik, Simulation am Modell)
- Praktische Durchführung und Nachbereitung nach klinischem Standard
Auszug aus dem Buch
3.3.2 Begriffsklärung „Endotracheales Absaugen“
Unter endotrachealen Absaugen (EA) wird das „Entfernen von Atemwegssekret aus der Trachea unter Sog mit Hilfe eines Absaugkatheters“21 bezeichnet. Ziel des Vorgangs ist es, freie Atemwege und damit den pulmonalen Gasaustausch zu gewährleisten sowie eine Verlegung des künstlichen Atemweges mit Sekret zu verhindern.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung stellt die Relevanz des endotrachealen Absaugens auf Intensivstationen dar und erläutert die Zielsetzung dieser fachlichen Anleitungsplanung.
2. Bedingungsanalyse: In diesem Kapitel wird die soziale Ausgangslage der anzuleitenden Pflegekraft analysiert, einschließlich ihrer Vorkenntnisse, Lernbedürfnisse und der zeitlichen Rahmenbedingungen.
3. Sachanalyse: Dieses Kapitel liefert das theoretische Fundament zu Anatomie, Beatmungstechniken, Indikationen und dem standardisierten Vorgehen beim endotrachealen Absaugen.
4. Didaktische Analyse: Hier wird das methodische Vorgehen der Anleitung geplant, inklusive Lernzieldefinitionen und der Auswahl geeigneter Medien zur Wissensvermittlung.
Schlüsselwörter
Endotracheales Absaugen, Intensivpflege, Anleitungsplanung, Beatmung, Endotrachealtubus, Sekretmanagement, Lungenpflege, Praxisanleitung, Patientenkomfort, Infektionsprophylaxe, kardiochirurgische Intensivstation, Strukturlegetechnik, Simulation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Facharbeit?
Die Arbeit behandelt die professionelle Anleitungsplanung für das offene endotracheale Absaugen bei intubierten Patienten im Intensivsetting.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Anatomie der Atemwege, den medizinischen Indikationen, den potenziellen Gefahren des Absaugens sowie den didaktischen Methoden der Praxisanleitung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, der anzuleitenden Pflegekraft eine sichere und kompetente Durchführung der Absaugung zu vermitteln, um den Patientenkomfort zu steigern.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit nutzt Literaturrecherchen in Fachdatenbanken, die Anwendung von Pflegestandards und didaktische Konzepte wie die Strukturlegetechnik.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Bedingungs- und Sachanalyse sowie eine detaillierte didaktische Analyse und Lehrskizze zur Anleitung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind endotracheales Absaugen, Praxisanleitung, Beatmungspflege und Infektionsprophylaxe.
Warum wird eine Simulation am Modell vor der praktischen Anwendung empfohlen?
Die Simulation bietet einen stressfreien, geschützten Rahmen, um die motorischen Abläufe der Absaugung zu festigen und die Sicherheit für den echten Patienten zu erhöhen.
Welche Rolle spielt der hausinterne Pflegestandard in dieser Arbeit?
Er dient als verbindliche Grundlage für die Beschreibung des Absaugprozesses, um sicherzustellen, dass die Anleitung in Einklang mit den klinischen Abläufen der Station steht.
- Arbeit zitieren
- Yvonne Semper (Autor:in), 2019, Anleitung zum offenen endotrachealen Absaugen beim intubierten, beatmeten Patienten auf der Intensivstation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/911132