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Märchen im DaZ-Unterricht der Grundschule. Interkulturelles Lernen und Sprachförderung von Kindern mit Migrationshintergrund

Titel: Märchen im DaZ-Unterricht der Grundschule. Interkulturelles Lernen und Sprachförderung von Kindern mit Migrationshintergrund

Magisterarbeit , 2007 , 132 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Doreen Frohwein (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Deutsch als Fremdsprache, DaF
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Hauptaugenmerk der Arbeit ist es aufzuzeigen, dass Märchen als Unterrichtsgegenstand vielfältige Ansatzpunkte bieten, um interkulturelles Lernen und den Erwerb von Deutsch als Zweitsprache zu fördern. Dabei beziehe ich mich ausschließlich auf den Unterricht in der Grundschule.

Zunächst soll dargestellt werden, dass der Einsatz von Märchen im gemeinsamen Grundschulunterricht von Kindern mit Migrationshintergrund und deutschen Kindern zur Anregung von interkulturellen Lernprozessen beitragen kann. Darüber hinaus soll aufgezeigt werden, dass man mit dem Einsatz von Märchen im DaZ-Unterricht den Spracherwerbsprozess von Kindern mit Migrationshintergrund spielerisch und kreativ fördern kann. Abschließend wird am Beispiel einer eigenen Unterrichtsstunde dargestellt, wie man durch den Einsatz von Märchen im Unterricht die Lernziele von interkulturellem Lernen und Deutsch als Zweitsprache gemeinsam umsetzen kann.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

EINLEITUNG

EXKURS: Zur Entstehung der Interkulturellen Pädagogik und der Didaktik Deutsch als Zweitsprache

1. Märchen im Grundschulunterricht zur Förderung von interkulturellem Lernen in der Einwanderungsgesellschaft

1.1. Interkulturelles Lernen in der Grundschule

1.1.1 Die Grundschule und ihre kulturellen Bildungsaufgaben

1.1.2 Zu Lernzielen und Bedingungen von interkulturellen Lernprozessen

1.1.3 Didaktische Ansätze von interkulturellem Lernen nach Kiper

1.1.4 Möglichkeiten methodischer Umsetzung von interkulturellem Lernen im Unterricht

1.2. Märchen und ihre Bedeutung für den interkulturellen Grundschulunterricht

1.2.1 Märchen ein kulturelles Volksgut und kulturhistorisches Zeugnis

1.2.2 Pädagogische Funktionen von Märchen

1.2.3 Chancen für den interkulturellen Unterricht

1.3. Umsetzung von Märchen im Unterricht zu Förderung von interkulturellen Lernprozessen

1.3.1 Unterrichtsmodell „Das Töpfchen“

1.3.2 Unterrichtsmodell „Kemanta“

1.3.3 Unterrichtsanregungen zu Märchenvariationen

1.3.4 Unterrichtsmodell „Eine Märchenreise um die Welt“

1.4. Fazit

2. Märchen im Grundschulunterricht zur Förderung von Deutsch als Zweitsprache

2.1. Deutsch als Zweitsprache (DaZ) in der Grundschule

2.1.1 Deutsch lernen als zweite Sprache – eine Herausforderung für Schule und SchülerInnen

2.1.2 Grundlegende Prinzipien der DaZ-Förderung

2.1.3 Lernbereiche und Lernziele der DaZ-Förderung

2.2. Märchen und ihre Bedeutung für den DaZ-Unterricht

2.2.1 Bedeutende Aspekte/Potential von Märchen für den Sprachunterricht

2.3. Möglichkeiten zum sprachfördernden Einsatz von Märchen im DaZ-Unterricht

2.3.1 Märchenübungen zum Hörverstehen

2.3.2 Märchen als Sprechanlass

2.3.3 Märchenübungen zur Förderung der Lesekompetenz

2.3.4 Märchen als Schreibanlass

2.3.5 Märchenübungen im Bereich Grammatik

2.3.6 Lernen an Stationen mit Märchen

2.3.7 Interkulturelle Spracharbeit mit Märchen

2.3.8 Sprachspiele mit Märchen

2.4. Fazit

3. Entwurf einer eigenen Unterrichtseinheit: „Interkulturelle Spracharbeit am Beispiel von „Hänsel und Gretel“

3.1. Thema der Unterrichtseinheit und Begründung

3.2. Aufbau und Rahmenbedingungen der Unterrichtseinheit

3.3. Durchführung Teil A der Unterrichteinheit im DaZ-Förderunterricht

3.4. Lehr- und Lernziele der Unterrichtseinheit Teil A im DaZ-Förderunterricht

3.5. Durchführung Teil B der Unterrichtseinheit im Regelunterricht

3.6. Lehr- und Lernziele der Unterrichtseinheit Teil B im Regelunterricht

3.7. Zusammenfassung

SCHLUSSBETRACHTUNG UND AUSBLICK

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwieweit der Einsatz von Märchen im Grundschulunterricht dazu beitragen kann, interkulturelles Lernen und den Erwerb von Deutsch als Zweitsprache (DaZ) bei Kindern mit Migrationshintergrund zu fördern. Dabei liegt der Fokus auf der Verbindung von sprachlicher Bildung mit der Sensibilisierung für kulturelle Vielfalt.

  • Pädagogische und volkskundliche Bedeutung von Märchen für Kinder.
  • Methoden des interkulturellen Lernens in der Grundschule.
  • Strategien zur Sprachförderung im DaZ-Kontext mittels Märchen.
  • Verbindung von Spracharbeit und interkultureller Erziehung in der Praxis.
  • Konkrete Unterrichtsmodelle und Übungsformen für heterogene Klassen.

Auszug aus dem Buch

1.2.1 Märchen ein kulturelles Volksgut und kulturhistorisches Zeugnis

In diesem Abschnitt möchte ich mich mit der Frage auseinandersetzen, inwieweit sich Märchen durch ihre Inhalte als ein kollektives Kulturgut und damit als kulturhistorisches Zeugnis betrachten lassen. In meinen Ausführungen werde ich nur die Aspekte der volkskundlichen Märchenforschung herausstellen, welche mir für einen kulturvergleichenden Unterricht mit dem Ziel des interkulturellen Lernens als relevant und umsetzbar erscheinen. Bevor ich auf spezifische Inhalte und Motive eingehen will, möchte ich zunächst den Begriff ‚Märchen’ genauer betrachten. Die Wörter ‚Märchen’ und ‚Märlein’ sind Verkleinerungsformen zu ‚Mär’ (althochdeutsch ‚mari’, mittelhochdeutsch ‚maere’), was soviel wie „Kunde, Bericht, Erzählung, Gerücht“ bedeutete. Nach der Übersetzung könnte man sagen, die Märchen bringen uns eine Botschaft.

Märchen gelten heute gemeinhin als „phantastisch-wunderbare Erzählungen, in denen die Naturgesetze weitgehend aufgehoben sind und in denen außerwirkliche Gestalten, Zauber und Verwandlung die bestimmenden Elemente der Handlung darstellen“. Die Märchenforschung unterscheidet zwischen Volksmärchen und Kunstmärchen. Volksmärchen zeichnen sich vor allem durch ihre typische Struktur und die Unbekanntheit des Verfassers aus. Sie repräsentieren existenzielle Grunderfahrungen, Alltagswissen, Wunsch- und Angstvorstellungen der Menschheit. Kunstmärchen dagegen haben bekannte Urheber, enthalten oft verschiedene Elemente aus den Volkmärchen und orientieren sich in ihrer Gestaltung mehr an der modernen Zeit. Ihre Inhalte sind besonders durch die Weltanschauungen und Ideen einer einzelnen Person sowie durch literarische Strömungen geprägt und erscheinen in den letzten Jahren verstärkt auch in Form von neuen, parodierten und veränderten Märchen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Märchen im Grundschulunterricht zur Förderung von interkulturellem Lernen in der Einwanderungsgesellschaft: Analysiert die theoretischen Grundlagen des interkulturellen Lernens und zeigt auf, wie Märchen als kulturelles Volksgut die Sensibilisierung für Vielfalt fördern können.

2. Märchen im Grundschulunterricht zur Förderung von Deutsch als Zweitsprache: Behandelt die spezifischen Anforderungen des DaZ-Unterrichts und stellt praxisnahe Methoden zur Sprachförderung anhand von Märchen vor.

3. Entwurf einer eigenen Unterrichtseinheit: „Interkulturelle Spracharbeit am Beispiel von „Hänsel und Gretel“: Dokumentiert ein konkretes Unterrichtskonzept, das interkulturelle Bildung und Spracharbeit in einer Grundschulklasse praktisch miteinander verknüpft.

Schlüsselwörter

Märchen, Grundschule, interkulturelles Lernen, Deutsch als Zweitsprache, DaZ, Sprachförderung, Migrationshintergrund, Unterrichtsmethoden, Volksmärchen, Literaturdidaktik, sprachliche Bildung, interkulturelle Pädagogik, Schüler mit Migrationshintergrund, Identitätsbildung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten, Märchen im Grundschulunterricht als Werkzeug für interkulturelles Lernen sowie zur Förderung von Deutsch als Zweitsprache einzusetzen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die pädagogische Bedeutung von Märchen, interkulturelle Didaktik, Spracherwerb im DaZ-Kontext und die Verknüpfung dieser Ansätze in der Schulpraxis.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Hauptziel ist aufzuzeigen, wie Märchen in einem gemeinsamen Unterricht von Kindern mit und ohne Migrationshintergrund zur Sprachförderung und zur Sensibilisierung für kulturelle Unterschiede beitragen können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es handelt sich um eine literaturgestützte Analyse, die pädagogische, volkskundliche und spracherwerbstheoretische Konzepte integriert und anhand konkreter Unterrichtsmodelle diskutiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erörtert zunächst theoretische Ansätze zum interkulturellen Lernen und DaZ, stellt dann die Bedeutung des Märchens als Kulturgut dar und entwickelt abschließend ein praktisches Unterrichtsbeispiel am Märchen „Hänsel und Gretel“.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind insbesondere Märchen, interkulturelles Lernen, Deutsch als Zweitsprache, Sprachförderung, Integration und Grundschulunterricht.

Wie unterscheidet sich die Arbeit von herkömmlichen Ansätzen?

Die Besonderheit liegt in der expliziten Zusammenführung von DaZ-didaktischen Übungen mit den Inhalten des interkulturellen Lernens, um eine ganzheitliche Förderung der Schüler zu ermöglichen.

Was ist die Schlussfolgerung bezüglich des Märcheneinsatzes?

Die Arbeit schlussfolgert, dass Märchen ein wertvolles, authentisches Medium sind, um sprachliche und interkulturelle Kompetenzen zu stärken, sofern die Umsetzung sensibel und auf die individuellen Bedürfnisse der Kinder abgestimmt erfolgt.

Ende der Leseprobe aus 132 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Märchen im DaZ-Unterricht der Grundschule. Interkulturelles Lernen und Sprachförderung von Kindern mit Migrationshintergrund
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena  (Auslandsgermansitik DaF/ DaZ)
Note
1,7
Autor
Doreen Frohwein (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
132
Katalognummer
V911216
ISBN (PDF)
9783346563866
ISBN (Buch)
9783346563873
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Märchen Interkulturelles Lernen Sprachförderung Kinder mit Migrationshintergrund
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Doreen Frohwein (Autor:in), 2007, Märchen im DaZ-Unterricht der Grundschule. Interkulturelles Lernen und Sprachförderung von Kindern mit Migrationshintergrund, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/911216
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