Diese Arbeit handelt von Titus Livius und geht dabei speziel auf das Zitat 10.9.3-6 seines Werkes "Ab Urbe Condita" ein, mit Berücksichtigung auf den historischen Kontext.
Inhaltsverzeichnis
I. BIOGRAPHIE UND WERK
II. HISTORISCHER KONTEXT
1. Die römische Republik
2. Das Ende der Republik und das 1. Triumvirat
3. Augustus und das 2. Triumvirat
4. Titus Livius und Augustus
5. Die Quellen des Livius
III. LIVIUS 10.9.3-6
1. Marcus Valerius
2. Provocatio
a. Leges Valeriae :
b. Leges Porciae:
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Geschichtswerk des Titus Livius vor dem Hintergrund des politischen Umbruchs in der römischen Republik, mit einem besonderen Fokus auf die historische und rechtliche Einordnung der "Provocatio" als Schutzmechanismus für römische Bürger.
- Biographische Einordnung des Titus Livius und Charakterisierung seines Werkes "Ab urbe condita libri".
- Analyse des historischen Kontextes vom Ende der römischen Republik bis zum frühen Prinzipat unter Augustus.
- Untersuchung der rechtlichen Bedeutung und historischen Entwicklung der "Provocatio".
- Betrachtung der Rolle von Marcus Valerius und die Bedeutung der Leges Valeriae und Leges Porciae.
Auszug aus dem Buch
Marcus Valerius
Marcus Valerius war, laut Livius Konsul im Jahr 300 v.Ch., zusammen mit Quintus Apuleius Pansa. Laut der Überlieferung soll er allerdings noch mehrere andere Konsulate, sowie zwei Diktaturen inne gehabt haben. So soll er unter anderem in den Jahren 348, 346, 343, 335, 300 und 299 v. Ch. Konsul gewesen sein, und in den Jahren 343 und 301 v. Ch. Diktator. Sein ganzer Name lautet Marcus Valerius Maximus Corvus. Den Beinamen Corvus, der Rabe, hat er erhalten, da er einen riesigen Gallier mit Hilfe eines Rabes in einem Zweikampf besiegt haben soll: „Vbi cum stationibus quieti tempus tererent, Gallus processit magnitudine atque armis insignis; quatiensque scutum hasta cum silentium fecisset, prouocat per interpretem unum ex Romanis qui secum ferro decernat. M. erat Valerius tribunus militum adulescens, qui haud indigniorem eo decore se quam T. Manlium ratus, prius sciscitatus consulis uoluntatem, in medium armatus processit. Minus insigne certamen humanum numine interposito deorum factum; namque conserenti iam manum Romano coruus repente in galea consedit, in hostem uersus. Quod primo ut augurium caelo missum laetus accepit tribunus, precatus deinde, si diuus, si diua esset qui sibi praepetem misisset, uolens propitius adesset. Dictu mirabile, tenuit non solum ales captam semel sedem sed, quotienscumque certamen initum est, leuans se alis os oculosque hostis rostro et unguibus appetit, donec territum prodigii talis uisu oculisque simul ac mente turbatum Valerius obtruncat; coruus ex conspectu elatus orientem petit. Hactenus quietae utrimque stationes fuere; postquam spoliare corpus caesi hostis tribunus coepit, nec Galli se statione tenuerunt et Romanorum cursus ad uictorem etiam ocior fuit.”
Zusammenfassung der Kapitel
I. BIOGRAPHIE UND WERK: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über das Leben des Titus Livius und sein Hauptwerk "Ab urbe condita libri", dessen fragmentarische Überlieferung sowie seine historische Relevanz.
II. HISTORISCHER KONTEXT: Hier werden die politischen Strukturen der römischen Republik, das Ende der Republik inklusive der Triumvirate und die politische Stellung des Titus Livius unter Augustus analysiert.
III. LIVIUS 10.9.3-6: Dieser Teil konzentriert sich auf die Person des Marcus Valerius und analysiert detailliert das Rechtsinstitut der Provocatio sowie die dazu erlassenen Leges Valeriae und Leges Porciae.
Schlüsselwörter
Titus Livius, Römische Republik, Augustus, Ab urbe condita, Provocatio, Marcus Valerius, Leges Valeriae, Leges Porciae, Magistrat, Senat, Bürgerrecht, Annalistik, Prinzipat, Römische Geschichte, Strafrecht.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem Historiker Titus Livius und dessen Werk im Kontext der politischen Transformation der Römischen Republik.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Themen umfassen die Biographie des Livius, den Übergang zur Kaiserzeit unter Augustus, die Funktionsweise römischer Staatsämter und das juristische Konzept der Provocatio.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, die Rolle des Livius als Historiker und die historische sowie rechtliche Entwicklung des Provocatio-Rechts als Schutzinstrument für Bürger zu beleuchten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Auswertung antiker Primärquellen und der kritischen Auseinandersetzung mit der Sekundärliteratur basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einbettung der Römischen Republik, die Analyse der Lebenszeit des Livius und eine detaillierte Untersuchung der Provocatio-Gesetzgebung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Titus Livius, Römische Republik, Provocatio, Augustus, Leges Valeriae und Leges Porciae.
Warum ist die Provocatio ein zentraler Aspekt der Untersuchung?
Sie gilt als wesentliches Instrument zum Schutz von Bürgern vor magistratischer Willkür und wird bei Livius ausführlich im Kontext der Geschichte des Marcus Valerius diskutiert.
Welche Rolle spielt Augustus für das Werk des Livius?
Augustus fungiert als zeitgenössischer Bezugspunkt, dessen Restaurationspolitik das historische Schreiben des Livius beeinflusste und für dessen Werk eine patriotische Zielsetzung vorgab.
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- Isabelle Schleich (Author), 2007, Zu Leben und Werk des Titus Livius, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/91154