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Regionale Disparitäten in Deutschland und der EU

Titre: Regionale Disparitäten in Deutschland und der EU

Dossier / Travail de Séminaire , 2018 , 25 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Kim Willenbrock (Auteur)

Sciences de la Terre / Géographie - Géographie Economique
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Heutzutage stellen regionale Disparitäten eine große Herausforderung in der Regionalpolitik dar. Sie lassen sich sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene feststellen und können anhand verschiedener Indikatoren definiert werden. In dieser Arbeit wird die Perspektive der regionalen Disparitäten in Deutschland und der Europäischen Union anhand von Beispielen von Ungleichheiten dargestellt und bewertet.

Mit dem Leitziel der Daseinsvorsorge muss jede einzelne Region ein Mindestniveau erreichen. Diesen Anspruch gleicher Lebensverhältnisse erhebt auch die Europäische Union für ihre Mitgliedstaaten. Jedoch ist die Zahl der Ursachen zur Entstehung und Entwicklung von Disparitäten vielfältig und lässt sich differenziert begründen. Besonders historisch politische Ideologien nehmen noch heute einen großen Einfluss auf die Ungleichheiten der Länder zueinander.
Betrachtet man die räumliche Ausgestaltung, so können regionale Disparitäten durch Wachstum oder Schrumpfung in verschiedenen Gebieten verstärkt oder verringert werden. Verschiedene Indikatoren beeinflussen sich dabei gegenseitig und bilden eine Zirkulation. Daraus ergibt sich, dass regionale Disparitäten weniger als ein Zustand, sondern vielmehr als Prozess erscheinen. Neben der räumlichen Gestaltung eröffnet auch die Betrachtung des "Zentrum-Peripherie-Musters" eine Perspektive auf die Entwicklung von Ungleichheiten zwischen Regionen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei sowohl auf der Erreichbarkeit der Stadtzentren als auch auf der Bevölkerungsdichte. Um die Ungleichheiten zwischen Regionen auszugleichen, stellt die Regionalpolitik finanzielle Mittel zur Verfügung, mit denen eine Annäherung gleicher Lebensbedingungen erreicht werden soll.

Bei der Betrachtung verschiedener Aspekte, die zur Erfassung regionale Disparitäten herangezogen werden können, lässt sich in Deutschland insgesamt ein West-Ost-Gefälle erkennen. Dieses Gefälle ergibt sich nicht nur aus historischer Sicht, sondern lässt sich auch durch die Verteilung von Großstädten und ländlichen Gebieten erklären, wodurch Schrumpfungs- und Wachstumsprozesse verstärkt werden. Ein ähnliches Schema ergibt sich auch für die Verteilung von Ungleichheiten in der Europäischen Union. Auch hier lässt sich ein Zentrum-Peripherie Muster nachweisen, sodass ein Gefälle von Zentral- bzw. Mitteleuropa ausgeht.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Rahmenbedingungen regionaler Disparitäten

2.1 Territoriale Gliederung von Regionen

2.2 Raumstruktur-Konzepte

2.2.1 Zirkularität von Wachstum und Schrumpfung

2.2.2 Zentrum-Peripherie Muster

3 Ursachen regionaler Disparitäten

4 Beispielhafte Aspekte zur Verteilung regionaler Disparitäten

4.1 BIP pro Kopf in Deutschland und der Europäischen Union

4.2 Arbeitslosenquote in Deutschland und der Europäischen Union

5 Ausblick zum Ausgleich regionaler Disparitäten

6 Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Problematik regionaler Disparitäten in Deutschland sowie der Europäischen Union. Das Hauptziel besteht darin, die Entstehung und Entwicklung dieser Ungleichheiten theoretisch zu fundieren und anhand ausgewählter ökonomischer Indikatoren zu veranschaulichen, um darauf aufbauend Maßnahmen zur Angleichung der Lebensverhältnisse zu diskutieren.

  • Grundlagen der Raumstrukturentwicklung und Definition regionaler Disparitäten
  • Analyse der Zirkularität von Wachstums- und Schrumpfungsprozessen
  • Untersuchung des Zentrum-Peripherie-Musters als Erklärungsmodell
  • Vergleichende Betrachtung von BIP und Arbeitslosenquoten als Disparitätsindikatoren
  • Diskussion politischer Strategien und Förderinstrumente zum Disparitätenabbau

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Zirkularität von Wachstum und Schrumpfung

Die Zirkularität von Wachstum und Schrumpfung bezieht sich in ihrer Erscheinung auf Wachstums- und Schrumpfungstendenzen in einer Region. Dabei wird Wachstum als ein ökonomisch und sozioökonomisch begünstigender Prozess angesehen, der sich synergetisch ausdehnt. Unter Hinzuziehung der sechs Indikatoren des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) können somit wachsende und schrumpfende Regionen ermittelt werden:

• Durchschnittliche jährliche Bevölkerungsentwicklung in % der letzten ca. fünf Jahre;

• Gesamtwanderungssaldo je 1 000 Einw. (Dreijahresdurchschnitt);

• Durchschnittliche jährliche Arbeitsplatzentwicklung in % der letzten ca. fünf Jahre;

• Arbeitslosenquote (Zweijahresdurchschnitt);

• Realsteuerkraft in € je Einw. (Zweijahresdurchschnitt);

• Kaufkraft in € Einwohner

(Gatzweiler 2012: 55)

Daher kann eine Region als wachsend betrachtet werden, sofern sie in das oberste Quintil eingeordnet werden kann. Gegenteiliges gilt für die schrumpfenden Regionen. In einem Zusammenspiel der jeweiligen Faktoren lässt sich erkennen, dass eine Korrelation hinsichtlich des Einflusses untereinander vorliegt und somit ein stabiler Kreislauf der Wachstums- bzw. Schrumpfungsprozesse besteht (vgl. Abb. 2).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Konzept der Daseinsvorsorge als verfassungsrechtliches Postulat ein und definiert den Abbau regionaler Disparitäten als Leitziel der Raumordnungspolitik.

2 Rahmenbedingungen regionaler Disparitäten: Es werden grundlegende Begriffe definiert sowie Konzepte zur Raumstruktur erläutert, insbesondere die territoriale Gliederung durch NUTS-Ebenen und die Dynamik von Wachstums- und Schrumpfungsprozessen.

3 Ursachen regionaler Disparitäten: Dieses Kapitel analysiert historisch-politische und wirtschaftliche Gründe, wie die deutsche Ost-West-Teilung oder globale Krisen, für das Entstehen regionaler Ungleichheiten.

4 Beispielhafte Aspekte zur Verteilung regionaler Disparitäten: Anhand von BIP-Daten und Arbeitslosenquoten wird die aktuelle räumliche Verteilung von Disparitäten in Deutschland und der EU empirisch belegt.

5 Ausblick zum Ausgleich regionaler Disparitäten: Hier werden Möglichkeiten und politische Instrumente wie die Kohäsionspolitik oder regionale Anpassungsmaßnahmen diskutiert, um Lebensverhältnisse anzugleichen.

6 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass regionale Disparitäten in einem wiederkehrenden Schema auftreten und eine kooperative Regionalpolitik zur Überwindung von „Teufelskreisen“ unabdingbar ist.

Schlüsselwörter

Regionale Disparitäten, Daseinsvorsorge, Raumordnung, NUTS-Klassifikation, Wachstum, Schrumpfung, Zentrum-Peripherie-Muster, BIP, Arbeitslosenquote, Kohäsionspolitik, Strukturwandel, Lebensverhältnisse, Demografischer Wandel, Stadt-Land-Gefälle, Regionalpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Ungleichheiten in der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung verschiedener Regionen innerhalb Deutschlands und der Europäischen Union.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die theoretische Erklärung von Raumstrukturen, die Identifikation von Ursachen für Disparitäten sowie die Analyse konkreter Indikatoren wie BIP und Arbeitslosigkeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, zu verstehen, wie und warum regionale Unterschiede entstehen und welche raumordnungspolitischen Maßnahmen zu deren Ausgleich beitragen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine deduktive Herangehensweise, bei der theoretische Konzepte (Zentrum-Peripherie, Zirkularität) auf statistische Daten angewendet und durch aktuelle Beispiele illustriert werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Raumstruktur-Konzepte), die Analyse der Ursachen für Disparitäten sowie eine empirische Bestandsaufnahme mittels Wirtschafts- und Arbeitsmarktindikatoren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind regionale Disparitäten, Daseinsvorsorge, Strukturwandel, Zentrum-Peripherie-Muster und Kohäsionspolitik.

Welche Rolle spielt die NUTS-Systematik für die Analyse?

Sie dient als standardisiertes Instrument der EU, um Regionen vergleichbar zu machen und soziökonomische Daten auf verschiedenen räumlichen Ebenen exakt erfassen zu können.

Wie lässt sich der „Teufelskreis“ bei schrumpfenden Regionen erklären?

Ein negativer Prozess, bei dem Arbeitsplatzverluste zu Abwanderung und Kaufkraftverlust führen, was wiederum Investitionen hemmt und die wirtschaftliche Situation weiter verschlechtert.

Warum weisen Stadtstaaten wie Bremen trotz hohem BIP oft hohe Arbeitslosenquoten auf?

Der Autor führt dies auf spezifische organisatorische Strukturen und die hohe Bevölkerungsdichte zurück, die im Gegensatz zu ländlichen Regionen eigene wirtschaftliche Belastungspunkte erzeugen können.

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Résumé des informations

Titre
Regionale Disparitäten in Deutschland und der EU
Université
University of Osnabrück  (Institut für Geographie)
Note
1,0
Auteur
Kim Willenbrock (Auteur)
Année de publication
2018
Pages
25
N° de catalogue
V911684
ISBN (ebook)
9783346225177
Langue
allemand
mots-clé
Regionale Disparitäten Disparitäten Ungleichheiten Deutschland EU Europäische Union Regionalpolitik Raumstruktur Wachstum und Schrumpfung Zentrum-Peripherie Muster Raumordnung Daseinsvorsorge Geographie Räumliche Disparitäten
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Kim Willenbrock (Auteur), 2018, Regionale Disparitäten in Deutschland und der EU, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/911684
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Extrait de  25  pages
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