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Das Söldnerwesen der Frühen Neuzeit - ein Prozess der Hierarchisierung, Professionalisierung und Verrechtlichung

Title: Das Söldnerwesen der Frühen Neuzeit - ein Prozess der Hierarchisierung, Professionalisierung und Verrechtlichung

Essay , 2007 , 10 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Lisa Schlönvogt (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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Ausgehend von der Entwicklung des infanteristisch geprägten Kriegswesens der Antike hin zu den berittenen Kämpfern des europäischen Mittelalters, vollzog sich während der Epochenwende zur Frühen Neuzeit ein erneuter Wandel im Militärwesen Europas. Bedingt durch die Verbreitung von Feuerwaffen, Stangenwaffen und der Armbrust verlor der Ritter in der europäischen Gesellschaft seine waffentechnisch beherrschende Rolle auf dem Gefechtsfeld. An seine Stelle trat der Fußkämpfer. Diese „Renaissance der Infanterie“ setzte ein wirksames Zusammenspiel der verschiedenen Waffengattungen voraus.
Jedoch erschwerten die Staatsbildungsbestrebungen der einzelnen Territorialherren des Heiligen Römischen Reiches und die erst am Anfang der Entwicklung stehende
Verwaltungsarbeit den Unterhalt einer bewaffneten Macht. Bedingt auch durch den
wirtschaftlichen Zusammenbruch im Spätmittelalter tendierte man nun dazu, Kämpfer nur noch für die Dauer eines Feldzuges anzuwerben, da ständig unter Waffen gehaltene Männer enorm kostspielig waren. Das Soldkriegwesen ward geboren.
Im Folgenden soll nun geklärt werden, welcher sozialen Herkunft die Söldner entstammen und aus welchen Gründen diese freiwillig in den Krieg zogen. Des Weiteren wird erörtert wie die Anwerbung und Musterung der Söldner erfolgte. Anschließend wird erläutert, wie der Alltag im Soldkriegwesen ausgesehen hat (Sold und Verpflegung, Artikelsbrief und rechtliche Grundlagen, Tross, Beute etc.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Soziale Herkunft und Motive der Söldner

3. Musterung und militärische Organisation

4. Der Artikelsbrief und rechtliche Grundlagen

5. Bezahlung und Lebenswirklichkeit der Söldner

6. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das Söldnerwesen der Frühen Neuzeit und analysiert die grundlegenden Transformationsprozesse, welche die Entwicklung hin zu einem organisierten Militärwesen prägten. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich dabei mit den treibenden Faktoren hinter der sozialen Rekrutierung, den rechtlichen Rahmenbedingungen des Solddienstes sowie den Auswirkungen der fortschreitenden militärischen Professionalisierung.

  • Soziale Herkunft und Beweggründe für den Eintritt in den Söldnerdienst
  • Prozesse der Anwerbung und die Praxis der Musterung
  • Rechtliche Ordnung durch den Artikelsbrief und die Entwicklung militärischer Gerichtsbarkeit
  • Strukturen der militärischen Organisation und Hierarchisierung
  • Ökonomische Bedingungen, Besoldung und der Alltag im Tross

Auszug aus dem Buch

Das Söldnerwesen der Frühen Neuzeit

Ausgehend von der Entwicklung des infanteristisch geprägten Kriegswesens der Antike hin zu den berittenen Kämpfern des europäischen Mittelalters, vollzog sich während der Epochenwende zur Frühen Neuzeit ein erneuter Wandel im Militärwesen Europas. Bedingt durch die Verbreitung von Feuerwaffen, Stangenwaffen und der Armbrust verlor der Ritter in der europäischen Gesellschaft seine waffentechnisch beherrschende Rolle auf dem Gefechtsfeld. An seine Stelle trat der Fußkämpfer. Diese „Renaissance der Infanterie“ setzte ein wirksames Zusammenspiel der verschiedenen Waffengattungen voraus.

Jedoch erschwerten die Staatsbildungsbestrebungen der einzelnen Territorialherren des Heiligen Römischen Reiches und die erst am Anfang der Entwicklung stehende Verwaltungsarbeit den Unterhalt einer bewaffneten Macht. Bedingt auch durch den wirtschaftlichen Zusammenbruch im Spätmittelalter tendierte man nun dazu, Kämpfer nur noch für die Dauer eines Feldzuges anzuwerben, da ständig unter Waffen gehaltene Männer enorm kostspielig waren. Das Soldkriegwesen ward geboren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung skizziert den militärhistorischen Wandel zur Frühen Neuzeit und formuliert die Fragestellungen zur sozialen Herkunft und den Bedingungen des Söldnerlebens.

2. Soziale Herkunft und Motive der Söldner: Dieses Kapitel untersucht die ökonomischen und sozialen Hintergründe, die Menschen in den Solddienst trieben, sowie die verschiedenen gesellschaftlichen Schichten, aus denen sich die Söldnerheere zusammensetzten.

3. Musterung und militärische Organisation: Hier wird der Prozess der Truppenanwerbung, die Durchführung der Musterung sowie die wachsende bürokratische Differenzierung innerhalb der Heerestruktur beleuchtet.

4. Der Artikelsbrief und rechtliche Grundlagen: Das Kapitel analysiert die Rolle des Artikelsbriefes als rechtliches Instrument sowie die Einführung einer militärischen Gerichtsbarkeit zur Disziplinierung der Truppen.

5. Bezahlung und Lebenswirklichkeit der Söldner: Dieser Abschnitt befasst sich mit der Besoldungssituation, den Nebenerwerbsmöglichkeiten, der Beutepraxis und dem entbehrungsreichen Alltag der Söldner und ihres Trosses.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Entwicklung zum organisierten Militärwesen anhand der drei Leitbegriffe Hierarchisierung, Professionalisierung und Verrechtlichung zusammen.

Schlüsselwörter

Söldnerwesen, Frühe Neuzeit, Landsknechte, Militärgeschichte, Artikelsbrief, Musterung, Sozialdisziplinierung, Militärunternehmer, Solddienst, Tross, Hierarchisierung, Professionalisierung, Verrechtlichung, Kriegsführung, Infanterie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Strukturen und die Transformation des Söldnerwesens in der Frühen Neuzeit, insbesondere den Wandel hin zu einer organisierten militärischen Organisation.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die soziale Herkunft der Soldaten, die rechtliche Ordnung durch Artikelsbriefe sowie die wirtschaftlichen und organisatorischen Bedingungen des Kriegsdienstes.

Welches ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Prozess der Hierarchisierung, Professionalisierung und Verrechtlichung des frühneuzeitlichen Militärwesens anhand historischer Quellen aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer historischen Quellenanalyse unter Einbeziehung relevanter militärhistorischer Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Rekrutierungsgründe, der Musterungsverfahren, der rechtlichen Disziplinierung durch Artikelsbriefe und der prekären Lebensbedingungen der Söldner.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Söldnerwesen, Sozialdisziplinierung, Militärunternehmer und frühneuzeitliche Heeresorganisation geprägt.

Welche Rolle spielte der Artikelsbrief für die Disziplinierung der Söldner?

Der Artikelsbrief fungierte als verbindlicher Vertrag, der zunehmend Verhaltensregeln, religiöse Vorschriften und militärische Dienstpflichten festschrieb, um die Soldaten disziplinarisch zu erfassen.

Warum war der Tross für die Söldnerheere so wichtig?

Der Tross war für das Überleben der Soldaten essenziell, da er die Lebensmittelversorgung, die Pflege von Verwundeten und oft auch die notwendige Logistik durch die Familien der Söldner übernahm.

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Details

Title
Das Söldnerwesen der Frühen Neuzeit - ein Prozess der Hierarchisierung, Professionalisierung und Verrechtlichung
Subtitle
College
University of Potsdam
Course
Die brandenburgisch-preußische Armee im 17. und 18. Jahrhundert
Grade
2,0
Author
Lisa Schlönvogt (Author)
Publication Year
2007
Pages
10
Catalog Number
V91189
ISBN (eBook)
9783638045940
Language
German
Tags
Söldnerwesen Frühen Neuzeit Prozess Hierarchisierung Professionalisierung Verrechtlichung Armee Jahrhundert
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lisa Schlönvogt (Author), 2007, Das Söldnerwesen der Frühen Neuzeit - ein Prozess der Hierarchisierung, Professionalisierung und Verrechtlichung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/91189
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