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Kompetenzorientierung bei der Gestaltung von Prüfungen in der dualen Ausbildung

Titel: Kompetenzorientierung bei der Gestaltung von Prüfungen in der dualen Ausbildung

Seminararbeit , 2008 , 22 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Jan Wischmann (Autor:in)

Pädagogik - Berufsbildung, Weiterbildung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

„Neue Technologien, eine zunehmende Globalisierung und härtere Wettbewerbsbedingungen auf den Märkten haben in den letzten Jahren zu drastischen Veränderungen bei den betrieblichen Arbeits- und Organisationsformen geführt.“
Diese Verschiebungen in der Berufswelt haben direkte Auswirkungen in die Berufsstruktur und damit mittelbaren Einfluss auf die Ausbildungsberufe und ihre Zielvorgaben. Denn die dadurch neu eingeführten Begriffe „Handlungskompetenz“ und „Schlüsselqualifikationen“ dominieren seither die Bildungspolitik im dualen System. Folglich ist die traditionelle Abschlussprüfung für Auszubildende, die nicht auf diese Begriffe abzielt, bei den Kammern in die Kritik geraten und reicht schlicht nicht mehr aus um den Anforderungen der Überprüfung des Gelernten in der Berufsausbildung, gerecht zu werden.
Jenes Spannungsfeld zwischen den neuen Lernzielen bzw. der neuen Lernstruktur in der Berufsausbildung und den traditionellen Abschlussprüfungen für die Auszubildenden, diente als Vorgabe für eine neue Denkweise und Reform des Prüfungssystems im dualen System. Denn „die in der Berufsausbildung erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten müssen sich in den Prüfungen widerspiegeln, wenn diese ihre Funktion als Berufseingangsprüfung und Prognoseinstrument für die Berufsqualifizierung erfüllen und ihrem Auftrag gerecht werden wollen.“
Es stellt sich die Frage, inwiefern die Einführung und Einwirkung der Begriffe Handlungskompetenz und Schlüsselqualifikationen sich auf das traditionelle Prüfungssystem auswirken, welche Probleme sie auslösen und wie sich dies in der Gestaltung der Prüfungen widerspiegelt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Neue Anforderungen an die traditionellen Prüfungen und daraus resultierende neue Prüfungsmethoden

2.1 Traditionelle Prüfungsstruktur

2.1.1 Die praktische Prüfung

2.1.2 Die schriftliche bzw. theoretische Prüfung

2.2 Notwendigkeit der Umstrukturierung in der traditionellen Prüfungsstruktur

2.3 Handlungsorientierte und praxisnahe Prüfungsmethoden

3 Theoretische Grundlagen bezüglich beruflicher Handlungskompetenz

3.1 Berufliche Handlungen

3.2 Was wird unter beruflicher Handlungskompetenz verstanden?

3.2.1 Der handlungsorientierter Ansatz

3.2.2 Der kompetenzanalytische Ansatz

3.2.3 Der Ansatz der Inhaltsaspekte

4 Wie kann berufliche Handlungskompetenz in den Prüfungen erfasst werden?

5 Welche Aufgabentypen eignen sich für die Abschlussprüfungen?

5.1 Offene und gebundene Aufgaben

5.2 Die Bewertung offener Aufgaben

5.3 Das Vorgehen bei der Aufgabenkonstruktion

6 Schlussbetrachtung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen den Anforderungen einer modernen, handlungsorientierten Berufsausbildung und den traditionellen Abschlussprüfungen im dualen System. Ziel ist es aufzuzeigen, wie Prüfungsmethoden reformiert werden müssen, um berufliche Handlungskompetenz und Schlüsselqualifikationen adäquat abzubilden und so den veränderten Anforderungen der Arbeitswelt gerecht zu werden.

  • Anforderungen an moderne Prüfungssysteme im dualen System
  • Konzeptualisierung beruflicher Handlungskompetenz und deren Teilkomponenten
  • Methoden der handlungsorientierten Prüfung (z.B. Kundenberatungsgespräche, Projektaufgaben)
  • Eignung verschiedener Aufgabentypen (offen vs. gebunden) für Abschlussprüfungen
  • Kriterien für die Konstruktion und Bewertung komplexer, praxisnaher Prüfungsaufgaben

Auszug aus dem Buch

3.1 Berufliche Handlungen

„Eine berufliche Handlung ist mehr als nur praktisches Tun. Unter einer Handlung versteht man ein zielgerichtetes Verhalten, bei dem bestimmte Materialien bzw. Maßnahmen bewusst eingesetzt werden, um ein bestimmtes Ergebnis zu erreichen.“

Diese Definition der beruflichen Handlung gibt Ausschluss darüber, dass sie aus vielen kleinen Einzelhandlungen besteht. Folgend sind einige Beispiele für berufliche Handlungen bei Bürokaufleuten zur Darstellung angegeben:

• „die Wartung oder Reparatur einer Büromaschine veranlassen

• einen Personaleinsatz planen (z.B. für einen Monteur)

• eine Statistik (z.B. für eine Presseschau) erstellen

• eine Rechnung prüfen und buchen

• eine Kalkulation bei der Einführung eines neuen Produktes durchführen

• eine Entgeltabrechnung durchführen

• eine Kundenreklamation bearbeiten

• einen Auftrag (z.B. einen Druckauftrag) vergeben“

Diese Handlungen stellen also Funktionen eines Bürokaufmannes dar, die auch in der Kammerprüfung geprüft werden könnten. Durch Multiple Choice Aufgaben ist dies nicht möglich und daher steht der Prüfer wieder vor dem Problem der Gestaltung seiner Prüfung. Betrachtet man eine berufliche Handlung genauer, lässt sie sich noch weiter untergliedern: „Eine berufliche Handlung besteht aus mehreren Arbeitsschritten und aus mehreren so genannten Handlungselementen. Kennzeichen einer vollständigen beruflichen Handlung ist, dass in ihr Elemente des Planens, Durchführens und Kontrollierens enthalten sind. Im hier illustrierten Modell (Abb. 2) einer vollständigen Handlung wird die Planungsphase in mehreren Handlungselementen untergliedert.“

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die durch technologischen Wandel und Globalisierung veränderten Anforderungen an die Berufsausbildung, die traditionelle Prüfungsstrukturen zunehmend in die Kritik bringen.

2 Neue Anforderungen an die traditionellen Prüfungen und daraus resultierende neue Prüfungsmethoden: Dieses Kapitel beschreibt die Trennung von Theorie und Praxis in traditionellen Prüfungen und stellt moderne, handlungsorientierte Alternativen zur Überbrückung dieser Kluft vor.

3 Theoretische Grundlagen bezüglich beruflicher Handlungskompetenz: Es werden verschiedene wissenschaftliche Ansätze zur Definition und Analyse von beruflicher Handlungskompetenz sowie Schlüsselqualifikationen detailliert erörtert.

4 Wie kann berufliche Handlungskompetenz in den Prüfungen erfasst werden?: Hier wird aufgezeigt, wie theoretische Ansätze in die praktische Gestaltung von Prüfungsaufgaben zur Erfassung von Handlungskompetenz überführt werden können.

5 Welche Aufgabentypen eignen sich für die Abschlussprüfungen?: Das Kapitel diskutiert die Vor- und Nachteile von offenen versus gebundenen Aufgaben und stellt Kriterien für deren Konstruktion und Bewertung auf.

6 Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung resümiert, dass der Paradigmenwechsel hin zu kompetenzorientierten Prüfungen notwendig ist, mahnt jedoch an, dass die empirische Bewertung dieser neuen Formen noch vor Herausforderungen steht.

Schlüsselwörter

Berufsbildung, Handlungskompetenz, Abschlussprüfung, duales System, Prüfungsmethoden, Schlüsselqualifikationen, Handlungsorientierung, Kompetenzanalyse, Inhaltsaspekte, Aufgabenkonstruktion, Fachkompetenz, Methodenkompetenz, Sozialkompetenz, Theorie-Praxis-Transfer, berufliche Handlungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie sich das Prüfungswesen im dualen System angesichts veränderter Anforderungen der Arbeitswelt in Richtung Kompetenzorientierung entwickeln muss.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Kritik an traditionellen Prüfungsstrukturen, die theoretische Fundierung von Handlungskompetenz und die praktische Umsetzung handlungsorientierter Prüfungsmethoden.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen veralteten Prüfungsformen und dem Bedarf an realitätsnahen Kompetenznachweisen aufzuzeigen sowie Lösungswege für eine reformierte Prüfungsgestaltung darzulegen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung von Fachkonzepten und Bildungsverordnungen zur Gestaltung berufspädagogischer Prüfungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Definition von beruflicher Handlungskompetenz, die Analyse von Prüfungsmethoden und die kritische Betrachtung der Konstruktion und Bewertung von Prüfungsaufgaben.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind berufliche Handlungskompetenz, Handlungsorientierung, Abschlussprüfung und Schlüsselqualifikationen.

Warum sind Multiple Choice Aufgaben laut Autor oft unzureichend?

Da sie primär auf Wissensreproduktion zielen und wesentliche Aspekte beruflicher Handlungskompetenz, wie Planungs- und Kontrollprozesse, nicht erfassen können.

Was unterscheidet den handlungsorientierten vom kompetenzanalytischen Ansatz?

Der handlungsorientierte Ansatz fokussiert auf die Anwendung von Handlungsschemata in konkreten Situationen, während der kompetenzanalytische Ansatz die zugrundeliegenden Teilkompetenzen wie Fach-, Methoden- und Sozialkompetenz isoliert betrachtet.

Welche Rolle spielen „Schlüsselqualifikationen“ bei der Prüfung?

Sie sind essentiell, um berufliche Flexibilität abzubilden, sollten jedoch nicht isoliert benotet, sondern indirekt durch den Erfolg in komplexen Aufgaben nachgewiesen werden.

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Details

Titel
Kompetenzorientierung bei der Gestaltung von Prüfungen in der dualen Ausbildung
Hochschule
Universität Konstanz
Veranstaltung
Hauptseminar
Note
2,3
Autor
Jan Wischmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
22
Katalognummer
V91190
ISBN (eBook)
9783638045957
ISBN (Buch)
9783638941891
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kompetenzorientierung Gestaltung Prüfungen Ausbildung Hauptseminar
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jan Wischmann (Autor:in), 2008, Kompetenzorientierung bei der Gestaltung von Prüfungen in der dualen Ausbildung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/91190
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Leseprobe aus  22  Seiten
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