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Wie meistern Kinder den Schulanfang erfolgreich? Förderung der Schulfähigkeit und Vorbeugung von Lernschwierigkeiten

Titel: Wie meistern Kinder den Schulanfang erfolgreich? Förderung der Schulfähigkeit und Vorbeugung von Lernschwierigkeiten

Fachbuch , 2021 , 127 Seiten

Autor:in: Julia Buck (Autor:in)

Pädagogik - Heilpädagogik, Sonderpädagogik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Schuleintritt ist für jedes Kind und seine Eltern ein besonderer Moment. Ein gelingender Schulstart kann Auswirkungen auf die gesamte Schullaufbahn haben, ebenso wie Lernschwierigkeiten das Selbstbewusstsein, die Lernmotivation und Einstellung zur Schule beeinflussen.

Inwieweit kann sonderpädagogische Förderung dabei helfen, schulischen Lernschwierigkeiten entgegenzuwirken? Welche Kriterien umfasst das aktuelle Konzept der Schulfähigkeit im deutschsprachigen Raum? Inwiefern ist es kompatibel mit methodisch-didaktischen Konzepten der Grundschule? Ist eine Anschlussfähigkeit gewährleistet?

Julia Buck untersucht, inwiefern es möglich ist, die Schulfähigkeit zu fördern, um gravierenden schulischen Lernschwierigkeiten vorzubeugen. Dabei analysiert sie das aktuelle Konzept der Schulfähigkeit und die Strukturen des Übergangs vom Kindergarten in die Grundschule und leitet daraus Konsequenzen für die sonderpädagogische Praxis ab.

Aus dem Inhalt:
- Sonderpädagogik;
- Schulfähigkeit;
- Schulreife;
- Anschlussfähigkeit;
- Lernförderung;
- Förderschwerpunkt Lernen;
- Kindergarten;
- Grundschule

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Relevanz für den Förderschwerpunkt Lernen

1.2 Zielsetzung

1.3 Fragestellung

2 Methodisches Vorgehen

2.1 Inhaltlicher Ablauf

3 Das Konzept Schulfähigkeit

3.1 Theorien und Perspektiven

3.1.1 Historische Entwicklung

3.1.2 Konzept der Schulreife nach Artur Kern

3.1.3 Eigenschaftstheoretischer Ansatz

3.1.4 Lerntheoretischer Ansatz

3.1.5 Ökosystemischer Ansatz

3.1.6 Transitionsansatz

3.2 Individuelle Voraussetzungen / Schulfähigkeitskriterien

3.2.1 Aktueller Forschungsstand

3.3 Zwischenfazit

3.4 Wichtigste Erkenntnisse

4 Übergang Kindergarten – Grundschule

4.1 Einschulung – rechtliche Rahmenbedingungen (BW)

4.2 Schuleingangsdiagnostik

4.2.1 Vorschulische Sprachstandsdiagnostik

4.3 Kooperation Kindergarten – Schule

4.3.1 Akteurinnen und Akteure der Kooperation

4.3.2 Grundprinzipien der Kooperation

4.3.3 Probleme und Herausforderungen der Kooperation

4.3.4 Projekte und Maßnahmen in Baden-Württemberg

4.3.4.1 Verwaltungsvorschrift Kooperation Kindertageseinrichtungen – Grundschulen

4.3.4.2 Pakt für gute Bildung und Betreuung und Gute-KiTa-Gesetz

4.3.4.3 Orientierungsplan

4.3.4.4 Bildungshaus 3 – 10

4.3.4.5 Projekt „Schulreifes Kind“

4.4 Rolle / Auftrag der Sonderpädagogik (Förderschwerpunkt Lernen)

4.4.1 Sonderpädagogisches Bildungs-, Beratungszentrum Lernen

4.4.2 Sonderpädagogischer Dienst

4.5 Anschlussfähigkeit

4.5.1 Methodisch-didaktische Konzepte der Grundschule

4.6 Wichtigste Erkenntnisse

5 Schulische Lernschwierigkeiten

5.1 Definition

5.2 Ursachen

5.2.1 Risikokinder

5.3 Übergänge – potenziell riskante Situationen

5.4 Prävention gravierender Lernschwierigkeiten

5.4.1 Ebenen der Prävention

5.4.1.1 Primäre Prävention

5.4.1.2 Sekundäre Prävention

5.4.1.3 Tertiäre Prävention

5.5 Vorschulische Förderung

5.5.1 Wirksamkeit vorschulischer Lernförderung

5.6 Wichtigste Erkenntnisse

6 Synthese

6.1 Konzept Schulfähigkeit und Übergang Kindergarten – Grundschule

6.1.1 Aktuelles Konzept der Schulfähigkeit

6.1.1.1 Verknüpfung Konzept Schulfähigkeit und Übergang Kindergarten – Grundschule

6.2 Übergang Kindergarten – Grundschule und Prävention Lernschwierigkeiten

6.2.1 Der Übergang als potenziell riskante Situation

6.2.2 Berücksichtigung der Risikokinder im Übergang

6.2.2.1 Umsetzung der Prävention in der Einschulungspraxis

6.3 Konzept Schulfähigkeit und Prävention Lernschwierigkeiten

6.4 Rolle und Auftrag sonderpädagogischer Förderung

6.4.1 Sonderpädagogische Förderung und Konstrukt der Schulfähigkeit

6.4.2 Sonderpädagogische Förderung und Prävention von Lernschwierigkeiten

6.4.2.1 Sonderpädagogische Förderung und Übergang Kindergarten – Grundschule

7 Beantwortung der Fragestellungen

7.1 Beantwortung der Hauptfragestellung 1

7.1.1 Beantwortung der Unterfragen

7.1.2 Beantwortung der Hauptfragestellung 1

7.2 Beantwortung der Hauptfragestellung 2

8 Reflexion

8.1 Arbeitsprozess und forschungsmethodisches Vorgehen

8.2 Grenzen und Ausblick

Zielsetzung und Themenbereiche

Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung, inwiefern sonderpädagogische Förderung zur Prävention von schulischen Lernschwierigkeiten beitragen kann, indem die Themenfelder „Konzept der Schulfähigkeit“, „Übergang Kindergarten – Grundschule“ und „Prävention von Lernschwierigkeiten“ miteinander verknüpft werden. Die Masterarbeit analysiert die theoretischen Grundlagen und Strukturen, um daraus Ansatzpunkte für die sonderpädagogische Praxis im Förderschwerpunkt Lernen abzuleiten.

  • Analyse des aktuellen, multidimensionalen Konzepts der Schulfähigkeit.
  • Untersuchung des Übergangs vom Kindergarten in die Grundschule als potenziell riskante Situation.
  • Erforschung von Präventionsstrategien gegen gravierende schulische Lernschwierigkeiten.
  • Beleuchtung der Rolle und des Auftrags der Sonderpädagogik bei der Begleitung von Übergangsprozessen.
  • Ableitung von Konsequenzen für die sonderpädagogische Praxis im Förderschwerpunkt Lernen.

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Konzept der Schulreife nach Artur Kern

Der Studienrat Artur Kern erregte 1951 mit seinem Buch „Sitzenbleiberelend und Schulreife – ein psychologisch-pädagogischer Beitrag zu einer inneren Reform der Grundschule“ (Kern, 1951) großes Aufsehen und entfachte eine bildungspolitische Diskussion. Anlass für seine Überlegungen war die zu der Zeit sehr hohe Quote der Sitzenbleiber. Gut ein Drittel aller Schülerinnen und Schüler wurde während seiner achtjährigen Schullaufbahn nicht versetzt. Die Zahlen in der ersten Klasse waren dabei besonders hoch. Kern sah als Ursache nicht die mangelnde Begabung, was bis anhin als Grund angenommen wurde, sondern eine fehlende Reife zum Zeitpunkt des Schuleintritts.

Dies spiegelt sich auch in einer seiner bekanntesten Aussagen wider: „… jedes Kind, extrem schwache Begabung (Idiotie und Imbezilität ausgenommen), erreicht im Laufe seiner Entwicklung einmal eine Entwicklungsphase, der jenes Leistungsgefüge zugeordnet ist, das als Voraussetzung für ein erfolgreiches Durchlaufen der Schule angesetzt werden muss. Das eine Kind kommt lediglich früher, das andere später zu diesem Entwicklungszeitpunkt“ (Kern, 1951, S.67; zit. nach Knörzer, Grass & Schumacher, 2007, S.118) Seine Hypothese war, dass eine Verringerung der Quote der Sitzenbleiber nur möglich ist, wenn die Kinder zu einem Zeitpunkt eingeschult werden, an dem sie „reif“ für die Schule sind (Knörzer et al., 2007).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Herausforderungen beim Schuleintritt und die Relevanz frühzeitiger Prävention von Lernschwierigkeiten im Förderschwerpunkt Lernen.

2 Methodisches Vorgehen: Es wird der Aufbau der Literaturarbeit beschrieben, die auf der Analyse theoretischer Grundlagen zu den Kernbereichen Schulfähigkeit, Übergang und Prävention basiert.

3 Das Konzept Schulfähigkeit: Das Kapitel beleuchtet die historische und theoretische Entwicklung vom Reifebegriff hin zu einem multidimensionalen, konstruktivistischen Konzept der Schulfähigkeit.

4 Übergang Kindergarten – Grundschule: Es werden die rechtlichen Rahmenbedingungen und die Kooperation zwischen den Bildungsinstitutionen in Baden-Württemberg analysiert, inklusive relevanter Projekte und Maßnahmen.

5 Schulische Lernschwierigkeiten: Das Kapitel definiert Lernschwierigkeiten, identifiziert Ursachen und Risikokinder und stellt verschiedene Ebenen der Prävention sowie vorschulische Fördermaßnahmen vor.

6 Synthese: Die zentralen Erkenntnisse der Theoriekapitel werden verknüpft, um die Interdependenzen zwischen Schulfähigkeit, Übergangsgestaltung, Prävention und sonderpädagogischer Förderung herauszuarbeiten.

7 Beantwortung der Fragestellungen: Hier werden die Forschungsfragen auf Basis der Synthese beantwortet und die Rolle der Sonderpädagogik konkretisiert.

8 Reflexion: Der Arbeitsprozess und die Grenzen der Literaturarbeit werden reflektiert und Möglichkeiten für zukünftige Forschungsansätze aufgezeigt.

Schlüsselwörter

Schulfähigkeit, Übergang Kindergarten – Grundschule, Lernschwierigkeiten, Sonderpädagogik, Prävention, Frühförderung, Schulleistungsversagen, Kooperation, Inklusion, Förderschwerpunkt Lernen, Schuleingangsdiagnostik, Risikokinder, Bildungsbiografie, Transition, Bildungsstandards.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie durch eine gezielte sonderpädagogische Förderung der Schulfähigkeit präventiv verhindert werden kann, dass Kinder beim Übergang von der Kita in die Grundschule Lernschwierigkeiten entwickeln.

Welche Themenfelder sind zentral?

Die zentralen Themenfelder sind das moderne Verständnis von Schulfähigkeit, die Gestaltung des Übergangs zwischen Kindergarten und Grundschule sowie die Möglichkeiten und Ebenen der Prävention schulischer Lernschwierigkeiten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel besteht darin, die drei Bereiche „Konzept der Schulfähigkeit“, „Übergang Kindergarten – Grundschule“ und „Prävention von Lernschwierigkeiten“ zu verknüpfen, um Ansatzpunkte für die sonderpädagogische Praxis abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die bestehende Konzepte, Studien und rechtliche Rahmenbedingungen analysiert, vergleicht, beschreibt und synthetisiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen zur Schulfähigkeit, die Übergangsstrukturen in Baden-Württemberg sowie Definitionen, Ursachen und Präventionsmöglichkeiten von Lernschwierigkeiten ausführlich dargestellt.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Schulfähigkeit, sonderpädagogische Förderung, Übergangsbewältigung, Prävention, Risikokinder und Kooperation zwischen den Bildungsinstitutionen.

Warum spielt die Kooperation eine so wichtige Rolle für das Konzept der Schulfähigkeit?

Die Arbeit zeigt, dass Schulfähigkeit als ein Prozess verstanden wird, der im Zusammenspiel aller beteiligten Systeme (Kind, Eltern, Kita, Schule) ko-konstruiert wird; eine gelingende Kooperation ist daher entscheidend für die Passung und den reibungslosen Übergang.

Welche Rolle spielt die vorschulische Sprachstandsdiagnostik?

Sie dient in der modernen Schuleingangsdiagnostik nicht der Selektion, sondern als Frühwarnsystem, um Entwicklungsgefährdungen rechtzeitig zu identifizieren und passende Fördermaßnahmen für einen gelingenden Schulstart einzuleiten.

Ende der Leseprobe aus 127 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Wie meistern Kinder den Schulanfang erfolgreich? Förderung der Schulfähigkeit und Vorbeugung von Lernschwierigkeiten
Autor
Julia Buck (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
127
Katalognummer
V911945
ISBN (eBook)
9783963551468
ISBN (Buch)
9783963551475
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sonderpädagogik Schulfähigkeit Schulreife Anschlussfähigkeit Lernförderung Förderschwerpunkt Lernen Kindergarten Grundschule
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Julia Buck (Autor:in), 2021, Wie meistern Kinder den Schulanfang erfolgreich? Förderung der Schulfähigkeit und Vorbeugung von Lernschwierigkeiten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/911945
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