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Russland von Putin zu Putin – Fortschritt oder Rückentwicklung des politischen Systems?

Title: Russland von Putin zu Putin – Fortschritt oder Rückentwicklung des politischen Systems?

Term Paper (Advanced seminar) , 2008 , 23 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Christian Gräber (Author)

Politics - Region: Russia
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Die vorliegende Arbeit will untersuchen, ob mit der Machtübergabe Putins, der sich laut Verfassung keiner dritten Amtszeit stellen darf, ein Wechsel in der russischen Politik einhergeht. Ergo, wird mit einem Rückfall in sowjetische Verhältnisse zu rechnen sein oder tritt doch eher eine vorwärts gerichtete Entwicklung ein? Anhand verschiedener Indikatoren sollen ein Szenario überprüft werden um daraus Schlussfolgerungen für die zukünftige Entwicklung Russlands ziehen zu können. Ob die Vorgänge, bzw. die Inszenierung des Machtwechsels in Russland als lupenrein demokratisch angesehen werden können, soll in dieser Arbeit nicht im Mittelpunkt stehen. Vielmehr soll der Fokus darauf gelegt werden, zu untersuchen wie das Russland nach Putin – bzw., um Bezug auf den Titel der Arbeit zu nehmen – zwischen Putin sich darstellen könnte, denn vieles deutet darauf hin, dass der von Putin auserwählte Dimitrij Medwedew eine Art Platzhalter darstellt, um spätestens nach Ablauf seiner ersten Amtszeit das „Feld“ für seinen Vorgänger zu „räumen.“
Die Arbeit ist folgendermaßen gegliedert: Ein kurzer biografischer Abriss der Vita Wladimir Putins soll einen Einblick in seinen Werdegang geben um anschließend die Machtübergabe von Jelzin auf Putin zu skizzieren und eventuelle Parallelen zur diesjährigen Wahl zu ziehen. Die Bilanz der Ära Putin, welche den folgenden Teil der Arbeit darstellt, soll als Ausgangspunkt verstanden werden, um einerseits Erfolge zu konstatieren und andererseits Umstände aufzudecken, die der künftigen Politik entweder dienlich oder hinderlich sein könnten. Der abschließende Teil der Arbeit stellt Dimitrij Medwedew als kommenden russischen Präsidenten vor und prüft anhand verschiedener Indikatoren die Wahrscheinlichkeit des Eintretens der von Roland Götz angebotenen Szenarien.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitendes

2. Biografisches zu Putin

3. Der Übergang von Jelzin zu Putin

3.1 Die Entlassung Stepaschins

3.2 Der Rücktritt Jelzins

3.3 Warum Putin?

4. Wladimir Putin – eine Bilanz nach 8 Jahren

4.1 Erfolge der Ära Putin

4.1.1 Wirtschaftliche Erfolge

4.1.2 Außenpolitische Ausrichtung unter Putin

4.2 Russische Probleme – Drogen, HIV und eine sterbende Gesellschaft

5. Dimitrij Medwedew – Putins handverlesener Thronfolger

5.1 Die Vita Medwedews

5.2 Medwedew als Präsidentschaftskandidat

6. Die Zukunft Russlands – Rückschritt oder Fortentwicklung?

6.1 Szenario „Restauration“

6.2 Szenario „Fortentwicklung“

7. Die Szenarien im Kontext der Präsidentschaftswahlen vom 2. März 2008

7.1 Fortentwicklung aus der Perspektive Medwedews

7.2 Fortentwicklung aus der Perspektive Putins

8. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Machtübergabe in Russland von Wladimir Putin an Dimitrij Medwedew und analysiert, ob diese einen Rückfall in autoritäre Strukturen oder eine Fortentwicklung in Richtung eines modernen Staates bedeutet. Im Fokus steht dabei die Bilanz der Ära Putin sowie die Bewertung zweier theoretischer Szenarien für die künftige politische Ausrichtung Russlands.

  • Biografische Analyse von Wladimir Putin und Dimitrij Medwedew
  • Politische Machtübergaben im System Jelzin und Putin
  • Wirtschaftliche und soziale Erfolge und Probleme Russlands
  • Szenarien der „Restauration“ versus „Fortentwicklung“
  • Analyse der Präsidentschaftswahlen 2008 und zukünftige Machtkonstellationen

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Entlassung Stepaschins

Der Grundstein für die Präsidentschaft Putins ist bereits in der Entlassung Sergej Stepaschins und der damit verbundenen Übernahme des Premierministerpostens am 9. August 1999 gelegt worden. In diesem Zusammenhang stellt sich jedoch die Frage, warum Stepaschin nach nur dreimonatiger Amtszeit entlassen worden ist. Mittlerweile kann davon ausgegangen werden, dass es genau drei Gründe gab, die ein weiteres Festhalten an Stepaschin unmöglich erscheinen ließen. Ein wesentlicher, wenn nicht gar der entscheidende Grund, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit darin zu suchen, dass Stepaschin nach dem verlorenen Tschetschenienkrieg keine weitere Invasion in die abtrünnige Kaukasusrepublik riskieren wollte, was jedoch ausdrücklicher Wunsch Boris Jelzins war.

Ein zweiter Hauptgrund für die Entlassung Sergej Stepaschins liegt in dessen aktivem Widerstand zu Jelzins Plan, nämlich dem Verbot der oppositionellen kommunistischen Partei, begründet. Einen weiteren – aus Sicht Jelzins – politischen Fehltritt leistete Stepaschin sich vor den Parlamentswahlen im Dezember 1999, denn er sympathisierte offen mit Jelzins Hauptrivalen, dem Moskauer Oberbürgermeister Jurij Luschkow. Er riskierte es „in der Hoffnung, doch im Amt zu bleiben, bis Luschkow gewänne. Aber er hatte sich verkalkuliert.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitendes: Die Einleitung führt in die Fragestellung ein, ob die Machtübergabe von Putin an Medwedew einen Politikwechsel oder eine Fortführung der bisherigen Führung bedeutet.

2. Biografisches zu Putin: Dieses Kapitel zeichnet den Werdegang Putins vom KGB-Offizier in Dresden bis hin zum Aufstieg in die Moskauer Regierungszentrale nach.

3. Der Übergang von Jelzin zu Putin: Es werden die Hintergründe der Entlassung Stepaschins und des überraschenden Rücktritts Jelzins erläutert, die den Weg für Putins Machtübernahme ebneten.

4. Wladimir Putin – eine Bilanz nach 8 Jahren: Das Kapitel kontrastiert die wirtschaftlichen Erfolge der Ära Putin mit den fortbestehenden sozialen Problemen wie Drogenkonsum, demografischem Wandel und Korruption.

5. Dimitrij Medwedew – Putins handverlesener Thronfolger: Hier wird der politische Werdegang Medwedews beleuchtet und dargelegt, warum er von Putin als Nachfolgekandidat ausgewählt wurde.

6. Die Zukunft Russlands – Rückschritt oder Fortentwicklung?: Die Arbeit diskutiert die theoretischen Szenarien „Restauration“ versus „Fortentwicklung“ für das künftige politische System Russlands.

7. Die Szenarien im Kontext der Präsidentschaftswahlen vom 2. März 2008: Dieses Kapitel prüft die Wahrscheinlichkeit der zuvor entworfenen Szenarien unter Berücksichtigung der tatsächlichen Wahlergebnisse und der neuen Machtkonstellation zwischen Medwedew und Putin.

8. Resümee: Die Schlussbetrachtung fasst zusammen, dass eine Fortentwicklung wahrscheinlicher ist, aber interne Rangkämpfe aufgrund des Wegfalls Putins als zentraler Führungsfigur nicht ausgeschlossen werden können.

Schlüsselwörter

Russland, Wladimir Putin, Dimitrij Medwedew, Machtübergabe, Präsidentschaftswahl, Staatskapitalismus, Politikwechsel, Restauration, Fortentwicklung, Außenpolitik, Wirtschaftswachstum, Silowiki, Jelzin, Demokratie, politische Szenarien

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit dem Machtwechsel im russischen politischen System im Jahr 2008 und analysiert die Hintergründe sowie die potenziellen Folgen für die künftige Ausrichtung des Landes.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die Machtübergabe von Jelzin zu Putin, die Bilanz von Putins achtjähriger Amtszeit, die politische Biografie Medwedews sowie theoretische Zukunftsszenarien für Russland.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Die zentrale Frage ist, ob die Machtübergabe von Putin an Medwedew eine „Restauration“ sowjetischer Verhältnisse einleitet oder eine „Fortentwicklung“ zu einem modernen, rechtsstaatlichen System darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, der Auswertung von Statistiken und der Anwendung von politikwissenschaftlichen Szenarien, um die zukünftige politische Entwicklung Russlands zu bewerten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in biografische Abrisse der Akteure, eine kritische Bilanz der Putin-Ära hinsichtlich wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Indikatoren sowie die Diskussion von zwei konkreten Modellen der künftigen Staatsführung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Schlagworte sind Russland, Putin-Nachfolge, Staatskapitalismus, Präsidentschaftswahlen 2008 und der Vergleich zwischen Restauration und Fortentwicklung des politischen Systems.

Welche Bedeutung kommt der Rolle der „Silowiki“ im Text zu?

Die Silowiki werden als eine der entscheidenden Machtgruppen im Kreml identifiziert, deren Einfluss durch die geschickte Personalpolitik Putins zugunsten einer Zentristen-Fraktion während der Nachfolgeregelung reduziert wurde.

Wie bewertet der Autor die Rolle von Dimitrij Medwedew als künftigem Präsidenten?

Der Autor sieht in Medwedew einen engen Vertrauten Putins, dem es an einem eigenständigen politischen Profil mangelt, was eine Fortführung der Politik Putins wahrscheinlich macht, während gleichzeitig die Gefahr interner Machtkämpfe besteht.

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Details

Title
Russland von Putin zu Putin – Fortschritt oder Rückentwicklung des politischen Systems?
College
http://www.uni-jena.de/
Course
Die EU und Russland - Partner oder Kontrahenten?
Grade
2,0
Author
Christian Gräber (Author)
Publication Year
2008
Pages
23
Catalog Number
V91213
ISBN (eBook)
9783638046114
ISBN (Book)
9783638942492
Language
German
Tags
Russland Putin Fortschritt Rückentwicklung Systems Russland Partner Kontrahenten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Gräber (Author), 2008, Russland von Putin zu Putin – Fortschritt oder Rückentwicklung des politischen Systems?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/91213
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