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Beschäftigung im Handel: Chancen und Probleme

Title: Beschäftigung im Handel: Chancen und Probleme

Term Paper , 2005 , 32 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Diana Marossek (Author)

Economics - Job market economics
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In keiner anderen Branche ging es in den letzten Jahren ähnlich turbulent zu wie im Einzelhandel. Die sich ständig verlängerten Öffnungszeiten, die langen Samstage bis zum Teil 24 Uhr, immer häufigere Sonntagsöffnungen und neue Reglungen bezüglich geringfügiger Arbeit haben zu einer zunehmenden Flexibilisierung der Arbeitszeiten der Beschäftigten geführt.
Die sich stetig ändernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben dazu beigetragen, dass die Verbraucher immer weniger konsumieren. Nach der Einführung des Euros im Jahre 2002 als Zahlungsmittel wurde dieser auch bald als ´Teuro´ bezeichnet, was symptomatisch für die Einstellungen vieler Konsumenten zu der neuen Währung war. Dieses Empfinden trug maßgeblich dazu bei, dass sich die Handelunternehmen immer härtere Preisschlachten im Kampf um den Kunden lieferten und somit mitverantwortlich für ihre immer kleiner werdenden Margen waren. Es bildete sich eine so genannte ´Geiz- ist- geil´ - Mentalität bei den Verbrauchern aus, was sich vor allem im Bereich der Lebensmittel deutlich abzeichnet. Denn trotzdem sie in keinem anderen Land EU- Land so günstig sind wie in Deutschland, geben die Verbraucher immer weniger von ihrem Einkommen für Nahrungsmittel aus.
Auch die Arbeitsmarktreform und die Einführung von Hartz IV als Einkommensquelle für Langzeiterwerbslose sowie die stetige Zunahme von Arbeitslosigkeit und die damit wachsende Angst um den Verlust des eigenen Arbeitsplatzes schrecken viele Verbraucher von in ihren Augen unnötigen Konsumausgaben ab. Sparen steht wie schon lange nicht mehr im Vordergrund. Die Rentenreform und die damit für den Verbraucher steigenden Ausgaben für eine private Rentenversicherung sowie die instabile politische Lage der Gegenwart und Neuerungen der Zukunft tragen ebenfalls zum flauen Konsum bei.
Allein im Zeitraum 2002 bis Ende 2005 hat der Einzelhandel Umsatz in Höhe von 13 Milliarden Euro einbüßen müssen.
Diese Arbeit befasst sich mit den Chancen und Problemen, die sich für die Beschäftigung im Einzelhandel für in Zukunft ergeben werden.
Dazu soll ein Überblick über die Entwicklung von Konsum, Sparen und Beschäftigung in Deutschland in den letzen Jahren gegeben werden, sowie eine Betrachtung der bereits vorhandenen und künftigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stattfinden.
All das wird vor dem volkswirtschaftlichen Hindergrund der Makroökonomie stehen, um am Ende zu einer sowohl theoretisch fundierten als auch praktikablen Einschätzung der Chancen und Probleme der zukünftigen Beschäftigung im Einzelhandel zu gelangen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die klassischen Modellvorstellungen

2.1. Klassik

2.2. Neoklassik

3. Die keynesianische Modellvorstellung

3.1. Die keynesianische Konsumfunktion

3.2. Das Einkommen - Ausgaben - Modell

3.2.1. Der Gütermarkt

3.2.2. Der Arbeitsmarkt und der Multiplikator

4. Überblick Deutschland

4.1. Der gegenwärtige Konsum

4.2. Der gegenwärtige Handel

5. Entwicklungen

5.1. Der Konsum

5.2. Der Handel

6. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen

6.1. Die gegenwärtigen Bedingungen

6.2. Die zukünftigen Bedingungen

7. Prognose

8. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert die zukünftigen Chancen und Probleme für die Beschäftigung im deutschen Einzelhandel vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Entwicklung des Konsumverhaltens.

  • Vergleich klassischer und keynesianischer makroökonomischer Modellvorstellungen
  • Analyse des Konsumverhaltens in Deutschland in den letzten Jahren
  • Untersuchung der Umsatzentwicklung im Lebensmitteleinzelhandel
  • Bewertung der Auswirkungen staatlicher Reformen wie der Agenda 2010
  • Prognose der zukünftigen Beschäftigungssituation unter Berücksichtigung demografischer und wirtschaftlicher Faktoren

Auszug aus dem Buch

3.1. Die keynesianische Konsumfunktion

Ausgangspunkt für die keynesianische Konsumfunktion ist die durch Keynes formulierte `General Theory`. In dieser löst er sich von der Vorstellung der Klassik, dass der Konsum sowie die Sparneigung ausschließlich vom Zins abhängig wären, sondern untersucht mehrere Einflussfaktoren mit dem Resultat, dass das Einkommen den stärksten Einfluss auf den Konsum habe. Somit liegt bei Keynes eine einkommensabhängige Konsumfunktion vor.

Die Abbildung 1 visualisiert die keynesianische Konsumfunktion C = Ca + c * Y, welche unter den Rahmenbedingungen Ca > 0 und 0 < c <1 gilt.

`C` ist definiert als der Gesamtkonsum und spiegelt eine steigende Funktion wider, die mit zunehmenden Einkommen Y einen größer werdenden Konsum bedingt.

`Ca` als autonomer Konsum ist einkommensunabhängig und wird in der Regel als Existenzminimum bezeichnet, welches somit immer verausgabt wird. Problematisch bei dieser Betrachtung ist jedoch diese Bedingung, Ca > 0, da hierfür im Vorfeld Rücklagen gebildet werden mussten und diese auch nicht unbegrenzt zur Disposition stehen.

Die marginale Konsumneigung `c` gibt die Änderung des Gesamtkonsums an, sofern das Einkommen sich um eine Einheit vergrößert bzw. verringert, und wird als konstant angenommen.

Da die Konsumfunktion, wie bereits gezeigt, einkommensabhängig ist, muss somit eine im Umkehrschluss einkommensabhängige Sparfunktion abgeleitet werden. Ursache hierfür ist die Tatsache, dass in einer definierten Periode das gegebene Einkommen nur im bestimmten Umfang, zum Konsumieren verwendet wird. Das restliche verbleibende Einkommen stellt so die Sparmöglichkeit `S` der Haushalte dar. Die Sparfunktion lautet S = - Ca + (1 - c) * Y, wobei der Ausdruck (1 - c) die marginale Sparneigung widerspiegelt, welche die Änderung der Sparneigung bei einer Einkommensverschiebung ausweist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die turbulente Situation im Einzelhandel, die durch Flexibilisierung, sinkende Kaufkraft und Reformen geprägt ist, um das Ziel der Untersuchung zu definieren.

2. Die klassischen Modellvorstellungen: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen der Klassik und Neoklassik, insbesondere deren Vertrauen auf Marktgleichgewicht und Lohnflexibilität.

3. Die keynesianische Modellvorstellung: Hier wird Keynes' Kritik an der Klassik, die Bedeutung der effektiven Nachfrage und die einkommensabhängige Konsumfunktion detailliert behandelt.

4. Überblick Deutschland: Das Kapitel liefert eine Bestandsaufnahme zum Konsum und zur Lage des Einzelhandels in Deutschland unter Berücksichtigung statistischer Indikatoren.

5. Entwicklungen: Es werden die historischen Konsumtrends und die Umsatzentwicklung im Lebensmitteleinzelhandel, insbesondere der Aufstieg der Discounter, analysiert.

6. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen: Dieser Abschnitt thematisiert die Rolle des Staates und die Auswirkungen spezifischer Reformmaßnahmen wie der Agenda 2010 auf die Wirtschaft.

7. Prognose: Das Kapitel wagt unter Berücksichtigung von Konsumklima, Mehrwertsteuererhöhung und demografischem Wandel eine Prognose zur Beschäftigungssituation.

8. Fazit: Das Fazit fasst die Chancen und Risiken zusammen und hinterfragt die Wirksamkeit der aktuellen Reformpolitik aus makroökonomischer Sicht.

Schlüsselwörter

Einzelhandel, Lebensmitteleinzelhandel, Beschäftigung, Konsumfunktion, Keynesianismus, Neoklassik, Kaufzurückhaltung, Agenda 2010, Sparquote, Discounter, Wirtschaftspolitik, Arbeitslosigkeit, Mehrwertsteuer, Konsumklima, Strukturwandel

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit untersucht die zukünftigen Auswirkungen wirtschaftspolitischer Rahmenbedingungen und des Konsumverhaltens auf die Beschäftigungssituation im deutschen Einzelhandel.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den Schwerpunkten zählen makroökonomische Theorien (Klassik vs. Keynesianismus), die Analyse von Konsum- und Umsatzdaten im Einzelhandel sowie die Auswirkungen staatlicher Reformprogramme.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, auf Basis theoretischer Erkenntnisse und aktueller Entwicklungen eine fundierte Einschätzung der Chancen und Probleme für die zukünftige Beschäftigung im Einzelhandel zu geben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretisch fundierte Analyse, bei der makroökonomische Modelle auf aktuelle empirische Daten und wirtschaftspolitische Maßnahmen in Deutschland angewendet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die ökonomischen Theorien erläutert, gefolgt von einer Bestandsaufnahme der deutschen Konsum- und Handelslandschaft sowie einer kritischen Auseinandersetzung mit der Agenda 2010.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Einzelhandel, Konsumklima, Keynesianismus, Beschäftigungspolitik und Strukturwandel charakterisieren.

Wie bewertet die Autorin die Rolle der Discounter?

Die Autorin stellt fest, dass Discounter durch das wachsende Preisbewusstsein der Konsumenten stark profitieren, während der traditionelle Einzelhandel unter Umsatzrückgängen und Arbeitsplatzverlusten leidet.

Welche Auswirkung schreibt die Arbeit der Mehrwertsteuererhöhung zu?

Die Autorin prognostiziert negative Auswirkungen auf den Konsum, da die Mehrwertsteuererhöhung die Binnennachfrage zusätzlich schwächen und zu einer weiteren Zurückhaltung bei hochwertigen Konsumgütern führen könnte.

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Details

Title
Beschäftigung im Handel: Chancen und Probleme
College
Berlin School of Economics
Grade
1,3
Author
Diana Marossek (Author)
Publication Year
2005
Pages
32
Catalog Number
V91284
ISBN (eBook)
9783638046169
ISBN (Book)
9783638941594
Language
German
Tags
Beschäftigung Handel Chancen Probleme
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diana Marossek (Author), 2005, Beschäftigung im Handel: Chancen und Probleme, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/91284
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