Redewendungen, Redensarten oder Sprichwörter begegnen uns stets im Alltag, obwohl man meistens nicht genau weiß was sie bedeuten oder welchen Ursprung sie tragen. Für die meisten deutschsprachigen Menschen, gehören solche Ausdrücke einfach zur Alltäglichkeit dazu. Doch was ist eigentlich der Unterschied zwischen einer Redewendung und einer Redenart? Gehören die zu letzt genannten Begriffe überhaupt zur Fachsprache? Oder handelt es sich nur um verallgemeinernde Ausdrücke der Umgangssprache? Diese Hausarbeit wird sich im Folgenden mit solchen festen Fügungen und Wendungen einer Sprache beschäftigen und diese näher erforschen. Dennoch gilt es zunächst den Grundbegriff der Phraseologie zu definieren.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort – Phraseologie im Alltag?
1. Einführung in die Grundbegriffe
1.1. Was bedeutet der Begriff Phraseologismus?
1.2 Drei wichtige Merkmale der Phraseologie: Polylexikalität, Festigkeit und Idiomatizität nach Burger
2. Klassifikation und Terminologie
2.1. Dreiteilung der Phraseologismen
2.2. Unterteilung der referentiellen Phraseologismen
a) Feste Phrasen
b) Topische Formeln
(1) Sprichwörter
(2) Gemeinplätze
3. Spezielle Kategorien
3.1. Sytaktische Klassifikation
3.2. Modellbildungen
3.3. Zwillingsformeln
3.4. Komparative Phraseologismen
3.5. Kineogramme
3.6. Geflügelte Worte
3.7. Autorphraseologismen
3.8. Onymische Phraseologismen
3.9. Phraseologische Termini
4. Hauptprobleme der Semantik
4.1. Die spezielle Differenzierung der Phraseologismen
4.2. Die Motiviertheit
5. Hauptprobleme der Semantik II: Die Metapher
5.1. Allgemeine Definition der Metapher
5.2. In welchem Zusammenhang stehen Metaphorik und Idiomatik?
5.3. Die „Quelle“ als Beispiel für eine Metapher:
5.4. Die Idiomatizität metaphorischer Begriffe
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen und die Klassifizierung von Phraseologismen in der deutschen Sprache, um ein tieferes Verständnis für deren Bedeutung, Struktur und semantische Herausforderungen zu entwickeln.
- Definition und Merkmale von Phraseologismen (Polylexikalität, Festigkeit, Idiomatizität)
- Systematische Klassifikation und Terminologie fester Sprachfügungen
- Analyse spezieller Kategorien wie Sprichwörter, Zwillingsformeln und Kineogramme
- Untersuchung semantischer Hauptprobleme und der Rolle von Metaphern
Auszug aus dem Buch
3.5. Kineogramme
Nonverbales Verhalten wird sprachlich gefasst durch Ausdrücke wie die Achseln zucken oder die Nase rümpfen. Außerdem exitieren noch Pseudo-Kineogramme, welche das Verhalten bezeichnen, dass heute nicht mehr ausgeführt wird wie die Hände über dem Kopf zusammenschlagen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung in die Grundbegriffe: Klärung des Begriffs Phraseologismus sowie Definition der zentralen Merkmale wie Polylexikalität, Festigkeit und Idiomatizität.
2. Klassifikation und Terminologie: Systematische Einteilung der Phraseologismen nach funktionalen und semantischen Kriterien, einschließlich der Unterscheidung in referentielle und topische Formeln.
3. Spezielle Kategorien: Vorstellung weiterer Ausdrucksformen der Phraseologie, wie etwa Modellbildungen, Zwillingsformeln, Kineogramme oder geflügelte Worte.
4. Hauptprobleme der Semantik: Analyse der Schwierigkeiten bei der Differenzierung von Phraseologismen und der Bedeutung der Motiviertheit innerhalb der Sprachforschung.
5. Hauptprobleme der Semantik II: Die Metapher: Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Metaphorik und Idiomatik sowie die Analyse metaphorischer Begriffe am Beispiel der „Quelle“.
6. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Relevanz von Phraseologismen im Alltag und der Notwendigkeit, deren Ursprung und Bedeutung kritisch zu hinterfragen.
Schlüsselwörter
Phraseologie, Phraseologismus, Idiomatizität, Festigkeit, Polylexikalität, Sprichwörter, Redewendungen, Metaphern, Semantik, Kineogramme, Zwillingsformeln, Sprachforschung, Wortverbindungen, Redensarten, Linguistik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet einen Überblick über die Phraseologie in der deutschen Sprache und befasst sich mit der Definition, Klassifikation und den semantischen Problematiken von Phraseologismen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Fokus stehen die Merkmale von Phraseologismen, ihre verschiedenen Kategorien, der Einfluss der Metaphorik und die Herausforderungen bei ihrer semantischen Bestimmung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, die komplexen Strukturen von festen Wortverbindungen und Wendungen in der deutschen Sprache zu definieren und ihre verschiedenen Facetten systematisch aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine linguistische Analyse und ordnet Phraseologismen basierend auf etablierten Theorien, insbesondere unter Verwendung des Kriteriums der Zeichenfunktion nach Burger.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Grundbegriffen, die Klassifikation, die Beschreibung spezieller Kategorien sowie die Untersuchung semantischer Probleme inklusive einer ausführlichen Metaphernanalyse.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Phraseologismus, Idiomatizität, Festigkeit, Semantik und linguistische Klassifikation beschreiben.
Was genau sind "Kineogramme"?
Kineogramme sind sprachliche Ausdrücke für nonverbales Verhalten, wie beispielsweise "die Achseln zucken".
Wie unterscheidet die Autorin zwischen Metaphorik und Idiomatik?
Sie betont, dass sich beide Bereiche zwar überschneiden können, es jedoch nicht-metaphorische Idiome und nicht-idiomatische Metaphern gibt, weshalb eine differenzierte Untersuchung der Schnittstellen notwendig ist.
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- Anna Kazmierczak (Author), 2007, Die Problematik der Phraseologismen in der deutschen Sprache, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/91293