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Der Universalienrealismus Bertrand Russells

Title: Der Universalienrealismus Bertrand Russells

Essay , 2008 , 6 Pages

Autor:in: Inga Bones (Author)

Philosophy - Philosophy of the 20th century
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Der Universalienrealismus Bertrand Russells

In den 1912 erschienenen Problemen der Philosophie behandelt Bertrand Russell zentrale Fragen der Erkenntnistheorie und Ontologie und entwickelt – vornehmlich im neunten und zehnten Kapitel – eine realistische Universalienkonzeption mit „platonistischen Zügen“ .

In der semantischen Analyse alltagssprachlicher Sätze stößt man bald auf ein Problem: Neben den Individualbegriffen, die auf ein bestimmtes Objekt der Außenwelt referieren, begegnen uns Universalien, Allgemeinbegriffe. In einem Satz wie „Sokrates ist ein Mensch“ bezeichnet „Sokrates“ ein Einzelding – eine bestimmte Person, die es nur einmal gab und geben wird –, „Mensch“ hingegen ist ein Universale, das auf potentiell unendlich viele Einzeldinge angewendet werden kann. In unserem Beispiel wurde ein Substantiv gewählt, um die Funktion eines Allgemeinbegriffes zu verdeutlichen; ebenso gut können jedoch Adjektive, Verben oder Präpositionen für Universalien stehen. Russell führt uns vor Augen, dass „sich kein Satz bilden lässt, in dem nicht wenigstens ein Wort ein Universale bezeichnet.“

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Der Universalienrealismus Bertrand Russells

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit Bertrand Russells Universalienkonzeption auseinander, wie sie in seinem Werk "Probleme der Philosophie" dargelegt wird. Ziel der Untersuchung ist es, die ontologische Einordnung von Universalien im Vergleich zu klassischen Positionen wie dem Platonismus und dem Nominalismus zu beleuchten sowie Russells Argumentation zur Existenz abstrakter Entitäten und deren Abgrenzung von zeitlich begrenzten, existierenden Dingen nachzuvollziehen.

  • Semantische und ontologische Grundlagen der Universalientheorie
  • Abgrenzung zu historischen Positionen (Platonismus, Nominalismus, Konzeptualismus)
  • Die Rolle relationaler Begriffe in der Argumentation von Russell
  • Unterscheidung zwischen "Existenz" (zeitlich bestimmt) und "Sein/Subsistenz" (zeitlos)
  • Kritische Würdigung von Russells realistischer Universalienkonzeption

Auszug aus dem Buch

Der Universalienrealismus Bertrand Russells

Im zweiten Teil des Kapitels geht Bertrand Russell auf die Seinsform der Universalien ein; er möchte beweisen, dass sie auch unabhängig vom menschlichen Bewusstsein existieren. Als Beispiel nennt er den Satz: „Edinburgh liegt nördlich von London.“ Dieser Satz drückt eine Beziehung zwischen zwei Punkten auf der Erdoberfläche aus, die laut Russell auch dann besteht, wenn wir sie nicht erkennen. „Wir erfahren nur von einem Sachverhalt, den es gab, bevor wir von ihm wussten.“ Eine Beziehung wie „nördlich von“ existiert also unabhängig vom Denken oder der Wahrnehmung durch ein Lebewesen, doch scheint ihre Existenz von jener der Einzeldinge verschieden zu sein. Universalien existieren nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt und nicht an einem bestimmten Ort, sie sind von Raum und Zeit unabhängig und überdies weder materiell noch bewusstseinshaft. Aufgrund dieser schwer fassbaren Charakterisierung der Universalien hält Russell es für problematisch, im Zusammenhang mit Universalien von „Existenz“ zu sprechen und schlägt vor, den Terminus „Subsistenz“ oder „Sein“ zu verwenden. Existenz sprechen wir in der Regel nur solchen Dingen zu, die zeitlich bestimmt sind: Gedanken, Gefühlen, Bewusstsein und materiellen Gegenständen. Sein hingegen ist zeitlos zu verstehen; es ist „unveränderlich, starr, exakt.“

Zusammenfassung der Kapitel

Der Universalienrealismus Bertrand Russells: Der Text analysiert Russells Ansatz, Universalien als reale Entitäten zu begreifen, und vergleicht diesen mit traditionellen philosophischen Standpunkten wie dem Platonismus und dem Nominalismus.

Schlüsselwörter

Bertrand Russell, Universalien, Ontologie, Realismus, Nominalismus, Konzeptualismus, Subsistenz, Platonismus, Einzeldinge, Relationen, Sprachphilosophie, Erkenntnistheorie, Abstraktion, Sein, Probleme der Philosophie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht Bertrand Russells realistische Auffassung von Universalien, insbesondere wie er diese in seinem Hauptwerk "Probleme der Philosophie" definiert und begründet.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den Kernpunkten gehören die ontologische Differenzierung zwischen Einzeldingen und Universalien, das Problem der Identität von Eigenschaften und das Verständnis von relationalen Begriffen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Status von Universalien innerhalb von Russells Philosophie zu klären und aufzuzeigen, warum er ihnen ein zeitloses "Sein" zuschreibt, das sich von der bloßen "Existenz" unterscheidet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin verwendet eine analytisch-deskriptive Methode, bei der sie Russells Argumente expliziert und sie in den historischen Kontext der Debatte zwischen Realismus, Nominalismus und Konzeptualismus stellt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Bedeutung von Universalien in der Sprache, dem Vergleich der Positionen von Platon und Aristoteles sowie der zentralen Unterscheidung, die Russell zwischen zeitgebundener Existenz und zeitloser Subsistenz trifft.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist maßgeblich durch Begriffe wie Universalienrealismus, Subsistenz, Ontologie, Abstraktion und die platonische Ideenlehre geprägt.

Warum hält Russell den Begriff "Existenz" für Universalien für problematisch?

Russell argumentiert, dass "Existenz" in der Regel für Dinge verwendet wird, die zeitlich und räumlich bestimmt sowie veränderlich sind. Universalien sind jedoch zeitlos und unveränderlich, weshalb er den präziseren Begriff "Subsistenz" bevorzugt.

Wie unterscheidet sich die Position Russells von der klassischen empiristischen Sichtweise?

Während Empiristen Universalien oft auf eine psychologische Abstraktion aus konkreten Erfahrungen reduzieren, postuliert Russell, dass die Beziehungen zwischen Gegenständen eine eigene, objektive Realität besitzen, die nicht allein durch das menschliche Bewusstsein entsteht.

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Details

Title
Der Universalienrealismus Bertrand Russells
College
University of Dusseldorf "Heinrich Heine"  (Philosophisches Institut)
Course
Proseminar Bertrand Russell
Author
Inga Bones (Author)
Publication Year
2008
Pages
6
Catalog Number
V91331
ISBN (eBook)
9783638041119
Language
German
Tags
Universalienrealismus Russell Bertrand Philosophie Erkenntnistheorie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Inga Bones (Author), 2008, Der Universalienrealismus Bertrand Russells, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/91331
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