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Marktanalyse des Offshore Software Development in den neuen EU-Beitrittsländern

Chancen und Risiken der Auslagerung von Softwareentwicklung nach Mittel- und Osteuropa mit einer empirischen Untersuchung der dortigen Anbieter

Titre: Marktanalyse des Offshore Software Development in den neuen EU-Beitrittsländern

Thèse de Master , 2006 , 158 Pages , Note: 1,0

Autor:in: M.Sc. Thomas Bossert (Auteur)

Informatique - Informatique Appliquée à la Gestion
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Das aktuelle wirtschaftliche Umfeld schafft für die IT-Verantwortlichen eine herausfordernde Aufgabe: Auf der einen Seite sollen massive Kostenreduzierungen realisiert werden, auf der anderen Seite muss gleichzeitig den steigenden Anforderungen bezüglich Verfügbarkeit, Integration, Aktualität und Sicherheit nachgekommen werden.
Um diesem Druck gerecht zu werden, greifen immer mehr Unternehmen auf das sogenannte Offshoring, dem Auslagern von Dienstleistungen in Niedriglohnländer, zurück. Durch die ständig fortgeschrittene Standardisierung der IT-Prozesse und das dadurch vermehrt nachlassende Differenzierungspotential durch die eigene IT-Kompetenz, verliert dieser Bereich zunehmend an strategischer Bedeutung innerhalb vieler Firmen. Gepaart mit den heutigen Möglichkeiten durch weltweit verfügbare Kommunikationsnetze entsteht damit die Konstellation, wissensbasierte Tätigkeiten wie z.B. das Programmieren von Applikationen an räumlich getrennten Orten zu ermöglichen.
In jedem Zielland existieren unterschiedliche Voraussetzungen für eine Auslagerung. Entscheidende Differenzen sind hier hierbei bspw. die Lohnkosten, die Verfügbarkeit von qualifiziertem Fachpersonal, Infrastruktur, örtliche Nähe und Zeitzone sowie rechtliche Gegebenheiten.
Der Beitritt der betrachteten Staaten Mittel- und Osteuropas erhöht deren Attraktivität als Produktionsstandort und Absatzmarkt für deutsche Unternehmen. Auch für IT-Outsourcing stellt die neue EU-Region damit eine Alternative zu den klassischen Offshore-Destinationen wie beispielsweise Indien dar. Geografische und kulturelle Nähe kommt Nearshore-Auslagerungen dabei entgegen.
Vorliegende Arbeit analysiert die neuen EU-Staaten im Hinblick auf die Auslagerung von Softwareentwicklung. Dabei wird zunächst eine vergleichende Länderanalyse vorgenommen, anhand derer die politischen, wirtschaftlichen, sozialen und infrastrukturellen Gegebenheiten dargestellt werden. Daran anschließend werden die Ergebnisse einer empirischen Befragung lokaler Softwareanbieter innerhalb der jeweiligen Länder vorgestellt.
Die per Online-Fragebogen durchgeführte Erhebung gibt unter anderem Auskunft zu angebotenen Leistungen, Kosten der Programmiertätigkeiten, Qualitätszertifizierung, sowie Problemen und Verbesserungspotentialen bei der Zusammenarbeit und Kommunikation innerhalb der Offshore-Partnerschaft. Der Kreis der untersuchten Staaten bezieht sich auf folgende 8 Länder: Polen, Tschechien, Ungarn, Litauen, Lettland, Estland, Slowenien, Slowakei.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Zielsetzung und Vorgehensweise

1.3 Gang und Aufbau der Arbeit

1.4 Begriffsabgrenzung

1.5 Entwicklung und aktuelle Betrachtung zum Thema Offshoring

2 Mittel- und Osteuropa der EU im Überblick

2.1 Politische Situation

2.2 Wirtschaftliche Situation

2.3 Infrastruktur

2.4 Humankapital

3 Die Länder im Einzelnen und ihre Softwaremärkte

3.1 Allgemeine Landesinformationen

3.1.1 Polen

3.1.2 Ungarn

3.1.3 Tschechien

3.1.4 Litauen

3.1.5 Lettland

3.1.6 Estland

3.1.7 Slowakei

3.1.8 Slowenien

3.2 Informationen zur Softwareindustrie der neuen EU-Staaten

4 Empirische Analyse

4.1 Gesamtbetrachtung Osteuropa

4.2 Vergleichende Ergebnisbetrachtung der untersuchten Länder

5 Schlussbemerkungen

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert die Eignung der neuen EU-Staaten (Polen, Tschechien, Ungarn, Litauen, Lettland, Estland, Slowenien und Slowakei) als Standorte für das Offshoring von Softwareentwicklung. Dabei wird untersucht, inwieweit diese Länder eine attraktive Alternative zu klassischen Offshore-Destinationen wie Indien darstellen können.

  • Vergleichende Analyse der politischen, wirtschaftlichen und infrastrukturellen Rahmenbedingungen der acht EU-Beitrittsländer.
  • Untersuchung der Qualität des Humankapitals sowie der Ausbildungssituation in relevanten Informatik-Bereichen.
  • Empirische Auswertung einer Befragung lokaler Softwareanbieter hinsichtlich ihrer Leistungen, Kostenstrukturen und Erfahrungen in der internationalen Zusammenarbeit.
  • Bewertung von Risiken und Chancen sowie Ableitung von Empfehlungen für Unternehmen bei der Planung von Offshoring-Vorhaben in diese Region.

Auszug aus dem Buch

1.1 Problemstellung

Das aktuelle wirtschaftliche Umfeld schafft für die IT-Verantwortlichen eine herausfordernde Aufgabe: Auf der einen Seite sollen massive Kostenreduzierungen realisiert werden, auf der anderen Seite muss gleichzeitig den steigenden Anforderungen bezüglich Verfügbarkeit, Integration, Aktualität und Sicherheit nachgekommen werden.1

Um diesem Druck gerecht zu werden, greifen immer mehr Unternehmen auf das sogenannte Offshoring2, dem Auslagern von Dienstleistungen in Niedriglohnländer, zurück. Durch die ständig fortgeschrittene Standardisierung der IT-Prozesse und das dadurch vermehrt nachlassende Differenzierungspotential durch die eigene IT-Kompetenz, verliert dieser Bereich zunehmend an strategischer Bedeutung innerhalb vieler Firmen. Gepaart mit den heutigen Möglichkeiten durch weltweit verfügbare Daten- und Kommunikationsnetze entsteht damit eine Konstellation, die wissensbasierte Tätigkeiten wie z.B. das Programmieren von Geschäftsapplikationen an räumlich getrennten Orten ermöglicht.3

Die Anfänge des Offshoring finden sich in den USA, wo zu Beginn bis Mitte der 90er Jahre der Fachkräftemangel überwiegend durch Bodyshopping und anfängliches Verlagern einfacher IT-Tätigkeiten insbesondere nach Indien oder auch Israel kompensiert wurde. Durch die schwache wirtschaftliche Entwicklung der vergangenen Jahre rückte bei vielen Unternehmen ein weiteres Motiv verstärkt in den Blickpunkt: Man lagert Leistungen nach Billiglohnländer aus, um Kosteneinsparpotentiale realisieren zu können und weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben.4

In jedem Zielland existieren unterschiedliche Voraussetzungen für eine Auslagerung. Entscheidende Differenzen sind hier hierbei beispielsweise die Lohnkosten,

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problemstellung des Offshoring ein, definiert die Zielsetzung der Arbeit und beschreibt das methodische Vorgehen bei der Länderanalyse und der empirischen Erhebung.

2 Mittel- und Osteuropa der EU im Überblick: Dieses Kapitel bietet eine vergleichende Analyse der politischen, wirtschaftlichen und infrastrukturellen Gegebenheiten der acht untersuchten EU-Beitrittsländer.

3 Die Länder im Einzelnen und ihre Softwaremärkte: Hier werden allgemeine Landesinformationen sowie spezifische Daten zur Softwareindustrie für die acht einzelnen Staaten bereitgestellt.

4 Empirische Analyse: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse einer eigenen Anbieterbefragung unter Softwareunternehmen in der EU-8-Region und führt einen detaillierten Ländergruppenvergleich durch.

5 Schlussbemerkungen: Hier werden die Ergebnisse der Arbeit zusammengefasst und die Eignung der Region als Offshore-Zielland kritisch bewertet.

Schlüsselwörter

Offshoring, Nearshoring, Softwareentwicklung, EU-Beitrittsländer, IT-Outsourcing, Länderanalyse, Humankapital, Kostenreduktion, Osteuropa, Empirische Untersuchung, IT-Services, Prozessmanagement, Softwareanbieter, Wirtschaftliche Stabilität, Standortbewertung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Master Thesis analysiert die neuen EU-Beitrittsländer Mittel- und Osteuropas hinsichtlich ihrer Attraktivität als Standort für das Offshoring von Softwareentwicklung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Untersuchung deckt die Bereiche Politik, Wirtschaft, Infrastruktur, Humankapital sowie die Ergebnisse einer empirischen Befragung lokaler Softwareanbieter ab.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu beurteilen, ob die Region EU-8 eine geeignete Alternative zu etablierten Offshore-Destinationen wie Indien darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit kombiniert eine fundierte sekundärstatistische Länderanalyse mit einer eigenen, quantitativen Online-Befragung von Softwareanbietern in der untersuchten Region.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden sowohl die makroökonomischen Bedingungen der einzelnen Länder detailliert dargestellt als auch die Resultate aus der Befragung hinsichtlich Leistungsportfolio, Verrechnungsmodellen und Kooperationserfahrungen ausgewertet.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Studie?

Wichtige Begriffe sind Offshoring, Nearshoring, EU-Erweiterung, IT-Services und standortspezifische Kennzahlen wie BIP oder Humankapital.

Welche Rolle spielt die geografische Nähe?

Der Autor stellt fest, dass die geografische und kulturelle Nähe der neuen EU-Staaten zu Deutschland ein wesentlicher Vorteil für Nearshore-Auslagerungen ist.

Wie bewerten die Unternehmen die Zukunft des Offshoring?

Die Befragten planen mehrheitlich den Ausbau ihres Leistungsangebots, beispielsweise durch verstärktes IT-Consulting, um sich gegen lohnkostengünstigere Konkurrenten aus Übersee zu behaupten.

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Résumé des informations

Titre
Marktanalyse des Offshore Software Development in den neuen EU-Beitrittsländern
Sous-titre
Chancen und Risiken der Auslagerung von Softwareentwicklung nach Mittel- und Osteuropa mit einer empirischen Untersuchung der dortigen Anbieter
Université
Pforzheim University
Cours
Master of Science in Information Systems
Note
1,0
Auteur
M.Sc. Thomas Bossert (Auteur)
Année de publication
2006
Pages
158
N° de catalogue
V91373
ISBN (ebook)
9783638051095
ISBN (Livre)
9783638943208
Langue
allemand
mots-clé
Marktanalyse Offshore Software Development EU-Beitrittsländern Master Science Information Systems Erfolg Euro Beratung Entwicklung Programmierung Rendite SEO Weiternetwicklung Updates Zusammenarbeit Kostenvorteil
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
M.Sc. Thomas Bossert (Auteur), 2006, Marktanalyse des Offshore Software Development in den neuen EU-Beitrittsländern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/91373
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