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Beethoven als Bearbeiter. Über die Ariette "Der Kuß" Op. 128

Title: Beethoven als Bearbeiter. Über die Ariette "Der Kuß" Op. 128

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 31 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Irene Schleifer (Author)

Musicology - Music history until the Age of Enlightenment
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Eine Ariette ist ein Typus mit leichterem Inhalt und stellt das Zwischenstück zwischen Arie und Lied dar. In der Ariette "Der Kuß", die Gegenstand der vorliegenden Arbeit ist, werden nach Boettcher zwei Vokalprinzipe vermischt, weshalb er die Ariette auch als "Arienlied" einordnet.

Diese Arbeit beschäftigt sich anfangs mit der Definition der "Ariette" sowie Beethoven als Ariettenkomponist. Es folgt die Ariette "Der Kuß", die Entstehungsgeschichte und eine Analyse des Gedichts "Der Kuß" von Christian Felix Weiße. Es folgen musikalische Quellen. Der dritte Teil impliziert Beethovens Bearbeitungen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Zur Form „Ariette“

2. Beethoven als Ariettenkomponist

3. Ariette „Der Kuß“, op. 128

3.1 Entstehung

3.2 Gedicht „Der Kuß“ von Christian Felix Weiße

3.2.1 Herkunft und Quellenlage

3.2.2 Text

3.2.3 Anakreontische Tradition

3.3 Analyse

3.4 Musikalische Quellen

3.4.1 Autograph

3.4.2 Abschrift

3.4.3 Originalausgabe

3.4.4 Skizzen

3.4.4.1 Grasnick 1

3.4.4.2 Artaria 201

3.4.4.3 Klavierbegleitung

4. Beethovens Bearbeitungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entstehungsgeschichte, die textliche Vorlage sowie die kompositorische Struktur von Ludwig van Beethovens Ariette „Der Kuß“, op. 128. Im Zentrum steht dabei die Analyse der musikalischen Quellen und Skizzen, um den Entwicklungsprozess dieses spezifischen Werkes nachzuvollziehen.

  • Historische Einordnung des Begriffs „Ariette“ im 18. Jahrhundert.
  • Analyse der Vertonung des Gedichts von Christian Felix Weiße.
  • Untersuchung der Skizzenbücher (Grasnick 1 und Artaria 201) als Grundlage der Komposition.
  • Kritische Würdigung der kompositorischen Entwicklung und Bearbeitungstechniken Beethovens.

Auszug aus dem Buch

3.3 Analyse

Die Ariette trägt die Vortragsbezeichnung „Allegretto. Mit Lebhaftigkeit, jedoch nicht in zu geschwindem Zeitmaße und scherzend vorgetragen“ und steht in einem ¾-Takt in A-Dur. Wie bereits erwähnt, war ein entscheidendes Merkmal der anakreontischen Dichtung die Sanglichkeit und daher sollte die Vertonung einfach und in unveränderter Strophenform erfolgen. Doch Beethoven demonstriert seine Fähigkeit, einer solchen Dichtung übliche Konvention zu überschreiten und sein Verfahren überstieg jede zeitgenössische Erwartung eines Dichters weit. Hauptmerkmal ist dabei seine genaue Ausformung einzelner Worte oder Phrasen, die er dann derart einfühlsam vertont, dass deren Sinn verstärkt oder erweitert wird. Besonders in der letzten Zeile des Gedichts kommt dieses Verfahren zur Anwendung – mit dem Effekt, dass sie einen starken und passenderweise recht humorvollen Akzent erhält.

Für das kurze, achtzeilige Gedicht „Der Kuß“ von Christian Felix Weiße bevorzugte Beethoven eine durchkomponierte Form. Statt aber durch Wiederholungen motivischer Ideen eine Art dreiteilige Form zu schaffen, moduliert Beethoven in der Mitte des Stückes zur Dominante E-Dur und kehrt dann in den letzten Zeilen wieder zur Tonika A-Dur zurück.

Zwischen Beginn und Ende bestehen zwar einige thematische Beziehungen, zum Beispiel Takt 9 bis 11 mit Takt 40 bis 42, aber es gibt keine genauen oder auch variierten Wiederholungen. Die melodischen Ideen entwickelt Beethoven kontinuierlich weiter. Sehr wichtig für die Interpretation der Gedichte und grundlegend für Beethovens strukturelles Konzept ist die Wortwiederholung. Abgesehen von dem Kopfmotiv und dem punktierten Rhythmen enthält die Ariette kaum Charakteristisches, aber auffällig ist, dass man deutlich an Beethovens Crescendo-Anweisungen erkennt, dass künstliche Beiläufigkeit in großen Gestus umschlägt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Zur Form „Ariette“: Darstellung der historischen Entwicklung und variierenden Bedeutung des Begriffs „Ariette“ in der Vokalmusik des 18. Jahrhunderts.

2. Beethoven als Ariettenkomponist: Erörterung der ästhetischen Voraussetzungen von Beethovens Auseinandersetzung mit italienischen Texten und seinem spezifischen Ansatz in der Liedkomposition.

3. Ariette „Der Kuß“, op. 128: Detaillierte Betrachtung dieses spezifischen Werkes, unterteilt in historische Genese, literarische Vorlage, Quellenkritik und musikalische Analyse.

4. Beethovens Bearbeitungen: Untersuchung der allgemeinen kompositorischen Praxis Beethovens im Kontext der Werkbearbeitung und Einordnung der Ariette in dieses Feld.

Schlüsselwörter

Ludwig van Beethoven, Ariette, Der Kuß, op. 128, Christian Felix Weiße, Liedkomposition, Musikgeschichte, Skizzenforschung, Grasnick 1, Artaria 201, Quellenkritik, Analyse, Anakreontik, musikalische Struktur, Klavierbegleitung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit widmet sich der musikwissenschaftlichen Untersuchung der Ariette „Der Kuß“ (op. 128) von Ludwig van Beethoven.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Neben der Begriffsgeschichte der „Ariette“ stehen die Entstehungsumstände, die literarische Analyse des zugrunde liegenden Gedichts und die quellentechnische Aufarbeitung im Vordergrund.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den kompositorischen Prozess und die Entwicklung des Werkes durch die Auswertung erhaltener Skizzen und Autographe nachzuzeichnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es werden methodisch philologische Quellenstudien mit einer strukturellen musikalischen Analyse kombiniert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historisch-literarische Einordnung des Gedichts von Christian Felix Weiße sowie eine detaillierte quellenkundliche und musikalische Analyse des Werkes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Beethoven, Ariette, op. 128, Quellenstudien, musikalische Analyse und Skizzen.

Welche Bedeutung haben die Skizzenbücher für das Werk?

Die Skizzenbücher (Grasnick 1 und Artaria 201) dienen als entscheidende Belege für die jahrelange kompositorische Arbeit Beethovens und zeigen seine stetige Überarbeitung des Materials.

Wie unterscheidet sich die Vertonung von der literarischen Vorlage?

Beethoven nutzt Wortwiederholungen und gezielte musikalische Akzente, um den Inhalt des anakreontischen Gedichts dramatischer und humorvoller zu gestalten, als es die schlichte Strophenform der Vorlage nahelegen würde.

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Details

Title
Beethoven als Bearbeiter. Über die Ariette "Der Kuß" Op. 128
College
University of Vienna  (Institut für Musikwissenschaft)
Course
Hauptseminar: Beethoven als Vokalkomponist: Lieder und Gesänge
Grade
1,7
Author
Irene Schleifer (Author)
Publication Year
2005
Pages
31
Catalog Number
V913765
ISBN (eBook)
9783346232014
Language
German
Tags
beethoven bearbeiter über ariette
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Irene Schleifer (Author), 2005, Beethoven als Bearbeiter. Über die Ariette "Der Kuß" Op. 128, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/913765
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