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Mikropolitik und die Rolle der Macht

Title: Mikropolitik und die Rolle der Macht

Term Paper , 2001 , 16 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Christina Müller (Author)

Sociology - Work, Education, Organisation
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In meiner Hausarbeit werde ich versuchen die beiden Begriffe „Mikropolitik“ und „Macht“ näher zu erläutern. Ein Versuch ist es deshalb, weil beide Aus-drücke durch sehr viele verschiedene Verständnisse geprägt sind und so teilweise widersprüchliche, aber auch ergänzende Ansätze existieren.

Im ersten Teil werde ich auf den Begriff Mikropolitik eingehen und einen kurzen Überblick davon geben, was darunter zu verstehen ist.

Der zweite Teil befaßt sich mit Macht. Auf den ersten Blick hat diese nichts mit Mikropolitik gemein, doch soll hier speziell auf den Machtbegriff nach Crozier/Friedberg eingegangen werden, und nicht eine Herleitung bzw. Definition untersucht werden. Macht ist nämlich eines der drei Konzepte mikropolitischen Ansatzes nach Crozier/Friedberg. Auf diese Weise wird eine Verbindung zwischen den beiden Themen hergestellt, die zu Beginn noch so unterschiedlich waren.

Die beiden anderen Konzepte – Strategie und Spiel – können hier nur kurz erwähnt werden, was aber nicht bedeuten darf, dass sie für Crozier/Friedberg in ihrem Ansatz der Mikropolitik eine geringere Rolle spielen als Macht. Der Grund für die Aussparung ist lediglich, das eine ausführliche Erklärung den Rahmen der Arbeit sprengen würde.

Auch die anderen Ansätze sind nicht weniger relevant für den Begriff Mikropolitik oder der Macht, doch beschränke ich mich hauptsächlich auf die Erläuterung durch Crozier/Friedberg, da sie wohl eines der meist verbreiteten Konzepte konstruierten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Der Begriff der Mikropolitik

1.1. Definition von „mikro“

1.2. Mikropolitische Ansätze

2. Der Begriff der Macht

2.1. Macht bei Crozier/Friedberg

2.2. Machttypen von Crozier/Friedberg

3. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Begriffe „Mikropolitik“ und „Macht“ innerhalb von Organisationen, wobei insbesondere der machttheoretische Ansatz von Crozier und Friedberg im Fokus steht. Ziel ist es, die theoretischen Grundlagen zu erörtern und die wechselseitige Beziehung zwischen mikropolitischem Handeln und organisationaler Macht aufzuzeigen.

  • Definition und Interpretation des Begriffs Mikropolitik
  • Analyse des Machtbegriffs in sozialen Beziehungen
  • Erläuterung der Machtquellen nach Crozier und Friedberg
  • Verknüpfung von Strategie, Spiel und Macht in Organisationen
  • Reflexion der Relevanz mikropolitischer Ansätze

Auszug aus dem Buch

2.2. Machttypen von Crozier/Friedberg

Interessant ist der Hinweis der Autoren Crozier/Friedberg, dass man Zonen der Ungewissheit nicht nur vorfindet, sondern dass man auch solche Zonen selber schaffen oder zumindest vergrößern kann, um daraus Macht zu beziehen. Aber diesem Bestreben sind enge Grenzen gesetzt, da man die „künstlichen“ Ungewissheitszonen nicht zu sehr strapazieren kann. Crozier/ Friedberg teilen die „künstlichen“ Ungewissheitszonen in vier verschiedene Arten ein. Die spezifischen Kategorien stellen somit die verschieden Machquelle dar, derer sich der Akteur bedienen kann.

(1) Die erste Machtquelle wird als „Expertenwissen“ bezeichnet. Hiermit soll der Tatbestand der Spezialisierung einiger Akteure in Organisationen aufgegriffen werden. Diese Akteure sind nur schwer zu ersetzten, da sie über sogenanntes Fachwissen verfügen, dass für die Organisation selbst nur schlecht zugänglich bzw. sehr teuer ist. Ein solcher Akteur befindet sich in einer Machtposition gegenüber seiner Organisation. Auch bei einer ‚geringen’ Tätigkeit hat er großen Einfluss auf den Ablauf der Organisation, wenn er sein Fachwissen verweigert. Doch kann er seine „künstliche“ Ungewissheitszone nicht zu sehr ausspielen, da es ansonsten für die Organisation rentabler wäre sich einen anderen Experten zusuchen. Folglich hat der spezialisierte Akteur keinen uneingeschränkten Handlungsspielraum zur Verfügung, sondern muss einen geeigneten Mittelweg zwischen dem Ausspielen seiner Macht und der möglichen Ersetzung durch einen anderen Experten finden.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung stellt die beiden zentralen Begriffe Mikropolitik und Macht vor und erläutert die Entscheidung, sich primär auf den Ansatz von Crozier und Friedberg zu konzentrieren.

1. Der Begriff der Mikropolitik: In diesem Kapitel werden verschiedene Definitionen der Mikropolitik dargelegt und der Begriff „mikro“ in verschiedenen Kontexten interpretiert.

1.1. Definition von „mikro“: Hier werden vier spezifische Interpretationsweisen für das Präfix „mikro“ diskutiert, um ein tieferes Verständnis der Begrifflichkeit zu ermöglichen.

1.2. Mikropolitische Ansätze: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die wichtigsten theoretischen Ansätze der Mikropolitik, unter anderem von Burns sowie Crozier und Friedberg.

2. Der Begriff der Macht: Es wird die Vielschichtigkeit des Machtbegriffs beleuchtet, wobei zwischen klassischen und modernen Auffassungen unterschieden wird.

2.1. Macht bei Crozier/Friedberg: Das Kapitel erläutert die Machtgrundlagen, die auf Ressourcen und der Kontrolle von Ungewissheitszonen basieren.

2.2. Machttypen von Crozier/Friedberg: Hier werden vier künstliche Machtquellen identifiziert: Expertenwissen, Umweltnahtstelle, Informationskontrolle und Organisationsregeln.

3. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Bedeutung von Macht und Mikropolitik für das Verständnis organisationalen Handelns.

Schlüsselwörter

Mikropolitik, Macht, Organisationen, Crozier, Friedberg, Ungewissheitszonen, Ressourcen, Handlungsspielraum, Expertenwissen, Informationskontrolle, Organisationsregeln, Machtquellen, soziales Handeln, Strategie, Spiel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Untersuchung der Begriffe „Mikropolitik“ und „Macht“ und deren Zusammenspiel im Kontext von Organisationen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Themenfelder umfassen die Definition mikropolitischer Ansätze, die Analyse von Machtbeziehungen sowie die Bedeutung von Strategie und Spiel innerhalb von Organisationen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, durch die Erläuterung des machttheoretischen Ansatzes von Crozier und Friedberg ein tieferes Verständnis dafür zu entwickeln, wie Akteure in Organisationen ihre Ziele verfolgen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der verschiedene wissenschaftliche Konzepte und Definitionen der Mikropolitik gegenübergestellt und interpretiert werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden der Begriff der Mikropolitik, die Machttheorie nach Crozier und Friedberg sowie deren spezifische Machtquellen detailliert analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Mikropolitik, Macht, Ungewissheitszonen, Ressourcen, Expertenwissen und Organisationsregeln.

Warum ist das Konzept der „Ungewissheitszone“ so wichtig bei Crozier/Friedberg?

Weil sie den entscheidenden Hebel darstellt, über den Akteure durch den Aufbau oder die Kontrolle von Ressourcen Macht ausüben und sich Handlungsspielräume sichern können.

Welche Rolle spielen „Organisationsregeln“ bei der Machtausübung?

Obwohl Regeln ursprünglich zur Einschränkung von Spielräumen gedacht sind, erzeugen sie in der Realität paradoxerweise neue Ungewissheitszonen, die wiederum als Machtquelle dienen können.

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Details

Title
Mikropolitik und die Rolle der Macht
College
Johannes Gutenberg University Mainz  (Institut für Soziologie)
Course
Macht und Herrschaft in und durch Organisationen
Grade
2,7
Author
Christina Müller (Author)
Publication Year
2001
Pages
16
Catalog Number
V9139
ISBN (eBook)
9783638159210
Language
German
Tags
Mikropolitik Macht Crozier / Friedberg Soziologie Mikro Burns Neuberger Rolle der Macht Machttypen Machtbegriffe Mikro-Politik Crozier Friedberg mikropolitische Ansätze Strategie und Spiel Strategie & Spiel Strategie Spiel Definition Macht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christina Müller (Author), 2001, Mikropolitik und die Rolle der Macht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/9139
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