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Tu es Petrus. Exegese von Matthäus 16,18

Das Primatswort

Titre: Tu es Petrus. Exegese von Matthäus 16,18

Dossier / Travail de Séminaire , 2007 , 16 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Björn Backhaus (Auteur)

Théologie - Théologie biblique
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„Tu es Petrus et super hanc petram aedificabo ecclesiam meam et tibi dabo claves regis
coelorum“ heißt es in goldenen Lettern in der Kuppel von St. Peter, über dem Grab des
Petrus. Die Arbeit will versuchen, diese Aussage und deren Kontext exegetisch zu betrachten.
Dafür wird der Vergleich mit den anderen Evangelisten herangezogen, um Gemeinsamkeiten
und Unterschiede zu betrachten. Analytisch soll das Messiasbekenntnis und die Antwort Jesu
betrachtet und deren Bedeutung in Wort und Sinn, herausgearbeitet werden. Daneben wird die
Intention des Evangelisten Matthäus herausgearbeitet und in den sozio-historischen Kontext
gestellt. Matthäus überliefert, im Gegensatz zu Markus, nicht die Blindenheilung Mk 8,22-26. Die
Blindenheilung hat bei Markus die Funktion des Vorspiels für das Petrusbekenntnis. Damit
geht Matthäus von der Abweisung der Pharisäer und der Sadduzäer und der Warnung der
Jünger zu eben diesen zum Petrusbekenntnis über, dass er mit dem Bekenntnis Jesu zu Petrus
verbindet. Somit ergibt sich daraus bei Matthäus eine andere Konstellation. Die Aufforderung
zur Meidung der Lehren der Pharisäer und Sadduzäer, die mit dem Sauerteig gemeint sind,
steht somit dem Bekenntnis Jesu zu Petrus gegenüber, womit die Gemeinde Jesu in Petrus
eine neue Autorität erhält, die die der Schriftgelehrten ersetzt. Eingeleitet wird die
Übertragung der Autorität in Mt 13,52, wo es heißt, dass der, der Jünger des Himmels
geworden ist, sich auf „Altes“ beziehen wird, aber auch „Neues“ hervorbringen wird. Damit
ergibt sich bereits eine Vorwegnahme auf die Schlüsselgewalt des „Bindens“ und „Lösens“,
die noch im Folgenden betrachtet werden soll.
Grundlage für die Perikope des Matthäus ist das Evangelium nach Markus. Allerdings ist das
Matthäusevangelium durch Änderungen und die Einfügung der Verse Mt 16,17-19
grundlegend umgestaltet.
In der Darstellung des Markus wird die Leidensankündigung des Menschensohns zur inneren
Mitte. Dies erreicht Markus, indem er Jesus die Antwort der Jünger korrigieren lässt, durch
den Hinweis auf den leidenden Menschensohn. Noch deutlicher wird diese Akzentuierung im
Lukas Evangelium. Matthäus hingegen setzt einen anderen Schwerpunkt, indem er mit den
Versen 16,17-19 das Petrusbekenntnis selbständig einfügt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Synoptischer Vergleich

2.1 Narrative Analyse

3. Die Bedeutung von Mt 16,13-19 für Jesus

3.1 Das Petrusbild des Matthäusevangeliums

3.2 Intention des Matthäusevangeliums

4. Schlussbetrachtung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die Perikope von Matthäus 16,18 exegetisch zu untersuchen und deren Kontext zu beleuchten. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, welche Bedeutung das Petrusbekenntnis und die Antwort Jesu für das Verständnis des Matthäusevangeliums sowie dessen sozio-historischen Hintergrund haben.

  • Exegese der Petrusverheißung im Matthäusevangelium
  • Synoptischer Vergleich zwischen den Evangelisten
  • Analyse des Petrusbildes und dessen Bedeutung für die frühe Gemeinde
  • Untersuchung der metaphorischen Schlüssel- und Felsenworte
  • Kritische Würdigung der Autoritäts- und Herrschaftsstrukturen bei Matthäus

Auszug aus dem Buch

Die Bedeutung von Mt 16,13-19 für Jesus

Nachdem das Volk die bisherigen Offenbarungen Jesu als Messias nicht erkennen wollte, die Jünger ihn jedoch erkannt hatten, ging Jesus zum Bau seiner Kirche über. Der Jünger Simon sollte für diese Kirche das Fundament sein. Die Bekenntnisse Petri und das Jesu stellen einen Wendepunkt für Jesus und sein Wirken dar. Jesu bricht mit der Vergangenheit und tritt in eine neue Epoche seines Wirkens ein. Dennoch bricht Jesus nicht mit dem Alten Testament als Heilsordnung. Die Beziehung zum Volk ist es, die sich ändert, entsprechend der Haltung des Volkes zu ihm. Da das Volk Jesus, ablehnte konnte es nicht seine alttestamentliche Aufgabe, erfüllen und das Messiasvolk werden.

Daher ist auch die Errichtung des Felsenfundaments als Reaktion auf die Ablehnung des Volkes zu verstehen. Dennoch hält er dem Einzelnen, wie auch dem Volk Israel den Weg zum messianischen Heil offen. Nur die Rolle, die Gott einst dem Volke Israel zugedacht hatte, passte nicht mehr mit diesem Bruch überein.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Einführung in die exegetische Fragestellung von Mt 16,18 und die geplante methodische Vorgehensweise durch synoptischen Vergleich.

2. Synoptischer Vergleich: Analyse der Unterschiede zwischen Matthäus, Markus und Lukas hinsichtlich der Darstellung des Petrusbekenntnisses und der redaktionellen Eingriffe des Matthäus.

2.1 Narrative Analyse: Untersuchung des narrativen Kontextes der Szene in Cäsarea Philippi und deren Bedeutung für das Verständnis des Messiasbegriffs und der Jüngerrolle.

3. Die Bedeutung von Mt 16,13-19 für Jesus: Erörterung des Wendepunkts im Wirken Jesu, der durch die Ablehnung des Volkes und die Konstituierung der Kirche als neues Fundament markiert wird.

3.1 Das Petrusbild des Matthäusevangeliums: Darstellung des ambivalenten Petrusbildes, das sowohl den exemplarischen Jünger als auch den Träger apostolischer Autorität umfasst.

3.2 Intention des Matthäusevangeliums: Reflexion über die Absichten des Evangelisten, eine geschwisterliche Gemeindestruktur zu etablieren und Machtansprüche innerhalb der Nachfolge Petri zu korrigieren.

4. Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Einschätzung, dass die Petrusverheißung keinen Primatsanspruch begründet, sondern auf ein brüderliches Gemeindemodell unter dem gemeinsamen Meister Christus verweist.

Schlüsselwörter

Matthäusevangelium, Petrusbekenntnis, Exegese, Petrusverheißung, Felsenwort, Schlüsselgewalt, Messias, Kirchenbild, neutestamentliche Gemeinde, Apostel Petrus, synoptischer Vergleich, Autorität, Lehrmacht, Disziplinarvollmacht, Urgemeinde

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit einer exegetischen Untersuchung der Petrusverheißung in Matthäus 16,18 und analysiert deren theologische Bedeutung im Kontext des gesamten Evangeliums.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Rolle des Petrus als Fels der Kirche, die Bedeutung der Himmelsschlüssel sowie das matthäische Verständnis von Gemeindeautorität und Nachfolge.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, den Sinn der Aussage „Tu es Petrus“ zu erarbeiten und zu prüfen, ob sich daraus ein sakrales Primatsamt ableiten lässt oder ob Matthäus ein anderes Gemeindemodell favorisiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt einen synoptischen Vergleich zwischen den Evangelisten sowie eine narrative Analyse, um die spezifische Intention des Matthäus hervorzuheben.

Was wird im Hauptteil der Arbeit primär behandelt?

Im Hauptteil liegt der Fokus auf der exegetischen Analyse der Verse 13-19 in Kapitel 16 sowie der Korrektur der Petrusvollmacht innerhalb der matthäischen Gemeinde.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Petrusverheißung, Felsenfunktion, Schlüsselgewalt, Messias, Kirche und brüderliche Gemeindestruktur.

Wie unterscheidet sich die Darstellung bei Matthäus von anderen Evangelisten?

Matthäus fügt das Petrusbekenntnis eigenständig ein und nutzt es zur Etablierung eines neuen Fundaments, während andere Evangelisten das Petrusbild teilweise stärker relativieren.

Warum betont der Autor die Notwendigkeit einer "brüderlichen" Gemeinde?

Aufgrund von Parallelstellen im Matthäusevangelium zeigt der Autor auf, dass Matthäus Hierarchien ablehnt und die Disziplinarvollmacht der gesamten Gemeinde überträgt, statt sie an ein einzelnes Amt zu binden.

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Résumé des informations

Titre
Tu es Petrus. Exegese von Matthäus 16,18
Sous-titre
Das Primatswort
Université
University of Münster  (Katholisch-Theologische Fakultät)
Note
2,0
Auteur
Björn Backhaus (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
16
N° de catalogue
V91416
ISBN (ebook)
9783638056472
Langue
allemand
mots-clé
Petrus Exegese Matthäus
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Björn Backhaus (Auteur), 2007, Tu es Petrus. Exegese von Matthäus 16,18, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/91416
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Extrait de  16  pages
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