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Die Rolle der neuen Medien während des arabischen Frühlings in Tunesien

Titel: Die Rolle der neuen Medien während des arabischen Frühlings in Tunesien

Hausarbeit , 2020 , 17 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Aline Widder (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Ziel der Seminararbeit ist es, die Rolle der Neuen Medien, respektive der Sozialen Netzwerke, als Treiber und Träger der antiautoritären Bewegungen während der Aufstände in Tunesien, zu bestimmen. Um diese Frage zu beantworten, wurde im Rahmen einer Literaturanalyse zuerst die allgemeine Rolle des Web 2.0 für die heutige Gesellschaft untersucht. Anschließend wurden die Funktionen Sozialer Medien als Demokratisierungswerkzeug in autokratischen Regierungen betrachtet und mit den nachgezeichneten historischen Mobilisierungserfolgen der Tunesier im Netz und auf der Straße, verknüpft.

Die Resultate der Analyse zeigen, dass die neuen Medien die Fähigkeit zum Anstoß der revolutionären Prozesse besitzen, jedoch ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren wie das Zusammenwirken der neuen und der Massenmedien sowie die ausgeprägte Bereitschaft der Menschen zum Aufstand, schlussendlich für die politische Umwälzung verantwortlich war.

Die sich Ende 2010 in Tunesien gebildete Protestwelle gegen das autokratische Regime des Staatspräsidenten Ben Ali gilt als Auftakt politischer Umwälzungen in der gesamten Arabischen Welt. Gleichzeitig ist sie Auslöser einer Diskussion um die Signifikanz der Neuen Medien als innovative Partizipations- und Aktivismusform.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. DIE NEUEN MEDIEN

2.1 BEDEUTUNG IN DER HEUTIGEN GESELLSCHAFT

2.2 FUNKTIONEN BEI DER DEMOKRATIEENTWICKLUNG

3. HISTORISCHER HINTERGRUND

3.1 DIE VORREVOLUTIONÄRE SITUATION

3.2 AUSLÖSER UND VERLAUF DER PROTESTE

4. FAZIT

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht die Rolle der Neuen Medien und Sozialen Netzwerke als Treiber und Träger der antiautoritären Bewegungen während des Arabischen Frühlings am Beispiel Tunesiens. Die Forschungsfrage zielt darauf ab, inwieweit diese Medien als Demokratisierungswerkzeug in autokratischen Regimen fungieren und wie sie mit historischen Mobilisierungserfolgen verknüpft sind.

  • Bedeutung des Web 2.0 in der heutigen Gesellschaft
  • Funktion sozialer Medien bei der Demokratieentwicklung
  • Analyse der sozio-ökonomischen Ausgangslage in Tunesien
  • Zusammenspiel von neuen und traditionellen Medien
  • Instrumentalisierung digitaler Plattformen zur Mobilisierung

Auszug aus dem Buch

3.2 AuslÖser und Verlauf der Proteste

Im vorherigen Kapitel wurde verdeutlicht, dass sich Tunesien vor dem Beginn der Aufstände in einer prekären sozio-ökonomischen Lage befunden hatte. Dabei entwickelten sich unabhängige Medien als Ventil der in allen bürgerlichen Schichten verankerten Frustration, ausgelöst durch die von Korruption und Machtmissbrauch geprägten Regierung.

Am 17. Dezember 2011 führten seine wirtschaftliche Perspektivlosigkeit und die wiederholte Diffamierung seiner Person durch die lokale Verwaltung, den jungen Obst- und Gemüsehändler Mohamed Bouazizi zu einem traurigen Schritt. In der ländlich gelegenen Kleinstadt Sidi Bouzid nahm er sich das Leben, indem er sich vor dem Sitz des Gouverneurs selbst verbrannte (vgl. Jünemann et al. 2013: 44). Seine Situation bildete die Lebensumstände vieler Tunesier ab, weshalb sich die Nachricht durch die Berichterstattung des Satellitensehsenders Al Jazeera national und international sukzessive weiterverbreitete (vgl. Gertel 2014: 108). Der öffentliche Unmut gegen die autoritäre Regierung wandelte sich innerhalb kürzester Zeit zu Protesten, wobei die Protestierenden, vornehmlich junge, gebildete und systemkritische Tunesier, Freiheit, Demokratie, soziale Gleichberechtigung und eine Verbesserung des Arbeitsmarktes, forderten (vgl. Jünemann et al. 2013: 44).

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung führt in die Thematik der Proteste im Arabischen Frühling ein und definiert das Ziel der Arbeit, die Rolle der Sozialen Netzwerke als Treiber der politischen Umwälzungen in Tunesien zu analysieren.

2. DIE NEUEN MEDIEN: Dieses Kapitel erläutert die Bedeutung des Web 2.0 für die moderne Gesellschaft und untersucht die Funktion der Medien als Werkzeug zur Demokratisierung.

3. HISTORISCHER HINTERGRUND: Hier werden die vorrevolutionäre Ausgangslage Tunesiens sowie die konkreten Auslöser und der Verlauf der Proteste detailliert beleuchtet.

4. FAZIT: Das Fazit fasst zusammen, dass die Neuen Medien zwar eine zentrale Rolle spielten, die politische Umwälzung jedoch das Ergebnis eines Zusammenspiels verschiedener Faktoren war.

Schlüsselwörter

Arabischer Frühling, Tunesien, Neue Medien, Soziale Netzwerke, Web 2.0, Demokratisierung, Mobilisierung, autokratisches Regime, Mohamed Bouazizi, Al Jazeera, Bürgerproteste, politische Umwälzung, Internetaktivismus, Meinungsfreiheit, Partizipation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Einfluss von digitalen Medien und Sozialen Netzwerken auf die politischen Umwälzungsprozesse während des Arabischen Frühlings, fokussiert auf das Fallbeispiel Tunesien.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Bedeutung des Web 2.0 für die moderne Kommunikation, die Rolle von Medien in autokratischen Systemen und die spezifische Mobilisierungsdynamik der tunesischen Protestbewegung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Rolle der Neuen Medien als Treiber und Träger der antiautoritären Proteste zu bestimmen und ihre Funktion als Demokratisierungswerkzeug kritisch zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse, die den theoretischen Rahmen mit historischen Ereignissen in Tunesien verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil wird zunächst die theoretische Bedeutung des Web 2.0 und die Funktion von Medien in Demokratisierungsprozessen erörtert, gefolgt von einer Analyse der sozio-ökonomischen Situation in Tunesien vor dem Aufstand.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Arabischer Frühling, Tunesien, Soziale Netzwerke, autokratisches Regime und Mobilisierung.

Wie wurde Mohamed Bouazizi zum Symbol des Widerstands?

Durch seine Selbstverbrennung aus Protest gegen Willkür und Perspektivlosigkeit wurde er zum Auslöser einer landesweiten Solidarisierung, die über die Berichterstattung von Al Jazeera und soziale Medien an Bedeutung gewann.

Spielten traditionelle Medien ebenfalls eine Rolle?

Ja, neben sozialen Netzwerken fungierten Satellitensender wie Al Jazeera als wichtige Informationsquelle, die nationale und internationale Aufmerksamkeit auf die Proteste lenkten.

Können soziale Medien allein eine Revolution auslösen?

Nein, das Fazit der Arbeit betont, dass soziale Medien ein wichtiger Katalysator sind, der politische Erfolg jedoch aus einem komplexen Zusammenspiel verschiedener sozio-ökonomischer Faktoren resultiert.

Welche Rolle spielten die Jugendlichen in den Protesten?

Junge, gebildete Tunesier nutzten die digitalen Infrastrukturen, um ihre Forderungen nach Freiheit, Arbeit und Demokratie zu organisieren und sich effektiv zu vernetzen.

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Details

Titel
Die Rolle der neuen Medien während des arabischen Frühlings in Tunesien
Hochschule
Hochschule Heilbronn, ehem. Fachhochschule Heilbronn
Note
1,0
Autor
Aline Widder (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
17
Katalognummer
V914291
ISBN (eBook)
9783346211965
ISBN (Buch)
9783346211972
Sprache
Deutsch
Schlagworte
frühlings medien rolle tunesien
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Aline Widder (Autor:in), 2020, Die Rolle der neuen Medien während des arabischen Frühlings in Tunesien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/914291
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Leseprobe aus  17  Seiten
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