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NGOs, Global Governance und der indische Kontext

Title: NGOs, Global Governance und der indische Kontext

Seminar Paper , 2008 , 27 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Jan Andre Rapp (Author)

Politics - Region: South Asia
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Summary Excerpt Details

Die Globalisierung und ihre immensen Auswirkungen nicht nur auf das internationale
Staatensystem sondern auf alle Ebenen politischer Regulierung hat neue Herausforderungen
aber auch Chancen mit sich mitgebracht. Es sind neue Konzepte entstanden, die helfen sollen,
globale soziale und ökologische Probleme, die sich den nationalstaatlichen
Steuerungsmöglichkeiten entziehen, zu lösen und neue politische Gestaltungsformen zu
formulieren. Eines der prominentesten Modelle der letzten Jahre ist sowohl innerhalb als auch
außerhalb der Forschungsdebatte unter dem Begriff „Global Governance“ bekannt geworden.
Durch die Vernetzung verschiedener politischer Ebenen und Akteure und neue
Regelungsmechanismen spielen neben den zwischenstaatlichen Beziehungen und den
multinationalen Unternehmen nun auch andere nichtstaatliche Akteure eine zunehmend
relevantere Rolle. Es gibt bereits seit vielen Jahren die unterschiedlichsten globalen
Institutionen, wie beispielsweise die Vereinten Nationen, die eine grenzüberschreitende
Kooperation verbessern sollen. Die Nicht-Regierungsorganisation, abgekürzt NGO, ist dabei
einer der facetttenreichsten und vielversprechensten Institutionen. Sie sollen im Rahmen des
Global Governance Ansatzes die globale Zivilgesellschaft vertreten und deren Interessen
sichtbar machen. Indien wird oft als „the NGO capital of the world, with up to 100.000
different organizations and self-help associations“ (BTA 2008)1 bezeichnet, und eignet sich
daher ausgezeichnet, um die Phänomene NGO und Global Governance in Form eines
Fallbeispiels näher zu betrachten. Um genau verstehen zu können wie und ob NGOs ihre
Rolle als ‚Demokratisierer’ der internationalen Politik erfüllen können, werden im Rahmen
dieser Hausarbeit mehrer Aspekte im Hinblick auf NGOs und das Global Governance
Konzept allgemein und speziell im indischen Kontext beleuchtet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Non-Governmental Organization (NGO)

a) Begriffsdefinitionen

b) Rolle und Funktion von NGOs

c) Pro und Kontra in der NGO Debatte

3 Globalisierung und Global Governance

a) Begriffsdefinition

b) Die NGO und Global Governance

4 Die Transformation des Staates

a) Die Transformation des Staates im Rahmen der Kritischen Staatstheorie

b) Der Niedergang des Staates

c) Entwicklungspolitik und Transformationsprozesse in Indien

5 Kooperation zwischen Staat und NGO

a) Konzepte der Interaktion zwischen Regierung und NGO

b) Regierung-NGO Interaktion im indischen Kontext

6 Die Naandi Foundation

7 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Rolle von NGOs im Rahmen von Global Governance unter besonderer Berücksichtigung des indischen Kontextes, um zu analysieren, ob und wie diese Organisationen als Demokratisierungsinstrumente fungieren können.

  • Definition und Funktion von NGOs im internationalen System
  • Theoretische Grundlagen zur Transformation des Staates und Global Governance
  • Analyse der Interaktionsmodelle zwischen staatlichen Akteuren und NGOs
  • Fallbeispiel: Untersuchung der Naandi Foundation im indischen Kontext
  • Bewertung der Partizipationsmöglichkeiten zivilgesellschaftlicher Akteure

Auszug aus dem Buch

Die Naandi Foundation

Die Naandi Foundation ist eine kleine indigene NGO in Indien, deren Ziel es ist, in Form von spezialisierten (Pilot-)Projekten die Armut zu bekämpfen. Sie wurde 1998 gegründet und arbeitet vor allem in drei Sektoren: Kinderrechte, Wasser und Hygieneschutz und nachhaltige Grundversorgung. Die Naandi Foundation verfügt über 250 feste Mitarbeiter und mehrere hundert Gemeindearbeiter in insgesamt sieben Bundesstaaten. Dazu gehören Andhra Pradesh, Rajasthan, Madhya Pradesh, Chhattisgarh, Andamans, Nagaland und Maharashtra. Um die Durchsetzung ihrer Ziele erfolgreich zu gestalten arbeiten sie zusammen mit „Governments, Communities, Corporates and Civil society institutions to channelise their collective resources – financial, technical and human – into creating new approaches to solve widespread poverty related issues“ (www.naandi.org/AboutUs).

Im Rahmen ihres Ansatzes für das Recht auf Bildung wurden mehrere konkrete Initiativen im Auftrag der Regierung implementiert. Eines der Pilotprojekte „Constructing child-friendly Schools“ wurde zwischen 2004 und 2007 in Hyderabad umgesetzt und hatte die Restaurierung staatlicher Schulen zum Ziel. 2004 wurde die Naandi Foundation von der Landesregierung von Andhra Pradesh gebeten, 20 staatliche Schulen neu zu gestalten. Die Umbaukosten wurden dabei zu 70% von der Landesregierung getragen und der Rest von Naandi. Zum ersten Mal bei der Gestaltung staatlicher Schulen wurden aktiv die Eltern der Schüler mit in den Planungsprozess miteinbezogen. Es finden sich jetzt eine Reihe von Innovationen in den Klassenzimmern der Kindern, die es in der Form in staatlichen Schulen vorher noch nicht gab, wie beispielsweise den behindertengerechten Zugang zu den Klassenräumen, bessere Kreidetafeln und sichere Aufbewahrungsvorrichtungen für den Schutz der Lehrmaterialien (vgl. www.naandi.org/Education/ConstructingChildSchools).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der Global Governance ein und erläutert die Relevanz von NGOs als Akteure im Transformationsprozess des indischen Staates.

2 Die Non-Governmental Organization (NGO): Dieses Kapitel definiert den Begriff der NGO, beschreibt deren Funktionen und Rollen sowie die kritische Debatte über deren Vor- und Nachteile.

3 Globalisierung und Global Governance: Das Kapitel erläutert die Konzepte Globalisierung und Global Governance und ordnet die Rolle von NGOs in diesen globalen Verhandlungsprozessen ein.

4 Die Transformation des Staates: Hier werden theoretische Ansätze zur Transformation des Staates (u.a. nach Hirsch und Volker) sowie die spezifische entwicklungspolitische Situation in Indien analysiert.

5 Kooperation zwischen Staat und NGO: Das Kapitel beleuchtet verschiedene theoretische Interaktionsmodelle zwischen Regierungen und NGOs und wendet diese auf den Kontext der indischen Bundesstaaten an.

6 Die Naandi Foundation: Dieses Kapitel fungiert als Fallbeispiel, an dem die theoretischen Erkenntnisse zur operativen Arbeit einer indischen NGO praktisch geprüft werden.

7 Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Möglichkeiten von NGOs, zur demokratischen Gestaltung von Governance in Indien beizutragen.

Schlüsselwörter

NGO, Global Governance, Indien, Transformation des Staates, Entwicklungspolitik, Zivilgesellschaft, Naandi Foundation, Demokratisierung, Partizipation, Interaktionsmodelle, Privatisierung, Lobbyarbeit, Globalisierung, Politische Steuerung, Sozialwesen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die wachsende Bedeutung von Nicht-Regierungsorganisationen (NGOs) im Kontext von Global Governance und deren Rolle bei der demokratischen Mitgestaltung der internationalen Politik am Beispiel Indiens.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit behandelt die Definition und Typologie von NGOs, die Theorie der staatlichen Transformation, die Konzepte von Global Governance sowie die spezifischen Bedingungen der Kooperation zwischen indischem Staat und zivilgesellschaftlichen Akteuren.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu untersuchen, ob und inwiefern NGOs ihre Rolle als „Demokratisierer“ der internationalen Politik erfüllen können, insbesondere durch ihre Interaktion mit staatlichen Institutionen in einem föderalen System wie Indien.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Auseinandersetzung mit politikwissenschaftlicher Literatur zu Staatstransformation und Global Governance, ergänzt durch ein empirisches Fallbeispiel zur Anwendung dieser Theorien.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Globalisierung und NGO-Definitionen, Analysen zur Transformation des Staates und praktische Interaktionsmodelle zwischen Regierung und NGO, illustriert durch die Naandi Foundation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind NGO, Global Governance, Indien, staatliche Transformation, Entwicklungspolitik, Zivilgesellschaft, Partizipation und die Naandi Foundation.

Warum wird Indien als Fallbeispiel gewählt?

Indien eignet sich aufgrund seiner enormen Anzahl an NGOs und der komplexen föderalen Struktur, die eine Vielfalt an Interaktionsformen mit dem Staat ermöglicht, hervorragend als Labor für die Global Governance Debatte.

Welche spezifische Rolle spielt die Naandi Foundation im Fazit?

Die Naandi Foundation dient als Beleg dafür, dass NGOs zwar punktuelle Verbesserungen (z.B. in der Schulinfrastruktur) erreichen können, ihre Abhängigkeit vom Staat jedoch die Unabhängigkeit gefährden kann.

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Details

Title
NGOs, Global Governance und der indische Kontext
College
University of Heidelberg  (Südasien-Institut Heidelberg)
Course
Governance: Die Transformation des Staates und die Rolle von NGOs
Grade
1,0
Author
Jan Andre Rapp (Author)
Publication Year
2008
Pages
27
Catalog Number
V91442
ISBN (eBook)
9783638056625
ISBN (Book)
9783638947732
Language
German
Tags
NGOs Global Governance Kontext Governance Transformation Staates Rolle NGOs
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jan Andre Rapp (Author), 2008, NGOs, Global Governance und der indische Kontext, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/91442
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