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Wittgensteins Auffassung von Augustinus' Sprachverständnis

Title: Wittgensteins Auffassung von Augustinus' Sprachverständnis

Seminar Paper , 2008 , 18 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Mark Wernsdorfer (Author)

Philosophy - Philosophy of the 20th century
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Zunächst wird in der vorliegenden Arbeit auf die ersten Paragraphen der Philosophischen Untersuchungen eingegangen, um Wittgensteins Lesart von Augustinus' Schrift nachvollziehen zu können. Es soll versucht werden, die entscheidenden Charakteristika von Augustinus' Sprache nach Wittgenstein aufzuzeigen und zu belegen. Hierbei wird besonders auf die nach Wittgenstein verschiedenartige Funktion von Worten hingewiesen. Des weiteren soll versucht werden zu verdeutlichen auf welche Art er „Namen“ und „Bezeichnungen“ nach Augustinus versteht und wie beide ihm gemäß zusammenhängen sollen. Schließlich soll gezeigt werden, weshalb Wittgenstein davon ausgeht, dass Augustinus das Bild einer „primitiven Sprache“ vertritt (Wit. P. U. § 2), wieso Augustinus' Auffassung womöglich gewisse Sprachen hinreichend beschreibe, mit dem Anspruch auf jede Sprache anwendbar zu sein aber falsch sein müsse (Wit. P. U. § 3). Dies soll geleistet werden, indem Wittgensteins Argumente für das unmögliche Hinreichen von Zeichen zur Schaffung einer nicht-primitiven Sprache betrachtet werden. Daraufhin wird auf die daran von Wittgenstein geübte Kritik eingegangen. Die Mängel von Augustinus' Auffassung nach Wittgenstein sollen herausgearbeitet werden, sowie grundlegende Unterschiede zwischen beiden.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Wittgensteins Kritik an Augustinus' Sprachauffassung in den Philosophischen Untersuchungen

1. Funktionen von Worten

2. Der Ursprung von Namen

3. Hinlänglichkeit der Zeichen

3. Augustinus Sprachauffassung in „De Magistro“

1. Funktionen von Worten

2. Der Ursprung von Namen

3. Hinlänglichkeit der Zeichen

4. Revision der Differenzen

5. Schluss

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen der von Ludwig Wittgenstein kritisierten augustinischen Sprachauffassung und Augustinus' eigenen Ausführungen in seinem Werk „De Magistro“. Ziel ist es zu ergründen, ob die von Wittgenstein unterstellte „primitive Sprache“ des Augustinus einer detaillierten Textanalyse standhält oder ob bei genauerer Betrachtung ein tieferer Konsens zwischen beiden Denkern besteht.

  • Wittgensteins Kritik an Augustinus in den „Philosophischen Untersuchungen“
  • Analyse der Funktionen von Worten, Namen und Zeichen
  • Vergleichende Untersuchung der Sprachkonzeption in „De Magistro“
  • Auflösung vermeintlicher Differenzen im Sprachverständnis

Auszug aus dem Buch

1. Funktionen von Worten

Wittgenstein vergleicht die Menge der Wortarten mit dem Führerhaus einer Lokomotive (Wit. P. U. § 12). In seinem Bild entspricht jedem dort angebrachten Hebel ein Typus von Wort. Die Funktionen der Worte unterscheiden sich genauso, wie sich die Bedienelemente in ihrer Funktion unterscheiden: manche müssen konstant bedient werden, manche erlauben kontinuierliche Zustandsübergänge, manche diskrete. Worte weisen nach Wittgenstein ebenso Unterschiede in ihrer Funktion auf. Sie erschöpfen sich nicht in ihrer Funktion als Bezeichner, als Zeichen auf Gegenstände (Wit. P. U. § 27). Sprachen, die lediglich Worte als Substitution für oder Verweis auf Sinngehalte beinhalten nennt er primitive Sprachen. Um die Unschärfe einer Beschreibung durch Bezugnahme auf Bedeutung zu umgehen, fordert er auf grundlegende Formen des Sprachgebrauchs zu studieren, um sich der möglichen Funktionen der Worte bewusst zu werden (Wit. P. U. § 5).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Hinführung zum Thema, Darstellung der Fragestellung und Erläuterung des methodischen Vorgehens zum Vergleich der Sprachkonzepte.

2. Wittgensteins Kritik an Augustinus' Sprachauffassung in den Philosophischen Untersuchungen: Analyse der zentralen Kritikpunkte Wittgensteins, insbesondere des Vorwurfs eines primitiven, rein bezeichnenden Sprachverständnisses.

3. Augustinus Sprachauffassung in „De Magistro“: Untersuchung der augustinischen Sprachphilosophie anhand des Dialogs mit Adeodatus, um Begriffe von Wort und Zeichen aus der Primärquelle zu erarbeiten.

4. Revision der Differenzen: Synthese der Ergebnisse, in der aufgezeigt wird, dass die vermeintlichen Gegensätze bei genauerer Betrachtung einem grundlegenderen Konsens weichen können.

5. Schluss: Fazit der Untersuchung, das die bedingte Vereinbarkeit der beiden Sprachkonzepte bestätigt und die Ergebnisse zusammenfasst.

Schlüsselwörter

Ludwig Wittgenstein, Augustinus von Hippo, De Magistro, Sprachauffassung, Sprachphilosophie, Bedeutung, Zeichen, Benennung, Sprachgebrauch, primitive Sprache, Philosophische Untersuchungen, Spracherwerb, Namensgebung, Sprachanalyse, Wortfunktion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Verhältnis zwischen Wittgensteins Kritik an der augustinischen Sprachauffassung und den tatsächlich formulierten Sprachansichten von Augustinus in dessen Werk „De Magistro“.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Begriffe des Wortes, des Namens und des Zeichens sowie die Frage nach der Funktion von Sprache im Kontext des Spracherwerbs.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu klären, ob Augustinus tatsächlich ein so „primitives“ Sprachverständnis vertritt, wie es Wittgenstein in seinen „Philosophischen Untersuchungen“ suggeriert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine textnahe Analyse und einen systematischen Vergleich zwischen Wittgensteins Interpretationen und den originären Argumenten in Augustinus' „De Magistro“.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der wittgensteinschen Kritik, die Analyse der augustinischen Gegenposition und eine abschließende Revision, welche die Gemeinsamkeiten beider Denker herausarbeitet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Sprachauffassung, Bedeutung, Zeichen, Sprachgebrauch und der Dialog zwischen Wittgensteins Kritik und der historischen Primärquelle.

Wie bewertet der Autor die Rolle des „De Magistro“?

Das Werk wird als eine substanzielle Quelle betrachtet, die es ermöglicht, Augustinus' Sprachkonzept deutlich präziser und weniger bruchstückhaft zu erfassen als durch das oft zitierte Beispiel in den „Konfessionen“.

Gibt es einen Konsens zwischen den beiden Philosophen?

Ja, die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass bei einer differenzierteren Lesart eine bedingte Vereinbarkeit der Positionen besteht, da Augustinus' Sprachverständnis nicht zwingend als rein „primitiv“ oder vom Gebrauch losgelöst betrachtet werden muss.

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Details

Title
Wittgensteins Auffassung von Augustinus' Sprachverständnis
College
University of Bamberg
Grade
1,0
Author
Mark Wernsdorfer (Author)
Publication Year
2008
Pages
18
Catalog Number
V91452
ISBN (eBook)
9783638072656
ISBN (Book)
9783638957007
Language
German
Tags
Wittgensteins Auffassung Augustinus Sprachverständnis
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mark Wernsdorfer (Author), 2008, Wittgensteins Auffassung von Augustinus' Sprachverständnis, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/91452
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