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Die catilinarische Verschwörung – wie gefährlich war sie wirklich?

Titre: Die catilinarische Verschwörung – wie gefährlich war sie wirklich?

Dossier / Travail , 2007 , 17 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Daniel Müller (Auteur)

Histoire globale - Protohistoire, Antiquité
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In dieser Hausarbeit soll der Frage nachgegangen werden, inwieweit das historische Bild des Verschwörers Lucius Sergius Catilina korrekt bzw. korrekturbedürftig ist. Dazu sollen die erste Catilinarier Ciceros sowie Sallusts Werk und andere historische Texte der Epoche als Referenz dienen. Man kann diese Texte jedoch nicht vor dem Hintergrund der bereits in der Einleitung erwähnten Ereignisse lesen, so daß man Ciceros Reaktion immer wieder in den historischen Kontext stellen muß und nicht als singuläre Tatsache stehen lassen darf.
Es soll einmal mehr die Frage gestellt werden, ob Cicero wohl nur übertrieben hat, was die wahre Gefährlichkeit Catilinas betrifft, denn gerade dieser Verdacht drängt sich auf, wenn man zum einen die Zusammensetzung dessen Anhängerschaft betrachtet (Sklaven, gescheiterte Existenzen, ehemalige Sullaner) und sich vor Augen hält, daß Cicero nachdem dieser Coup d'Etat scheiterte, keine Gelegenheit ausließ, sich nachträglich im Glanze der Niederschlagung sonnte.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Aufbau

2. Forschungsstand

3. Die Verschwörung des Catilina und ihre Behandlung in den historischen Quellen und der heutigen Forschung

4. Schluß

5. Literaturverzeichnis

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die Arbeit untersucht das historische Bild des Verschwörers Lucius Sergius Catilina und hinterfragt kritisch, inwieweit die damalige Bedrohung durch die catilinarische Verschwörung von Cicero übertrieben dargestellt wurde, um sein eigenes politisches Profil als Retter Roms zu schärfen.

  • Analyse der Quellenlage und des Forschungsstandes zur catilinarischen Verschwörung
  • Kritische Untersuchung der ersten Rede Ciceros gegen Catilina
  • Bewertung der tatsächlichen Gefährlichkeit Catilinas für die römische Republik
  • Rolle der rhetorischen Inszenierung durch Cicero
  • Sozioökonomische Hintergründe der damaligen Anhängerschaft Catilinas

Auszug aus dem Buch

Die erste Catilinarier

Die erste Catilinarier stellt wohl die rhetorisch beste von allen vier dar; gelang es Cicero doch damit, seinen Feind aus der Stadt zu jagen. Dieser Tag stellte quasi einen der vielen Höhepunkte in der gesamten Angelegenheit dar: Der bereits zuvor verdächtigte Catilina betrat den Senat, als sei er unschuldig und sich keines Verbrechens bewußt. Dann folgte diese oratio, die ihn de facto in die Verbannung trieb. Dennoch muß man immer bedenken, daß Cicero diese Rede (vermutlich) erst drei Jahre später schriftlich niedergelegt hat, wo doch vieles verändert werden konnte, insbesondere, da der Konsul aus dem Stehgreif sprach. Deshalb soll dieser ersten Catilinarier auch besondere Aufmerksamkeit zuteil werden.

Wie stolz Cicero auf sein Handeln gewesen sein muß, zeigt sich in vielen seiner nachfolgenden Reden, so zum Beispiel auch in seiner oratio gegen Piso und bei anderen Anlässen und Briefen, z.B. an Atticus, wo er es sich nicht nehmen ließ, bei jeder Gelegenheit daran zu erinnern.

Dieser Umstand, daß Catilina bis zu jenem Zeitpunkt eigentlich noch gar nichts Konkretes unternommen hatte, was sein Vorhaben irgendwie hätte beweisen können, stellt juristisch sicher eine wichtige Tatsache dar. Ciceros Nachweise stützten sich nur auf die lancierten Informationen einer Dritten, nämlich der Fulvia, der Geliebten des Quintus Curius. Dennoch wußten er und ganz Rom, mit welchem Mann sie es zu tun hatten, denn schon im Jahre 65 v.Chr. hatten er und einige seiner Anhänger ein Attentat auf die gewählten Konsuln verübt, das allerdings mißlang; gerichtlich wurde er jedoch deswegen nicht belangt; weshalb nicht, ist unklar. Auch blieb die Verwirklichung anderer Drohungen aus. So ließ Catilina schon bei der Wahl 63. v.Chr. durchblicken, daß er zur Gewalt greifen werde, falls er nicht die Stimmenmehrheit erhielte. Dennoch, trotz seiner Niederlage blieb alles ruhig. Aber waren diese Drohungen ehrlich gemeint? Könnten sie nicht einfach im Kontext der Zeit betrachtet nur eine verbale Verschlimmerung des Kampfes um das höchste Staatsamt gewesen sein?

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das „Sterbejahrhundert“ der römischen Republik und die Fragestellung nach der tatsächlichen Bedrohung durch Catilina.

1.1 Problemstellung: Zielsetzung der Arbeit, das historische Bild Catilinas durch eine kritische Analyse antiker Quellen wie Cicero und Sallust zu hinterfragen.

1.2 Aufbau: Kurzer Abriss über den methodischen Weg der Untersuchung von der Quellenlage bis zur heutigen Forschung.

2. Forschungsstand: Überblick über die quellenkritische Literatur, von klassischen antiken Autoren bis zu modernen Forschungsbeiträgen ab 1950.

3. Die Verschwörung des Catilina und ihre Behandlung in den historischen Quellen und der heutigen Forschung: Detaillierte Analyse der rhetorischen Strategien Ciceros, der Beweislage und der politischen Motivationen hinter dem Konflikt.

4. Schluß: Zusammenfassende Bewertung, dass Catilina primär eine persönliche Bedrohung für Cicero war, während eine existenzielle Gefahr für den römischen Staat wohl übertrieben dargestellt wurde.

5. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärquellen.

Schlüsselwörter

Lucius Sergius Catilina, Cicero, römische Republik, Verschwörung, Quellenkritik, Rhetorik, Staatsfeind, Sallust, Konsulat, Historische Analyse, politische Propaganda, Senat, Antike, Machtkampf, Verschwörer.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Hausarbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die historische Figur des Lucius Sergius Catilina und die gegen ihn gerichtete catilinarische Verschwörung im Kontext der ausgehenden römischen Republik.

Welches ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, ob das überlieferte Bild von Catilina als gefährlichem Umstürzler der Realität entspricht oder ob Cicero die Bedrohung rhetorisch aufgebauscht hat, um seine eigene Rolle als Retter Roms zu legitimieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Themen umfassen die römische politische Kultur des 1. Jahrhunderts v.Chr., die Rhetorik Ciceros, die Zuverlässigkeit antiker Quellen wie Sallust und die sozioökonomischen Hintergründe der Verschwörung.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine kritische Quellenanalyse, bei der Texte von Cicero und Sallust mit dem historischen Kontext und der modernen Forschungsliteratur abgeglichen werden.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der ersten Rede Ciceros gegen Catilina, der Rolle der Informanten, dem psychologischen Druck im Senat und der Frage nach der tatsächlichen Gefährlichkeit der Anhängerschaft Catilinas.

Welche Kernaussage lässt sich aus der Arbeit ableiten?

Catilina war zwar eine reale politische Figur, die den sozialen Unmut nutzte, doch die enorme Gefährlichkeit wurde von Cicero maßgeblich aus Eigeninteresse und zur Selbstinszenierung konstruiert.

Welche Rolle spielte die Figur der Fulvia in der Argumentation?

Fulvia diente Cicero als eine seiner Hauptinformationsquellen, deren Aussagen jedoch historisch schwer zu verifizieren sind und die als Basis für Ciceros Anschuldigungen gegen Catilina dienten.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle der Hinrichtung der Mitverschwörer?

Die Exekution ohne Prozess wird als tagespolitische Notwendigkeit in einer Krisenzeit gewertet, die Cicero jedoch politisch und juristisch langfristig in eine schwierige Lage brachte.

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Résumé des informations

Titre
Die catilinarische Verschwörung – wie gefährlich war sie wirklich?
Université
Technical University of Chemnitz
Note
1,7
Auteur
Daniel Müller (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
17
N° de catalogue
V91554
ISBN (ebook)
9783638071000
ISBN (Livre)
9783638955959
Langue
allemand
mots-clé
Verschwörung Catilina Cicero Rom
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Daniel Müller (Auteur), 2007, Die catilinarische Verschwörung – wie gefährlich war sie wirklich?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/91554
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Extrait de  17  pages
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