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Offener Unterricht - Was ist das?

Title: Offener Unterricht - Was ist das?

Term Paper , 2000 , 38 Pages , Grade: 1

Autor:in: Matthias Altmannsberger (Author)

Pedagogy - School Pedagogics
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Es wird immer wichtiger, die Schülerinnen und Schüler in der Schule auf ein selbstverantwortliches und kompetentes Handeln für zukünftige private, gesellschaftliche und berufliche Situationen vorzubereiten.

In der Schule soll diese Vorbereitung mit Hilfe von geeigneten Unterrichtsformen geschehen. Besonders geeignet scheinen Unterrichtsformen zu sein, die den Schülerinnen und Schülern Möglichkeiten zu selbständigem Lernen und eigenverantwortlichem Handeln geben, wie etwa die offenen Unterrichtsformen.
Diese sollen im Folgenden näher definiert und desen Vorbilder, sprich die historische Entwicklung, durchleuchtet werden. Gründe für diese Unterrichtsform und ihre Ziele werden im weiteren Verlauf erläutert. In welchen Dimensionen Unterricht zu öffnen ist und deren Voraussetzungen führen schließlich zur praktischen Umsetzung. Dabei wird ein möglicher Einstieg aufgezeigt, sowie die verschiedenen Formen erläutert. Grenzen und Probleme offenen Unterrichts schließen die Arbeit ab.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffsklärung

2.1 Abgrenzung zum geschlossenen Unterricht (NEUHAUS-SIEMON)

2.1.1 Anlässe der Bildungsreform

2.1.2 Ziele der Bildungsreform

2.1.3 Kernstück der Bildungsreform

2.1.4 Auswirkungen der Curricula auf die offiziellen Lehrpläne

2.1.5 Die Auswirkung der Curricula auf die Schulpädagogik

2.1.6 Mängel der Curricula

2.2 Definitionsversuch

2.3 Kennzeichen des offenen Unterrichts (JÜRGENS)

3 Vorbilder des offenen Unterrichts

3.1 Reformpädagogik (Beginn des 20. Jahrhunderts)

3.2 Die englische Primarschulreform

3.3 Aktuelle Entwicklung in Deutschland

4 Begründungen des offenen Unterrichts

4.1 Rechtliche Begründung

4.2 Bildungspolitische Forderung

4.3 Lern- und motivationspsychologische Begründung

4.4 Pädagogische Begründung

4.5 Gesellschaftliche/Sozialisationstheoretische/Grundschulpädagogische Begründung

4.6 Psychologische Begründungen

5 Ziele des offenen Unterrichts

6 Dimensionen der Offenheit (RAMSEGER)

6.1 Inhaltliche Offenheit

6.2 Methodische Offenheit

6.3 Institutionelle Offenheit/Organisatorische Offenheit

7 Voraussetzungen für offenen Unterricht

7.1 Organisatorische Voraussetzungen (NEUHAUS-SIEMON)

7.2 Personale Voraussetzungen

8 Realisierungsmöglichkeiten des offenen Unterrichts

8.1 Einstieg in den offenen Unterricht

8.2 Formen der Öffnung

8.2.1 Freiarbeit

8.2.2 Tages- oder Wochenplanarbeit

8.2.3 Projektunterricht

8.2.4 Morgenkreis

9 Grenzen und Probleme des offenen Unterrichts

10 Schlußgedanken

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, das Konzept des "offenen Unterrichts" zu definieren, theoretisch zu begründen und praktische Umsetzungsmöglichkeiten im Schulalltag aufzuzeigen, um Schülerinnen und Schüler auf selbstverantwortliches Handeln vorzubereiten.

  • Historische Herleitung und Abgrenzung zum geschlossenen Unterricht
  • Psychologische und pädagogische Begründungen für Unterrichtsöffnungen
  • Dimensionen der Offenheit nach Ramseger
  • Voraussetzungen für Lehrkräfte, Schüler und die Lernumgebung
  • Konkrete Realisierungsformen wie Freiarbeit, Wochenplanarbeit, Projektunterricht und Morgenkreis

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Anlässe der Bildungsreform

Die Anlässe für die Bildungsreform in den 60er und 70er Jahren in Deutschland waren vielfältig: Als weltpolitischer Grund kann die Konkurrenz der Supermächte USA und UdSSR im Bereich von Rüstung, Technik, Wirtschaft und Bildung genannt werden, die durch den „Sputnik-Schock“ 1957 ausgelöst wurde. Es herrschte große Angst im Westen, dem technischem Fortschritt im Osten nicht mehr gewachsen zu sein. In den USA bemühte man sich bereits zu Beginn der 60er Jahre um eine Bildungsreform.

Daneben können folgende gesellschaftliche Gründe angeführt werden: Deutschland wandelte sich von einer Agrar- zu einer Industrienation. Das bis in die 60er Jahre vorherrschende Heimatkundekonzept war überkommen und wurde den Ansprüchen einer von Wissenschaft, Technik und Mobilität bestimmten Welt nicht mehr gerecht. Außerdem ging die Bildungsreformdebatte einher mit einer Demokratisierungsdebatte: In der Gesellschaft war die Bemühung um die Abkehr von autoritären Herrschaftsstrukturen vorhanden; die Menschen sollten zu Mitsprache, Kritik- und Urteilsfähigkeit erzogen werden (1969: Willy BRANDT: „Mehr Demokratie wagen.“)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung unterstreicht die Notwendigkeit, Schülerinnen und Schüler durch geeignete Unterrichtsformen auf selbstverantwortliches Handeln vorzubereiten.

2 Begriffsklärung: Dieses Kapitel ordnet den offenen Unterricht historisch ein, beleuchtet die Bildungsreformen der 60er/70er Jahre und versucht eine Definition sowie Kennzeichnung des Unterrichtsstils.

3 Vorbilder des offenen Unterrichts: Hier werden die reformpädagogischen Wurzeln (z.B. Montessori, Petersen) sowie internationale Einflüsse wie die englische Primarschulreform analysiert.

4 Begründungen des offenen Unterrichts: Es werden rechtliche, bildungspolitische, lernpsychologische und sozialisationstheoretische Argumente für eine Öffnung des Unterrichts angeführt.

5 Ziele des offenen Unterrichts: Das Kapitel benennt die verschiedenen Zielebenen, die auf die Persönlichkeitsentfaltung und soziale Kompetenz der Lernenden abzielen.

6 Dimensionen der Offenheit (RAMSEGER): Einführung der drei analytischen Dimensionen inhaltliche, methodische und institutionelle Offenheit.

7 Voraussetzungen für offenen Unterricht: Erläuterung der notwendigen organisatorischen Bedingungen sowie der veränderten Anforderungen an Lehrkräfte, Eltern und Schüler.

8 Realisierungsmöglichkeiten des offenen Unterrichts: Detaillierte Darstellung der praktischen Umsetzungsformen wie Freiarbeit, Wochenplan, Projektarbeit und Morgenkreis.

9 Grenzen und Probleme des offenen Unterrichts: Kritische Reflexion der Herausforderungen für alle Beteiligten sowie strukturelle Barrieren im deutschen Schulsystem.

10 Schlußgedanken: Ein Fazit, das für eine komplementäre Ergänzung von offenem und geschlossenem Unterricht plädiert.

Schlüsselwörter

Offener Unterricht, Schulpädagogik, Bildungsreform, Freiarbeit, Projektunterricht, Wochenplanarbeit, Schülerorientierung, Selbstverantwortliches Lernen, Lernumgebung, Unterrichtsstil, Reformpädagogik, Differenzierung, Ganzheitliches Lernen, Methodenvielfalt, Lernbegriff.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Konzept des offenen Unterrichts, seiner theoretischen Fundierung und den Möglichkeiten seiner praktischen Anwendung in der Grundschule.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Themenfelder umfassen die historische Herleitung, die Begründungszusammenhänge (psychologisch, pädagogisch, rechtlich), die Definition von Dimensionen der Offenheit sowie die konkrete Gestaltung und mögliche Probleme im Schulalltag.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, den offenen Unterricht als notwendige Antwort auf veränderte gesellschaftliche Anforderungen und die Bedürfnisse der Lernenden nach individueller Förderung und Selbstbestimmung zu begründen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Auseinandersetzung mit der Fachliteratur sowie auf die Analyse von Reformkonzepten und Schulpädagogik-Diskursen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition des Begriffs, die Begründungszusammenhänge für Reformen, die Zielsetzungen, die Strukturierung in Dimensionen sowie die Darstellung spezifischer Umsetzungsmöglichkeiten wie Freiarbeit und Projektunterricht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Offener Unterricht, Schülerorientierung, Selbsttätigkeit, Reformpädagogik, methodische Vielfalt und individuelle Förderung.

Wie wird das Verhältnis zwischen Lehrkraft und Schüler im offenen Unterricht beschrieben?

Das Verhältnis verschiebt sich weg von einer autoritären Führung hin zu einer beratenden und helfenden Funktion der Lehrkraft, wobei die Schülerinnen und Schüler als selbstständige Akteure ihrer Lernprozesse fungieren.

Warum ist die Unterscheidung zwischen "offenem" und "geschlossenem" Unterricht für den Autor relevant?

Der Autor betont, dass der offene Unterricht im geschichtlichen Kontext als Kritik am starren, lehrplanzentrierten Unterricht entstand, jedoch im Unterricht der Zukunft idealerweise komplementär zum geschlossenen Unterricht genutzt werden sollte.

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Details

Title
Offener Unterricht - Was ist das?
College
University of Regensburg  (Philosophische Fakultät II - Grundschulpädagogik)
Grade
1
Author
Matthias Altmannsberger (Author)
Publication Year
2000
Pages
38
Catalog Number
V9157
ISBN (eBook)
9783638159319
ISBN (Book)
9783638640862
Language
German
Tags
Offener Unterricht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Matthias Altmannsberger (Author), 2000, Offener Unterricht - Was ist das?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/9157
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