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Der Theaterkritiker Alfred Kerr. Zum Vorwort von "Das neue Drama"

Title: Der Theaterkritiker Alfred Kerr. Zum Vorwort von "Das neue Drama"

Seminar Paper , 2019 , 14 Pages , Grade: 2

Autor:in: Anonym (Author)

German Studies - Modern German Literature
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In der Arbeit wird das Vorwort zu Alfred Kerrs Werk "Das neue Drama" näher durchleuchtet. Darüber hinaus soll dieser Text eine Begründung liefern, was Kerr mit seinen Kritiken erreichen möchte. Um diese Frage beantworten zu können, wird primär, die von der gebürtigen Engländerin Deborah Vietor–Engländers ausführlich verfasste Biographie über Alfred Kerr, herangezogen.

Die Arbeit gliedert sich in fünf Teile. Zu Beginn soll ein Überblick über Kerrs Umwelt, welche ihn beeinflusste, geschafft werden. Daraufhin wird näher auf das Vorwort zu "Das neue Drama" eingegangen. Anschließend werden Kerrs Stil und sein Berufen als Kritiker thematisiert. Die Arbeit wird mit einem reflektierenden Fazit abgeschlossen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Prägungen

3. Vorwort zu „Das neue Drama“

3.1. Einleitung Vorwort

3.2. Der Davidbündler

3.3. Vom wahren Kritiker

3.4. Die Grundzüge des Buchs

4. Stilist

5. Berufen zum Kritiker

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Vorwort zu Alfred Kerrs Werk „Das neue Drama“ von 1905, um dessen ästhetische und kritische Ansprüche zu analysieren. Ziel ist es, das Selbstverständnis des Autors als Kritiker sowie seine methodische Vorgehensweise und stilistische Besonderheiten im Kontext seiner Zeit und Biografie zu beleuchten.

  • Alfred Kerr als prägende Figur der Theaterkritik im Naturalismus
  • Einflussfaktoren und biographische Prägungen des Autors
  • Analyse des Begriffs „Davidsbündler“ und des Selbstverständnisses als Kritiker
  • Untersuchung des spezifischen „Kerr’schen“ Schreibstils
  • Die Aufwertung der Kritik zur eigenständigen Kunstgattung

Auszug aus dem Buch

Der Davidbündler

Kerr tituliert sich im Text durchgängig als „Davidsbündler“ und bestimmt sich selbst als eine Art Truppenführer. Es stellt sich hierbei die Frage, was es mit dem Davidsbund auf sich hat. Die Davidsbündler waren ein Künstlerkreis, den der Komponist und Literaturkritiker Robert Schumann ins Leben gerufen hat. Dieser Kreis bestand aus lebenden, sowie verstorbenen Künstlern. Es hieß, der Bund sei eine „nur phantastisch auftretende“ Gemeinschaft, deren „Mitglieder weniger durch äußere Abzeichen als durch eine innere Ähnlichkeit sich erkennen lassen“.

Der Davidsbund ist ein Gemisch aus Wirklichkeit und Dichtung. Es sind zwei Quellen zu unterscheiden, auf dessen Ideen der Bund zurückzuführen ist. Zum einen sei das direkte und wirkliche Vorbild für den Künstlerkreis die biedermeierliche Künstlerrunde der „Leipziger Tunnel“ gewesen. In dieser Vereinigung fanden gesellige Tafelrunden statt, die Mitglieder trugen Pseudonyme und es wurden humoristische Kunstkritiken verfasst, welche in vereinseigenen Organen verbreitet wurden. Zum anderen empfing der Vereinsgründer Schumann Anregungen zum Davidsbund von E.T.A. Hoffmann, der die Idee des antiphiliströsen Künstlerkreises vorlegt. Geht man jedoch weiter in der Vorgeschichte des Davidsbunds zurück wird deutlich, dass Friedrich Schlegels Athenäum als „Lehrbuch des romantischen Freundschaftsbundes“ als Vorbild der Gesellschaft diente, in der poetisch gleichgesinnte Geister, welche sich als außerhalb der Gesellschaft stehend begreifen, zusammentrafen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung Alfred Kerrs als einflussreichen Theaterkritiker des Naturalismus ein und skizziert den Aufbau der Untersuchung.

2. Prägungen: Dieses Kapitel erläutert die biographischen und gesellschaftlichen Faktoren, die Kerrs schöpferisches Leben und seine intellektuelle Entwicklung maßgeblich beeinflussten.

3. Vorwort zu „Das neue Drama“: Hier wird das 1905 veröffentlichte Vorwort analysiert, wobei der Fokus auf dem Kerr’schen Schreibstil und der inhaltlichen Struktur des Textes liegt.

3.1. Einleitung Vorwort: Dieser Abschnitt beleuchtet den rhythmischen und musikalischen Einstieg des Autors in sein Werk.

3.2. Der Davidbündler: Es wird die historische Bedeutung des Davidsbundes und dessen symbolische Relevanz für das Selbstverständnis von Kerr als Kritiker untersucht.

3.3. Vom wahren Kritiker: In diesem Kapitel wird Kerrs Anspruch an eine Kritik definiert, die Hass und Liebe durch historische Gerechtigkeit temperiert.

3.4. Die Grundzüge des Buchs: Hier werden die 19 von Kerr festgelegten Punkte zur Kritik besprochen, die darauf abzielen, den Kern eines Menschen festzuhalten.

4. Stilist: Dieses Kapitel analysiert Kerrs einzigartigen, oft als „Telegrammstil“ bezeichneten Schreibstil und dessen Wirkung auf den Leser.

5. Berufen zum Kritiker: Es wird untersucht, wie Kerr seine Rolle als Theaterkritiker definierte und warum er Kritik als eigenständige Kunstform betrachtete.

6. Fazit: Das Fazit fasst Kerrs Wirken zusammen und bestätigt seinen Anspruch, die Kritik als vierte Kunstgattung neben Epik, Dramatik und Lyrik zu etablieren.

Schlüsselwörter

Alfred Kerr, Theaterkritik, Naturalismus, Davidsbündler, Robert Schumann, Literaturkritik, Schreibstil, Kunstgattung, Kulturgeschichte, Jahrhundertwende, Wahrheitssager, Journalismus, ästhetischer Anspruch, literarische Streitereien, Berlin.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit Alfred Kerr, einem der bedeutendsten deutschen Theaterkritiker der Zeit des Naturalismus, und analysiert insbesondere sein Vorwort zu „Das neue Drama“.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen sind Kerrs Selbstverständnis als Kritiker, sein einzigartiger Schreibstil, seine biographische Prägung und der Versuch, Literaturkritik als eigenständige Kunstgattung zu etablieren.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, durch die Analyse des Vorworts die Begründung zu liefern, was Kerr mit seinen Kritiken erreichen wollte und wie er sein eigenes Wirken als „Wahrheitssager“ verstand.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine Literatur- und biografische Analyse, die auf zeitgenössischen Texten und einer fundierten, neueren Biographie über Alfred Kerr basiert.

Was wird im Hauptteil des Buches behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Kerrs Prägungen, die detaillierte Analyse der vier Abschnitte seines Vorworts, seinen spezifischen Schreibstil sowie seine Selbstpositionierung als berufenem Kritiker.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den prägenden Begriffen gehören Alfred Kerr, Theaterkritik, Davidsbündler, literarische Moderne, Schreibstil und die Autonomie der Kritik.

Was bedeutet der Begriff „Davidsbündler“ im Kontext von Kerr?

Kerr nutzt den Begriff, der ursprünglich auf Robert Schumann zurückgeht, um sich selbst als Truppenführer eines Kreises zu bezeichnen, der sich gegen „Philister“ stellt und eine hohe künstlerische Qualität in der Kritik fordert.

Warum sah Kerr die Kritik als eigenständige Kunstgattung?

Kerr war der Ansicht, dass Kritik nicht nur ein Extrakt, sondern eine schöpferische Leistung sei, die über die bloße Beurteilung hinausgeht und somit neben Epik, Lyrik und Dramatik als vierte Gattung bestehen müsse.

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Details

Title
Der Theaterkritiker Alfred Kerr. Zum Vorwort von "Das neue Drama"
College
University of Innsbruck
Grade
2
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2019
Pages
14
Catalog Number
V916059
ISBN (eBook)
9783346224002
ISBN (Book)
9783346224019
Language
German
Tags
Alfred Kerr Das neue Drama Vorwort Vorwort Das neue Drama Alfred Kerr
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2019, Der Theaterkritiker Alfred Kerr. Zum Vorwort von "Das neue Drama", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/916059
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