In dieser Hausarbeit wird das Thema der Sozialen Arbeit mit Straffälligen aufgegriffen. Die Straffälligenhilfe befasst sich mit den verschiedenen Methoden zu Resozialisierung von der Gerichtshilfe mit Erwachsenen und Jugendlichen über die Soziale Arbeit im Vollzug bis hin zur Bewährungshilfe. Da dies eine Einführungsarbeit wird, werden nicht alle Gebiete der Straffälligenarbeit tiefgründig vorgestellt. Es wird ein Überblick geschaffen in dem die Rolle der Sozialarbeiter und Sozialarbeiterinnen im Strafprozess deutlich gemacht wird. Zudem soll verdeutlicht werden mit welchen Konflikten und Herausforderungen die Sozialarbeiter und Sozialarbeiterinnen in den verschiedenen Bereichen haben und welche Lösungsansätze es dafür gibt.
Der Aufbau der Hausarbeit gestaltet sich wie folgt: Im ersten Teil wird die Entwicklung und Aufgaben der Gerichtshilfe und Jugendgerichtshilfe erklärt, um zu zeigen, dass diese keineswegs dieselben Tätigkeiten sind. Danach wird auf die sozialen Dienste der Justiz eingegangen und deren unterschiedlichen Aufgaben in der Untersuchungshaft und im Strafvollzug. Zum Schluss kommt die Arbeit der Bewährungshelfer und Bewährungshelferinnen mit deren Problemen und Lösungsansätzen in den Blick.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Die Arbeit der Gerichtshilfe und Jugendgerichtshilfe
2.1 Entstehung
2.1.1 Erwachsenengerichtshilfe
2.1.2 Jugendgerichtshilfe
2.2 Aufgaben
2.2.1 Aufgaben der Erwachsenengerichtshilfe
2.2.2 Aufgaben der Jugendgerichtshilfe
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Hausarbeit besteht darin, einen fundierten Überblick über die Rolle und Funktion der Sozialen Arbeit innerhalb der Straffälligenhilfe zu geben. Dabei wird insbesondere beleuchtet, wie Sozialarbeiter im Strafprozess agieren, welchen spezifischen Herausforderungen sie gegenüberstehen und wie sich die Aufgabenbereiche zwischen der Gerichtshilfe für Erwachsene und der Jugendgerichtshilfe unterscheiden.
- Historische Entwicklung der Gerichtshilfe in Deutschland
- Differenzierung der Aufgaben zwischen Erwachsenen- und Jugendgerichtshilfe
- Die Rolle sozialer Dienste innerhalb der Justiz
- Umgang mit Konflikten und Anforderungen im beruflichen Alltag
- Methodische Lösungsansätze zur Resozialisierung straffälliger Personen
Auszug aus dem Buch
2.1.1 Erwachsenengerichtshilfe
Die ersten Entwicklungen der Erwachsenengerichtshilfe in Deutschland entstanden im deutschen Kaiserreich. Bis dahin stand der ,,Schuld- und Sühnegedanke sowie [die] Maxime der Generalprävention im Mittelpunkt der Strafverfolgung.‘‘ (Koch 1999, 15)
Erst im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Ansicht, die den Täter oder die Täterin als Persönlichkeit in den Mittelpunkt rückte. Es wurden Informationen über die Persönlichkeit, Geschichte und Motive gesammelt, um herauszufinden, ob er oder sie eine Möglichkeit zur Besserung hat. Basierend auf einen Fall in den USA 1841, in dem John Augustus als Privatperson eine Strafaussetzung auf Bewährung eines Angeklagten erwirkte, indem er mit dessen Hintergrundinformationen ein Konzept erstellte zur Problemlösung. Dadurch kam es im deutschen Reich zu einem Wandel, welcher sich darin zeigte, dass 1909 im Entwurf des Strafgesetzbuches die Möglichkeit der Strafaussetzung auf Bewährung bei Besserungschancen des Täters oder der Täterin bestand. Als 1915 in Bielefeld die ,, Zentralstelle für soziale Gerichtshilfe‘‘ gegründet wurde, dauerte es nur ein Jahr bis 1916 in Preußen die Gerichtshilfe amtlich begründet wurde aufgrund der positiven Erfahrungen aus Bielefeld. (vgl. Koch 1999, 15)
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Themenfeld der Sozialen Arbeit mit Straffälligen ein und definiert das Ziel, die Rollen der Fachkräfte im Strafprozess aufzuzeigen.
2 Die Arbeit der Gerichtshilfe und Jugendgerichtshilfe: Dieses Kapitel erläutert die geschichtliche Entstehung beider Fachbereiche und stellt die unterschiedlichen rechtlichen Rahmenbedingungen sowie Aufgabenschwerpunkte gegenüber.
Schlüsselwörter
Soziale Arbeit, Straffälligenhilfe, Gerichtshilfe, Jugendgerichtshilfe, Resozialisierung, Strafprozess, Bewährungshilfe, Untersuchungshaft, Täter-Opfer-Ausgleich, Haftentscheidungshilfe, Sozialpädagogik, StGB, JGG, Kriminologie, Strafvollzug
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle der Sozialen Arbeit innerhalb der Straffälligenhilfe und beleuchtet die verschiedenen Tätigkeitsfelder von der Gerichtshilfe bis hin zur Bewährungshilfe.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentral sind die historische Entwicklung der Gerichtshilfe, die rechtlichen Grundlagen und die Aufgabenprofile der Sozialen Dienste in der Justiz für Erwachsene sowie Jugendliche.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, einen Überblick über das Tätigkeitsfeld der Sozialarbeiter in der Straffälligenhilfe zu geben und die spezifischen Herausforderungen sowie Lösungsansätze für die Praxis aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es handelt sich um eine einführende Literaturarbeit, die auf Fachwerken wie denen von Veronika Koch und Klaus Riekenbrauk basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die historische Genese der Institutionen und eine detaillierte Gegenüberstellung der Aufgaben der Erwachsenengerichtshilfe und der Jugendgerichtshilfe.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselbegriffe sind insbesondere Resozialisierung, Gerichtshilfe, Strafverfahren und Jugendhilfe.
Wie unterscheidet sich die Jugendgerichtshilfe rechtlich von der Erwachsenengerichtshilfe?
Während die Erwachsenengerichtshilfe primär der Ermittlung für die Staatsanwaltschaft dient, ist die Jugendgerichtshilfe fester Bestandteil der Jugendhilfe nach dem SGB VIII und stärker auf erzieherische und betreuende Aspekte ausgerichtet.
Welche Rolle spielt der Täter-Opfer-Ausgleich?
Der Täter-Opfer-Ausgleich dient als alternative Methode, um durch Vermittlung zwischen den Parteien eine außergerichtliche Einigung zu erzielen und so Verfahren im besten Fall einzustellen.
Warum wurde die Gerichtshilfe nach 1933 zunächst abgeschafft?
Die Gerichtshilfe wurde durch den Nationalsozialismus aufgrund ideologischer Umbrüche in der Strafrechtspflege sowie mangelnder Qualifikationsstandards für eine geplante Umstrukturierung weitgehend beendet.
Was versteht man unter Haftentscheidungshilfe?
Diese umfasst die Prüfung, ob bei einem Haftbefehl mildere Mittel als die Untersuchungshaft ausreichen, um den Zweck des Verfahrens zu sichern, während gleichzeitig die Lebensumstände des Beschuldigten berücksichtigt werden.
- Citar trabajo
- Katharina Hühnermann (Autor), 2018, Soziale Arbeit in der Straffälligen-Hilfe. Eine Einführung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/916308