Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Politics - Environmental Policy

Global Governance für die Umweltpolitik? Machtasymmetrien als intervenierender Faktor für die internationale Umweltkooperation am Beispiel der Klimapolitik

Title: Global Governance für die Umweltpolitik? Machtasymmetrien als intervenierender Faktor für die internationale Umweltkooperation am Beispiel der Klimapolitik

Master's Thesis , 2007 , 95 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Daniel Otto (Author)

Politics - Environmental Policy
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

In der Politikwissenschaft wird in den letzten Jahren immer wieder der Ansatz des Global Governance zur Lösung von transnationalen Problemen debattiert.
In dieser Arbeit wird der Versuch unternommen, Machtasymmetrien als inhibierendem Faktor für die internationale Umweltkooperation im Bereich der Klimapolitik herauszustellen.
Als theoretischem Ansatz wird mit der Regimetheorie respektive dem situationsstrukturellen Ansatz nach Zürn gearbeitet, der aus der situativen Konstellation der Akteure zueinander Aussagen über die Kooperationswahrscheinlichkeit treffen kann. Als sekundäre Einflussfaktoren werden die Anteile der Länder an den CO2-Emissionen sowie deren objektive und politische Betroffenheit berücksichtigt.
Anschließend wird debattiert, inwiefern in der internationalen Umweltpolitik Potenziale für eine zukünftige Regulierung durch Global Governance existieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Regimetheorie

2.1. Definition Regime

2.2. Regimeentstehung

2.3. Typen von Regimen

2.3.1. Interessenbasierte Ansätze

2.3.2. Machtbasierte Ansätze

2.3.3. Wissensbasierte Ansätze

2.4. Regimewirkung

3. Analysemethode und Hypothesenbildung

3.1. Der situationsstrukturelle Ansatz

3.1.1. Koordinationsspiel ohne Verteilungskonflikte (KOV)

3.1.2. Koordinationsspielen mit Verteilungskonflikten (KMV)

3.1.3. Dilemmasituation

3.1.4. Rambospiel

3.2. Definition und Einflussgrad von Machtasymmetrien

3.2.1. Macht als Einflussfaktor

3.2.2. Spezifika in der Klimapolitik

3.2.3. Betroffenheit und Anteil am CO2 Ausstoß als Machtressourcen in der Klimapolitik

4. Die Klimakonferenzen in Rio der Janeiro 1992 und Kyoto 1997

4.1. Akteurspräferenzen am Beginn der INC-Prozesses

4.1.1. USA

4.1.2. Europa

4.1.3. Japan und Russland

4.1.4. Entwicklungsländer

4.2. Konfliktlinien im UNCED Jahr 1992

4.3. Von New York nach Rio

4.4. Ergebnisse des Verhandlungsprozesses und der Konferenz in Rio der Janeiro

4.5. Innenpolitische Entwicklung während des Rio Prozesses

4.5.1. USA

4.5.2. Europa

5. Die Konferenz von Kyoto

5.1. Akteurspräferenzen

5.1.1. Europäische Union

5.1.2. USA

5.1.3. Japan

5.1.3. Russland

5.1.4. G77

5.2. Verhandlungsverlauf vor Kyoto

5.3. Die Konferenz von Kyoto

5.4. Inhalte des Kyoto-Protokolls

5.5. Innenpolitik

5.5.1. USA

5.5.2. EU

6. Die Situationsstruktur in den Klimaverhandlungen in Rio de Janeiro und Kyoto

7. Machtasymmetrie in den Klimaverhandlungen, inhibierend oder irrelevant

7.1. Anteil CO2 Emissionen als Machtfaktor in den Klimaverhandlungen

7.2. Betroffenheit als relevante Variable für Verhandlungspräferenzen

7.2.1. Objektive Betroffenheit

7.2.2. Politische Betroffenheit

7.2.2.1. USA

7.2.2.2. Europäische Union

7.2.2.3. Entwicklungsländer

8. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss von Machtasymmetrien auf die internationale Umweltkooperation, mit einem Fokus auf die Klimapolitik. Dabei wird analysiert, inwieweit unterschiedliche Verhandlungssituationen und machtpolitische Faktoren die Ergebnisse der Klimakonferenzen von Rio (1992) und Kyoto (1997) determiniert haben.

  • Anwendung des situationsstrukturellen Ansatzes der Regimetheorie
  • Analyse der Akteurspräferenzen und Interessenlagen im Klimaregime
  • Untersuchung von Machtasymmetrien durch CO2-Emissionen und Betroffenheit
  • Evaluierung der Rolle innerstaatlicher Einflussfaktoren (Two-Level-Game)
  • Kritische Reflexion der Global-Governance-Perspektive in der Umweltpolitik

Auszug aus dem Buch

3.1.1. Koordinationsspiel ohne Verteilungskonflikte (KOV)

Ein Koordinationsspiel ohne Verteilungskonflikte (KOV) stellt das für die Kooperation geringste Hindernis der vier situativen Bedingungen dar. Es besteht eine grundsätzliche Einigkeit über eine Zusammenarbeit, die Partizipation aller beteiligten Akteure steht nicht zur Disposition.

Die entscheidende Problematik in der Interaktion der Akteure besteht in Form eines Kommunikationsproblems, dies bedeutet aber auch, dass keine grundlegenden Konflikte zwischen den Akteuren existieren. Der Wunsch nach Kooperation ist also auf allen Seiten vorhanden und genießt höchste Präferenz, ein nicht kooperatives Verhalten oder deren Abbruch würde für den entsprechenden Staat eine Selbstschädigung bedeuten. Wird das Kommunikationsdefizit überwunden, ist die Wahrscheinlichkeit einer Einigung hoch. Da die Kooperationsbarrieren klein sind, kann davon ausgegangen werden, dass eine Kooperation auch trotz Nicht-Existenz einer normativen Institution stattfinden kann, sie ist also kein notwendiges Kriterium.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in den Global Governance Ansatz und Darstellung der Forschungsfrage bezüglich der Gründe für die bisher nur rudimentäre internationale Zusammenarbeit in der Umweltpolitik.

2. Regimetheorie: Theoretische Grundlegung des Regimebegriffs, seiner Entstehung, Typen und Wirkungsmechanismen innerhalb der internationalen Beziehungen.

3. Analysemethode und Hypothesenbildung: Vorstellung des situationsstrukturellen Ansatzes und Definition der Variablen Betroffenheit sowie Machtasymmetrie zur Analyse klimapolitischer Verhandlungen.

4. Die Klimakonferenzen in Rio der Janeiro 1992 und Kyoto 1997: Deskriptive Analyse der Akteurspräferenzen, Konfliktlinien und Verhandlungsergebnisse der beiden bedeutenden Konferenzen.

5. Die Konferenz von Kyoto: Detaillierte Untersuchung der Präferenzen und des Verhandlungsverlaufs in Kyoto, einschließlich der Rolle der USA, EU und G77.

6. Die Situationsstruktur in den Klimaverhandlungen in Rio de Janeiro und Kyoto: Analyse der situativen Konstellationen der Konferenzen auf Basis des gewählten methodischen Ansatzes.

7. Machtasymmetrie in den Klimaverhandlungen, inhibierend oder irrelevant: Empirische Überprüfung des Einflusses von CO2-Emissionen und Betroffenheit auf die Machtverhältnisse und Verhandlungsergebnisse.

8. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Beantwortung der Ausgangsfrage zur Rolle von Machtasymmetrien als Hemmschuh der internationalen Klimapolitik.

Schlüsselwörter

Global Governance, Klimapolitik, Regimetheorie, Machtasymmetrie, Rio-Konferenz, Kyoto-Protokoll, Klimawandel, Internationale Kooperation, Interessenkalkül, CO2-Emissionen, Betroffenheit, Situationsstruktur, Two-Level-Game, Umweltschutz, Verhandlungsposition.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, warum internationale Klimaschutzabkommen oft nur schwer zustande kommen und welche Rolle Machtasymmetrien zwischen den beteiligten Staaten dabei spielen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind die Regimetheorie, das Konzept von Global Governance sowie die Analyse klimapolitischer Interessenlagen und Handlungsrestriktionen von Akteuren wie den USA, der EU und Entwicklungsländern.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu eruieren, warum internationale Zusammenarbeit in der Umweltpolitik bisher oft nur rudimentär erfolgt ist und ob Machtasymmetrien hierbei als intervenierende Faktoren wirken.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt den situationsstrukturellen Ansatz der Regimetheorie, erweitert um das "Two-Level-Game"-Konzept, um internationale und innerstaatliche Einflüsse auf Verhandlungsergebnisse zu analysieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Konferenzen von Rio 1992 und Kyoto 1997, die Rolle von CO2-Emissionen als Machtfaktor sowie die objektive und politische Betroffenheit der Akteure.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Klimapolitik, Regimetheorie, Machtasymmetrie, Global Governance, Rio-Konferenz, Kyoto-Protokoll und internationale Verhandlungen sind die prägenden Begriffe.

Warum wird das "Two-Level-Game" zur Analyse herangezogen?

Es dient dazu, den Einfluss innerstaatlicher Faktoren wie Lobbygruppen, öffentliche Meinung und institutionelle Zwänge auf die Verhandlungsmacht der nationalen Delegationen abzubilden.

Welche Bedeutung haben CO2-Emissionen in dieser Analyse?

Sie dienen als Machtressource, da Staaten mit hohem Ausstoß für die Wirksamkeit einer internationalen Regelung konstitutiv sind und ihre Teilnahme somit zum zentralen Verhandlungsvorteil wird.

Wie unterscheidet sich die Rolle der EU von der der USA?

Während die EU in den Verhandlungen meist als Vorreiter für ambitionierte Ziele agierte, traten die USA häufig als Bremser auf, die auf ihre nationale Souveränität und ökonomische Interessen fokussiert waren.

Was ist das Hauptergebnis bezüglich des Global Governance Ansatzes?

Die Analyse kommt zu dem Schluss, dass das Konzept des Global Governance in der aktuellen klimapolitischen Realität aufgrund asymmetrischer Interessenkonstellationen kaum umsetzbar ist.

Excerpt out of 95 pages  - scroll top

Details

Title
Global Governance für die Umweltpolitik? Machtasymmetrien als intervenierender Faktor für die internationale Umweltkooperation am Beispiel der Klimapolitik
College
University of Tubingen  (Fakultät der Sozial- und Verhaltenswissenschaften, Institut für Politikwissenschaft )
Grade
1,0
Author
Daniel Otto (Author)
Publication Year
2007
Pages
95
Catalog Number
V91648
ISBN (eBook)
9783638057493
ISBN (Book)
9783638948081
Language
German
Tags
Global Governance Umweltpolitik Machtasymmetrien Faktor Umweltkooperation Beispiel Klimapolitik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniel Otto (Author), 2007, Global Governance für die Umweltpolitik? Machtasymmetrien als intervenierender Faktor für die internationale Umweltkooperation am Beispiel der Klimapolitik , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/91648
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  95  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint