Die vorliegende Arbeit liefert den Bericht über mein absolviertes Fachpraktikum in Chemie am Mathematischen Naturwissenschaftlichen Gymnasium in X., während des Zeitraumes vom 06. August bis zum 07. September. Neben der Vorstellung der Schule und ihrem Angebot an Chemieunterricht gibt sie meine Beobachtungen im Chemieunterricht sowie
meine eigenen Unterrichtserfahrungen wider. Dabei liegt ein Schwerpunkt auf mein Referatsthema im Seminar „Chemie im Kontext“, welches ich auch versucht habe, praktisch in einer Unterrichtseinheit umzusetzen.
Inhaltsverzeichnis
2 Einleitung
2.1 Die Schule
2.2 Lehrangebot für das Fach Chemie
2.3 Die Chemiesammlung und die Fachräume
3 Theoretischer Teil
3.1 ChiK als alternative Lehrmethode des Chemieunterrichts
3.2 Planung einer Unterrichtseinheit nach ChiK
4 Praktischer Teil
4.1 Durchführung der ChiK-Einheit
4.2 Weitere Unterrichtseinheiten
4.2.1 Unterrichtsplanung für die 9d
4.2.2 Unterricht in der 9d
4.2.3 Unterrichtsplanung für den Leistungskurs, Jahrgangsstufe 13
4.2.4 Unterricht im Leistungskurs, Jahrgangsstufe 13
5 Unterrichtsbeobachtungen
5.1 Beobachtungen in der Unterstufe
5.2 Beobachtungen in der Mittelstufe
5.3 Beobachtungen in der Oberstufe
6 Beschluß
7 Literatur
7.1 Bücher
7.2 Zeitschriften
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit dient als Reflexionsbericht eines absolvierten Fachpraktikums im Fach Chemie am Mathematisch Naturwissenschaftlichen Gymnasium und zielt darauf ab, neben einer Vorstellung der Schule und ihrer fachspezifischen Infrastruktur, eigene Unterrichtserfahrungen sowie Beobachtungen im Chemieunterricht zu dokumentieren und kritisch zu hinterfragen.
- Vorstellung des Mathematisch Naturwissenschaftlichen Gymnasiums und der fachlichen Rahmenbedingungen für den Chemieunterricht.
- Theoretische Auseinandersetzung mit der Unterrichtsmethode „Chemie im Kontext“ (ChiK).
- Praktische Erprobung und Reflexion einer Unterrichtseinheit zur Kontext-Thematik „Ein Vorkoster in Not“.
- Durchführung und Planung von weiteren Unterrichtsreihen, insbesondere zu Alkalimetallen und Aromatenchemie (Benzol).
- Beobachtung und Analyse des Chemieunterrichts in verschiedenen Lernstufen (Unter-, Mittel- und Oberstufe).
Auszug aus dem Buch
3.1 ChiK als alternative Lehrmethode des Chemieunterrichts
Der Chemieunterricht stellt wie jedes Unterrichtsfach seinen Beitrag zur Ausbildung allgemeiner Fähigkeiten, nur eben unter dem Aspekt chemischer Inhalte. Dazu zählen die Entwicklung kognitiver Fähigkeiten, oder auch charakteristische aktuelle ethische Grundeinstellungen der Gesellschaft. Daneben soll der Chemieunterricht zu einer Befähigung zur Teilnahme an geistigen und kulturellen Errungenschaften der Zeit führen, sowie zu der Einsicht. daß wissenschaftliche Vorstellungen einem steten Wandel unterliegen, nämlich nicht von falschen zu richtigen Vorstellungen, sondern von schlechteren zu besseren. (Dürer, 1999, S. 18)
Gerade in den naturwissenschaftlichen Fächern werden große Mängel als auch allgemeines Desinteresse der Schüler deutlich. Vor allem in Physik zu und Chemie ist dies auch auf die oftmals komplexen Probleme zurückzuführen, denen die Schüler dort häufig begegnen. (Parchmann, 2000, S. 132)
„Chemie im Kontext“ stellt nun eine Alternative dar, die den Chemieunterricht interessanter machen und so die Schüler besser motivieren soll. Dieses Alternativcurriculum basiert dabei auf zwei zentralen Aspekten der modernen Lehr-/Lernforschung: dem „Konstruktivismus“ und dem „situierten Lernen“; dabei wird davon ausgegangen, daß Wissen nicht von einer Person auf eine andere ohne weiteres übertragbar ist, sondern daß sich jedes Individuum sein eigenes Wissensgerüst selbst konstruiert. Daneben wird Wissen immer situiert, also in erlebten Umweltsituationen, erworben. Ziel des Unterrichts ist es nun, dieses „situierte Wissen“ mit einem strukturierten Wissensaufbau zu verbinden. (Demuth, 2001, S. 1)
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Der Verfasser erläutert den Anlass des Berichts über sein Fachpraktikum und skizziert die schulischen Rahmenbedingungen sowie den didaktischen Schwerpunkt auf „Chemie im Kontext“.
Theoretischer Teil: Es werden die Grundlagen des Konzepts „Chemie im Kontext“ sowie die methodische Planung einer entsprechenden Unterrichtseinheit dargelegt.
Praktischer Teil: Dieser Abschnitt umfasst die konkrete Umsetzung der ChiK-Einheit sowie die Planung und Durchführung weiterer Stunden zu den Alkalimetallen und zur Aromatenchemie.
Unterrichtsbeobachtungen: Der Autor schildert seine Eindrücke und Beobachtungen aus dem Chemieunterricht in der Unter-, Mittel- und Oberstufe.
Beschluß: Ein persönliches Resümee zieht eine positive Bilanz der Praktikumszeit und bestätigt den Berufswunsch des Autors.
Literatur: Verzeichnis der verwendeten Quellen aus Fachliteratur und didaktischen Zeitschriften.
Schlüsselwörter
Chemieunterricht, Fachpraktikum, Chemie im Kontext, ChiK, Konstruktivismus, situiertes Lernen, Strukturaufklärung, Benzol, Alkalimetalle, Unterrichtsbeobachtung, Didaktik, Schulpraxis, naturwissenschaftliche Bildung, Aromatenchemie, Referendariat.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dem Bericht grundsätzlich?
Der Bericht dokumentiert die Erfahrungen, die der Autor während eines fünf-wöchigen Fachpraktikums im Fach Chemie an einem Gymnasium gesammelt hat, einschließlich der Vorstellung der Schule und der Reflexion eigener Unterrichtsversuche.
Welche zentralen Themenfelder behandelt die Arbeit?
Die zentralen Felder sind die methodische Gestaltung von Chemieunterricht, die Anwendung des Konzepts „Chemie im Kontext“, die experimentelle Strukturaufklärung organischer Verbindungen sowie allgemeine Beobachtungen zur Didaktik in verschiedenen Altersstufen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die kritische Reflexion und Dokumentation des Fachpraktikums, um den eigenen Lernfortschritt für den Lehrerberuf nachzuweisen und didaktische Konzepte praktisch zu erproben.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um einen schulpraktischen Bericht, der auf hospitierenden Unterrichtsbeobachtungen, eigener Unterrichtsplanung basierend auf fachdidaktischer Literatur und der aktiven Durchführung von Lehrversuchen basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu modernen Lernkonzepten, die Planung und Evaluation einer „Chemie im Kontext“-Einheit, weitere Unterrichtseinheiten (Alkalimetalle/Aromaten) sowie eine detaillierte Beobachtung der Unterrichtspraxis in Unter-, Mittel- und Oberstufe.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich primär durch Fachdidaktik, Chemieunterricht, „Chemie im Kontext“ und schulpraktische Studien definieren.
Warum wählte der Autor für die Jahrgangsstufe 9 die Unterrichtseinheit „Ein Vorkoster in Not“?
Der Kontext bietet eine lebensnahe Anknüpfung und eignet sich laut Autor besonders gut für Wiederholungen zu Trennverfahren und Aggregatzuständen, die auf den Wissensstand der Jahrgangsstufe 7 aufbauen.
Welche Herausforderung ergab sich bei der Einführung der Benzolstruktur im Leistungskurs?
Eine zentrale Herausforderung war die Notwendigkeit, experimentelle Befunde (wie die Nicht-Entfärbung von Bromwasser) mit theoretischen Modellen (Mesomerie, Oszillationstheorie) zu verknüpfen, um falsche Strukturformeln wie die von Kékulé oder Dewar auszuschließen.
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- Stephan-Pierre Mentsches (Author), 2007, Mein Fachpraktikum Chemie am naturwissenschaftlichen Gymnasium, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/91651