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Die CCO-Perspektive. Kommunikation in Organisationen

Title: Die CCO-Perspektive. Kommunikation in Organisationen

Term Paper , 2020 , 20 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Sophie Narjes (Author)

Business economics - Corporate communication
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Im beobachtbaren Alltag von wirtschaftlichen Organisationen wird deutlich, dass permanent kommuniziert wird, die Kommunikation selbst jedoch selten, nur bei auftretenden Problemen in Form von bspw. Missverständnissen oder mangelnder Informationsbasis für Entscheidungen, thematisiert wird. Es fehlt eine bewusste Auseinandersetzung mit Kommunikation in und von Organisationen. Sie wird in der betriebswirtschaftlichen Theorie häufig gewiss als zentral, jedoch zugleich als unveränderbare Gegebenheit und Basis betrachtet. Die Möglichkeiten der Reflexion und Anpassungsfähigkeit von kommunikativen Prozessen hingegen werden nicht erwähnt.

Mit dieser Problematik setzt sich diese Arbeit auseinander und bearbeitet die Frage: Wie wird in wirtschaftlichen Organisationen kommuniziert bzw. wie läuft die Kommunikation in wirtschaftlichen Organisationen ab? Weitere Fragen, die anhand einer Beispielorganisation bearbeitet werden sollen, sind: Welches Verständnis von Kommunikation liegt der Organisation zugrunde? Mit und über welche Mittel wird kommuniziert? Wie werden Entscheidungen kommuniziert? Wird Entscheidungskontingenz kommuniziert?

Zunächst werden die CCO-Perspektive, die Begriffe Organisation, Kommunikation, Entscheidung und Kontingenz eingeführt und definiert. Dem folgt die Einordnung von Kommunikation aus der betriebswirtschaftlichen Perspektive. Im Anschluss wird die Beispielorganisation beschrieben und ihre Kommunikation analysiert. Weiterhin werden die extern und intern eingesetzten Medien beschrieben und anhand von situativen Erläuterungen auf die Fragestellungen hin überprüft. Nachfolgend wird die Kommunikation von Entscheidungskontingenz in der Organisation analysiert und interpretiert, um abschließend das Verständnis von Kommunikation zu beleuchten und ein Fazit zu ziehen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die theoretische Perspektive - Kommunikation im organisationalen Kontext

2.1 Die CCO-Perspektive

2. 2 Die Perspektive der betriebswirtschaftlichen Managementlehre

3. Die Kommunikation der Beispielorganisation

3.1 Die Vorstellung der beobachteten Organisation

3.2 Die externe Kommunikation und eingesetzte Medien

3.3 Die interne Kommunikation und eingesetzte Medien

3.4 Kommunikation von Entscheidungskontingenz

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Rolle der Kommunikation in wirtschaftlichen Organisationen, indem sie die theoretische CCO-Perspektive (Communication Constitutes Organization) einer klassisch betriebswirtschaftlichen Sichtweise gegenüberstellt. Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für die oft unterschätzte Bedeutung kommunikativer Prozesse und deren Zusammenhang mit der Konstitution von Organisationen als soziale Systeme zu gewinnen.

  • Theoretische Fundierung durch die CCO-Perspektive und Systemtheorie
  • Kritische Reflexion der betriebswirtschaftlichen Managementlehre in Bezug auf Kommunikation
  • Analyse der externen und internen Kommunikationspraxis in einem international agierenden Technologieunternehmen
  • Untersuchung der Kommunikation von Entscheidungskontingenzen im organisationalen Alltag

Auszug aus dem Buch

3.2 Die externe Kommunikation und eingesetzte Medien

In der zuvor beschriebenen Organisation wird eine Vielzahl an Medien verwendet. Medien steht hierbei für technische Kommunikationsmittel wie Emails, Chats, Websites sowie physische Medien wie bspw. Texte, Bilder und Produktpräsentationen, aber auch interpersonelle Formen wie das persönliche Gespräch, Tagungen oder Teammeetings, also bestimmte von der Organisation entwickelte Foren, Rahmungen und Strukturen in denen und durch welche Kommunikation stattfindet. Als Beispiel kann in einem Teammeeting kommuniziert werden, doch allein mit dem Ansetzen des Meetings wird bereits ein Bedarf nach einem Raum für Kommunikation und damit die Entscheidung diesen Rahmen zu schaffen kommuniziert.

Die Organisation als System kommuniziert über unterschiedlichste Mittel in ihre Umwelt und verwendet viele Ressourcen auf die Planung der Verbreitung ihrer „Botschaften“ –intern, wie extern – die nach Luhmanns Argumentation Kommunikation von Entscheidung implizieren (vgl. Luhmann 2006: 63). So z. B. wenn ein absatzstarkes Produkt entweder mehr oder weniger beworben wird, als andere Produkte im Sortiment, je nach der zuvor intern gewählten Strategie des Unternehmens. Bevor näher auf die Kommunikation innerhalb des Systems eingegangen wird, werden im Folgenden die an die Umwelt der Organisation also andere Systeme bzw. auch in das rahmende System der Gesellschaft gerichteten Kommunikationsmittel und -prozesse aufgeführt und erläutert. Als Umwelt werden nach Luhmanns Vorstellung auch die Personen betrachtet die zeitweise an der Organisation mit ihrem psychischen System beteiligt sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die vernachlässigte Rolle der Kommunikation in der Organisationsforschung und definiert die zentralen Forschungsfragen anhand einer Beispielorganisation.

2. Die theoretische Perspektive - Kommunikation im organisationalen Kontext: Dieses Kapitel vergleicht die CCO-Perspektive nach Luhmann mit der klassisch betriebswirtschaftlichen Managementlehre, um unterschiedliche Auffassungen von Kommunikation und Organisation darzustellen.

3. Die Kommunikation der Beispielorganisation: Hier wird die externe und interne Kommunikationspraxis eines Technologieunternehmens analysiert und dabei explizit die Kommunikation von Entscheidungskontingenz untersucht.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Kommunikationsprozesse in Organisationen einen emergenten Charakter haben und einer aktiven Bewusstwerdung bedürfen, statt Kommunikation lediglich als instrumentelles Mittel zu betrachten.

Schlüsselwörter

Organisation, Kommunikation, CCO-Perspektive, Systemtheorie, Entscheidungskontingenz, Managementlehre, Organisationsforschung, Interne Kommunikation, Externe Kommunikation, Autopoiesis, Soziale Systeme, Information, Unternehmensführung, Strategisches Management, Entscheidungskommunikation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie in wirtschaftlichen Organisationen kommuniziert wird und welches Kommunikationsverständnis diesen zugrunde liegt, insbesondere unter Anwendung der CCO-Perspektive.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder umfassen die systemtheoretische Sicht auf Organisationen, die Kommunikation von Entscheidungen, die Rolle interner und externer Medien sowie das Spannungsfeld zwischen betriebswirtschaftlicher Planung und emergenten Kommunikationsprozessen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass Kommunikation eine konstitutive Kraft für Organisationen besitzt, die in der klassischen Managementlehre oft als "weicher Faktor" unterschätzt wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Fundierung durch die Systemtheorie von Niklas Luhmann (CCO-Perspektive) kombiniert mit einer Fallbeispielanalyse einer internationalen Technologieorganisation.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Diskussion der CCO-Perspektive und der Managementlehre sowie die detaillierte empirische Beobachtung der Kommunikationsmittel und Entscheidungsprozesse in der Beispielorganisation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe CCO-Perspektive, Entscheidungskontingenz, Organisation, Kommunikation und Systemtheorie beschreiben.

Warum ist die Unterscheidung zwischen Information und Kommunikation in dieser Arbeit so wichtig?

In der systemtheoretischen Perspektive wird Kommunikation nicht als bloßer Informationsfluss verstanden, sondern als Prozess, bei dem Sinn durch Verstehen erst entsteht, was für das Verständnis der Organisationskonstitution fundamental ist.

Welchen Einfluss hat die "Entscheidungskontingenz" auf die Unternehmenskommunikation?

Die Kommunikation von Kontingenz – also die Tatsache, dass Entscheidungen auch anders hätten ausfallen können – ist in der Praxis oft schwierig, da Organisationen häufig den Schein der Alternativlosigkeit wahren wollen, um Unsicherheit zu absorbieren.

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Details

Title
Die CCO-Perspektive. Kommunikation in Organisationen
College
University of Bamberg  (institut für Kommunikationswissenschaft)
Grade
1,0
Author
Sophie Narjes (Author)
Publication Year
2020
Pages
20
Catalog Number
V916637
ISBN (eBook)
9783346235008
ISBN (Book)
9783346235015
Language
German
Tags
Kommunikation organisation Betriebswirtschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sophie Narjes (Author), 2020, Die CCO-Perspektive. Kommunikation in Organisationen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/916637
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