Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Didactique de l'Allemand - Littérature, Œuvres

Inwiefern unterscheidet sich ein Buch der Kindheitsautonomie zu einem Buch, das zum selben Zeitpunkt in der ehemaligen DDR aktuell war?

Titre: Inwiefern unterscheidet sich ein Buch der Kindheitsautonomie zu einem Buch, das zum selben Zeitpunkt in der ehemaligen DDR aktuell war?

Dossier / Travail , 2016 , 19 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Gülsah Janßen (Auteur)

Didactique de l'Allemand - Littérature, Œuvres
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Die Kinder und Jugendliteratur der 1950´er Jahre zeichnet sich besonders dadurch aus, dass sie die Veränderungen der Gesellschaft wiederspiegelt. Eine gravierende Veränderung zeigt sich in dem veränderten Kindheitsbild. Der Kapitalismus und die Industrialisierung führen dazu, dass Familien ohne die Mithilfe der Kinder ihr Arbeitspensum zu bewältigen. Dieser Umstand bringt einen Gewinn an Zeit mit sich und somit die Schaffung eines eigenen Raumes für die Kindheit. Das bringt unter anderem mit sich, dass das Kind als eigenständige Leserschaft erkannt wird. Explizit auf Kinder zugeschnittene Literatur wird geschrieben und veröffentlicht. Der Entstehungsort ist bestimmend für Inhalte der Literatur. Selbst der Unterschied zwischen Ost- oder Westdeutschland ist maßgeblich. Mein Interesse gilt der Kinderliteratur der 1950´er Jahre. Hierbei besonders der Umstand, wie sehr sich die Literatur eines Landes zur selben Zeit in verschiedenen Zonen unterscheidet.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Welche Faktoren bestimmen die Zugehörigkeit eines Buches zur Kindheitsautonomie und wie zeichnet die sich aus?

3. Was ist charakteristisch für Kinderbücher aus der Nachkriegszeit, die in der DDR aktuell waren?

4. Welche Aspekte der Erzähltextanalyse sind für meine Fragestellung interessant und warum?

Zeitpunkt des Erzählens

Beteiligung des Erzählers

Fokalisierung

Figurengestaltung

Figurencharakterisierung

Moralvorstellungen

5. Kurze Zusammenfassung von „Tinko“

6. Kurze Zusammenfassung von „Der kleine Wassermann“

7. Wie gestaltet sich die erzählte Welt?

8. Erzähler, Zeitpunkt, Perspektive und Fokalisierung in beiden Werken

9. Darstellung der Figuren

10. Welche Moralvorstellungen werden über den Text transportiert und wie werden diese dargestellt?

11. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht anhand einer vergleichenden Analyse von Erwin Strittmatters „Tinko“ und Otfried Preußlers „Der kleine Wassermann“, wie die Kinderliteratur der 1950er Jahre gesellschaftliche und historische Veränderungen der Nachkriegszeit reflektiert und inwiefern sich Konzepte der Kindheitsautonomie von ideologisch geprägten Narrativen der ehemaligen DDR unterscheiden.

  • Vergleichende Analyse der Kinderliteratur der 1950er Jahre in Ost- und Westdeutschland.
  • Untersuchung der Figurengestaltung und deren Entwicklungspotenziale.
  • Analyse der Moralvermittlung und pädagogischer Absichten in den Texten.
  • Anwendung erzähltheoretischer Instrumente zur Untersuchung von Erzähler, Fokalisierung und Zeitstruktur.
  • Gegenüberstellung von sozialistischem Erziehungsanspruch und phantastischer Autonomie.

Auszug aus dem Buch

Figurengestaltung

„Figur“ (lat. figura: Form, Gestalt) wird abgeleitet von fingere, was ›vortäuschen‹ oder auch ›erdichten‹ bedeutet“ (Lahn, Meister 2013: 232). „Die Bewohner der fiktiven Welten fiktionaler Erzählungen nennt man ›Figuren‹“ (Martínes 2011: 145). In fiktionalen Texten agieren Figuren, in faktualen Texten wird von Personen oder Menschen berichtet. Die Besonderheit von Figuren werden darin gezeigt, dass sie nicht real sein müssen. Sie werden oftmals mit phantastischen Elementen verbunden. Ein unerlässliches Merkmal, um von einer Figur sprechen zu können, ist ihre Intentionalität. Sie zeigt sich anhand von Gedanken, Gefühlen, Wahrnehmungen, Wünschen und Absichten (vgl. ebd.). Figuren in fiktionalen Texten sind in sich abgeschlossen und trotzdem unvollständig. Alle Informationen, die die Figur betreffen, können dem Text entnommen werden. Trotzdem sind Figuren immer unvollständig, denn schon Details, die der Autor nicht erwähnt, z.B. die Frisur einer Figur, machen sie unvollständig. Das Vorwissen des Rezipienten ergänzt die fehlenden Informationen. Es entsteht eine spezielle Vorstellung von der Figur, die individuell ist. Widersprüchliche Informationen, die mit dem Vorwissen korrelieren, werden durch gattungstypologisches Wissen ergänzt und in einen sinnvollen Kontext gebracht. Figuren übernehmen in fiktionalen Texten die relevante Funktion der Bedeutungsvermittlung (vgl. Lahn, Meister 2013: 232).

Um Figuren beschreiben zu können, müssen mögliche Hinweise genau analysiert und interpretiert werden. „Eine Figur kann mehr oder weniger komplex sein: Eine [sic!] kleiner Merkmalssatz macht sie ›flach‹ oder einfach, eine Vielzahl und Vielfalt von Wesenszügen ›rund‹ oder komplex“ (Martínes 2011: 147). Je nachdem, wie sich diese Merkmale im Verlauf der Geschichte verändern, sind die Figuren statisch (gleichbleibend) oder dynamisch (verändert). Oft sind die Komplexität und die Dynamik von Figuren miteinander verbunden. Figuren mit einem kleinen Merkmalssatz sind oft statisch. Figuren mit einem komplexen Merkmalssatz, die sich verändern und dabei ihren Merkmalssatz erweitern, sind dynamisch.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung legt den Fokus auf das veränderte Kindheitsbild der 1950er Jahre und begründet die Auswahl der Werke „Tinko“ und „Der kleine Wassermann“ für den Vergleich.

2. Welche Faktoren bestimmen die Zugehörigkeit eines Buches zur Kindheitsautonomie und wie zeichnet die sich aus?: Dieses Kapitel definiert die Merkmale der Kindheitsautonomie, wie etwa die Abgrenzung von der Erwachsenenwelt und den Fokus auf ästhetisches Vergnügen.

3. Was ist charakteristisch für Kinderbücher aus der Nachkriegszeit, die in der DDR aktuell waren?: Hier wird der ideologische Erziehungsauftrag der DDR-Kinderliteratur erläutert, der soziale Integration und gesellschaftlichen Aufbau thematisiert.

4. Welche Aspekte der Erzähltextanalyse sind für meine Fragestellung interessant und warum?: Die methodische Grundlage wird durch eine Definition von Erzähler-Dimensionen, Zeitstruktur, Fokalisierung und Figurencharakterisierung geschaffen.

5. Kurze Zusammenfassung von „Tinko“: Es wird die Handlung des Romans von Erwin Strittmatter skizziert, insbesondere die Konflikte zwischen den Generationen im Kontext der Kollektivierung.

6. Kurze Zusammenfassung von „Der kleine Wassermann“: Die phantastische Erzählung von Otfried Preußler wird inhaltlich zusammengefasst, wobei die Abenteuer des Protagonisten im Vordergrund stehen.

7. Wie gestaltet sich die erzählte Welt?: Das Kapitel vergleicht die dörfliche, real-fiktive Welt bei Strittmatter mit der phantastischen Parallelwelt in Preußlers Werk.

8. Erzähler, Zeitpunkt, Perspektive und Fokalisierung in beiden Werken: Eine erzähltheoretische Anwendung auf die gewählten Primärtexte, wobei Unterschiede in Erzählerpositionen und Zeitgestaltung hervorgehoben werden.

9. Darstellung der Figuren: Die Ausarbeitung untersucht die Entwicklung der kindlichen Protagonisten und ordnet ihre Komplexität und Dynamik ein.

10. Welche Moralvorstellungen werden über den Text transportiert und wie werden diese dargestellt?: Dieser Abschnitt analysiert, wie soziale Normen, pädagogische Belehrungen und Vorurteile in den Erzählungen verarbeitet werden.

11. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse und bewertet die Eignung der Werke für die heutige Zeit.

Schlüsselwörter

Kindheitsautonomie, Kinderliteratur, Nachkriegszeit, DDR-Literatur, Tinko, Der kleine Wassermann, Erzähltextanalyse, Figurendarstellung, Moralvorstellungen, Pädagogik, Generationenkonflikt, Erziehung, Phantastik, Gesellschaftswandel, Literaturvergleich.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit vergleicht die Kinderliteratur der 1950er Jahre in der ehemaligen DDR mit Werken der Kindheitsautonomie, um unterschiedliche Konzepte der Kindheit und gesellschaftliche Einflüsse aufzuzeigen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit behandelt die literarische Darstellung von Kindheit, die Verarbeitung der Nachkriegszeit, moralische Erziehungsansprüche und erzähltheoretische Strukturen in Kinderbüchern.

Was ist die primäre Forschungsfrage des Dokuments?

Die Arbeit geht der Frage nach, inwiefern sich ein Buch der Kindheitsautonomie von einem Buch unterscheidet, das zur selben Zeit in der ehemaligen DDR aktuell war.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Erzähltextanalyse angewendet, um Kategorien wie Erzähler, Fokalisierung, Zeitgestaltung und Figurencharakterisierung objektiv vergleichbar zu machen.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil der Ausarbeitung im Fokus?

Der Hauptteil analysiert die Werke „Tinko“ von Erwin Strittmatter und „Der kleine Wassermann“ von Otfried Preußler hinsichtlich ihrer Erzählstruktur, ihrer Figuren und der transportierten Moralvorstellungen.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Kindheitsautonomie, Erzähltextanalyse, DDR-Kinderliteratur und moralische Normvermittlung beschreiben.

Wie unterscheidet sich die Behandlung des Generationenkonflikts in „Tinko“?

In „Tinko“ wird der Generationenkonflikt als direkter Spiegel der gesellschaftlichen Umbrüche und der Industrialisierung in der DDR dargestellt, wobei der Großvater für Tradition und der Vater für den Fortschritt steht.

Welche Rolle spielt die Phantastik im „kleinen Wassermann“?

Die Phantastik dient als Medium, um eine kindgerechte Parallelwelt zu erschaffen, in der moralische Werte vermittelt werden, ohne die realen politischen Nachkriegskonflikte explizit zu thematisieren.

Welches Fazit zieht die Autorin zur heutigen Lesbarkeit der Werke?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass „Tinko“ aufgrund seiner historischen Spezifika heute für Kinder nur schwer ohne die Unterstützung und Erklärung durch einen Erwachsenen rezipierbar ist.

Wird die Entwicklung der Figuren in den Texten unterschiedlich bewertet?

Ja, „Tinko“ zeigt eine dynamische Entwicklung des Protagonisten durch äußere gesellschaftliche Konflikte, während der „kleine Wassermann“ als eher statische Figur gezeichnet wird, die in einem geschlossenen, autarken System agiert.

Fin de l'extrait de 19 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Inwiefern unterscheidet sich ein Buch der Kindheitsautonomie zu einem Buch, das zum selben Zeitpunkt in der ehemaligen DDR aktuell war?
Université
University of Hildesheim  (Deutsche Sprache und Literatur)
Cours
Literatur der Kindheitsautonomie
Note
1,0
Auteur
Gülsah Janßen (Auteur)
Année de publication
2016
Pages
19
N° de catalogue
V917482
ISBN (ebook)
9783346237231
ISBN (Livre)
9783346237248
Langue
allemand
mots-clé
"Tinko" und "der kleine Wassermann" im Vergleich
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Gülsah Janßen (Auteur), 2016, Inwiefern unterscheidet sich ein Buch der Kindheitsautonomie zu einem Buch, das zum selben Zeitpunkt in der ehemaligen DDR aktuell war?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/917482
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  19  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint