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Fürstin Pauline zur Lippe. Muttersein und Regentschaft um 1800

Título: Fürstin Pauline zur Lippe. Muttersein und Regentschaft um 1800

Tesis de Maestría , 2013 , 97 Páginas , Calificación: 1,1

Autor:in: Magister Sandra Rehle (Autor)

Historia de Europa - Tiempos modernos, absolutismo, industrialización
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Zunächst wird ein kurzer Einblick in die europäischen Geschehnisse der untersuchten Zeit gegeben, bevor auf die konkrete Situation von Frauen der gehobenen Stände im ausgehenden 18. Jahrhundert eingegangen wird.
Das zweite Kapitel stellt die Fürstin Pauline zur Lippe in den Vordergrund und orientiert sich dabei an der Gliederung des ersten Kapitels. Im dritten Kapitel wird die Regentschaft der Fürstin näher beleuchtet, vor allem unter den Gesichtspunkten ihrer Erfolge und Herausforderungen, ihrer Handlungsmotivationen, sowie ihrer Regentschaftsübergabe an Leopold II.
Das vierte Kapitel stellt die Regentinnen, Herzogin Anna Amalie von Sachsen-Weimar-Eisenach und Kaiserin Maria Theresia von Österreich vor. Die Lebenswege der beiden Frauen, ihr Verhältnis zu ihren Kindern, die Kennzeichen ihrer Regentschaft, sowie ihre Handlungsmotivationen sollen herausgearbeitet werden.
In den Schlussbetrachtungen werden die verschiedenen Leistungen der Drei miteinander verglichen und der Bezug zu soziobiologischen und soziophilosophischen Forschungen zum Thema Mutterinstinkt und Mutterliebe hergestellt.

„Meine Söhne [...] sind das beste Gut meines Lebens.“ schrieb Fürstin Pauline zur Lippe am 20. November 1809. Zu diesem Zeitpunkt war sie bereits seit sieben Jahren Regentin des Fürstentums Lippe. Zwei Jahre zuvor hat sie Napoleon, Kaiserin Joséphine und weitere einflussreiche Menschen ihrer Zeit getroffen, Paris gesehen und vieles erreicht. Dennoch stellte sie ihre Söhne in den Mittelpunkt ihres Lebens.

Die oben zitierte Aussage ist ein Beweggrund für das Erstellen der vorliegenden Arbeit. Weitere Gründe sind u.a. ihr durchaus widersprüchliches Leben, ihr Mut ihrem Vater zu widersprechen und „Nein“ zu Leopold zu sagen, Napoleon die Zusicherung abzutrotzen die Unabhängigkeit Lippes zu gewährleisten und auch die Erkenntnis, dass Familien Unterstützung in der Kinderbetreuung benötigen. Insgesamt sind ihre Leistungen beeindruckend und bei allen absolutistischen Machtansprüchen überraschend modern und ihrer Zeit voraus oder eher zeitlos.

Da ihre Taten und ihr Leben zwangsläufig in Bezug zu ihrem Geschlecht gesetzt werden, zieht diese Arbeit die Herzogin Anna Amalia von Sachsen-Weimar-Eisenach und die Kaiserin Maria Theresia von Österreich zum Vergleich hinzu. Es soll versucht werden, herauszufinden ob Mutterschaft einen Einfluss auf die Regentinnen hatte und wie diese Tatsache zur Geltung kam.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Das ausgehende 18. Jahrhundert

1.1 Die Stellung der Frau um 1800

1.2 Die Erziehung der Mädchen

1.3 Das Ehe- und Familienleben

1.4 Die Kindererziehung

2. Pauline Christine Wilhelmine zur Lippe

2.1 Erziehung zur Regentin

2.2 Die Brautzeit und das Eheleben

2.3 Pauline als Ehefrau und Mutter

2.3.1 Die Jahre von 1796 bis 1800

2.3.2 Der Tod der Prinzessin Louise Christine Friederike

2.3.3 Die Jahre von 1800 bis 1815

3. Paulines Regentschaft

3.1 Erfolge und Herausforderungen

3.2 Paulines Handlungsmotivationen

3.3 Regentschaftsübergabe an Leopold II.

4. Regentinnen im Vergleich

4.1 Anna Amalia von Sachsen-Weimar-Eisenach

4.1.1.1. Anna Amalia als Ehefrau und Mutter

4.1.1.2. Anna Amalias Regentschaft

4.2 Maria Theresia von Österreich

4.2.1 Maria Theresia als Ehefrau und Mutter

4.2.2 Maria Theresias Regentschaft

5. Schlussbetrachtungen

Zielsetzung & Themen

Die wissenschaftliche Arbeit untersucht den Einfluss von Mutterschaft auf die Regentschaft von Fürstin Pauline zur Lippe um 1800. Dabei wird analysiert, wie sie ihr Rollenverständnis als Mutter und Regentin vereinbarte und ob die Mutterschaft ihre politischen Entscheidungen beeinflusste. Ein vergleichender Blick auf die Herzogin Anna Amalia von Sachsen-Weimar-Eisenach und die Kaiserin Maria Theresia von Österreich dient dazu, die Einzigartigkeit von Paulines Handeln im historischen Kontext einzuordnen.

  • Die gesellschaftliche Stellung der Frau und die Bedeutung von Mutterschaft um 1800.
  • Die persönliche Entwicklung und Regierungsweise der Fürstin Pauline zur Lippe.
  • Vergleichende Analyse weiblicher Regentschaften und deren Verhältnis zu Nachkommen.
  • Einfluss soziobiologischer und soziophilosophischer Konzepte wie Mutterinstinkt auf das Regentenhandeln.

Auszug aus dem Buch

Die Jahre von 1796 bis 1800

Wie in Kapitel 1.3 beschrieben, war der Zweck jeder ehelichen Verbindung, vor allem in den gehobenen Ständen, die Zeugung von Erben. Das Vertrauensverhältnis zwischen Fürstin Pauline und ihrem Cousin Herzog Friedrich Christian zeigt sich auch bei diesen Themen. Bereits am 11. Februar 1796 gibt sie ihm Hinweise auf die körperlichen Aspekte ihres Ehelebens, sie spricht von leidenschaftlicher Liebe, und erkundigt sich nach der erhofften Schwangerschaft der Herzogin Louise Auguste. Dennoch bedarf es einer großen Aufmerksamkeit, um die Andeutungen die Pauline über ihre eigene Schwangerschaft macht, nicht zu übersehen. So berichtet sie erst im 5. Monat konkret über ihre Schwangerschaft, der Herzogin gratuliert sie sogar erst in deren 6. Schwangerschaftsmonat. Es mögen viele Gründe für diese „Verzögerungen“ gegeben haben. Einige werden mit dem damaligen Stand der gynäkologischen Kenntnisse, andere werden durch die Postwege entstanden sein.

Die Autorin stellt heraus, welche Schwierigkeiten die Medizinwissenschaft bei der Erforschung und Diagnostik schwangerer Frauen zu bewältigen hatte. Unsicherheiten und zum Teil auch Unwissenheit betrafen aber auch die werdenden Mütter. Das Heranwachsen des ungeborenen Kindes lief, bis zur Erfindung des Ultraschalls, im Verborgenen ab. Daher existierten lange Zeit zwei Wahrheiten, die somatischen Wahrnehmungen der Frauen und die männlichen Lehrmeinungen. Eine „sichere“ Schwangerschaftsdiagnostik begann erst im 18. Jahrhundert in den Geburtshäusern und Anatomien, in denen Daten, u.a. durch Beobachten, genauer erfasst wurden.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Vorstellung der Forschungsfrage nach dem Einfluss von Mutterschaft auf die Regentschaft der Fürstin Pauline zur Lippe im historischen Kontext.

1. Das ausgehende 18. Jahrhundert: Analyse der sozialen Rolle der Frau, Mädchenerziehung sowie Ehe- und Familienkonzepte in einer Zeit des Umbruchs.

2. Pauline Christine Wilhelmine zur Lippe: Darstellung der persönlichen Biografie Paulines von der Erziehung zur Regentin bis zur Ehe und Mutterschaft.

3. Paulines Regentschaft: Untersuchung ihrer politischen Erfolge, Herausforderungen und ihres Stils als Regentin sowie der Amtsübergabe.

4. Regentinnen im Vergleich: Vergleichende Analyse der Lebenswege und Regierungsstile von Anna Amalia von Sachsen-Weimar-Eisenach und Maria Theresia von Österreich.

5. Schlussbetrachtungen: Zusammenfassender Vergleich der Leistungen der drei Regentinnen und Einordnung in den wissenschaftlichen Diskurs über Mutterinstinkt und Mutterschaft.

Schlüsselwörter

Fürstin Pauline zur Lippe, Regentschaft, Mutterschaft, 18. Jahrhundert, Frauenerziehung, Eheleben, Anna Amalia von Sachsen-Weimar-Eisenach, Maria Theresia von Österreich, Sozialpolitik, Aufklärung, Familienleben, Herrscherin, Frauengeschichte, weibliche Herrschaft, politisches Handeln.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Rolle der Fürstin Pauline zur Lippe als Regentin und Mutter um 1800 und analysiert den Einfluss ihres mütterlichen Rollenbildes auf ihr politisches Handeln.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Die Untersuchung umfasst die Erziehung adliger Frauen, die Bedingungen der Mutterschaft in den gehobenen Ständen, die politischen Rahmenbedingungen um 1800 sowie einen Vergleich mit anderen bedeutenden Regentinnen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Hauptziel ist es, herauszufinden, ob Mutterschaft einen messbaren Einfluss auf das Wirken von Fürstin Pauline als Regentin hatte und wie sie die Vereinbarkeit ihrer Aufgaben gestaltete.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer historisch-biografischen Analyse, die durch die Auswertung zeitgenössischer Korrespondenzen, Reiseberichte und einschlägiger historischer Fachliteratur gestützt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des historischen Kontextes, die detaillierte Biografie von Fürstin Pauline, ihre Regierungszeit sowie einen vergleichenden Teil mit anderen historischen Regentenpersönlichkeiten.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Zentrale Begriffe sind Fürstin Pauline zur Lippe, Regentschaft, Mutterschaft, 18. Jahrhundert, Sozialpolitik und weibliche Herrschaftsgeschichte.

Welche Bedeutung hatte das Thema der Mutterschaft für Fürstin Pauline persönlich?

Für Pauline war die Mutterschaft ein zentrales Lebensziel, das sie auch während ihrer Regentschaft aktiv in den Vordergrund stellte, was sich etwa in der persönlichen Erziehung ihrer Söhne widerspiegelt.

Wie unterscheidet sich Pauline zur Lippe in ihrem Handeln von Maria Theresia?

Während bei Maria Theresia dynastische Erwägungen und die Stabilität des Staates klar im Vordergrund standen, fokussierte Pauline ihre Energie stärker auf die individuelle Erziehung ihrer Kinder und eine ausgeprägte Sozialpolitik.

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Detalles

Título
Fürstin Pauline zur Lippe. Muttersein und Regentschaft um 1800
Universidad
University of Hamburg  (Fakultät für Geisteswissenschaften, Departements für Philosophie und Geschichtswissenschaft)
Calificación
1,1
Autor
Magister Sandra Rehle (Autor)
Año de publicación
2013
Páginas
97
No. de catálogo
V917634
ISBN (Ebook)
9783346235923
ISBN (Libro)
9783346235930
Idioma
Alemán
Etiqueta
Mutterschaft Regentschaft Eheleben Frauengeschichte Frühe Neuzeit 1800 Anna Amalia Maria Theresia Napoleon Familienleben Kinderziehung Mädchenbildung Pauline zur Lippe 18. Jahrhundert Frauenbildung Erziehung zur Regentin Regentin Muttersein Witwe
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Magister Sandra Rehle (Autor), 2013, Fürstin Pauline zur Lippe. Muttersein und Regentschaft um 1800, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/917634
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