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FinTechs und Regulierung. Der aktuelle aufsichtsrechtliche Rahmen

Titel: FinTechs und Regulierung. Der aktuelle aufsichtsrechtliche Rahmen

Bachelorarbeit , 2020 , 71 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Tobias Winkler (Autor:in)

BWL - Investition und Finanzierung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Mittelpunkt dieser wissenschaftlichen Arbeit steht daher die Forschungsfrage: Welche Chancen und Risiken entstehen durch Finanzinnovationen bzw. FinTechs und wie können diese von Gesetzgeber & Aufsichtsbehörden angemessen reguliert werden?

Die fortschreitende Digitalisierung der Finanzwelt durch neue Dienstleistungen und Kommunikationswege bringt für Verbraucher, Unternehmen und für die Stabilität und Innovationskraft der Finanzmärkte Vorteile mit sich. Allerdings sind mit der immer stärkeren Automatisierung finanzwirtschaftlicher Prozesse und Disintermediation auch Risiken verbunden, deren Beherrschung sich die Regulierungs- und Aufsichtsbehörden zur Aufgabe gemacht haben.

Die Forderung nach Regulierung unterstellt zunächst einmal, dass ein Markt nicht vollkommen ist und es grundsätzlich zu Marktversagen kommen kann. Dies impliziert wiederum das Vorhandensein von Risiken. Diese Tatsache führt zu drei wesentlichen Zielen, die eine Finanzmarktregulierung verfolgen sollte: Anlegerschutz, Funktionenschutz und Systemschutz. Mit dem Begriff „Bankenregulierung“ sind demnach im weiten Sinne die Vorschriften (Gesetze, Verordnungen, Richtlinien) gemeint, die diesen Schutz bieten. Davon abzugrenzen ist die Aufsicht, das heißt die weitere Beaufsichtigung (Überwachung) durch dafür beauftragte Behörden.

Da FinTechs einerseits Teil eines Marktes, dem Finanzmarkt, sind und andererseits der Finanzmarkt wiederum nur ein Teil des Gesamtmarktes ist, bestehen bedeutsame Interdependenzen, die in der Analyse berücksichtigt werden müssen. Jede Regulierung steht im Spannungsfeld zwischen Innovationen, Wettbewerb und Schutz.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Motivation

1.2 Problemstellung

1.3 Ziel der Arbeit

1.4 Aufbau der Arbeit

2 Der Begriff „FinTech“ und deren Geschäftsmodelle

2.1 Definition wesentlicher Begriffe und Abgrenzung

2.1.1 FinTech

2.1.2 Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsunternehmen und Finanzunternehmen

2.2 Kategorisierung wesentlicher FinTech‐Geschäftsfelder

2.2.1 Zahlungsverkehr

2.2.2 Vermögensmanagement

2.2.3 Finanzierung

3 Chancen und Risiken für Verbraucher und Finanzmarktakteure

3.1 Chancen von Finanzinnovationen

3.1.1 Chancen für Verbraucher

3.1.2 Chancen für Unternehmen

3.1.3 Chancen für die Finanzstabilität

3.2 Risiken von Finanzinnovationen

3.2.1 Risiken für Verbraucher

3.2.2 Risiken für Unternehmen

3.2.3 Risiken für die Finanzstabilität

4 Grundzüge des Aufsichtsrechts und der Regulierung von Finanzdienstleistungen

4.1 Definition wesentlicher Begriffe und Abgrenzung

4.1.1 Regulierung

4.1.2 Aufsicht

4.2 Aufsichtsrechtlicher Mechanismus für etablierte bzw. traditionelle Institute

4.2.1 Regulierungsvorschriften

4.2.2 Aufsichtsbehörden

4.3. Aufsichtsrechtlicher Rahmen für FinTech‐Unternehmen

4.3.1 Aktuelle Ausprägung in Deutschland

4.3.2 Vergleich diverser internationaler FinTech‐Regulierungsrahmen

5 Herausforderungen für FinTech‐Unternehmen und Bankenaufsicht

5.1 Innovationsmanagement und Unternehmenskooperationen

5.2 Konvergenz oder Divergenz von Regulierungszielen

6 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen Finanzinnovationen (FinTechs) und der Regulierung durch staatliche Aufsichtsbehörden. Das primäre Ziel besteht darin, die Chancen und Risiken für Verbraucher, Finanzdienstleister und die Finanzstabilität zu identifizieren und daraus Handlungsmaßnahmen für eine angemessene Regulierung abzuleiten, die Innovation fördert, ohne den Schutz des Finanzsystems zu gefährden.

  • Definition und Kategorisierung von FinTechs und deren Geschäftsmodellen
  • Analyse der Chancen und Risiken von Finanzinnovationen für verschiedene Marktakteure
  • Untersuchung der Grundzüge des deutschen und internationalen Bankaufsichtsrechts
  • Vergleich internationaler Regulierungsansätze (Deutschland, Schweiz, UK, Singapur)
  • Bewertung von Lösungsansätzen für den Zielkonflikt zwischen Regulierung und Innovation

Auszug aus dem Buch

1.1 Motivation

Paul Volcker, ehemaliger Vorsitzender des Federal Reserve System der Vereinigten Staaten von Amerika, sagte im Jahr 2009 in der New York Post: „The only thing useful banks have invented in 20 years is the ATM.“ Damit zweifelte er in der Öffentlichkeit die Innovationskraft von Banken an. Wenn dieser Aussage zufolge von Banken keine Innovationen zu erwarten sind, von wem dann?

Digitalisierung führt zu einer Umgestaltung ganzer Branchen und Sektoren. War es vor einigen Jahren für Verbraucher noch undenkbar, mittels Computer und Internet Konsumgüter online zu bestellen, gehört dies mittlerweile zum Alltag. Unternehmen verwenden modernste Kommunikations- und Informationstechnik in ihrer Fertigung, so dass zum Beispiel Maschinen untereinander kommunizieren können oder Material selbstständig nachbestellen. In der Produktion spricht man von Industrie 4.0 bzw. der Vierten Industriellen Revolution und misst deren Auswirkungen ähnliche Maßstäbe bei wie der Industrialisierung vor rund 200 Jahren.

Die steigende Anzahl der Internet- und Smartphone-Nutzer, technischer Fortschritt sowie Vertrauensverluste in Folge der Finanzkrise des frühen 21. Jahrhunderts haben auch zu einer Digitalisierung von finanziellen Dienstleistungen geführt. Dieser Aufbruch bzw. Wandel ging insbesondere von FinTech-Unternehmen aus.

Der Begriff „FinTech“ ist eine Kombination aus den Worten „Financial Services“ und „Technology“. Dieses Kunstwort kann grundsätzlich als Synonym für innovative Geschäftsmodelle im Finanzbereich interpretiert werden. Diese Unternehmen folgen dem Trend zur Personalisierung und Demokratisierung von Finanzdienstleistungen und stehen somit in direkter Konkurrenz zu den traditionellen Banken bzw. ergänzen deren Angebot.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik ein, begründet die Relevanz der Untersuchung angesichts des digitalen Strukturwandels und formuliert die zentrale Forschungsfrage.

2 Der Begriff „FinTech“ und deren Geschäftsmodelle: Hier werden Definitionen sowie Kategorisierungen der Geschäftsfelder Zahlungsverkehr, Vermögensmanagement und Finanzierung erarbeitet.

3 Chancen und Risiken für Verbraucher und Finanzmarktakteure: Das Kapitel analysiert die Vor- und Nachteile von Finanzinnovationen, wobei besonders auf Aspekte wie Datenschutz, Anlegerschutz und Finanzstabilität eingegangen wird.

4 Grundzüge des Aufsichtsrechts und der Regulierung von Finanzdienstleistungen: Dieses Kapitel erläutert das bestehende Aufsichtsrecht für Banken sowie die spezifische Regulierungslandschaft für FinTech-Unternehmen im nationalen und internationalen Kontext.

5 Herausforderungen für FinTech‐Unternehmen und Bankenaufsicht: Hier werden Zielkonflikte beleuchtet und moderne Ansätze wie die „Regulatory Sandbox“ oder „Smart Regulation“ diskutiert.

6 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die zukünftige Entwicklung einer ausgewogenen Regulierung für eine wachsende FinTech-Branche.

Schlüsselwörter

FinTech, Bankenregulierung, Finanzinnovationen, Aufsichtsrecht, Digitalisierung, Finanzstabilität, Disintermediation, Anlegerschutz, Crowdfunding, Robo-Advisory, BaFin, Zahlungsverkehr, Marktversagen, Regulierungsarbitrage, Innovation Hub

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das aktuelle aufsichtsrechtliche Umfeld für FinTech-Unternehmen und wie staatliche Regulierungsbehörden auf die durch Digitalisierung getriebenen Finanzinnovationen reagieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten gehören die Definition von FinTechs, die Analyse von Chancen und Risiken der Digitalisierung im Finanzsektor sowie ein Vergleich internationaler Regulierungsansätze.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Identifizierung von Chancen und Risiken durch Finanzinnovationen und die Ableitung von Maßnahmen, wie diese Risiken regulativ beherrschbar gemacht werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Untersuchung basiert auf einer umfassenden Literaturanalyse von Primär- und Sekundärquellen sowie der Auswertung hochwertiger Internetquellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden sowohl die verschiedenen FinTech-Geschäftsmodelle als auch die Grundzüge des Bankenaufsichtsrechts und die konkreten regulatorischen Herausforderungen für junge Unternehmen analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind FinTech, Bankenregulierung, Finanzstabilität, Digitalisierung, Anlegerschutz, Disintermediation und Aufsichtsrecht.

Was bedeutet der „Best of Both Worlds“-Ansatz bei FinTech-Banken?

Dieser Ansatz beschreibt FinTech-Banken, die nicht nur innovative digitale Geschäftsmodelle betreiben, sondern gleichzeitig klassische Bank- und Finanzdienstleistungen mit einer eigenen Banklizenz anbieten.

Warum ist die „Regulatory Sandbox“ ein kontroverses Thema?

Sie gilt als Instrument der Wirtschaftsförderung, steht aber in der Kritik, da sie einen staatlichen Eingriff in den Markt darstellt, der bestimmte Geschäftsmodelle privilegiert und das Risiko einer Negativ-Auslese bergen kann.

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Details

Titel
FinTechs und Regulierung. Der aktuelle aufsichtsrechtliche Rahmen
Hochschule
Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg
Note
1,3
Autor
Tobias Winkler (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
71
Katalognummer
V918174
ISBN (eBook)
9783346316165
ISBN (Buch)
9783346316172
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bank FinTech Financial Technology Aufsichtsrecht Regulierung Risiko Bankbetriebswirtschaftslehre
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Tobias Winkler (Autor:in), 2020, FinTechs und Regulierung. Der aktuelle aufsichtsrechtliche Rahmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/918174
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Leseprobe aus  71  Seiten
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