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Die Auswirkungen des amerikanischen Handelskriegs auf die deutsche Automobilindustrie

Titel: Die Auswirkungen des amerikanischen Handelskriegs auf die deutsche Automobilindustrie

Hausarbeit , 2019 , 23 Seiten

Autor:in: Johannes von Dossow (Autor:in)

VWL - Außenhandelstheorie, Außenhandelspolitik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Welche Rolle spielt die Autoindustrie, gemessen am Gesamtexport, in den USA, in Deutschland und in China? Was sind die erwarteten Auswirkungen protektionistischer Handelspolitik auf die Gesamtwirtschaft und insbesondere auf die Autoindustrie? Was sind mögliche Vermeidungsstrategien und Handlungsalternativen?

Der Ton wird rauer zwischen der EU und den USA, so wie zuvor schon der US-amerikanische Ton gegenüber China härter wurde. Auf Importe der Stahl- und Aluminiumindustrie sind bereits erhebliche Zölle seitens der USA verhängt worden, weitere sollen folgen. Die bisherige Begründung lautet, dass der Schutz der nationalen Interessen der USA auch für Zölle auf die Autoindustrie gelten soll. Das Ende einer Eskalation ist damit noch lange nicht in Sicht. Betroffen wäre dabei hauptsächlich die deutsche Autoindustrie.

Trumps Argumentation ist dabei nicht immer so unschlüssig, wie von den deutschen Medien gerne dargestellt. In Wahrheit wurde die deutsche Autoindustrie in den letzten Jahren bei Importzöllen in die USA sehr bevorzugt behandelt. Die EU erhebt ein Vielfaches an Zöllen, die genauen Zahlen werden in dieser Hausarbeit vorgestellt. Ein weiterer Eskalationsgrund des Präsidenten ist das horrende Handelsdefizit der USA und der dadurch auf der anderen Seite entstehende Handelsüberschuss bei Ländern wie Deutschland oder China. Präsident Trump ist außerdem für seine lang anhaltende, reservierte Meinung gegenüber deutschen Autos in Amerika bekannt. Durch diese festgefahrenen Überzeugungen scheint es fast ausgeschlossen, dass es zu keiner Erhöhung der Zölle kommen wird. Das ist Motivation genug, um den Gegenstand in dieser Hausarbeit zu betrachten.

Der Tenor aus der Wirtschaft sagt, dass zusätzliche Zölle eine riesige Belastung für die Autoindustrie darstellen werden. Aber ist denn überhaupt gerechtfertigt, dass die Zölle angeglichen werden sollen, um den US-Amerikanern den gewünschten positiven Effekt zu bringen? Die Autoindustrie ist bekanntlich eine der wichtigsten Schlüsselindustrien Deutschlands und demnach schützenswert. Diese genießt jedoch in den USA und in China bereits einen ebenso großen Stellenwert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretische Grundlagen internationaler Handelspolitik

2.1 Merkantilismus

2.2 Der Freihandel als Gegenargument

3 Ausgangssituation

3.1 Aktuelle Importzölle

3.2 Handelsbilanzen der Autoindustrie

4 Internationaler Handelskrieg

4.1 Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft

4.2 Auswirkungen auf die Automobilindustrie

4.3 Vermeidungsstrategien

5 Fazit und Ausblick

6 Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert die Auswirkungen protektionistischer Maßnahmen der US-amerikanischen Handelspolitik unter Präsident Donald Trump auf die deutsche Automobilindustrie, wobei die Relevanz der Branche für die jeweilige Gesamtwirtschaft und mögliche Handlungsstrategien im Fokus stehen.

  • Bedeutung der Automobilindustrie für den Gesamtexport in Deutschland, den USA und China.
  • Analyse der aktuellen Zollsituation und Handelsbilanzen im Kontext der US-Handelspolitik.
  • Untersuchung der gesamtwirtschaftlichen Folgen von Handelskriegen durch ökonomische Simulationen.
  • Bewertung von Vermeidungsstrategien und Handlungsalternativen für betroffene Industrien.
  • Diskussion des industriellen Vormarsches Chinas und dessen Bedeutung für westliche Marktwirtschaften.

Auszug aus dem Buch

4.2 Auswirkungen auf die Automobilindustrie

Die USA versuchen neben der Bereinigung des Handelsdefizits die Arbeitsplätze in der Stahl- und Autoindustrie zu erhalten. Die Gleichung ist dabei einfach. Durch hohe Importzölle sollen Autos aus dem Ausland künstlich verteuert werden, so dass US-amerikanische Autoproduzenten, wie Ford, wieder konkurrenzlos operieren können und sich von den jüngsten Abschlägen erholen. Von dem erhöhten Absatz wird sich dann eine Steigerung der Beschäftigung versprochen.

Der direkte Effekt zusätzlicher Arbeitsplätze in der Automobilindustrie könnte aber durch andere indirekte Effekte nichtig gemacht werden. So ist die flächendeckende Folge, dass Produkte der Upstream Industrie teurer werden und somit weniger für andere Dienstleistungen ausgegeben werden kann.

Downstream Industries sind Unternehmen, die Zwischenprodukte zu fertigen Produkten weiterverarbeiten. Demgegenüber stehen die Upstream Industries, welche Rohstoffe und Zwischenprodukte, wie z. B. Eisen oder Stahl, produzieren. Die Beschäftigung in diesen Industrien würden dann wiederum sinken. Durch Gegenzölle werden außerdem die globalen Tätigkeiten der Automobilindustrien erschwert. Die Absatzzahlen werden insgesamt sinken und somit negative Skaleneffekte produzieren. Nach der Simulation von Robinson sind das bei einem fortgeschrittenen Handelskrieg mindestens -8 % (2019, S. 534). Die eigene Produktion und das Endprodukt werden teurer, was sich wiederum auf die Kaufkraft der Bürger auswirkt (Carbaugh, 2018, S. 149).

Carbaugh beschreibt außerdem, wie sich bei US-amerikanischen Stahlproduzenten potentiell höhere Preise, mehr Verkäufe und mehr Beschäftigte wegen Zollprotektionen einstellen. Der erhöhte Bedarf am Binnenmarkt stiehlt jedoch Ressourcen und Arbeitskräfte weg von effizienteren und global wettbewerbsfähigen Industrien (Carbaugh, 2018, S. 149).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung der Problematik eskalierender Handelskonflikte zwischen den USA, der EU und China sowie Definition der zentralen Forschungsfragen.

2 Theoretische Grundlagen internationaler Handelspolitik: Erläuterung ökonomischer Theorien wie dem Merkantilismus und dem Freihandel als theoretisches Fundament zur Einordnung handelspolitischer Maßnahmen.

3 Ausgangssituation: Analyse der aktuellen Zollsituation und der Handelsbilanzen, um die Grundlage für die Untersuchung der spezifischen Auswirkungen auf die Automobilindustrie zu schaffen.

4 Internationaler Handelskrieg: Untersuchung der gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen von Protektionismus sowie spezifische Prognosen und Vermeidungsstrategien für die Automobilbranche.

5 Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der Forschungsergebnisse und Bewertung, ob protektionistische Zölle tatsächlich zur Stärkung der US-Automobilindustrie beitragen können.

6 Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Quellen, Fachpublikationen und statistischen Daten, die der Arbeit zugrunde liegen.

Schlüsselwörter

Automobilindustrie, Handelskrieg, Importzölle, Handelsbilanz, Protektionismus, Freihandel, Merkantilismus, USA, Deutschland, China, Export, Wirtschaftspolitik, Wettbewerbsfähigkeit, Handelsdefizit, Made in China 2025.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der restriktiven US-amerikanischen Handelspolitik, insbesondere in Form von Zöllen, auf die deutsche Automobilindustrie.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den Schwerpunkten zählen die Bedeutung der Automobilindustrie im internationalen Handel, die Auswirkungen von Handelskriegen auf die Weltwirtschaft und die Analyse protektionistischer Mechanismen.

Welche Forschungsfragen werden beantwortet?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Rolle der Autoindustrie in den USA, Deutschland und China, die Auswirkungen protektionistischer Politik auf diese Länder sowie auf mögliche Vermeidungsstrategien.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Untersuchung basiert auf einer Analyse aktueller Wirtschaftsdaten, dem Studium einschlägiger Fachliteratur und der Auswertung ökonomischer Simulationen zur globalen Handelssituation.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der theoretischen Grundlagen, eine Analyse der aktuellen Zoll- und Bilanzdaten sowie eine Untersuchung der Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft und speziell die Automobilbranche.

Welche Schlüsselbegriffe definieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Protektionismus, Handelsbilanz, Automobilindustrie, internationaler Handel, Zölle und Wettbewerbsfähigkeit.

Warum ist das Handelsdefizit der USA für die Argumentation von Präsident Trump so wichtig?

Das Handelsdefizit dient als politisches Argument, um protektionistische Maßnahmen wie Zölle zu rechtfertigen, mit dem Ziel, die heimische Produktion zu fördern und Arbeitsplätze zu schützen.

Wie schätzen die zitierten Studien die Wirksamkeit von Zöllen für die Automobilindustrie ein?

Die Studien deuten darauf hin, dass Zölle langfristig eher schädlich sind, da sie Ressourcen von effizienteren Sektoren abziehen und negative Auswirkungen auf die Kaufkraft sowie die globale Wettbewerbsfähigkeit haben.

Welche Bedeutung hat der Trend "Made in China 2025" für die deutsche Industrie?

Dieser Vormarsch Chinas im Bereich fortgeschrittener Technologien stellt für westliche Industrien eine langfristige Herausforderung dar, die möglicherweise schwerwiegender ist als kurzfristige Zollkonflikte.

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Details

Titel
Die Auswirkungen des amerikanischen Handelskriegs auf die deutsche Automobilindustrie
Autor
Johannes von Dossow (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
23
Katalognummer
V918346
ISBN (eBook)
9783346298522
ISBN (Buch)
9783346298539
Sprache
Deutsch
Schlagworte
auswirkungen handelskriegs automobilindustrie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Johannes von Dossow (Autor:in), 2019, Die Auswirkungen des amerikanischen Handelskriegs auf die deutsche Automobilindustrie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/918346
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Leseprobe aus  23  Seiten
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