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Neue Formen der Erlebnispädagogik

Aufgezeigt an Fallbeispielen

Título: Neue Formen der Erlebnispädagogik

Proyecto/Trabajo fin de carrera , 2006 , 94 Páginas , Calificación: 2,00

Autor:in: Ines Haier (Autor)

Pedagogía - General
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Erlebnispädagogik ist ein weit gefächertes Terrain, das bis heute auf der Suche nach sich selbst ist. Immer noch fällt es schwer, eine einheitliche Definition von Erlebnispädagogik in
all ihren Formen und Facetten zu geben. Das zeigt, dass die Erlebnispädagogik noch nicht ausgereift ist und sie sich noch immer in einem Prozess der Weiterentwicklung befindet. Neue Sichtweisen und Formen der Erlebnispädagogik sind daher gefragter als je zuvor. Wer sich auf erlebnispädagogischem Gebiet bewegt wird schnell feststellen, wie schwierig es sich darstellt, zu wirklich guten, neuen Ansätzen vorzustoßen. Dennoch hat man bei der Erlebnispädagogik noch gute Chancen beim Ausbau ihres Wesens mitzuwirken. Das Gebiet, auf dem ich mich bewege, ist die erlebnispädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Im Jahre 2003 habe ich bei EOS-Erlebnispädagogik e.V. begonnen, eine 2 jährige berufsbegleitende Ausbildung in Erlebnispädagogik (mit waldorfpädagogischen Hintergrund) zu absolvieren. Noch während der Ausbildung engagierte ich mich bei zahlreichen Ferienlagern und Klassenfahrten und arbeitete mich somit immer weiter in die erlebnispädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ein. Als ich merkte, mit wie viel Freude die Kinder und Jugendlichen an den Ferienlagern teilnahmen und welche starken Auswirkungen allein ein Ferienlager auf das Leben von einzelnen Kindern haben kann, bekam die Erlebnispädagogik einen zentralen Stellenwert in meinem Leben. Immer wieder bemerkte ich, dass z.B. gerade Kinder und Jugendliche, die als sog. ADS- Kinder mit schwieriger schulischer Laufbahn galten, sich auf Ferienlagern ganz anders zeigten. Dadurch wurde mir immer klarer, dass diese erlebnispädagogischen Ferienlager eine wichtige Ergänzung zur schulischen Bildung darstellen können. Auch während meiner zahlreichen pädagogischen Praktika aufgrund meines Lehramtstudiums versuchte ich, einige erlebnispädagogische Elemente in meinen Unterricht mit einfließen zu lassen. Ganz besonders merkte ich, dass die Kinder an meinen Lippen hingen, wenn ich ihnen Geschichten erzählte. Dasselbe Phänomen bemerkte ich auch auf den Ferienlagern, nämlich, dass man Kinder durch Geschichten auf einer ganz tiefen seelischen Ebene ansprechen kann.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Wurzeln der Erlebnispädagogik

Mythen und ausgewogene Bildung bei den alten Griechen

Rousseau oder die Bildung durch die Natur

David Henry Thoreau und Lehrmeisterin Natur

Die Reformpädagogik und ihre Strömungen

Die Kulturkritik

Die Kunsterziehungsbewegung

Die Jugendbewegung

Die Arbeitsschulbewegung

John Dewey

Die Landerziehungsheimbewegung

Die Erlebnistherapie von Kurt Hahn

Jugendarbeit nach 1945 bis heute

Einsatz und Entwicklungsfelder der modernen Erlebnispädagogik

Medien der Erlebnispädagogik

Wirkungsmodelle der Erlebnispädagogik

The Mountain speaks for themselves

Outward Bound Plus Modell

Metaphorische Erlebnispädagogik

Die kreativ-rituelle Prozessgestaltung

Die Wichtigkeit des Transfers

Skills in der Erlebnispädagogik

Hard Skills

Soft Skills

Meta Skills

Das Erlebnis in der Pädagogik

Das Abenteuer in der Erlebnispädagogik

Psychologisch-humanistische Erklärungsversuche der Abenteuersuche

Soziologische Erklärungsversuche der Abenteurersuche

Anthroposophische Elemente – als Grundlage für neue Formen der Erlebnispädagogik

Rudolf Steiner als Erzieher

Das anthroposophische Menschenbild

Die Erziehung des Jugendlichen aus Sicht der Waldorfpädagogik

Erziehung zum geistigen Bewusstsein

Erziehung zur Eigenständigkeit

Erziehung zur Selbstentwicklung

Erziehung zum Willen

Das Erlebnis bei Rudolf Steiner

Erlebnis und Fähigkeit

Die Schulung der Erlebnisfähigkeit

Elemente zur Fähigkeitenentwicklung an der Waldorfschule

Die Verarbeitung von Erlebnissen

Der Versuch einer anthroposophischen Erlebnispädagogik am Beispiel von EOS-Erlebnispädagogik

Das Projekt Schulzirkus eingebettet in das Thema Zigeuner

Elemente der Märchen und Mythen in der Erlebnispädagogik

Suche nach dem Sinn im Leben – und der Beitrag der Märchen und Mythen

Von der Wirkung der Märchen

Von der Wirkung von Mythen

Mythos als erzieherisches Vorbild?

Die Vorbildfunktion bei Eduard Spranger

Die Vorbildfunktion bei Rudolf Steiner

Lernen am Vorbild- die lernpsychologische Sicht

Der Erlebnispädagoge als Vorbild

Archetypen in der Erlebnispädagogik

Auf den Spuren des König Artus – ein Ferienlager in Südengland

Lernziele

Vorbereitungen und Planung

Der Verlust der Mythen als Ausdruck fehlender Übergangsrituale in unserer Gesellschaft

Das „Big Solo“ als Versuch eines erlebnispädagogischen Initiationsritus

Das „Big Solo“ Ferienlager

Interviews mit den Teilnehmern des „Big Solo“ Ferienlagers

Interview mit Mädchen 14 Jahre

Heimweh nach dem Paradies – ein Grund für die Anziehungskraft der Erlebnispädagogik?

Fazit

Literatur

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit zielt darauf ab, die Erlebnispädagogik in ihren theoretischen Wurzeln sowie ihrer modernen Anwendung zu untersuchen, mit einem besonderen Fokus auf der Integration anthroposophischer Ansätze sowie der Nutzung von Märchen, Mythen und Geschichten als pädagogische Werkzeuge.

  • Historische Entwicklung der Erlebnispädagogik von den Reformpädagogen bis zu modernen Konzepten.
  • Die Bedeutung des "Abenteuers" und dessen Erklärung durch psychologische und soziologische Modelle.
  • Anthroposophische Menschenbilder und deren Übertragung auf die erlebnispädagogische Praxis.
  • Methodische Gestaltung von Ferienlagern und Initiationsriten (z.B. "Big Solo") basierend auf Mythen und Geschichten.
  • Die Rolle des Erlebnispädagogen als Vorbild und die Wichtigkeit einer professionellen Kompetenzbildung.

Auszug aus dem Buch

Das Projekt Schulzirkus eingebettet in das Thema Zigeuner

Ausgangssituation: Es handelte sich hierbei um ein Projekt der Stiftung „kulturelle Jugendarbeit Baden Württemberg“ zum Thema „Zirkus – Jonglage, Rhythmus und Geschicklichkeit“. Der Träger des Projektes ist EOS Erlebnispädagogik e.V. in Kooperation mit der Freien Schule Elztal. Am Projekt teilgenommen haben eine 5. Klasse und ihr Klassenlehrer. Die Klasse bestand aus 10 Jungen und 2 Mädchen im Alter von 11-12 Jahren. Als Grundstein des Projektes fand ein 11-tägiges Zeltlager in Fridingen an der Donau statt. Begleitet wurde das Zeltlager von 3 Zirkusmentoren.

Das Zeltlager stellte die Basis für die Entstehung eines Schulzirkus. Doch es sollte nicht nur ein normales Zirkusprogramm durchgezogen werden, sondern das Element Zirkus sollte mit dem Konzept der Erlebenspädagogik verbunden werden. Dafür wählten wir das Thema Zigeuner, das sich wie ein roter Faden durch das ganze Lager zog und die Kinder immer tiefer in Künste (Jonglage, Balance, Musik, Theater und Tanz) der Zigeuner eintauchen ließ.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Der Autor erläutert seine Motivation zur Erlebnispädagogik, geprägt durch die eigene Ausbildung und praktische Arbeit mit Kindern, und führt in den Aufbau seiner Arbeit ein.

Wurzeln der Erlebnispädagogik: Dieses Kapitel beleuchtet historische Vorläufer und Vordenker, wie die antiken Griechen, Rousseau und Thoreau, die das Fundament für ein naturnahes Lernen legten.

Die Reformpädagogik und ihre Strömungen: Die verschiedenen reformpädagogischen Bewegungen, darunter die Jugendbewegung und die Arbeitsschulbewegung, werden als entscheidende Wegbereiter der modernen Erlebnispädagogik analysiert.

Die Erlebnistherapie von Kurt Hahn: Die Arbeit von Kurt Hahn als Gründungsvater wird dargestellt, wobei insbesondere die vier Elemente seiner Therapie als Antwort auf gesellschaftliche Verfallserscheinungen hervorgehoben werden.

Jugendarbeit nach 1945 bis heute: Es wird analysiert, wie sich die Jugendarbeit in der Nachkriegszeit entwickelte und inwiefern erlebnispädagogische Elemente Einzug in die Verbändestrukturen fanden.

Einsatz und Entwicklungsfelder der modernen Erlebnispädagogik: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Ausdifferenzierung erlebnispädagogischer Methoden in verschiedenen Sektoren wie Schule, Berufsbildung und Outdoor Management Training.

Medien der Erlebnispädagogik: Hier wird definiert, welche Aktivitäten als pädagogische Medien dienen und wie diese gezielt zur Inszenierung herausfordernder Situationen genutzt werden.

Wirkungsmodelle der Erlebnispädagogik: Verschiedene methodische Ansätze wie "The Mountain speaks for themselves" und "Outward Bound Plus" werden kritisch hinsichtlich ihrer Transfermöglichkeiten in den Alltag untersucht.

Die Wichtigkeit des Transfers: Der Autor betont die Notwendigkeit, erlebnispädagogische Interventionen eng in die Lebenswelt der Teilnehmer einzubinden, um nachhaltige Verhaltensänderungen zu ermöglichen.

Skills in der Erlebnispädagogik: Die notwendigen Kompetenzen eines Erlebnispädagogen werden in Hard, Soft und Meta Skills unterteilt und definiert.

Das Erlebnis in der Pädagogik: Auf Basis von Dilthey und Neubert wird der pädagogische Erlebnisbegriff philosophisch fundiert und durch sieben charakteristische Momente konkretisiert.

Das Abenteuer in der Erlebnispädagogik: Das Wesen des Abenteuers wird hinterfragt und durch psychologische Ansätze wie das Flow-Prinzip und soziologische Analysen der Erlebnisgesellschaft ergänzt.

Anthroposophische Elemente – als Grundlage für neue Formen der Erlebnispädagogik: Es wird untersucht, wie Rudolf Steiners Menschenbild und die Waldorfpädagogik als Inspirationsquelle für eine ganzheitliche Erlebnispädagogik dienen können.

Elemente der Märchen und Mythen in der Erlebnispädagogik: Die Arbeit zeigt das Potenzial von Archetypen und Heldenreisen auf, um tiefgreifende Lernprozesse und Sinnstiftung bei Jugendlichen zu initiieren.

Schlüsselwörter

Erlebnispädagogik, Waldorfpädagogik, Anthroposophie, Abenteuerpädagogik, Transfer, Märchen, Mythen, Heldenreise, Erlebnisgesellschaft, Persönlichkeitsbildung, Initiationsritus, Kurt Hahn, Rudolf Steiner, Kompetenzprofil, soziale Kompetenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Feld der Erlebnispädagogik, analysiert ihre historische Entwicklung und die verschiedenen methodischen Ansätze. Zudem wird ein neuer Fokus auf anthroposophische Grundlagen sowie die Integration von Mythen und Märchen gelegt, um die Wirksamkeit und Sinnhaftigkeit dieser Pädagogik zu vertiefen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die theoretischen Grundlagen des Erlebens, der Einsatz von Abenteuern als pädagogisches Mittel, der Transfer von Lerninhalten in den Alltag sowie die Rolle von Vorbildern und Initiationsriten für die Entwicklung Jugendlicher.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, erlebnispädagogische Ansätze kritisch zu hinterfragen und Möglichkeiten aufzuzeigen, wie durch eine Verbindung mit anthroposophischen Elementen sowie Märchen und Mythen eine "ganzheitlichere" und wirksamere Form der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen gestaltet werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf Literaturanalysen von pädagogischen und psychologischen Standardwerken. Ergänzt wird die Theorie durch Fallbeispiele aus der eigenen Praxis des Autors, wie etwa das Projekt Schulzirkus oder das "Big Solo" Ferienlager.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einordnung der Pädagogik, eine Analyse verschiedener Wirkungsmodelle, die Darstellung anthroposophischer Grundlagen sowie die methodische Ausarbeitung von Projekten, die Mythen und Geschichten als Rahmen nutzen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird wesentlich durch Begriffe wie Erlebnispädagogik, Anthroposophie, Transfer, Heldenreise, Initiationsritus und Persönlichkeitsbildung charakterisiert.

Welche Rolle spielt die Anthroposophie in dieser Arbeit?

Die Anthroposophie dient als theoretisches Fundament, um Erlebnisse nicht nur als flüchtige Konsumerlebnisse ("Kick and Fun") zu sehen, sondern als tiefgreifende Bildungsanlässe, die die "Seelenkräfte" des Menschen ansprechen und fördern.

Was ist das „Big Solo“ und warum ist es für den Autor wichtig?

Das "Big Solo" ist eine abgewandelte Form des schamanischen "Vision Quest". Für den Autor ist es ein wichtiger Initiationsritus für Jugendliche, der den Übergang ins Erwachsenenalter symbolisch und praktisch unterstützt, da moderne Gesellschaften oft keine vergleichbaren Übergangsrituale mehr bieten.

Final del extracto de 94 páginas  - subir

Detalles

Título
Neue Formen der Erlebnispädagogik
Subtítulo
Aufgezeigt an Fallbeispielen
Universidad
University of Education Freiburg im Breisgau
Calificación
2,00
Autor
Ines Haier (Autor)
Año de publicación
2006
Páginas
94
No. de catálogo
V91842
ISBN (Ebook)
9783638049351
ISBN (Libro)
9783638944045
Idioma
Alemán
Etiqueta
Neue Formen Erlebnispädagogik
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Ines Haier (Autor), 2006, Neue Formen der Erlebnispädagogik, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/91842
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