This paper used evidence from the literature, policy documents and the field to analyse the epistemic and pedagogic effects of using English language as the language of instruction in an ex-colony. The analysis proceeds from coloniality theory focusing on the rights of indigenous people to a linguistic identity.
It highlights how educational language choice legitimises linguistic imperialism in which ideology simplifies the sociolinguistic field, rendering some persons and their sociolinguistic existence invisible or less important. The central thesis advanced is the idea that using English, legitimises and sustains the colonial proposition that indigenous languages are inadequate as teaching media.
It is argued that using English reduces indigenous languages to literary vernacular; and to that consistency represents denial of identity, the cutting of a tongue and the amputation of being. The analysis discusses using English as delegitimising indigenous knowledge, and cultural practices that are usually associated with indigenous languages.
Inhaltsverzeichnis
Introduction
Theorising language of instruction in ex-colonies
Contestations around language of instruction choice
Some evidence from the field
Conclusion
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit analysiert die epistemischen und pädagogischen Auswirkungen der Verwendung von Englisch als Unterrichtssprache in einem postkolonialen Kontext, speziell am Beispiel Ghanas, um die fortbestehende Marginalisierung indigener Sprachen und Identitäten zu beleuchten.
- Die Rolle der Sprache für die Konstruktion von Identität und Machtverhältnissen in Bildungssystemen.
- Die Anwendung der Coloniality Theory auf die Sprachpolitik in ehemaligen Kolonien.
- Eine empirische Untersuchung zur Verteilung der Unterrichtszeit und den Erfahrungen von Schülern und Lehrern mit Englisch als Unterrichtssprache.
- Die Kritik an der Gleichsetzung von Englisch mit wissenschaftlicher Kompetenz und wirtschaftlichem Erfolg.
- Notwendigkeit einer Dekolonisierung des Bildungssystems durch die Stärkung indigener Sprachen und Wissensbestände.
Auszug aus dem Buch
Some evidence from the field
One of the gaps in knowledge relating to the politics of educational language choice is the views of students. This section briefly presents evidence from the field to address the gaps. The evidence is provided from an ethnographic case study research conducted with Basic (Primary) School students in the Central region of Ghana. For ethical reasons, w anonymise the identity of the students, teachers and the school and used codes in ways that did attribute voice to the school and the students involved. We did not anonymise Fante as the indigenous language of the school community as there are many Ghanaian communities where the language is spoken. We begin with a simple analysis of time allotted to various subjects on the timetable of the lower primary classes (Primary One to Three) is presented below.
Zusammenfassung der Kapitel
Introduction: Der Einleitungsteil begründet die Bedeutung von Sprache als zentrales Element der menschlichen Identität und führt in die wissenschaftlichen Debatten über Sprache als Problem, Ressource oder Recht im Bildungswesen ein.
Theorising language of instruction in ex-colonies: Dieses Kapitel erläutert den theoretischen Rahmen der Coloniality Theory und postkolonialer Psychologie, um die Implikationen der erzwungenen Übernahme kolonialer Sprachen im Unterricht zu analysieren.
Contestations around language of instruction choice: Das Kapitel diskutiert die politischen und ideologischen Kämpfe um Sprachwahl, wobei der Fokus auf Machtstrukturen und der De-Legitimierung indigener Identitäten durch die Vorherrschaft des Englischen liegt.
Some evidence from the field: Hier werden empirische Ergebnisse aus einer ethnographischen Fallstudie in ghanaischen Grundschulen präsentiert, die die Auswirkungen der offiziellen Sprachpolitik auf den Schulalltag und die Erfahrungen von Lehrern und Schülern verdeutlichen.
Conclusion: Das Fazit fasst die zentralen Argumente zusammen und betont die Notwendigkeit einer Abkehr von kolonialen Sprachregimen, um ein inklusiveres, an lokalem Wissen orientiertes Bildungssystem zu schaffen.
Schlüsselwörter
Soziologie, Identität, Sprache, Indigene Völker, Kolonialismus, Ghana, Sprachpolitik, Bildung, Linguistic Imperialism, Dekolonisierung, Coloniality Theory, Unterrichtssprache, Fante, pädagogische Auswirkungen, Wissensproduktion.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die soziologischen und pädagogischen Konsequenzen der Verwendung von Englisch als ausschließlicher Unterrichtssprache in den Schulen des postkolonialen Ghana.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf dem Zusammenhang zwischen Sprache und Macht, der Unterdrückung indigener Identitäten durch "Linguistic Imperialism" und der fortbestehenden Dominanz kolonialer Bildungsideologien.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es aufzuzeigen, wie die gesetzliche Festschreibung von Englisch als Unterrichtssprache das indigene Wissen delegitimiert und eine "Amputation des Seins" bei den Schülern bewirkt, indem sie von ihrer kulturellen Identität entfremdet werden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit kombiniert eine Literaturanalyse zur Coloniality Theory und kritischen Pädagogik mit einem ethnographischen, qualitativen Fallstudienansatz, basierend auf Schulstundenplänen und Interviews in einer ghanaischen Grundschule.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil analysiert die theoretischen Rahmenbedingungen postkolonialer Sprachunterdrückung, diskutiert die politische Dimension der Sprachwahl und präsentiert empirische Daten zur Zeitallokation sowie Aussagen von Schülern und Lehrern über ihre Erfahrungen im Unterricht.
Durch welche Begriffe wird die Arbeit charakterisiert?
Die Kernbegriffe sind Kolonialität, Sprachimperialismus, indigene Identität, dekoloniale Pädagogik und die sozio-kulturelle Bedeutung von Muttersprachen in postkolonialen Gesellschaften.
Wie bewerten Lehrer in der Studie ihre Situation bezüglich der Sprachvorgaben?
Lehrer fühlen sich oft gezwungen, Englisch zu unterrichten, um den Anforderungen des offiziellen Lehrplans und der Prüfungen zu entsprechen, obwohl sie selbst einräumen, dass dadurch das Verständnis der Konzepte bei den Schülern leidet und die lokale Sprache verdrängt wird.
Welche Rolle spielt die Sprache "Fante" in den behandelten Schulen?
Fante fungiert als die unterdrückte indigene Sprache des Umfelds, die meist nur in Ausnahmefällen oder durch spezifische Lehrer im Unterricht zugelassen wird, was zu einem Machtgefälle und Identitätskonflikten führt.
- Arbeit zitieren
- Vincent Adzahlie-Mensah (Autor:in), 2020, English language as medium of instruction in the former colony Ghana, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/918503