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Der Reisebericht als Medium der Selbst- und Fremdwahrnehmung in der Zeit der Aufklärung

Eine kurze Darstellung

Title: Der Reisebericht als Medium der Selbst- und Fremdwahrnehmung in der Zeit der Aufklärung

Term Paper , 2013 , 17 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Christine Pensenstadler (Author)

History of Europe - Modern Times, Absolutism, Industrialization
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Summary Excerpt Details

Die Arbeit befasst sich mit der Thematik von Reiseberichten in der Zeit der Aufklärung. Dabei stellt sich die Frage, inwiefern der Bericht als Medium der Selbst- und Fremdwahrnehmung fungiert.

Das 18. Jahrhundert wird als das Goldene Zeitalter des Reisens und der Reiseliteratur bezeichnet. Insbesondere im viktorianischen England hatte das Reisen die Funktion das Wissen zu erweitern und Bildung zu erlangen. Nun war es nicht mehr nur noch Angehörigen des Adels vorbehalten, sondern auch zunehmend Söhne des gehobenen Bürgertums konnten Erfahrungen in der Welt sammeln. Dementsprechend wurden in diesem Jahrhundert um die 10.000 deutsche Reisewerke veröffentlicht, welche die unterschiedlichsten Formen annehmen konnten. Um ihre Erlebnisse zu Papier zu bringen, nutzen die Reisenden viele Formen, wie zum Beispiel Tagebücher, Erzählungen, Stationschroniken oder aber Reisebriefe bzw. Reiseberichte. Für die schnelle und weite Verbreitung sorgte die junge Kunst des Buchdrucks.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Reisen in der Epoche der Aufklärung

2. Der Reisebericht

2.1 Der Reisebericht als Gattung

2.2 Die Authentizität des Reiseberichts

2.3 Selbst- und Fremdwahrnehmung

2.4 Lady Mary Wortley Montagus Briefe aus dem Orient

2.4.1 Das Buch

2.4.2 Die Adressaten

2.4.3 Montagus Selbst- und Fremdwahrnehmung

3. Frauen reisen in die Fremde

4. Reisen in den Orient

5. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Seminararbeit untersucht den Reisebericht als zentrales Medium zur Vermittlung von Selbst- und Fremdwahrnehmung während der Epoche der Aufklärung. Anhand der Analyse von Lady Mary Wortley Montagus „Briefen aus dem Orient“ wird beleuchtet, wie reisende Frauen dieser Zeit fremde Kulturen wahrnahmen, dokumentierten und dabei eigene Perspektiven sowie Geschlechterrollen reflektierten.

  • Die Funktion und Gattungsmerkmale des Reiseberichts im 18. Jahrhundert.
  • Die Authentizität und Glaubwürdigkeit von Reiseliteratur in der Aufklärung.
  • Die Rolle der Reisenden als Vermittler zwischen Heimat- und Fremdkultur.
  • Die spezifische Bedeutung von Lady Mary Wortley Montagus Werk für das Orientbild.
  • Herausforderungen und gesellschaftliche Wahrnehmung von reisenden Frauen.

Auszug aus dem Buch

2.3 Selbst- und Fremdwahrnehmung

In einem Reisebericht geht es hauptsächlich um die Darstellung der Fremde und des Fremden und wie sich der Reisende selbst neu entfaltet, d.h. es wird aufgezeigt wie der Reisende das Fremde „durch die Brille seiner eigenen Kultur“ wahrnimmt.23

Für den Reisenden bringt eine Reise hohe Anforderungen mit sich. Er muss sich zum einen Strategien überlegen, um mit den fremden Völkern in einen ersten Kontakt treten zu können. Zum anderen werden seine Vorstellungen vom Fremden stark von den Auffassungen seiner eigenen Kultur geprägt, welche es jedoch zu überwinden gilt. So gibt der Reisebericht nicht nur Auskunft über das bereiste Land, sondern auch, wie bereits erwähnt, Auskunft über die Ausgangs- beziehungsweise die Heimatkultur.24

Auch die Biographie des Reisenden spielt bei der Darstellung der Fremde eine wichtige Rolle. Denn „die Art und Weise der Darstellung hängt ferner von der persönlichen Einstellung eines Reisebericht-Verfassers gegenüber dem Leben im Allgemeinen, vor allem aber von seiner sozialen Lage, dem Niveau seiner Bildung, seiner Erziehung, seinen beruflichen Interessen, seinen politischen und religiösen Ansichten und schließlich von seinen persönlichen Eigenschaften ab, zu denen nach Myl’nikov auch Charakter, Temperament und Wahrnehmungsfähigkeit hinzuzuzählen sind.“25

Zusammenfassung der Kapitel

1. Reisen in der Epoche der Aufklärung: Beschreibt die Bedeutung des Reisens für Wissenserweiterung und Bildung sowie die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen im 18. Jahrhundert.

2. Der Reisebericht: Definiert das Genre, dessen Gattungsmerkmale und diskutiert die Problematik der Authentizität in der Reiseliteratur.

2.1 Der Reisebericht als Gattung: Analysiert die Einordnung des Reiseberichts als literarische Form und dessen wachsende Popularität im 18. Jahrhundert.

2.2 Die Authentizität des Reiseberichts: Beleuchtet das Spannungsfeld zwischen Wirklichkeit und Fiktion sowie das Misstrauen gegenüber reiseerzählenden Autoren.

2.3 Selbst- und Fremdwahrnehmung: Untersucht, wie Reisende durch die Brille ihrer eigenen Kultur das Fremde deuten und sich dabei selbst reflektieren.

2.4 Lady Mary Wortley Montagus Briefe aus dem Orient: Einführung in das Werk von Lady Mary Wortley Montagu und deren historische Bedeutung für das Osmanische Reich.

2.4.1 Das Buch: Erläutert die Entstehung und Publikationsgeschichte der Briefsammlung von Montagu.

2.4.2 Die Adressaten: Analysiert die Anpassung der Inhalte an verschiedene Empfänger, darunter bedeutende Persönlichkeiten ihrer Zeit.

2.4.3 Montagus Selbst- und Fremdwahrnehmung: Zeigt ihre detaillierte Beobachtungsgabe und den wertschätzenden Blick auf die türkische Kultur.

3. Frauen reisen in die Fremde: Diskutiert die Rolle und den Status reisender Frauen sowie die gesellschaftlichen Widerstände, denen sie ausgesetzt waren.

4. Reisen in den Orient: Erörtert das damalige europäische Feindbild gegenüber dem Orient und Montagus abweichende, positive Darstellung.

5. Fazit: Fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die historische und ethnographische Bedeutung von Montagus Reiseberichten.

Schlüsselwörter

Aufklärung, Reisebericht, Selbstwahrnehmung, Fremdwahrnehmung, Lady Mary Wortley Montagu, Reiseliteratur, Orient, Authentizität, Kulturwissenschaft, Frauenreisen, Wissensbildung, Osmanisches Reich, Sozialkritik, Identität, Interkulturalität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Reisebericht als kulturelles Medium, das während der Aufklärung dazu diente, eigene kulturelle Identität durch die Begegnung mit dem Fremden zu reflektieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die Gattungsgeschichte des Reiseberichts, die Frage nach der Authentizität von Reisebeschreibungen sowie die spezifische Rolle der Frau als Reisende im 18. Jahrhundert.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Lady Mary Wortley Montagu in ihren Briefen den Orient subjektiv wahrnahm und dadurch aktiv zur Wissensbildung und zur Differenzierung des europäischen Weltbildes beitrug.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse der bestehenden Forschung zum Reisebericht sowie eine direkte Quellenanalyse der Briefe von Lady Mary Wortley Montagu.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung des Reiseberichts als Gattung und eine praxisorientierte Analyse des Werks von Lady Mary Wortley Montagu unter dem Aspekt der Selbst- und Fremdwahrnehmung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Aufklärung, Reisebericht, Interkulturalität, Authentizität, Frauenreisen und das Osmanische Reich.

Warum stand die Authentizität von Reiseberichten damals oft in der Kritik?

Reiseberichte wurden oft als bloße Unterhaltungsliteratur wahrgenommen, denen man aufgrund von phantastischen Elementen und subjektiven Verzerrungen keine wissenschaftliche Zuverlässigkeit zuschrieb.

Wie unterschied sich Lady Mary Wortley Montagus Sicht auf den Orient vom damaligen Zeitgeist?

Während viele Zeitgenossen den Orient als „Land der Barbarei“ und Bedrohung sahen, beschrieb Montagu die dortigen Sitten, die Mode und die Kultur in einer wertschätzenden und neugierigen Weise.

Welche Rolle spielte der Brief als Medium für Montagu?

Der Brief ermöglichte es ihr, Erlebnisse und Beobachtungen direkt an einen vertrauten Personenkreis zu richten und dabei persönliche Weiterentwicklung mit ethnographischen Beschreibungen zu verbinden.

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Details

Title
Der Reisebericht als Medium der Selbst- und Fremdwahrnehmung in der Zeit der Aufklärung
Subtitle
Eine kurze Darstellung
College
Catholic University Eichstätt-Ingolstadt
Grade
1,7
Author
Christine Pensenstadler (Author)
Publication Year
2013
Pages
17
Catalog Number
V918607
ISBN (eBook)
9783346227614
ISBN (Book)
9783346227621
Language
German
Tags
reisebericht medium selbst- fremdwahrnehmung zeit aufklärung eine darstellung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christine Pensenstadler (Author), 2013, Der Reisebericht als Medium der Selbst- und Fremdwahrnehmung in der Zeit der Aufklärung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/918607
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