Diese kompakte Arbeit definiert die Begriffe, Fan und Fan-Management sowie die Sonderform des adaptiven Fan-Managements. Durch die zunehmende Bedeutung des Sports in der Gesellschaft und stetig wachsende Anhängerzahlen kommt diesen Abteilungen innerhalb der Vereine eine immer größere Bedeutung zu.
Im Fokus der Arbeit stehen drei Fallbeispiele für adaptives Fan-Management vor, während und nach einem Stadion- bzw. Standortwechsel: Die Stadionwechsel der Fußballbundesligisten FC Augsburg und des FC Bayern Münchens sowie der Standortwechsel des amerikanischen Basketball-Teams Seattle Supersonics, welche in dieser Konstellation als Negativbeispiel aufzuführen sind.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Begriffsdefinition
2.1 Begriffsdefinition Fan
2.2 Begriffsdefinition Fanmanagement
2.3 Einführung in das adaptive Fanmanagement
3 Beispiele für adaptives Fanmanagement
3.1 Stadionwechsel F.C. Augsburg
3.2 Stadionwechsel F.C. Bayern München
3.3 Standortwechsel Seattle SuperSonics
4 Fazit
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie Sportvereine durch ein adaptives Fanmanagement eine emotionale Bindung zu ihren Anhängern auch bei infrastrukturellen Veränderungen, wie einem Stadion- oder Standortwechsel, aufrechterhalten und stärken können.
- Die Bedeutung der emotionalen Fanbindung für den kommerziellen Erfolg im Profisport.
- Differenzierung verschiedener Fantypen und deren unterschiedliche Bedürfnisse.
- Die Rolle der Fanbeauftragten als Bindeglied in Krisen- und Veränderungsphasen.
- Analyse praxisnaher Beispiele (F.C. Augsburg, F.C. Bayern München, Seattle SuperSonics).
- Strategien zur Bewahrung von Identität und Tradition bei einem Stadionneubau oder Umzug.
Auszug aus dem Buch
3.1 Stadionwechsel F.C. Augsburg
Der Stadionwechsel des F.C. Augsburg gilt wohl als Positivbeispiel in Sachen Stadionumzug bzw. Stadionneubau. Am 26. Juli 2009 wurde die neue Arena eröffnet und löste die alte Spielstätte, das Rosenaustadion, ab. Sowohl vor als auch nach dem Bau der neuen WWK-Arena wurden von Seiten des Vereins aus zahlreichen Maßnahmen ergriffen, die Tradition und Geschichte des alten Stadions mit in die neue Arena zu nehmen.
So wurde beispielsweise direkt vor Anpfiff des ersten Heimspiels ein Stück Rasen des alten Rosenaustadions von zwei Vereinslegenden in den Platz der neuen Arena gepflanzt. Zusätzlich dazu sorgt die Videowand in der WWK-Arena für Nostalgie bei den Fans, wenn ein neuer Spielstand eingeblendet wird. Hierzu wurde im alten Stadion, in dem die Spielstände noch manuell von einem Stadionmitarbeiter eingestellt wurden, mehrere Videos gedreht, die jeden möglichen Spielstand zeigen können. Diese Videos werden nun bei jedem Tor in der neuen Arena verwendet, um den aktuellen Spielstand, mit dem nostalgischen Flair der alten Arena darzustellen.
Eine weitere Maßnahme, um die Geschichte des Vereins in die neue Spielstätte zu bringen, wurde am 1. September 2018, knapp 9 Jahre nach Eröffnung, offiziell umgesetzt. So wurde die Stehplatztribüne der neuen Arena nach der Augsburger Vereinslegende Ulrich Biesinger benannt. Initiator dieser Maßnahme war die Fanszene „Fuggerstadt“, die diese Initiative über die Fanbeauftragten in den Verein brachten und schließlich umsetzten.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die wirtschaftliche Bedeutung des Fußballs als Produkt sowie die Rolle des Merchandisings und der emotionalen Fanbindung für den finanziellen Erfolg der Vereine.
2 Begriffsdefinition: In diesem Kapitel werden grundlegende Termini wie "Fan" und "Fanmanagement" definiert, verschiedene Fantypen klassifiziert und das Konzept des adaptiven Fanmanagements eingeführt.
3 Beispiele für adaptives Fanmanagement: Anhand konkreter Fallstudien der Vereine FC Augsburg, FC Bayern München und des US-Teams Seattle SuperSonics wird die praktische Anwendung von Fanmanagement-Strategien bei Standortwechseln analysiert.
4 Fazit: Das Fazit fasst die Relevanz der Fanarbeit zusammen und betont, dass langfristiger Erfolg im Sport von der Berücksichtigung sowohl ökonomischer als auch emotionaler Fan-Interessen abhängt.
Schlüsselwörter
Fanmanagement, adaptive Strategien, Stadionwechsel, Fanbindung, Fußball-Bundesliga, Fanbeauftragte, Fan-Identität, Kommerzialisierung, Stadionneubau, Vereinsgeschichte, Fankultur, Konsumentenorientierung, Stakeholder-Management, US-Sport, Emotionale Bindung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Herausforderung für Sportvereine, die Beziehung zu ihren Fans während tiefgreifender Veränderungen wie einem Stadion- oder Standortwechsel durch adaptives Fanmanagement stabil zu halten.
Welche Themenfelder stehen im Zentrum der Analyse?
Zentrale Themenfelder sind die soziologische Einordnung von Fantypen, die Aufgaben des Fanmanagements als Bindeglied zum Verein und die Strategien zur Wahrung von Identität und Tradition bei Infrastrukturmaßnahmen.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Vereine durch proaktive Kommunikation und Einbindung der Fans negative Effekte bei Stadionumzügen minimieren und die Bindung zum Verein sogar stärken können.
Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf Literaturrecherche, der Analyse aktueller Fanmanagement-Konzepte und dem Vergleich von Fallbeispielen aus der Sportpraxis basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen (Begriffsdefinitionen) gelegt, gefolgt von der praktischen Anwendung, illustriert durch Fallbeispiele von Stadionwechseln im In- und Ausland.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die wichtigsten Begriffe sind Fanmanagement, Stadionwechsel, Fanbindung, adaptive Strategien, Vereinsidentität und Stakeholder-Management.
Warum wird der Stadionwechsel des F.C. Augsburg als Positivbeispiel hervorgehoben?
Weil der Verein durch symbolische Handlungen wie die Verpflanzung von Rasenstücken oder die Tribünenbenennung aktiv die Geschichte des alten Standorts in die neue Arena integriert hat.
Was unterscheidet den Fall der Seattle SuperSonics von den deutschen Beispielen?
Der Fall dient als Negativbeispiel, bei dem finanzielle Interessen der Eigentümer die emotionalen Bedürfnisse der Fans völlig ignorierten, was letztlich zur Entfremdung und zum Verlust des Teams für die Stadt führte.
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- Niklas Fahrngruber (Autor), 2019, Adaptives Fanmanagement bei Stadion- bzw. Standortwechsel, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/918655