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Wirklichkeitskonstruktion in Massenmedien. Warum Massenmedien die Wirklichkeit nicht abbilden können

Titre: Wirklichkeitskonstruktion in Massenmedien. Warum Massenmedien die Wirklichkeit nicht abbilden können

Essai , 2020 , 7 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Anonym (Auteur)

Sociologie - Médias, Art, Musique
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Diese Arbeit behandelt die Wirklichkeitskonstruktion in Massenmedien. Dabei soll sich mit folgenden Fragen beschäftigt werden: Was sind tatsächliche Kriterien der Wirklichkeit? Was ist Wirklichkeit und lässt sich Wirklichkeit überhaupt definieren? Welche Rolle spielen bei der Erschaffung und Vermittlung von Wirklichkeit die Massenmedien? Wie hängen Medien, Gesellschaft und Kommunikation zusammen?

Da sich diese Fragen nur ausschweifend beantworten lassen, fokussiert sich dieses Essay auf die aktuellsten Erkenntnisse der Physik. Es verknüpft deren Hauptargument mit den von Niklas Luhmann definierten Hauptmerkmalen der Wirklichkeitskonstruktion durch Massenmedien. Infolgedessen soll sich herauskristallisieren, wie Wirklichkeit in diesem Zusammenhang verstanden werden kann und was das mit gesellschaftlicher Wahrnehmung zu tun hat. Letztlich ist festzustellen, warum Informationen durch Massenmedien keine Wirklichkeitsannäherung bedeuten.

Grundsätzlich stellt sich die Frage, ob die Wirklichkeit, die im Zentrum der Debatten um Medien steht, überhaupt in Reinform existiert. Diese Fragestellung wird von unterschiedlichsten Disziplinen seit Jahrhunderten diskutiert; es seien nur Soziologie, Philosophie und Physik als scheinbar kontroverse Beispiele genannt. Um auf naturwissenschaftlicher Basis zu bleiben,
werden die Erkenntnisse einer der populärsten Positionen der Physik herangezogen: die Erkenntnisse der Quantenmechanik nach Werner Heisenberg. Sie besagt, dass Wirklichkeit sich unter Beobachtung verändert.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Was ist Wirklichkeit?

2. Wirklichkeit aus Sicht des Konstruktivismus

3. Die Rolle der Massenmedien

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die theoretische Unmöglichkeit für Massenmedien, eine objektive Wirklichkeit abzubilden, indem sie physikalische Erkenntnisse der Quantenmechanik mit Niklas Luhmanns soziologischer Systemtheorie der Medien verbindet.

  • Physikalische Grundlagen der Wirklichkeitswahrnehmung (Heisenberg)
  • Konstruktivistische Perspektive auf soziale Wirklichkeit
  • Massenmedien als gesellschaftliche Funktionssysteme
  • Selektionsprozesse und Informationsfilterung in Medien
  • Einfluss der Medienberichterstattung auf gesellschaftliche Normen

Auszug aus dem Buch

Wirklichkeit aus Sicht des Konstruktivismus

Die Erfassung der Wirklichkeit, wie sie durch den immer fortwährenden und zunehmenden Informationsfluss angestrebt wird, ist also vom Menschen gar nicht greifbar und nie erreichbar: Selbst wenn er „alles“ wüsste, würde sich die Wirklichkeit durch Beobachtung zugleich wieder verändern. An dieser Stelle ließe sich die Debatte um eine durch die Medien vermittelte Wirklichkeit demzufolge bereits beenden – würde sie nicht durch konstruktivistische Argumente der Soziologie ergänzt, die den sozialen Charakter der Medien mit einbringt und damit den Bogen zu Massenmedien und Gesellschaft schlägt. Da nämlich Medien und Gesellschaft gleichermaßen als Kommunikationsherde gelten und miteinander interagieren, sind Medien zugleich als gesellschaftserzeugende Interaktion zu verstehen. Erklären lässt sich dies durch Konstruktivismus: Dem berühmten Soziologen Niklas Luhmann zufolge, dessen Analyse der Massenmedien in neuerer Zeit betrachtet wurde (Berghaus 2005), waren die Massenmedien seiner Zeit, Druck, Radio und Fernsehen, ein Funktionssystem, dessen Aufgabe darin bestand, für die Gesellschaft eine Wirklichkeit zu konstruieren. Seine Argumentation ließ sich leicht mit der physikalischen verknüpfen, da er der Ansicht war, erst durch Beobachtung entstünde eine primäre Realität – es existiere zwar auch eine beobachterunabhängige Welt, jedoch nur als „Horizont (…), also als unerreichbar“ (Luhmann 1996: 17 f.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Was ist Wirklichkeit?: Dieses Kapitel diskutiert die philosophische und physikalische Problematik, ob eine objektive Wirklichkeit existiert und für den Menschen erfassbar ist.

2. Wirklichkeit aus Sicht des Konstruktivismus: Hier wird mittels der Theorie von Niklas Luhmann analysiert, wie Medien als Funktionssysteme soziale Realität konstruieren und Kommunikation selektieren.

3. Die Rolle der Massenmedien: Das Kapitel beleuchtet, wie Massenmedien durch Informationsfilterung und Zeitdruck gesellschaftliche Wahrnehmung prägen und verändern.

4. Fazit: Die abschließende Zusammenfassung konstatiert, dass Massenmedien primär Sicherheit und Struktur erzeugen, statt die Wirklichkeit objektiv abzubilden.

Schlüsselwörter

Wirklichkeitskonstruktion, Massenmedien, Niklas Luhmann, Konstruktivismus, Systemtheorie, Kommunikation, Beobachtung, soziale Wirklichkeit, Informationsfluss, Objektivität, Medienrealität, Quantenmechanik, Gesellschaftliche Wahrnehmung, Selektion, Funktionssystem

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die kritische Auseinandersetzung mit der Fähigkeit von Massenmedien, die reale Welt abzubilden, und hinterfragt den Objektivitätsanspruch medialer Berichterstattung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Themenfelder umfassen die physikalische Erkenntnistheorie, den soziologischen Konstruktivismus, die Systemtheorie nach Niklas Luhmann sowie die soziologische Analyse der Medienrolle.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, theoretisch zu begründen, warum Massenmedien technisch und systembedingt keine neutrale Abbildung der Wirklichkeit leisten können, sondern diese aktiv mitkonstruieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die soziologische Systemtheorien mit physikalischen Prinzipien (Quantenmechanik) verknüpft, um eine fundierte Argumentationsbasis zu schaffen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit dem Konstruktivismus, der Definition von Massenmedien als Funktionssysteme nach Luhmann sowie der Analyse von Selektionsprozessen und der Zeitabhängigkeit von Informationen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen Wirklichkeitskonstruktion, Konstruktivismus, Systemtheorie, Kommunikation und die Rolle von Medien als Produzenten von (Medien-)Wirklichkeit.

Wie beeinflusst die "Beobachtung" die Wirklichkeit laut der Arbeit?

In Anlehnung an physikalische Erkenntnisse wird dargelegt, dass Wirklichkeit durch den Akt der Beobachtung verändert wird, was eine objektive, unbeeinflusste Erfassung durch den Menschen unmöglich macht.

Welche Rolle spielen "Schnittmengen" in der sozialen Kommunikation?

Schnittmengen beschreiben gemeinsame, aber subjektive Wirklichkeitswahrnehmungen, die Kommunikation zwischen Individuen erst ermöglichen und als Basis für gesellschaftliche Konstanten wie Normen dienen.

Warum nennt der Autor die Massenmedien Produzenten statt Vermittler?

Durch die notwendige Selektion, Filterung und Neu-Zusammensetzung von Informationen werden Nachrichten so stark transformiert, dass Medien die soziale Realität aktiv erschaffen, anstatt sie nur abzubilden.

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Titre
Wirklichkeitskonstruktion in Massenmedien. Warum Massenmedien die Wirklichkeit nicht abbilden können
Université
University of Bamberg
Note
2,0
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2020
Pages
7
N° de catalogue
V918993
ISBN (ebook)
9783346276674
Langue
allemand
mots-clé
wirklichkeitskonstruktion massenmedien warum wirklichkeit
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anonym (Auteur), 2020, Wirklichkeitskonstruktion in Massenmedien. Warum Massenmedien die Wirklichkeit nicht abbilden können, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/918993
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