Viele Patienten wünschen sich heute weitsichtigere und tiefgreifendere Behandlungsformen, als sie oftmals in der allopathischen bzw. Schulmedizin möglich sind. Eine Methode, mit der Therapeuten diesen Wünschen Rechnung tragen können, ist die Ozontherapie, denn diese bessert nicht nur punktuell die vorhandenen Krankheitssymptome, sondern hat auch eine prophylaktische Wirkung. In der Naturheilkunde gehört die Ozontherapie aufgrund der offensichtlichen Erfolge bei der Behandlung zahlreicher Erkrankungen – wie Durchblutungsstörungen, Mykosen so wie bakteriellen und viralen Infektionen bis hin zu AIDS und zur begleitenden Behandlung von Karzinomen – bereits seit geraumer Zeit zu den etablierten Behandlungsmethoden. Hingegen ist diese Methode im Bereich der Schulmedizin – wohl nicht zuletzt wegen vorhandener Vorurteile – bisher leider noch wenig verbreitet. Und während die Ozontherapie international innerhalb der gesellschaftlichen Eliten und in der Sportmedizin längst als Insidertip gehandelt wird, ist der allgemeine Informationsstand hierzu in der BRD Bevölkerung aufgrund einer oft unsachgemäßen Darstellung des Themas in den Medien bis heute eher gering.
Die Zielsetzung der Autorin ist es, mit den vorhandenen Fehlinformationen und Vorurteilen aufzuräumen und das Thema der Ozontherapie sachlich darzustellen. Es wird aufgezeigt, dass Ozon – therapeutisch angewendet – keineswegs einfach ein Zellgift ist. Vielmehr sind es gerade seine aggressiven Eigenschaften – es destabilisiert die Phospholipidschicht der Zellmembran der Erythrozyten – die über die Auslösung eines oxidativen Stresses und die folgende Pufferung der entstandenen Peroxide vor allem über das Gluthationsystem zu einer Anregung des Gesamtmetabolismus der Zellen führen. Am Beispiel einiger Krankheitsbilder wird geschildert, wie die Wirkung des Ozons therapeutisch genutzt werden kann, um signifikante gesundheitliche Verbesserungen zu erzielen. Im Résumé schließlich entkräftet die Autorin die zu Beginn in der Einleitung aufgeführten Argumente der Skeptiker.
Abschließend weist sie auf die mögliche Bedeutung einer weitergehenden Verbreitung der Ozontherapie für die Verbesserung der Volksgesundheit hin. Somit stellt diese Ausarbeitung nicht zuletzt eine Orientierungshilfe für Therapeuten und eine Anregung dar, den Schritt hin zum praktischen Einsatz dieser Therapieform zu wagen und für sich weitere Anwendungsgebiete zu entdecken. Auch als Einstieg in weiterführende Studien ist sie gut geeignet.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Allgemeine Betrachtung des Ozons
2.1 Struktur, Chemie und natürliches Vorkommen
2.2 Geschichte
2.3 Herstellung, Anwendungsgebiete und Messmethoden
2.4 Applikationsmöglichkeiten
3 Medizinische Wirkung und Anwendung von Ozon beim Menschen
3.1 Wirkungsweise von Ozon im menschlichen Organismus am Beispiel des Blutsystems
3.1.1 Die antibakterielle, viruzide und fungizide Wirkung von Ozon
3.2 Die angewandte Ozontherapie
3.3 Ausgewählte Indikationen der Ozontherapie
3.3.1 Viruserkrankungen am Beispiel von Herpes Zoster, EBV und Retroviren
3.3.2 Bakterielle Infektionen am Beispiel von Zystitis
3.3.3 Durchblutungsstörungen am Beispiel von Gangrän, Ulcus cruris und Makuladegeneration
3.3.4 Spezifische Lebererkrankungen
3.3.5 Erkrankungen der Lungen und Atemwege am Beispiel von Asthma
3.3.6 Herzerkrankungen am Beispiel der Angina pectoris
3.3.7 Ozon in der Krebstherapie
3.3.8 Ozontherapie im Leistungssport
4 Résumé
Anhang I – Weitere themenrelevante Informationen
I.I Interview mit Herrn Hübner
I.II Englischsprachiges Interview mit Herrn Dr. Çakir
I.III Zusätzliches Informationsmaterial
Anhang II
II.I Verzeichnis der verwendeten Quellen
II.I.I Literaturverzeichnis
II.I.II Tabellenverzeichnis
II.I.III Bildquellenverzeichnis
II.I.IV Sonstige Quellen
II.II Verzeichnis der Zeichen, Benennungen und Einheiten
II.III Glossar
Schlussgedanke
Zielsetzung & Themen
Ziel dieser Arbeit ist es, die medizinische Wirkung der Ozontherapie wissenschaftlich fundiert darzustellen, bestehende Vorurteile zu entkräften und den Nutzen der Methode bei verschiedenen Krankheitsbildern aufzuzeigen. Dabei wird insbesondere untersucht, wie Ozon zur Wiederherstellung gestörter Körperfunktionen beitragen kann.
- Chemische und physikalische Grundlagen von Ozon
- Historische Entwicklung der Ozontherapie
- Analyse der Wirkungsmechanismen auf das menschliche Blutsystem
- Therapeutische Einsatzmöglichkeiten bei Infektionen, Durchblutungsstörungen und chronischen Erkrankungen
- Diskussion der Rolle der Ozontherapie in der Prävention und im Leistungssport
Auszug aus dem Buch
3.1 Wirkungsweise von Ozon im menschlichen Organismus am Beispiel des Blutsystems
Ozon besitzt nicht nur eine schützende Wirkung in der Natur, sondern auch im menschlichen Körper. Nach ausführlichen Studien von weltweit international führenden Universitäten ist belegt, dass Ozon nachweislich allgemein viruzid, bakterizid und fungizid wirkt. Weiterhin ist bekannt, dass medizinisch angewendetes Ozon entzündungshemmende und durchblutungsfördernde Eigenschaften besitzt, sowie immunabwehrsteigernd bei niedrigen und immunsystemhemmend bei hohen Dosierungen wirkt.
Im lebenden Organismus konnten die Wechselwirkungen zwischen Ozon und den Bestandteilen des Blutes zwar bisher nur lückenhaft erforscht werden. Dennoch ist bekannt, dass Ozon mit den ungesättigten Fettsäuren der Phospholipidschicht von Zellmembranen reagiert. Vor allem bei parenteraler Anwendung erfolgt die Reaktion hierbei insbesondere mit den Zellmembranen der Erythrozyten. Wenn das Ozon mit dem in der sterilen klinischen Vakuumflasche befindlichen Blut vermengt wird, werden die ebenfalls darin vorhandenen Ozonmoleküle von den ungesättigten Fettsäuren angezogen. Die Ozonmoleküle greifen nun, chemisch gesehen, die Phospholipidschicht der Erythrozyten an. In der Folge kommt es zu einer teilweisen Spaltung der Phospholipidketten, was zu einer Instabilität der Zelle führt. Die Bruchstücke der gespaltenen Lipidketten erreichen als kurzlebige Peroxide durch die Kernporen das Zytoplasma der Erythrozyten. Da die Peroxide ein Selbstgift für die Zelle darstellen, werden diese zunächst gepuffert und schließlich abgebaut. Um den Abbau-Prozess anzuregen, wird ein oxidativer Stress ausgelöst. Um die Peroxide abbauen zu können, bedient sich die Zelle verschiedener Puffersysteme, wie Harnsäure, Vitamin A und C. Das aber wichtigste am Abbau der Peroxide beteiligte Puffersystem ist das Glutathionsystem.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die ökologische Bedeutung von Ozon und führt in dessen medizinische Anwendung sowie die damit verbundenen Kontroversen ein.
2 Allgemeine Betrachtung des Ozons: Dieses Kapitel behandelt die chemische Struktur, die Geschichte der Entdeckung sowie die verschiedenen technischen Herstellungs- und Messmethoden von Ozon.
3 Medizinische Wirkung und Anwendung von Ozon beim Menschen: Das Hauptkapitel erläutert die physiologischen Prozesse im Blut sowie die spezifische Anwendung der Ozontherapie bei diversen Indikationen von Infektionen bis zur Krebstherapie.
4 Résumé: Das Résumé fasst die Erkenntnisse zusammen, bewertet die Sicherheit der Methode und betont die Notwendigkeit einer breiteren Akzeptanz der Ozontherapie in der Medizin.
Schlüsselwörter
Ozontherapie, Medizin, Sauerstoff, Erythrozyten, Durchblutungsstörungen, Infektionen, viruzid, bakterizid, fungizid, Glutathionsystem, Naturheilkunde, Immunsystem, Prävention, Doping, Oxidativer Stress
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der medizinischen Ozonanwendung, ihrer Wirkungsweise im menschlichen Körper sowie ihrer therapeutischen Bedeutung als komplementäre Behandlungsmethode.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Im Zentrum stehen die chemischen Grundlagen, die Geschichte, die verschiedenen Applikationstechniken und die klinische Anwendung bei diversen Krankheitsbildern.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist die sachliche Aufklärung über die Ozontherapie, um Vorurteile abzubauen und den Nutzen dieser Methode bei der Behandlung von Volkskrankheiten zu belegen.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?
Die Arbeit nutzt eine umfassende Literaturrecherche, Studienauswertungen sowie Experteninterviews mit Herstellern und Anwendern von Ozongeräten.
Was wird im medizinischen Hauptteil genau behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Reaktionen des Blutes auf Ozon, die immunmodulatorische Wirkung und beschreibt spezifische Therapieabläufe bei Erkrankungen wie Zystitis, Asthma und Herzleiden.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Ozontherapie, medizinische Wirkungsweise, Sauerstoffanreicherung, Immunsystem und komplementäre Heilverfahren.
Warum wird Ozon in der Krebstherapie nur begleitend eingesetzt?
Ozon fungiert als unterstützende Maßnahme, um die Vitalität des Patienten zu stärken, das Immunsystem zu modulieren und die Lebensqualität während konventioneller Behandlungen wie der Chemotherapie zu verbessern.
Wie unterscheidet sich die Ozontherapie im Sport vom Doping?
Die Ozontherapie dient der Wiederherstellung physiologischer Normalfunktionen und der Sauerstoffversorgung, während Doping darauf abzielt, die sportliche Leistungsfähigkeit künstlich über das natürliche Niveau zu heben.
- Quote paper
- Amrit Mitterer (Author), 2008, Ozontherapie. Medizinische Wirkung und Anwendung von Ozon beim Menschen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/91970