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Berufseignung und Bewerberauswahl von Beamten

Soziale Kompetenz - Was ist das eigentlich?

Title: Berufseignung und Bewerberauswahl von Beamten

Seminar Paper , 2006 , 28 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Antje Felgentreu (Author)

Leadership and Human Resources - Miscellaneous
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Soziale Kompetenzen sind für den Menschen das ganze Leben lang von Bedeutung, sie sind bei jedem unterschiedlich stark ausgeprägt. Sie spielen von Kindheit an eine Rolle und werden von da an bis zum Lebensende benötigt. Da jedoch ab einem bestimmten Alter das Berufsleben den größten Raum einnimmt, sind hier die sozialen Kompetenzen, oder bezeichnet als die soziale Kompetenz, besonders wichtig.
Es geht in der nun folgenden Arbeit insbesondere um soziale Kompetenz bei Beamten, weil sich die Forschung zur sozialen Kompetenz fast immer nur mit Unternehmen in der Wirtschaft beschäftigt und sich auch die Literatur nur auf diese Unternehmen bezieht. Zu Beamten wird sich sehr wenig geäußert, hier gibt es noch viele Forschungsmöglichkeiten.
Soziale Kompetenz ist ein weiter Begriff, der in der heutigen Arbeitswelt oft verwendet wird. Phrasen wie: „ Mit dieser Person diskutiere ich nicht, sie ist sozial völlig inkompetent.“ sind allzu oft zu hören. Dabei ist vielen Menschen gar nicht bekannt, was sich hinter diesem Begriff alles verbirgt. Der Frage nach der Bedeutung des Begriffs wird im ersten Teil der Arbeit nachgegangen. Dabei wird der Begriff abgegrenzt und erklärt.
Daraufhin wird auf die Notwendigkeit sozialer Kompetenz im Berufsalltag eingegangen mit dem Fokus auf das Beamtentum. Die Notwendigkeit sozialer Kompetenz im Berufsleben von Beamten wird festgestellt. Aufgrund dieses Erfordernisses wird die Frage untersucht, ob bei der Bewerberauswahl bereits Wert auf soziale Kompetenz gelegt wird. Dazu müsste diese bei der Auswahl der Bewerber gemessen werden.
Dies wurde mittels Fragebogen eruiert. Daraufhin wird die These aufgestellt, dass es durchaus Beamte mit Kompetenzproblemen in der Verwaltung gibt. Wie durch gezieltes Training die Kompetenzen verbessert werden können, wird in Teil vier näher erläutert. Zu dem Begriff soziale Kompetenz gibt es diverse Definitionen und Erklärungsversuche, jedoch keine festgelegte Begriffsdefinition.
Nach dem Lexikon versteht man unter dem Begriff sozial: gesellschaftlich, auf die Beziehungen zwischen Menschen bezogen, gesellschaftlich gerecht, richtig, an gesellschaftliche Verhältnisse angepasst; unter dem Begriff Kompetenz: die Zuständigkeit sowie die Fähigkeit eine beliebige Anzahl richtiger Sätze zu verstehen sowie richtige und falsche Sätze zu unterscheiden. Mit der Definition dieser Begriffskomponenten ist jedoch die enorme Tragweite sozialer Kompetenz nicht erfasst.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Soziale Kompetenz – verschiedene Erklärungsansätze-

2.1 Definitionen sozialer Kompetenz

2.2 Die Einordnung des Begriffes

3 Soziale Kompetenz im Beruf am Beispiel von Beamten in der Finanzverwaltung

3.1 Die generelle Handlungskompetenz in Unternehmen

3.2 Soziale Kompetenz im Beruf

3.2.1 Der Wandel der Anforderungen in der Arbeitswelt

3.2.2 Die Notwendigkeit sozialer Kompetenz bei Beamten in der Verwaltung

3.3 Die Messung von sozialer Kompetenz

3.3.1 Methoden zur Messung

3.3.2 Die Messung sozialer Kompetenz bei der Bewerberauswahl

3.4 Soziale Kompetenz bei der Bewerberauswahl in der Finanzverwaltung

3.4.1 Generelles zur Bewerberauswahl

3.5 Defizite sozialer Kompetenz bei Beamten

3.6 Die Entstehung sozialer Kompetenzprobleme

4 Training sozialer Kompetenzen

4.1 Ist soziale Kompetenz erlernbar?

4.2 Das Kommunikationstraining

4.3 Konfliktmanagement, Stressbewältigung und professionelle Gesprächsführung

5 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Bedeutung und den Stellenwert sozialer Kompetenz im Berufsalltag von Beamten der Finanzverwaltung, beleuchtet deren Erfassung in Auswahlverfahren und analysiert Möglichkeiten sowie Grenzen gezielter Kompetenztrainings.

  • Definition und theoretische Einordnung sozialer Kompetenz
  • Notwendigkeit sozialer Kompetenz im öffentlichen Dienst
  • Analyse der Bewerberauswahl in der Finanzverwaltung
  • Ursachen für soziale Kompetenzdefizite
  • Trainingsansätze zur Förderung kommunikativer und sozialer Fähigkeiten

Auszug aus dem Buch

3.6 Die Entstehung sozialer Kompetenzprobleme

Inkompetentes Verhalten entsteht entweder in einer konkreten Situation oder im Verlauf der Lebensgeschichte.

Zum einen kann die Person durch äußere Umstände überfordert sein, bspw. durch Überlastung aufgrund von zu vielen sozialen Anforderungen. Zum anderen kann ein ungünstiges Situationsmanagement Ursache sein. Dabei wird in Fehleinschätzungen und die Selbstpräsentations-Theorie unterschieden. Eine Fehleinschätzung kann z.B. die falsche Berufswahl sein. Die Selbstpräsentations-Theorie beinhaltet, dass soziale Angst immer dann entsteht, wenn sich jemand einem anderen in ganz bestimmter Weise darstellen will und im Zweifel ist, ob dies gelingt, wie bspw. der erfolgreiche Kollege, die immer verständnisvolle Freundin. Diese Selbstdarstellung ist mit eigenen Bedürfnissen auf Dauer nicht in Einklang zu bringen und führt zur Überforderung.

Ein anderes Problem für inkompetentes Verhalten kann in dem Vorhandensein von Lerndefiziten liegen. Diese entstehen, wenn das betreffende Verhalten zuvor nicht geübt wurde, somit keinerlei Lernerfahrung vorhanden ist. Das kann eintreten, wenn ein bestimmtes soziales Verhalten zuvor nicht erforderlich war aufgrund bspw. familiärer Bedingungen. Soziale Kompetenz wird auch durch Beobachtung erlernt. Sind entsprechende Vorbilder schlechte Vorbilder oder gar keine Vorbilder vorhanden, kann sie auch nicht erlernt werden. Lerndefizite resultieren auch aus gesellschaftlichen Rollenerwartungen heraus durch das Nichtverstärken sozial kompetenten Verhaltens des Kindes z.B. das Ignorieren eines weinenden Jungens durch die Eltern. Entsprechendes Fehlverhalten entsteht genauso durch das Verlernen von Erlerntem, wenn soziale Kompetenz in einem Bereich lange Zeit nicht erforderlich war.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung sozialer Kompetenz für das Berufsleben ein und erläutert die Forschungsfrage hinsichtlich des Stellenwerts dieser Kompetenz bei Beamten.

2 Soziale Kompetenz – verschiedene Erklärungsansätze-: Dieses Kapitel definiert soziale Kompetenz, ordnet den Begriff theoretisch ein und grenzt ihn von verwandten Konzepten wie der sozialen Performanz ab.

3 Soziale Kompetenz im Beruf am Beispiel von Beamten in der Finanzverwaltung: Das Kapitel analysiert den Bedarf an sozialer Kompetenz in der Arbeitswelt, spezifisch für Beamte, und untersucht kritisch, wie soziale Kompetenz bei der Personalauswahl und im Dienstalltag berücksichtigt wird.

4 Training sozialer Kompetenzen: Hier wird der Frage nachgegangen, ob soziale Kompetenz erlernbar ist, und es werden konkrete Trainingsmöglichkeiten für den Behördenalltag vorgestellt.

5 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, kritisiert die aktuelle Auswahlpraxis in der Verwaltung und fordert ein stärkeres Bewusstsein für die Relevanz sozialer Kompetenzen.

Schlüsselwörter

Soziale Kompetenz, Finanzverwaltung, Beamte, Bewerberauswahl, Personalauswahl, Handlungskompetenz, Kommunikationstraining, Konfliktmanagement, Assessment Center, Berufsalltag, Coaching, psychologische Ausbildung, Personalentwicklung, soziale Performanz, Führungskompetenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Relevanz und den aktuellen Stellenwert sozialer Kompetenzen im Arbeitsalltag von Beamten, insbesondere in der Finanzverwaltung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretische Abgrenzung sozialer Kompetenz, deren praktische Notwendigkeit im Beamtentum sowie die kritische Analyse bestehender Auswahl- und Fortbildungsverfahren.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Ziel ist es zu untersuchen, ob soziale Kompetenz bei der Auswahl von Beamten ausreichend berücksichtigt wird und ob Defizite durch gezielte Trainingsmaßnahmen ausgeglichen werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine Kombination aus Literaturanalyse und empirischer Erhebung durch Fragebögen, die an Finanzbehörden gerichtet wurden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Definition des Begriffs, der Bedeutung für Beamte, der kritischen Bestandsaufnahme der Bewerberauswahl und der Frage, wie soziale Kompetenzen geschult werden können.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Soziale Kompetenz, Finanzverwaltung, Beamte, Bewerberauswahl, Kommunikationstraining und Personalentwicklung.

Warum wird soziale Kompetenz in der Finanzverwaltung als vernachlässigt angesehen?

Die Autorin stellt fest, dass in der Verwaltung oft der Fokus einseitig auf Fachkompetenz liegt und die Auswahlverfahren für soziale Kompetenzen häufig unzureichend oder subjektiv sind.

Welche Rolle spielen Trainings laut der Autorin?

Trainings werden als essenziell angesehen, um Defizite abzubauen, wobei jedoch die mangelnde Investitionsbereitschaft und das fehlende Bewusstsein auf Leitungsebene als Barrieren identifiziert werden.

Was zeigt der Vergleich zwischen Privatwirtschaft und Finanzverwaltung?

Während in der Wirtschaft soziale Kompetenz zunehmend explizit gefordert und durch moderne Instrumente (wie Assessment Center) geprüft wird, zeigt sich in der Verwaltung ein eher traditionelles, oft auf reinem Fachwissen basierendes Vorgehen.

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Details

Title
Berufseignung und Bewerberauswahl von Beamten
Subtitle
Soziale Kompetenz - Was ist das eigentlich?
College
University of Applied Management
Course
Gestaltung und Durchführung von Auswahlverfahren
Grade
1,0
Author
Antje Felgentreu (Author)
Publication Year
2006
Pages
28
Catalog Number
V91995
ISBN (eBook)
9783638060103
ISBN (Book)
9783638950282
Language
German
Tags
Berufseignung Bewerberauswahl Beamten Gestaltung Durchführung Auswahlverfahren
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Antje Felgentreu (Author), 2006, Berufseignung und Bewerberauswahl von Beamten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/91995
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