Migration in modernen Gesellschaften. Grundlegende Problematiken zwischen Aufnahmegesellschaft und ZuwanderInnen


Hausarbeit, 2009

17 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Migration - Allgemeine Begriffe und Theorien
1.1. Definitionen und Begriffe
1.2. Nation, Ethnizität und Intergration

2. Hintergründe und einige Querverweise
2.1. Universalgeschichte von Völkerwanderungen
2.2. Migration in Österreich von der Habsburger Monarchie bis Heute

3. Die Problematik zwischen Aufnahmegesellschaft und EinwanderInnen

4. Kommunikation und Integration durch Medien

5. Bibliographie

1. Migration - Allgemeine Begriffe und Theorien

Um sich dem Thema Migration im speziellen zu nähern, sollten zuerst einige allgemeine Definitionen, Begriffe und Entwicklungen beleuchtet werden. Dieses werde ich anhand des Textes von Herman Mückler versuchen zu bearbeiten, um einen ersten Einstieg in dieses komplexe Thema zu gewährleisten.

1.1. Definitionen und Begriffe

Hermann Mückler geht in seinem Text „Migrationsforschung und Ethnohistorie“ auf aktuelle Entwicklungen rund um das Thema Migration ein und verweist dabei auf grundlegende theoretische Auseinandersetzungen in den Sozialwissenschaften. In einem weiteren Schritt bezieht er sich auf Positionen der Ethnohistorie, die vermehrt in den letzten Jahrzehnten an wissenschaftlicher Bedeutung gewonnen hat.

In dem Text versucht er einen argumentativen Bogen zu spannen, angefangen bei grundlegenden Definitionen rund um das Thema Migration. Weiters folgt eine kurze Rückschau, die auf „Mechanismen und Bedeutungen von Wanderungen und der damit verbundenen Kulturübertragung im Sinne eines kritisch zu hinterfragenden Diffusionismus „ (Mückler 2001, S. 114) aufmerksam machen soll. In einem letzten Schritt wird ein Blick auf die Gegenwart geworfen unter dem Aspekt der zu erwartende Veränderungen in Bezug auf Globalisationsprozesse.

Zu Beginn des Textes verweist er darauf, „(...) dass man sich dem Thema Migration in all seinen Ausformungen nur sinnvoll nähern kann, wenn man sie als Folge komplexer politischer, ideologischer, sozialer und ökonomischer Prozesse begreift (.). Indirekt ist diesem Aphorismus auch die Verknüpfung mit Ethnizität und nationaler Identität inhärent - beides Faktoren, die bei der Analyse von Wanderungsbewegungen eine bedeutende Rolle spielen und auf die im folgenden noch eingegangen wird. Allen genannten Symptomen gemeinsam ist die Tatsache, dass sie vielfach Ursache und Auslöser für jene Entwicklungen geworden sind, die ein zentrales Thema des zu Ende gehenden zwanzigsten Jahrhunderts ist (...).“ (Mückler 2001, S. 113)

In einem ersten Schritt verweist Mückler auf die Schwierigkeit den Begriff Migration exakt zu definieren. Durch die uneinheitliche Verwendung des Begriffes liegen uns zahlreiche Definitionen vor. Gewisse Kriterien bzw. Parameter können bei der Einteilung und

Beschreibung von Wanderungsbewegungen somit hilfreich sein, wie etwa: räumliche oder zeitliche Einteilungen, strukturelle Merkmale und Ursachen, bzw. persönliche Motive der MigrantInnen, uvm. (vgl. Mückler 2001, S. 114)

Speziell bei der Betrachtung der Ursachen von Migration, beschreibt Mückler zwei Formen: Flucht- oder Zwangswanderung und freiwillige Wanderung.

„Die sogenannte Fluchtwanderung bietet keine Entscheidungsalternative, sondern sieht als Auslöser unmittelbar ausgeübte oder zu erwartende Gewalthandlungen, die das Leben und/oder die Freiheit des Betroffenen bedrohen und ihn dadurch zur Flucht zwingen“ (Mückler 2001, S. 115). Den Betroffenen bleibt somit keine andere Alternative, als ihr Herkunftsland zu verlassen und unter schwierigen und oft schmerzlichen Umständen ein neues Zielland zu suchen.

Anders verläuft dies laut Mückler bei der Freiwilligen Migration. Dieser liegen vor allem, so meint er, ökonomische Motive zugrunde. Die Betroffenen erhoffen sich von ihrem Zielland eine Verbesserung ihrer Lebensbedingungen und ihres Wohlstandes durch „höheres Einkommen, sicherer Arbeit und bessere individuelle Entfaltungsmöglichkeiten“ (Mückler 2001, S. 116). Dem Zugrunde liegt ein „freier“ Entscheidungsprozess in dem ein Abwägen der Vor- und Nachteile einer Wanderung geführt werden kann. Interessant dabei ist, dass die Entscheidungskriterien nicht von dem Wohlstand des Ziellandes bzw. des zu erwartenden Einkommens abhängig ist, viel eher zählen Faktoren wie „die geographische oder kulturelle Nähe des Ziellandes, die Aufenthaltsbedingungen in den potentiellen Zielländern, das Bestehen von familiären Migrationsnetzwerken oder von religiösen Gemeinschaften“ ( Mückler 2001, zit. Nuscheler 1995: 35)

Modelle für die Erklärung von Wanderungsbewegungen sind zahlreich vorhanden. Ein sehr geläufiges ist das der „Schub- und Sogfaktoren (push- und pull-Faktoren).“ (Mückler 2001, S.128) Schubfaktoren (push-Faktoren) bewegen oder zwingen, wie der Name schon sagt Menschen dazu, ihre Heimat zu verlassen, während Sogfaktoren (pull-Faktoren) Menschen dazu verleiten in ein Land zu kommen, indem man ihnen etwas anbietet. (vgl Mückler 2001, S.128) Auf diesem Modell bauen laut ihm die meisten Migrationstheorien auf. Jedoch kritisiert er dieses Modell in seiner Vorlesung vom 21. 1. 2010 insofern, dass er es als sehr mechanistisch beschreibt. Es klammert jegliche individuelle Schicksale aus. Im Ansatz ist das Modell brauchbar, doch es benötigt mehr um das umfassende Phänomen von Wanderung zu beschrieben.

1.2. Nation, Ethnizität und Intergration

Der Zusammenhang zwischen Migration und (Welt)Politik ist ein weiterer wichtiger Aspekt auf den Mückler sich bezieht. Er verweist darauf wie sehr internationale Wanderungsbewegungen Macht- und Legitimationsprozessen unterliegen (vgl. Mückler 2001, S.120). „Zum einen wird über politische Macht immer wieder versucht, Migrationsströme zu beeinflussen, zum anderen sind es gerade interne Machtunterscheide zwischen ethnischen Gruppen, vor allem in Relation zur Mehrheit, die bestimmend für die Situation von Migranten sind.“ (Mückler 2001, S. 120, zit. vgl. Richmond 1988, nach Bös 1977: 68)

Mückler nennt hierfür als zentrale Themen „Ethnizität und Nationalität mit ihrer Dynamik“ (Mückler 2001, S. 120), wobei er in seiner Ausführung versucht, die zugrunde liegenden Problematiken näher zu erläutern. Er verweist auf die Ambivalenz von Ethnizität, da sie einerseits vereinend in Gesellschaften wirken kann, doch auf der anderen Seite auch abgrenzt. Er erwähnt in diesem Zusammenhang Mathias Bös, der sich auf Ethnizität im Hinblick der modernen Gesellschaften bezieht. Laut ihm entsteht Ethnizität in modernen Gesellschaften „nicht mehr nur durch einfaches Zusammenleben, sondern beinhaltet immer stärker auch den Akt bewusster Identifikation, sowohl der Gruppe, als auch des Einzelnen.“ (Mückler 2001, S. 121, nach Bös 1997: 71, 73). Bös verwendet hierfür den Begriff der „reflexiven Ethnisierung“. Ethnizität wirkt demnach identitätsstiftend, indem sie eine Gruppe von Menschen einerseits vereint, im selben Augenblick jedoch, in dem sich die Grenzen dieser Gruppe schließen, trennt sie sich von etwas Drittem. Im Hinblick auf unser Thema Migration wäre damit die Aufnahmegesellschaft als verbundene Einheit gemeint, die „das Fremde“, im speziellen MigrantInnen von sich trennt.

Kurz erwähnt Mückler in diesem Zusammenhang noch den Aspekt der Globalisierung. „Globalisierung, weil der grenzüberschreitende Akt der Wanderung Länder und Weltregionen verbindet und unter Umständen permanente Verknüpfungsstrukturen zwischen Herkunfts­und Zielort produziert;“ (Mückler 2001, S. 123)

Abschließend verdeutlicht Mückler ein letztes Mal wie komplex und vielseitig sich das Thema Migration besonders in der Fachliteratur darbietet und er verweist darauf, dass „nur eine vielschichtige, interdisziplinäre Herangehensweise eine Annäherung an dieses komplexe Thema erlaubt, welches im Rahmen von Globalisierung und gleichzeitiger Fragmentierung sozialer Bindungen in Zukunft noch an Bedeutung gewinnen wird „ (Mückler 2001, S. 130).

Hermann Mücklers Text stellt sehr umfassend Begriffe und Theorien zum Thema Migration dar und erweist sich dadurch als sehr nützlichen Einstieg in die Thematik. Natürlich werden dadurch auch bestimmte Aspekte nur angeschnitten bzw. bleiben diese völlig ausgeklammert, wie zum Beispiel im Hinblick auf das Thema dieser Arbeit - die Problematiken des Verhältnisses von Aufnahmegesellschaft und ZuwanderInnen. Einen wichtigen Aspekt können wir dem Text hinsichtlich der übergeordneten Fragestellung jedoch entnehmen, dem der Etnizität und der Abgrenzung. Mückler beschreibt, dass wir uns um ein Zusammengehörigkeitsgefühl zu bekommen, von etwas anderem abgrenzen müssen. Somit entsteht durch Abgrenzung auch ein Gefühl von Gemeinschaft und Identität, was uns verbindet. Diese Grenze richtet sich nach allem was von außen kommt und versucht das abzuwehren. Grenzen haben somit nicht nur den Charakter zu kennzeichnen, was zusammengehört, sondern eben auch was nicht dazugehört.

Dieser Aspekt der Grenze als ein- und ausschließendes Phänomen wird im Laufe dieser Arbeit immer wieder relevant sein und zeigen wie im Besonderen in Österreich schon immer damit operiert wurde und immer noch wird.

2. Hintergründe und einige Querverweise

Um Hintergründe der Problematik von Migration zu verstehen, ist es wichtig einen Blick in die Geschichte zu werfen, um anhand davon Rückschlüsse auf heutige Themen ziehen zu können. Zuallererst werde ich mich noch einmal auf einen Abschnitt aus Mücklers Text beziehen und im Folgenden auf wesentliche Aspekte aus Rainer Bauböcks Text „Nach Rasse und Sprache verschieden“ eingehen, der darin Migrationsthematiken seit der frühen Habsburger Monarchie bis in das Jahr 1995 beleuchtet.

2.1. Universalgeschichte von Völkerwanderungen

Hermann Mückler spricht in seinem Text „Migrationsforschung und Ethnohistorie“ davon, dass Migration seit jeher in der Menschheitsgeschichte verankert ist, „um ein Überleben der Art in einer sich klimatisch und ökologisch und damit nahrungsmitteltechnisch verändernden Umwelt zu gewährleisten.“ (Mückler 2001, S. 117) Flucht und Vertreibung, Kriege, Machtkämpfe sind in der Geschichte immer wieder vorzufinden, „Historiker sprechen von einer Universalgeschichte von Völkerwanderungen“ (Mückler 2001, S. 118). Das jüdische Volk wäre dafür als der „Archetypus für Flucht und Vertreibung“ (Mückler 2001, S. 118) zu nennen.

Migration spielte besonders auch im europäischen Raum eine bedeutende Rolle, was jedoch in heutigen Diskussionen kaum mehr Beachtung findet. „Urbanisierungsprozesse bzw. Prozesse städtischen Bevölkerungswachstums beruhten (...) auf Wanderungsprozessen. (Mückler 2001, zit. Müller 1992: 107) Mückler betont, dass „im Wien der Jahrhundertwende die großen Leistungen auf allen Gebieten der Kunst, Kultur und Wissenschaft von der damals vorherrschenden kulturellen Vielfalt und ethnischen Diversifikation entscheidende Impulse erhielt.“ (Mückler 2001, S. 119)

Heutzutage scheinen diese Aspekte nur wenig Verankerung im Bewusstsein vieler Österreicher, doch auch anderer europäischer Gemeinschaften gefunden zu haben. Migration wird als Problem gesehen, nicht mehr als ein entscheidender und bedeutender Prozess in der Geschichte der Menschheit bzw. der europäischen Geschichte im speziellen.

2.2. Migration in Österreich von der Habsburger Monarchie bis Heute

Wie bedeutend Migration besonders in Österreich war, soll im Folgenden im Text von Rainer Bauböck dargestellt werden. Dieser skizziert in acht Kapiteln bestimmte „Migrationslinien“ in Österreich, angefangen im Vielvölkerstaat der Habsburgermonarchie bis zur heutigen Zeit und verdeutlicht wie sehr viele dieser Linien bis heute wirken und die Geschichte beeinflusst haben. Weiters verweist er immer wieder auf heutige Debatten und wirft die Frage auf, warum speziell in Österreich, wo Migration einen so wichtigen und wesentlichen Bestandteil in der Geschichte aufweist, so eine Problematik darstellt.

Ich werde in meiner Ausführung nur auf bestimmte Eckpunkte seiner Darstellung eingehen, die mir im Hinblick auf die heutige Geschichte zentral erscheinen:

Im Zentrum der Habsburgermonarchie stehen zwei große Bevölkerungsbewegungen: die Auswanderung nach Übersee und die Binnenmigration in industrielle und urbane Zentren. Gründe und Ursachen für beide Bewegungen sind im raschen Bevölkerungswachstum, dem Beginn der Industrialisierung und Urbanisierung und in der Verbilligung der Transportmittel zu finden. (vgl. Bauböck 1996, S.2)

Nach dem ersten Weltkrieg, indem es die erste große Flüchtlingswelle gab, bestand die Absicht darin einen ethnisch reinen deutschen Staat zu schaffen. In diesem Zusammenhang wurden im Vertrag von St. Germain scharfe Vorraussetzungen zum Erwerb der

Staatsbürgerschaft geschaffen. In der Zwischenkriegszeit entstand ein bis zum heutigen Tag wirksames Gesetz - das Inlandarbeitsschutzgesetz, das damals nur als Übergangslösung betrachtet wurde, doch bis heute die Grundlage für die Beschäftigung von AusländerInnen darstellt. Somit steht die Zeit der ersten Republik im Zeichen von starker Emigration vieler „zu Ausländerinnen gemachten“, weiters starken Verschärfungen und Einführung neuerer Gesetze und auch war Österreich Aufnahmestaat für politische Emigranten und Flüchtlinge.

„Die Flüchtlingstragödie des ersten Weltkriegs wiederholte sich nach dem zweiten in viel größerem Umfang“ (Bauböck 1996, S. 6) Es ging also darum Plätze für die unvorstellbare Menge an Flüchtlingen zu finden, wobei dies hauptsächlich Aufgabe der Alliierten Besatzungsmächte und internationaler Organisationen war. Österreich war somit ein wichtiger Ankerpunkt. Mit der Zeit räumte es sich in den Verhandlungen auch immer mehr Mitspracherecht ein. Hauptinteresse bestand darin hauptsächlich Flüchtlinge mit ethnisch-sprachlicher Verwandtschaft aufzunehmen, was Großteils eintrat.

In den Jahren 1955 bis 1989 diente Österreich als Transitland, indem jedoch immer von einer kurzweilgen Aufenthaltsdauer ausgegangen und eine Weiterreise der Flüchtlinge erwartet wurde.

„War Transit das wesentliche Merkmal der Flüchtlingsmigration in der Zweiten Republik, so lässt sich das Grundmuster der Arbeitsmigration als 'Through put’ beschreiben.“ (Bauböck 1996, zit. Faßmann/Münz 1995, 47) Kennzeichen dieser Zeit war, dass österreichische Arbeitskräfte ins Ausland abwanderten und ausländische Arbeitskräfte nach Österreich geholt wurden. Letztere sollten unter dem Begriff Gastarbeiter für kurze Zeit in Österreich beschäftigt werden. 1966 wurde demnach ein Abkommen mit der Türkei und Jugoslawien getroffen, die bis heute die zwei wichtigsten Herkunftsstaaten der heutigen Einwanderer sind. (vgl. Bauböck 1996, S. 13)

Die Idee dahinter, nämlich flexible und günstige Arbeitskräfte zu bekommen, die nur vorübergehend im Land waren, scheiterte jedoch in der Realität - „aus Gastarbeitern waren Einwanderer geworden“ (Bauböck 1996, S. 13).

Nach dem „Ölschock“ von 1973 fand eine allgemeine Reduktion der Ausländerbeschäftigung in ganz Europa statt. 1975 wurde das neue Ausländerbeschäftigungsgesetz erlassen, was im Groben Verschlechterungen für ausländische Arbeitskräfte mit sich brachte. Bauböck kritisiert in diesem Zusammenhang das Vorgehen der österreichischen Politik, da zu diesem Zeitpunkt Schritte wie Integration wichtiger gewesen wären, als ein weiteres Bestreben MigrantInnen „als Verschubmasse am Arbeitsmarkt zu betrachten. Die Folge war jedoch nicht die tatsächliche Rotation der Arbeitskräfte, sondern eine ethnische Segmentierung des einheimischen Arbeitsmarktes und extreme Abhängigkeit der Ausländer von ihren Arbeitgebern.“ (Bauböck 1996, S. 15) Neue Gesetze wie das „Abstammungsprinzip“ oder das „Fremdenpolizeigesetz“ wurden in dieser Zeit erlassen und gelten zum Teil bis heute und nur wenig wurde bis zum heutigen Tag daran verändert.

Das Thema Einwanderung begann in den 80er Jahren mit der Erweiterung der Parteienlandschaft ein immer wichtigeres und präsenteres Thema in der Politik zu werden. Heute ist Migration schon längst wesentlicher Bestandteil eines Parteiprogramms und findet in dieser Zeit seine Anfänge. Ein markantes Ereignis sollte in diesem Zusammenhang erwähnt werden. Im Jahr 1992 wurde von der FPÖ ein Antiausländervolksbegehren initiiert, das einerseits zur Abspaltung des LIF führte und von Seiten der Bevölkerung auf so große Missstimmung fiel, dass es ein Jahr später die größte Demonstration der Zweiten Republik gab. Jedoch brachten diese Ereignisse keineswegs Verbesserungen im Asyl- und Fremdenrecht, im Gegenteil kam es zu Verschärfungen.

Mit dem Beitritt zur EU 1995 wurde auf Österreich ein bestimmter Druck zur Verbesserung und Erleichterung des Asylgesetzes ausgeübt, was zum damaligen Zeitpunkt jedoch noch keine Verbesserungen für die rechtliche Integration der Einwanderer mit sich brachte.

Hier endet Bauböcks Ausführung im Jahr 1996. Seither hat sich natürlich bezüglich Einwanderung, Asylgesetz, etc. viel getan und zwar nicht nur in Österreich sondern global. Themen wie Globalisierung, Weltwirtschaftskrise oder auch Ereignisse wie 9/11 haben diese Thematik in den letzten Jahren stark beeinflusst. In einem Punkt scheint sich jedoch nicht viel geändert zu haben, die Asylgesetze in Österreich doch auch in anderen Staaten wurden keineswegs erleichtert, im Gegensatz, zwar öfters erneuert aber damit folgten wieder bestimmte Verschärfungen, wie auch aktuell das neueste Asylgesetz beweist.

[...]

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Migration in modernen Gesellschaften. Grundlegende Problematiken zwischen Aufnahmegesellschaft und ZuwanderInnen
Hochschule
Universität Wien  (Kultur- und Sozialanthropologie)
Note
1,0
Autor
Jahr
2009
Seiten
17
Katalognummer
V920184
ISBN (eBook)
9783346240590
ISBN (Buch)
9783346240606
Sprache
Deutsch
Schlagworte
migration, gesellschaften, grundlegende, problematiken, aufnahmegesellschaft, zuwanderinnen
Arbeit zitieren
Julia Dubsek (Autor:in), 2009, Migration in modernen Gesellschaften. Grundlegende Problematiken zwischen Aufnahmegesellschaft und ZuwanderInnen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/920184

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